Beiträge von MarquiseDeSade

    Oh mein Gott, lern erstmal die richtige Anwendung der Minuskeln und Majuskeln. Wie bist du denn drauf, lernt man dieses Verhalten im harten Strukialltag? Dein Verhalten ist respektlos und spiegelt das allgemeine Verhalten gegenüber kontruktiver Kritik in diesem Forum wieder.


    • Rabattretter (totaler Quatsch, spricht hier der Fachmann oder der Vergleichsrechner?)
    • Eigenschäden (noch viel größerer Schwachsinn)
    • Verzicht auf Abzug Neu für Alt (würde ich noch gelten lassen)
    • erweiterte Wildtierklausel

    Zuerst wollte ich detailliert auf die ersten zwei Punkte eingehen, aber dieses Forum ist keineswegs daran interessiert, vernünftig auf Ebene sachverständiger Fachleute zu diskutieren - zudem glaube ich, dass hier höchsten eine Handvoll der sogenannten "Fachleute" wirklich die nötige Bildung mitbringt, um hier vernünftig zu argumentieren.

    Da ist unser studierender Forentroll ja wieder... lustig das Du das ganze NUN nur auf den Haftpflichtbereich beschränkst weil Dir die Felle in Deiner Argumentation wegschwimmen ;) Wenn Du später wirklich mal Versicherungsberater werden willst musst Du extrem viel dazulernen was du in Mannheim nicht gelehrt bekommst!


    Hallo ;)


    Vielen Dank für die nette Begrüßung und da ich ein Troll bin, bin ich auf dein ständiges Trollfutter auch angewießen. Zudem ist es mir immer noch schleierhaft, wie du darauf kommst, dass ich in Mannheim studiere?


    Später werde ich gewiss kein Versicherungsberater - dafür reicht ein "IHK-Diplom" ;) Auf die gravierenden Leistungsunterschiede gehe ich zu dieser späten Stunde nicht mehr ein, schließlich kann ich morgen früh nicht ausschlafen. Aber vielleicht machst du dir ja mal die Mühe und erwähnst so 5-6 wirklich gravierende Unterschiede - vielleicht kann ich noch was lernen ;)

    hallo,

    aha, wie kommst auf diesen schwachsinn?




    Dann beweis mir mal an 5 verschiedenen KFZ-Tarifen im Bereich Haftpflichtversicherung eine Heterogenität. Alle unterliegen den AKB - fertig. Der Rest ist Marketing und der Versuch, Menschen zu suggerieren, dass es drastische Leistungsunterschiede gibt - und komm mir jetzt bloß nicht mit: " Ja, die Versicherung XY hat aber 10 Mio Deckung, während die andere nur die Mindestdeckung aufweist.


    In diesem Sinne Mr. V.I.P ;)

    Zum Vertragsjahresende.


    Wichtig ist das die neue Versicherung billig ist, die Leistungen sind egal, nur der Beitrag zählt!!! :D:D



    Warum so sarkastisch? Gerade im Bereich KFZ und den gezahlten Provisionen ist dieser Zweig vielen "Beratern" doch eher lästig. Zudem sind die KFZ-Sparten so homogen, dass künstlich mit angeblichen super Bedingungswerken versucht wird, den unmündigen potenziellen VN zu beeindrucken.


    Die combined ratio im Bereich KFZ ist katastrophal, sodass in den meisten Fällen Aufwendungsreduzierungen seitens der Versicherer angestrebt werden (z.B. die permanente Nichtanerkennen der Verbringungskosten bei Abrechnung auf Gutachterbasis) - egal bei welchem Anbieter.


    Ich finde es also durchaus legitim, dass man im Bereich KFZ als VN, ausschließlich nach dem Preis entscheidet.

    Hallo bsr,


    Zu den elementaren Grundregeln der Haftpflichtversicherung gehört es, Haftung und Deckung zu unterscheiden. Hier gilt das Trennungsprinzip. Die Frage der Haftpflicht des VN gegenüber dem Geschädigten und die
    Deckungspflicht des Versicherers sind zwei unterschiedliche Fragen. Wieso machst du also deinen Rechtsanspruch davon abhängig, ob die Versicherung der Gegenpartei zahlt? Willst du, dass dein Bekannter für den Schaden aufkommt oder nicht?


    Versteh mich nicht falsch, aber das kommt immer so rüber, als ob man den Schaden (sofern der Versicherer nicht bezahlt) als hinnehmbar akzeptieren kann und es dann eben dabei belässt.

    Zitat


    Nun ziehen Sie den 400€ Job heran und deklarieren das als Oppertunitätskosten- Äpfel - Birnen nach dem Motto der Mann (den wir in der Realität nicht kennen) arbeitet nur wegen der Riester-Rente. Das ist schlichtweg unseriös und das wissen Sie auch.


    Ich amüsiere mich köstlich. Was ist daran unseriös? Die Ausgangslage des Fragesuchenden war eindeutig - er ist Rentner. Jetzt führst du an, dass er 401€ Einkommen im Monat hat. Was sollte ein Mensch mit Sachverstand daraus schließen? Welchen Einkommen meinst du denn? Seine Rente? Du merkst selbst, dass das keinen Sinn ergibt, gelle ;)


    Zitat

    BTW: Als Rentner könnte er auch mittelbar förderberechtigt sein, denn siehst ja noch besser aus!


    Auf was ich raus will - wie beim letzten mal treffen Sie blind Aussaugen ohne die Rahmenumstände zu kennen. Das ist und bleibt in der generellen Art wie Sie es tun falsch.


    Jetzt schreibst du: "Vielleicht ist er ja auch mittelbar förderberechtigt" - tja oder eben auch nicht. Deine Aussage spiegelt wieder, was du einen Satz später so sehr an mir bemängelst. Ich versteh auch nicht, warum du dich immer so persönlich angegriffen fühlst. Man könnte gerade meinen, dass du an jedem Riestervertrag in Deutschland eine Provision erhälst und demzufolge dein Einkommen in Gefahr siehst.


    Fassen wir also nochmal zusammen:


    Der Fragesuchende erwähnte explizit, dass er Rentner ist. Über seine weiteren Lebensumstände wissen wir nichts. Nun schlägst du eine Rechnung vor, welche als Einkommen 401€ anführt. Da Rentner nicht Zulagenberechtigt sind, muss ich davon ausgehen, dass du annimmst, dass er auf 400 € arbeiten könnte (was bestimmt nicht wenig Rentner tun). Dieses Argument greife ich auf und stelle klar, dass es bei dieser Annahme ein Minusgeschäft ist. Am Schluss kam ich dazu, dass es zudem eh keinen Anbieter gibt, der solch ein Produkt für einen Mann/Frau (60 Jahre) anbietet. Warum also mit Phrasen und Tautologien unbedingt im Forum das letzte Wort haben wollen?


    Ich belasse es jetzt auch dabei, weil es letztlich für den Fragesuchenden keinen Mehrwert bietet.

    Zitat von Cassiesmann

    Ihre Arroganz und Ignoranz ist einfach nur widerlich. Lernt man das an der Uni das blind und dumm nachreden was man von vorne erzählt bekommt? Dieses stupide Schwarz-Weiss-Denken erinnert mich sehr stark an unsere Strukturvertriebe, da denken die Vermittler tendenziell auch weniger mit!


    60. Jähriger Mann, 401€ Einkommen im Monat --> 154€ Zulage + 60€ Eigenbeitrag = 214€ * 5 Jahre = 1070€ Wegen mir 25% Kosten (was deutlichst zu hoch ist) = ca. 802€ Auszahlung bei 360€ Eigenbeitrag. Verzinsung lass ich außen vor. Die Auszahlung erfolgt nicht in Form eine Rente sondern als Kapitalauszahlung, Steuern sind zu vernachlässigen. Sie treffen zum wiederholten mal Pauschalaussagen ohne die exakten Rahmenbedingungen zu kennen.


    Was Ihre falsche Einschränkung auf nicht zulagenberechtigt soll weiß ich nicht, ist auch fehl am Platz.


    Hallo ;)


    Berger ist laut seinen Aussagen Rentner, demzufolge ist die Einschränkung nicht fehl am Platz, denn Rentner sind grundsätzlich nicht Zulagenberechtigt. Wenn man mit einem fiktiven Einkommen über 400 Euro rechnet, muss folgendes beachtet werden:


    Um trotz 400€ Job zulagenberechtigt zu sein, muss auf die Versicherungsfreiheit verzichtet werden. Die sich daraus ergebenden Opportunitätskosten sind 4,9% * 400€ * 12 = 235,20€ pro Jahr.


    Nun greife ich deine Rechnung auf: 154€ Zulage+60€ Sockel*5 Jahre = 1070€ . Da es sich hier, wie schon richtig erwähnt, um Kleinbeitragsrenten handelt, ist ein 100% Kapitalwahlrecht zulässig.


    Einzahlung: 60€ * 5 =300, Opportunitätskosten: 1176€ ; Ergibt zusammen: 1476€


    Auszahlung: 820€


    Nach der Abzinsung der Cashflows ergibt sich ein present value in t0: Berger erziehlt -665,54€ (Referenzzins-Zerorate:2%)


    Jetzt erklär mir mal bitte, wo dieser Abschluss in deiner Beispielrechnung sinn machen soll? Zudem wiederholst du dich mit deinem Zitat:"schwarz-weiß-denken". In der Finanzwelt gibt es nicht schwarz oder weiß, sondern harte Fakten, welche mathematisch bewießen werden können. Die Mathematik lügt nicht.


    Zudem würde kein Versicherer der Welt solch einen Vertrag mit einem Kunden abschließen. Die intern entstehenden Kosten würden den Auszahlungsbetrag um das 3-4 fache übersteigen.

    Was spricht dagegen? Er wird recht sicher unter der Rentenhöhe von 1% der Bezugsgröße bleiben und bekommt somit die Riester-Rente abgefunden. Je nach Einkommen eine durchaus sinnvolle Sache.


    Wir hatten das Thema ja schon mal, lösen Sie sich von Ihrem Schwarz-Weiß-Denken!

    Hallo,


    bitte sprech dich aus und amüsiere mich - ganz ehrlich, so einen Schwachsinn habe ich in meinem Leben noch nicht gehört. Bis zu diesem Thread dachte ich mir: "Ok, er hat eben seine Meinung und ist unbelehrbar". Ich bitte dich von ganzem Herzen, führe mir mal eine kleine Renditerechnung vor, wie sich für einen Rentner (Nicht zulagenberechtigter Riestervertrag) mit 60 so ein Vertrag lohnen soll!

    Hey ;)


    Ich muss sagen, deine Rechnung amüsiert mich. Dir ist klar, dass dein "Modell" finanzmathematisch wenig Sinn macht. Mit welchem Referenzzins (Euribor, Libor usw.) hast du abgezinst? Hast du mit par-rates oder zero-rates abgezinst? Hast du die Opportunitätskosten bedacht? Du siehst, auch wenn der Fall simple daher kommt, ist die Berechnung zum Barwert eines Cashflows, welcher aus 41 Jahresperioden besteht, alles andere als einfach. Das aber nur mal am Rande.


    Ich selbst vertrete auch die Meinung, dass wirklich gute Beratung nicht über ein Provisionsmodell abgebildet werden sollte - aus den allseits bekannten Gründen. Allerdings verstehe ich deine Einstellung nicht (mit der du nicht alleine bist), dass man kaum bereit ist, für eine Beratung zu bezahlen. Da werden lieber für ein Ei-Telegage mit Apfelgeschmack mal locker flockig mehrere Hundert Euro in die Hand genommen.


    Bedenke, wenn du einen wirklich guten Berater findest, der nicht mal eben durch einen Struckiverein in 2-3 Monaten Crashkurs das Gefühl vermittelt bekommen hat, er hätte Ahnung von Finanzkontrakten, dass eine fundierte Ausbildung im Finanzbereich Jahre in Anspruch nimmt. Dieses Wissen kann dir im Ernstfall viele tausend Euro einsparen, denn die Schäden durch Falschberatung in Deutschland gehen weit über ein paar tausend Euro hinaus ;)

    Hallo zusammen,


    ich zahle seit Nov. 2011 in die "RiesterRente Strategie No. 1" der AachenMüncher ein, möchte diese aber so schnell wie möglich kündigen. Was ist da am sinnvollsten, beitragsfrei stellen oder direkt kündigen?


    Schon mal vielen Dank für die Antworten!

    Hey ;)


    Gratulation zu deiner Entscheidung. Du scheinst nochmal die Kurve bekommen zu haben und hast dich gegen diese Art der Altersvorsorge entschieden. Verbuche die gezahlten Beiträge als Lehrgeld und überleg dir beim nächsten mal genau, was du unterschreibst.

    und ich muss meinem Vorredner leider erneut wiedersprechen..


    sofern es sich im Zusammenhang zu Ihrer Originalpolice (Beitragsaussetzung, Beitragsreduzierung) nichts geändert hat, steht ihnen dieser Wert zu. Eine Herabsetzung aufgrund momentaner Zinsanpassungen ist nicht möglich, da hier Bestandsschutz besteht!!!

    Ich verstehe die Fragestellung anders. Es wurde, bei gleichen Vorausetzungen ein Zukunftswert (zukünftiger Rückkaufswert) ausgewießen und um diesen scheint es TAnders auch zu gehen. Diese, so Zitat: "ausgewählten Rückkaufswerte" haben keinen Rechtscharakter, sondern sind immer zu dem jeweiligen Bemessungsgrundlagen auf hypothetischen Annahmen entstanden - einen Anspruch hat man darauf nicht (s. meine Ausführungen im Beitrag davor).

    Hallo ;)


    Zitat von Ver.Wirrt


    Alle drei Jahre ist der Arbeitgeber gezwungen, gemäß §16 BetrAVG die Renten zu prüfen und gemäß VPI/Nettolohnentwicklung anzupassen.


    Dies stimmt so nicht ganz. Prüfen ja, anpassen nicht zwingend. In der jetzt gültigen Gesetzesversion (§ 16 Abs. 4 BetrAVG) ist geregelt, dass „Zu Recht“ unterbliebene Anpassungen nicht nachgeholt werden müssen. Dies gilt allerdings nur für Prüfungen ab 1.1.1999 (§ 30c Abs. 2 BetrAVG) Wa bedeutet nun „Zu Recht unterblieben“ : Dem Versorgungsempfänger wird schriftlich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens dargelegt. Widerspricht der Versorgungsempfänger nicht innerhalb von 3 Monaten, so gilt dies als "Zu Recht unterblieben". Der Versorgungsempfänger muss aber auf die Rechtsfolgen eines nicht fristgerechten Widerspruchs hingewiesen werden.


    Also nur, wenn es die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erlaubt, ist eine Voll- bzw. Teilanpassung vorzunehmen. Ist die wirtschaftliche Lage sogar so schlecht, dass eine Anpassung nicht vertretbar wäre, kann diese vollkommen versagt werden.


    Nach § 16 Abs. 3 BetrAVG gibt es zudem Ausnahmen von der Rentenanpassung. Dies ist z.B. der Fall, wenn bei einer Zusage eine jährlichen Rentenerhöhung von mindestens 1 % vereinbart wurde. Direktversicherungen und Pensionskassen haben nochmal gesonderte Vorschriften.


    Zu einer Beantwortung deines Beispiels fehlt mir momentan leider die Zeit. Gerade die BAV ist durch ihre Durchführungswege und individuellen Vertragsgestaltungsmöglichkeiten sehr komplex und nicht in 5 Minuten erklärt :( Vielleicht kann ja einer der anderen Mitglieder was dazu schreiben.


    Gruß


    Tobias

    Guten Abend Daniel,


    die betriebliche Altersversorgung ist schon ein sehr komplexer Bereich, weil es etliche Vorschriften, Durchführungswege und Gesetze zu beachten gilt. Bei Aussagen am Telefon lasse ich mir z.B. immer gerne die Rechtsgrundlage nennen (um zu überprüfen, ob die Gegenpartei richtig argumentiert). Wie sehen denn genau die Vertragsdetails der Direktversicherung aus?


    In meinem Studium habe ich das Thema BAV bisher nur angeschnitten, meine mich aber erinnern zu können, dass nach § 6 BetrAVG auch früher Leistungen eingefordert werden können: Hier mal der Wortlaut:

    Zitat


    "Einem Arbeitnehmer, der die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung als Vollrente in Anspruch nimmt, sind auf sein Verlangen nach Erfüllung der Wartezeit und sonstiger Leistungsvoraussetzungen Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu gewähren. Fällt die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wieder weg oder wird sie auf einen Teilbetrag beschränkt, so können auch die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung eingestellt werden. Der ausgeschiedene Arbeitnehmer ist verpflichtet, die Aufnahme oder Ausübung einer Beschäftigung oder Erwerbstätigkeit, die zu einem Wegfall oder zu einer Beschränkung der Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung führt, dem Arbeitgeber oder sonstigen Versorgungsträger unverzüglich anzuzeigen."


    Da dein Vater allerding Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht, dürfte dieser Passus auf ihn nicht zutreffen ;( Normalerweise ist eine BAV nicht zwingend an das Erreichen der Altgersgrenze der GRV gekoppelt - Vertragliche Absprachen können individuell getroffen werden.


    Um also nach einer Lösung zu suchen, müsstest du kurz niederschreiben, was genau im Vertrag bezüglich der Altersgrenze steht.



    Gruß
    Tobias

    Hier mal der § ...kann uns sowas passieren??? ?(

    Guten Abend,


    was genau kann "uns" passieren. Wie interpretieren Sie denn den Paragraph? Mit dem Paragraph soll doch erreicht werden, dass eben keine überstürzte Konkursregulierung angestrebt wird. Vielmehr versucht man eine, wenn möglich, vollständige Sanierung um so den Versicherungsnehmern gerecht zu werden. Wie das VVG im Kern, so dient auch das VAG dem Schutze es Verbrauchers.


    Der Vorteil des § 89 VAG besteht darin, dass nicht sofort ein Konkursantrag gestellt werden muss oder das Verfahren mangels Masse eingeleitet wird. Im Konkreten endet hier die Entscheidungsmacht der BaFin nicht, auch wenn dem Versicherungsunternehmen der Konkurs droht. Zudem findet sogar in Absatz 2 eine Differenzierung statt, sodass erst Deckungsrückstellungen und danach erst die Versicherungssummen neu festgestellt werden. Hierdurch werden ältere Verträge nicht benachteiligt.


    Und das die Vermeidung eines Konkurses ja wohl im Interesse aller Versicherungsnehmer liegt (speziell im Leben- und KV-Bereich) steht wohl außer Frage. Zudem kam es, meines Wissensstandes zufolge, nur in den 20'er und 30'er Jahren zur Anwendung dieses Paragraphen. Seitdem ist mir kein einziger Fall bekannt.



    Gruß
    Tobias

    Zitat von Suchender


    ich habe eine Frage zu fondsgebundener Altersvorsorge.
    Man liest ja häufig in Vorschlägen zu fondsgebundener Altersvorsorge etwas von "durchschnittlicher jährlicher Wertentwicklung" von xx %.
    Nun mein Beispiel: 6 % p.a.. Das kann man ja noch einigermaßen einfach ausrechnen, aber in der Praxis gibt es ja doch ein paar mehr Schwankungen.


    Ok, dann rechnen wir mal. Als Anfangskapital nehmen wir 100 € an.


    100€ x (1,06)^5 = 133,83€ (gerundet)

    Zitat von Suchender


    Wenn ich jetzt aber in Jahr 1: 13%, in Jahr 2: 5%, in Jahr 3: 20%, in Jahr 4: 7% und in Jahr 5: -15% habe, sind es doch durchschnittlich auch 6%, oder nicht???


    Hier muss man ein wenig vorsichtig sein mit den Begrifflichkeiten. Vielmehr sind die 6% der sog. Erwartungswert. Von der Berechnung unterscheidet er sich in unserem Beispiel nicht vom arithmetischem Mittel. Also im konkreten Beispiel: Man kann erwarten, dass der Zinssatz unter der Beachtung der Standardabweichung jedes Jahr circa 6% betragen wird. (errechnete Standardabweichung im Beispielfall ~12%)


    Zitat von Suchender


    Liegt hier schon mein Denkfehler? Denn das Ergebnis ist ja ein komplett anderes.
    Hier muss ich doch falsch liegen oder nicht?


    Mh jap :) Bei Aktien, Fonds und co. werden die durchschnittlichen Renditen ex post, also im Nachhinein ermittelt. Das ist ja auch logisch, weil keiner weiß, wie sich die Kurse in Zukunft entwickeln. Für die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung bedient man sich aber nicht der Zinssätze und bildet darüber einen Durchschnitt, sondern betrachtet nur einen Anfangs-und Endwert.


    Beispiel: Kurs aus unserem Beispiel: 100€ am 01.01.x1 und 129.50€ am 31.12.x5
    Daraus hat man nun eine jährlichen Zins ermittelt von: 129,50 : 100 = 1.295 Daraus ziehst du die 5. Wurzel und erhälst: 5.306203%


    Dies wäre der genaue durchschnittliche/jährliche Zins um von 100€ in 5 Jahren unter stetiger Verzinsung auf einen Endwert von 129.50€ zu gelangen. Falls du dich jetzt fragst, woher ich die 129.50€ habe - das wäre der rechnerisch genau ermittelte Wert aus deinen Beispielzinssätzen (13% ; 5% ; usw.).


    Zitat von Suchender


    Ich meine; wenn das wirklich so ist, dann sind die Aussagen über die durchschnittliche Wertentwicklung NOCH!!! weniger aussagekräftig als ich bisher schon dachte, weil es dann ja auch noch drauf ankommt, wann und wie diese durchschnittlichen 6% zustandekommen.


    Bei Spekulationen an der Börse verfolgt der "Ottonormal-Sparer" eher eine längerfristige Anlage. Das der Kurs einer Volatilität unterliegt, ist dir durch deine Beispielzinssätze ja bereits bekannt. Die Aussagekraft einer durchschnittlichen Wertentwicklung ist hier vollkommen korrekt. Denn im Schnitt wurde nunmal eine jährliche Wertentwicklung von xy% in der betrachteten Periode erziehlt. Wie sich dieser Zinssatz im Einzelnen zusammensetzt, interessiert erstmal nicht. Erst wenn man sich die Frage stellt, welche Anlage (A oder B) besser ist, kommt das Risiko mit ins Spiel (in Form der Volatilität).

    Beispiel:
    Aktie A wird bei 100 gekauft und schließt nach 5 Jahren bei 129.50 - bei starke Volatilität
    Aktie B wird bei 100 gekauft und schließt nach 5 Jahren bei 120.00 - kaum messbare Volatilität


    Steht die Rendite im Vordergrund, müsste man sich für Aktie A entscheiden. Schließt man allerdings das Risoko im Verhältnis zur erwirtschafteten Rendite mit ein, so müsste man sich wohl eher für Aktie B entscheiden. Ich halte das Beispiel zum einfacheren Verständnis sehr einfach. In der Realität würde ich die Entscheidung z.b. von der sog. Sharp Ratio abhänging machen.


    Deinen Text oben habe ich rot markiert, weil es nur darauf ankommt, wenn man das Risiko mit einbeziehen möchte. Zum anderen ist es auch für die Exit-Entscheidung wichtig - also zu welchem Zeitpunkt ich aus der Anlage gehe. Du wirst mir zustimmen, dass, wenn ich die Aktie zu T3 verkauft hätte (Dein Beispiel:20%) ich ein gutes Geschäft gemacht hätte.


    Zusammenfassend bietet also die durchschnittliche Rendite über eine längere Periode einen ersten Indikator. Als alleinige Entscheidungsgrundlage reicht sie aber bei Weitem nicht. Diesbezüglich müsste man sich nach weiteren Kennzahlen umschauen. Z.B. Traynor Ration, Jensens Alpha usw. Wenn du keine Lust und Zeit hast, dich selber in diese Materie einzulesen, solltest du dich für einen "betreuten Fonds" zeichnen. Dies geht durch die höheren Verwaltungskosten natürlich zu Lasten der Rendite. Altersvorsorge ist ein sehr komplexes Thema. Je mehr du dich damit beschäftigst, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du im Alter zufrieden mit deiner Entscheidung bist :)


    Zitat von Framal


    das ist eine Rechnung mit einem fiktiv unterstellten Zins. Dieses Ergebnis wird es aber so NIE geben.


    Dies sehe ich nicht so. Wenn von "durchschnittlicher möglicher Wertentwicklung" die Rede ist - jap! Bei einer ex-post Betrachtung ensprechen diese Zinssätze dem jährlichen internen Zinsfuß.


    Abschließend war also dein "Fehler" die Annahme, dass der Versicherer die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung anhand vergangener Zinssätze berechnet, sonder vielmehr Anhand von Anfangs-und Endbeständen einer Aktie, Fonds usw.



    Gruß
    Tobias

    Hallo Thomas,


    um was für ein Produkt handelt es sich genau? Im § 169 (6) VVG ist nachzulesen, dass das Versicherungsunternehmen durchaus berechtigt ist, den Betrag herabzusetzen. Warum das im Detail so ist, würde hier zuweit führen (Rechnungslegungsvorschriften für Versicherungsunternehmen usw... ). Letztlich unterliegen Versicherungsunternehmen in Deutschland einer strengen Aufsicht, welche durch Solvency II (vorallem Solvabilitätsvorschriften) in Zukunft noch erhelblich gesteigert werden.


    Einfach Ausgedrück bedeutet dies, dass Versicherungen extrem vorsichtig kalkulieren müssen. Das ist auch ein Grund, warum die Garantieverzinsung auf 1.75 Prozent sinken soll bzw. muss. Deine Verzinsung wird dir demnach garantiert, mehr nicht. Zudem wurde durch die verpflichtende Aufnahme der auszuweisenden Rückkaufswerte in den ersten Versicherungsjahren (Stickwort Zillmerung) in das VVG die Versicherungsnehmer begünstigt, welche in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss kündigen - dies geht zu Lasten der treuen Versicherungsnehmer.


    Zusammenfassend gibt es also eine Vielzahl von Gründen, warum dein Rückkaufswert nach unten angepasst werden "muss".


    Zitat von TAnders


    Ist das so zulässig?


    Ja ist es leider, oft sogar gesetzlich für den Versicherer vorgeschrieben.


    Zitat von TAnders


    Was für einen Sinn macht es jetzt von einem "garantierten" Rückkaufswert zu sprechen


    Diese Erörterung überlasse ich jemand anderem ;)

    Hey Centzähler,


    ist dir bewusst, was bei einer Dynamikannahme beim Versicherer abläuft? Wenn du die jährliche Dynamik angenommen hast, bekommt der Vermittler erneute volle Provision auf den Erhöhungsbetrag. Deswegen ist eine Dynamik auch einzustellen wenn man sich dem Ablauf nähert. Im ungünstigstem Fall fressen Provison und Kostenquote des Versicherers deinen Zusatzbeitrag komplett auf.


    Oft denken Versicherungsnehmer sie gönnen sich was Gutes (z.B. Inflationsausgleich etc.) wenn eine Dynamik vereinbart wird.


    Beispielrechnung:



    monatliche Rate Vorjahr: 50€
    monatliche Rate Folgejahr duch Annahme Dynamik (z.B. 3%): 51,50€


    Jahresdifferenzbetrag Vorjahr zu Folgejahr: 18€


    Provision für Vermittler: 51,50€ * 12* 44 Promille = 27, 19


    Minusgeschäft: -9.19€


    Stark vereinfachte Rechnung (keine Beachtung einer geometrischen Verzinsung), damit der Fragesuchende die Methodik versteht, welche dahinter steckt.


    Durch den Zinseszinseffekt wird das Minusgeschäft über die Jahre zwar kleiner, aber eben nur, wenn man die Dynamik nicht bis zuletzt ausführt.


    Gruß
    Tobias


    Post Scriptum
    Zwar ist die Annahme von 44 Promille schon Höchstprovision im Lebengeschäft und auch nicht bei jeder Versicherung die Norm, trotzdem schmälert dies nicht die Veranschaulichung.

    Zitat von Cassiesmann

    Wir haben recht früh im Studium gelernt, das man als Akademiker nicht all zu hoch auf dem Roß sitzen sollte. Leider sind diese Werte heute in Mannheim scheinbar nicht mehr ganz so wichtig.


    Das ist gerade wenig professionell und weckt das Gefühl, dass Sie sich persönlich angegriffen fühlen - ich verstehe nur nicht warum? Sind Sie aktiver Vermittler und bangen um potenzielle Kunden? Zudem studiere ich nicht in Mannheim, falls Sie darauf anspielen wollten. Im Übrigen wird Ihr Abschluss dem Bachelor gleichgestellt. Ein Master-Degree verlangt einem Studenten nochmal einiges mehr ab und wird dem 1. Staatsexamen oder einem Magister gleichgestellt - das nur zur Info ;)


    Zitat von Cassiesmann


    Sie ignorieren komplett die Vererbbarkeit und auch (wenn nur mit 30%) die Kapitalabfindung. Von daher sind diese Schwarz-weiß-Betrachtungen Makulatur.


    Es kann doch nicht sein, dass ich ein Investment dann auch noch mit der Option der Vererbbarkeit unterstreiche. Wir reden hier von ~4% Nominalverzinsung, wenn überhaupt. Die Vererbung ist eine Option, die doch bei Vertragsabschluss nicht zur Diskussion steht. Denn wie Sie sicher wissen, gibt es auch hier wieder etliche Regeln und unter Umständen sind die vollen Zulagen zu erstatten. Und auch die Kapitalabfindung - was beharren Sie so sehr darauf? Auch hier wird bei Auszahlung eine Steuerpflicht generiert. Ver-Barwerten Sie diesen Zahlungsstrom - die Rendite ist lächerlich!


    Ich bin die Diskussion auch dahingehend leid. Wenn Sie für sich glauben, mit BWL-Abschluss, dass bei einer unsicheren Rendite vor Kosten von 4% es tragbar sein soll, eine Fülle von Restriktionen zu akzeptieren und nur wenn der Idealfall eintritt, eine Verzinsung in der Größenordnung ~4% zu erwirtschaften - tja dann....


    Ich möchte nur jene, welche sich über eine Riesterrente informieren, die Möglichkeit geben, auch mal kritische Stimmen zu hören. Ich könnte noch viel mehr Kritikpunkte aufbringen, die dann wieder so verdreht werden, als wäre der mündige Sparer ein potenzielles Sparschwein. Was ist denn z.b. mit dem Umstand, dass gerade Geringverdiener (hohe Förderquote) im Alter, wenn Sie mit ihrer zu erwartenden Rente unter der Grundversorgung liegen, ihre auch so tolle Riester voll angerechnet, bzw. verrechnet wird. Jener lacht sich dann ins Fäustchen, der sich die private Vorsorge erspart hat und die selbe Rente generiert, wie ein Riestersparer.


    Abschließend also nochmal. Meine persönliche Meinung: Riester lohnt sich kaum - hier ist eine ehrliche und gründliche Beratung erforderlich. Würde diese auch tatsächlich stattfinden, dann gäbe es keine 15 Mio Verträge unter der Bevölkerung.

    Hallo limburgerbub,


    wie bei Allem ist die Honorarberatung nicht unbedingt in letzter Konsequenz das Maß aller Dinge. Ich bin davon überzeugt, dass diese Art der Beratung aber ein ernormer Schritt in die richtige Richtung wären. Vorallem vor dem Hintergrund der Strukturvertriebe - wie von dir ja auch schon angesprochen.


    Warum sollte das Ding "platt" gemacht werden. Der Berater würde dem Kunden dann alle möglichen Konsequenzen aus seinem Handeln aufdecken - letztendlich muss der Kunde entscheiden. Das Hauptproblem liegt wohl eher im Bereich der Ausbildung. Mit Verlaub stellt für mich die "Ausbidlung" (ob Fachmann, Fachwirt usw.)bei der IHK keinen Grundsatz für den Vertrieb von Finanzprodukten dar - wenn überhaupt nur Sachgeschäft. Ich selber habe damals meinen Versicherungsfachmann noch über den BWV gemacht. Wenn ich mein Wissen (Studium fast absolviert), welches ich jetzt habe, mit dem von damals vergleiche - so muss ich mir eingestehen, dass ich damals nicht geeignet war, Finanzprodukte zu verkaufen (Sachgeschäft wohl, Lebengeschäft nein!).


    Wer von den Versicherungsfachmann-Absolventen ist denn mathematisch dazu in der Lage zu beurteilen, ob LV A (läuft event. schon ein paar Jahre) besser oder schlechter ist, als LV B ? Ich bin so mutig und behaupte - keiner! Je nach Produkt und Miteinbezug von Opportunitätskosten würde auch ich mir das nicht ohne weiteres zutrauen.


    Ich möchte auch nicht zu sehr OFF-Topic werden, die Diskussion ist sicher spannend und auch notwendig. Potenzielle Kunden verstehen einfach nicht, dass eine solide Ausbildung im Finanzbereich über Jahre in Anspruch nimmt und dann auch dementsprechend honoriert werden sollte.