Beiträge von Thomas Schösser

    Nun hat mir ein Versicherungsmakler telefonisch mitgeteilt, ich könne die Therapie verschweigen; solange in den nächsten fünf Jahren der Versicherungsfall nicht eintritt, könne mir danach eigentlich nichts mehr passieren.


    Der "Rat" Ihres "Maklers" ist gefährlich! Sie sollten jemand anderen mit dem Mandat beauftragen! Mal abgesehen von den ganzen möglichen Konsequenzen, hat er bzgl. der "5-Jahre" zusätzlich sogar noch unrecht. Er zielt mutmaßlich auf die sogenannte Verjährung ab!? Diese Frist ist aber wesentlich länger, zumindest wenn Ihnen arglistige Täuschung oder Betrug vorgeworfen wird (desweiteren gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen dazu!)


    Mit den Gesundheitsfragen muss sorgsam umgegangen werden! Die Frage ist, ob nicht eine BU-Aktion mit gar keinen oder vereinfachten Gesundheitsfragen evtl. genutzt werden kann? Das kommt allerdings auf Ihre individuelle Situation an, und kann pauschal nicht beantwortet werden. Ich gehe davon aus, das dieses Thema wohl nicht thematisiert wurde? In diesem Zusammenhang muss aber auch auf einiges geachtet werden; so z.B. auf das Urteil des LG Heidelberg vom 08.11.2016 - 2 O 90/16

    Hallo,


    so wie ich das herausgelesen habe, haben Sie ja bereits einen Rechtsbeistand mit Ihrer Sache beauftragt gehabt.


    Eine andere, weitere Möglichkeit wäre vielleicht über einen Versicherungsberater /-beraterin mit SPEZIALISIERUNG (die Leistungsabwicklungen also täglich machen) auf das Thema BU-Leistungsfallabwicklung Hilfe einzuholen. Diese(r) kann außergerichtlich agieren und hat evtl. einen anderen Blickwinkel und ggf. andere Ideen. Versicherungsberater genießen laut Gesetz eine besondere Stellung und dürfen keine Versicherungsverträge vermitteln, sondern nur beratend tätig sein. Das ganze aber natürlich gegen Honorar.

    Zudem was die Kollegen schon ausgeführt haben möchte ich noch etwas hinzufügen.


    Zitat

    ich würde gerne zeitnah eine BU abschließen. Soweit ich weiß, gibt es hier verschiedene Kombinationsmöglichkeiten (u. a. auch in Verbindung mit einer Rentenversicherung glaube ich).


    Welche Form ist denn gängig?


    Wie schon angedeutet ist BU-Vertrag nicht gleich BU-Vertrag. Sowohl in Bezug auf die Versicherungsbedingungen, sprich dem Kleingedruckten, welche im Leistungsfall wichtig werden können, als auch in Bezug auf andere Dinge, wie die Gesundheitsfragen, Fragen zu Hobbys, der Annahmepolitik generell etc.
    Diese Dinge gehören zur ganzheitlichen Beratung zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung mit dazu. Da die Ausgangslage bei jedem Kunden anders ist, gibt es m.E. auch keine "gängige Form".


    Ihre Frage zielt auf die Ebene der generellen Vertragsgestaltung ab.Welches BU-Produkt / welche Produkte (z.B. BU-Barrentenvertrag, Beitragsbefreiungsbausteine in einer Rentenversicherung, Beitragsbefreiung eines Fondssparplans usw.), in welcher Ausführung /Kombination, in welcher "Schicht" (insbesondere steuerlich relevant) am Ende Ihre Absicherungswünsche erfüllen, ist eine individuelle Sache. Auch in der Versicherungsvermittlerschaft gibt es unterschiedliche Sichtweisen zu diesem Bereich. Zur gleichen Ausgangslage kann es also verschiedene Lösungsansätze geben.


    Wichtig bei den Gedanken um die Bedarfsermittlung ist unter anderem, dass Sie nicht nur die Zeit bis zum Ende Ihrers Arbeitslebens sehen, sondern auch die Zeit ab dem Altersrentenbeginn! Kann noch genügend Geld angesammelt werden, um die durch die Berufsunfähigkeit entstandene finanzielle Lücken ab der Altersrente zu schließen? Setzen Sie die Absicherung also nicht zu niedrig an.


    Eine Rentenversicherung muss nicht zwangsläufig mit einem Baustein der BU-Barrente abgeschlossen werden. Um nur einmal 1 Beispiel zu geben: Man kann auf Wunsch neben einem Single-BU-Barrentenvertrag auch eine separate Rentenversicherung mit einem Beitragsbefreiungsbaustein für den Fall einer BU abschließen. Ob das jetzt passt oder Sinn macht kommt auf Ihre Ansprüche und Vorstellungen an und ist demnach individuell. Ermitteln Sie Ihren Bedarf und lassen Sie sich die verschiedenen Wege / Lösungsansätze mit allen Vor- und Nachteilen aufzeigen. Dann werden Sie schnell erkennen, welche Lösung zu Ihnen am besten passt.

    Hallo,


    eine Antwort kann so pauschal nicht gegeben werden. Es fehlen entsprechende Informationen. Teilweise wird das von den in Ihrem Vertrag zugrundeliegenden Regelungen zur konkreten Verweisung abhängen. Sind dort beispielsweise klar definierte Grenzen in Bezug auf die zumutbaren Einkommenseinschränkungen bei Aufnahme einer neuen Tätigkeit hinterlegt? So oder so sollten können hier allzuschnell Fehler gemacht werden. Mein Tipp: Beauftragen Sie für Ihren konkreten Fall einen Versicherungsberater (arbeitet gegen Honorar) mit Spezialisierung auf BU-Schadenbearbeitung. Dieser sollte nach Prüfung aller Unterlagen auch konkrete Ratschläge und Handlungsvorschläge geben können.

    Hallo,


    Zitat

    wir sind auf der Suche nach einer vernünftigen DU-Versicherung
    für meine Freundin, (...) Nur die Lücke wollen wir schließen mit
    einer Rente von 1000 Euro im DU-Fall.


    Was verstehen Sie unter "vernünftig"?


    Einige Versicherer werden u.U. diese Absicherungshöhe nicht anbieten. Die Klärung der Versicherbarkeit hinsichtlich der gewünschten Rentenhöhe wird ebenso bedeutsam sein, wie die Klärung der Annahme in Bezug auf den Gesundheitszustand Ihrer Freundin.


    Zitat


    Ich habe einige Angebote eingeholt von DBK, HUK Coburg,
    Nürnberger, Bayrische, Signal Iduna, Alte Leipziger und bisher die Nürnberger
    für die beste DU-Absicherung befunden. Einige Tests im Internet sprechen für
    die Nürnberger.


    Alte Leipziger hat wie bereits angemerkt zur Zeit (17-02-2017) keine "DU-Klausel" im Angebot.


    Die Frage ist was genau wie im Detail getestet wurde bzw. welche Kriterien für den Vergleich herangezogen wurden? Das Ergebnis des Tests wird dadruch primär beeinflusst.
    Vielmehr sollten Sie Fragen was Ihnen wichtig ist...


    Die Unterschiede liegen im Kleingedruckten. Punkte wie z.B. Verweisungsklauseln, Ausschlüsse, Begrenzungen der Leistungen, oder auch die Ausgestaltung der Dienstunfähigkeitsklausel an sich müssen genau unter die Lupe genommen werden. Das waren nur ein paar wenige Beispiele für Bedingungsinhalte die näher unter die Lupe genommen werden sollten. Dann erkennen Sie auch die wahren Unterschiede losgelöst von der reinen Betrachtung der Preise.


    Zitat


    Seltsamerweise sind die Beiträge teilweise 40-50% günstiger
    bei manchen Versicherungen, obwohl ich immer mit denselben Daten anfrage:


    1. Können Sie natürlich neben den sogenannten Nettobeiträgen auch die Bruttobeiträge und die Differenz zwischen diesen beiden ansehen.
    2. Könnte man vorher im Rahmen einer Risikovoranfrage auch einmal abklären, ob bei Angabe des Gesundheitszustands und der Hobbys auch tatsächlich der Preis noch gleich bleibt oder nicht (abhängig von Krankheiten)
    3. Sollte man nicht nur die Oberfläche der Angebote betrachten sondern ins Detail gehen, sprich die Versicherungsbedingungen durchleuchten.


    Vielleicht ändert sich danach die Ausgangssituation. Alles selber in die Hand zu nehmen ohne eine Beratung in Anspruch zu nehmen kann dazu führen das Sie wesentlich Punkte übersehen. Sprechen Sie mit einem Fachmann über diese Thematik.

    Wie die Kosten im Alter bei GKV und PKV zukünftig sein werden, kann aufgrund mehrerer Faktoren niemand genau vorhersagen, schließlich sprechen wir hier über Zeitspannen von Jahrzehnten. Einer der vielen denkbaren Einflussquellen können z.B. zukünftige Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sein...


    Meines Erachtens sollte die Entscheidung, für die in vielen Bereichen so unterschiedlichen Systeme GKV und PKV, nicht aufgrund einer geschätzten Annahme von zukünftigen Beiträgen erfolgen. Wenn Sie sich mit der PKV beschäftigen, so sollten Sie sich unbedingt auch Themen wie z.B. dem generellen Unterschied von Kostenerstattung- und Sachleistungsprinzip, Finanzierung beider Systeme, Unterschiede der Leistungsversprechen, Möglichkeiten der Vertragsgestaltung in der PKV etc. ansehen. Zum Bereich "Private Krankheitskostenvollversicherung im Alter" sollten Sie sich z.B. auch über das Tarifwechselrecht (§ 204 VVG), den Basistarif, sowie die dazugehörigen gesetzlichen Regelungen informieren.


    Zitat

    - Ich bin 31 Jahre und studiere im 10. FS. Anfang 2018 werde
    ich wohl als Assistenzarzt (Anästhesie) anfangen zu arbeiten.



    Sehen Sie, ob der Abschluss eines sogenannten "Optionstarifs" bei Ihrem PKV-Wunschanbieter für Sie jetzt schon möglich ist!? Damit meine ich einen Zusatztarif zur GKV, der Ihnen ein Optionsrecht auf Umstellung in einen PKV-Vollvertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung zum Zeitpunkt des Eintritts in die freiwillige GKV-Mitgliedschaft anbietet, und Ihren jetzigen Gesundheitsstatus sozusagen "einfriert".
    Manche Versicherer bieten unter gewissen Voraussetungen diese Art von Tarifen u.U. an.


    Zitat

    - Meine Freundin (Hochzeit sicherlich in den nächsten 2
    Jahren) ist Lehrerin/Beamtin und somit privat versichert und Beihilfeberechtigt. Kinder sind 2-3 geplant. Der Berater hatte hierzu gesagt, dass unsere Kinder später dann über meine Freundin versichert sind. Im Internet lese ich jedoch, dass die Kinder bei dem Partner versichert werden, der mehr verdient. Würde aufgrund der Beihilfe ja schon einen Unterschied machen, oder etwa nicht?


    "Über jemanden", wenn beide Partner PKV-versichert sind ist keiner sozusagen automatisch "mitversichert". Wenn die Kinder beihilfeberechtigt sind, so kann über einen entsprechenden Restkostentarif (PKV) nachgedacht werden. Gestaltungsformen gibt es deshalb trotzdem aber noch mehrere verschiedene...Auch hier sollten Sie sich umfassenden von einem Fachmann /- frau informieren lassen.


    -

    Zitat

    Wichtig für mich ist eine gute Versicherung der Zähne
    (bisher leider 2 Vollkronen und eine Teilkrone, mehrere Füllungen), Brille
    müsste nicht unbedingt außerordentlich gut versichert sein (der Mehrbeitrag
    lohnt sich ja zumindest bei den Zusatzversicherungen meist kaum).


    Kollege Wolnitza hat hierzu bereits auf einiges hingewiesen. Die am Markt kaufbaren PKV-Tarife sind sehr unterschiedlich ausgestaltet. Auf den ersten Blick sieht man das allerdings nicht immer sofort. Die Details sind (leider) nur in den Bedingungswerken der Versicherer zu finden, und für den Versicherungslaien wie gesagt nicht immer auf Anhieb ersichtlich.


    Die von Ihnen augeführten Parameter (Brille, Zahn), sind noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs. Lassen Sie sich erläutern, welche Bereiche elementare, wichtige Unterschiede beeinhalten können. Daraufhin erstellen Sie zusammen mit einem Profi ein umfassendes Anforderungsprofil mit klaren, objektiven Wünschen an Ihren PKV-Vertrag und sortieren Sie dann damit den Markt. Ich denke danach wird das Thema PKV transparenter sein, und eine Entscheidung wesentlich zielgerichteter gemacht werden können.

    @Kölsch


    Gerade Sie als Versicherungsmakler wissen doch wie viele zahlreiche, wichtige Dinge bereits VOR und BEI Vertragsschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachtet werden müssen. Wenn es aber um den Leistungsbezug geht, also wenn die Berufsunfähigkeit eintritt, sollen dann auf einmal keine Fehler mehr möglich sein? Natürlich können auch bei einem Schadensfall Fehler gemacht werden. Es sollte genauso wie vor dem Vertragsabschluss, auch bei Eintritt der BU gut und sauber gearbeitet werden.

    @Musterman:


    Einmal losgelöst von Ihrer ursprünglichen Ausgangsfrage...


    Kennen Sie überhaupt den Unterschied zwischen VersicherungsVERTRETER und VersicherungsMAKLER?


    Sie schrieben:

    Zitat

    "und befinde mich daher auf der Suche nach einer PKV der Debeka."


    Wieso befinden Sie sich auf "der Suche", wenn Sie mutmaßlichen bereits wissen was Sie möchten? Haben Sie die PKV + entsprechende Tarife mittles eigener Recherche, und ohne Beratung für sich selbständig ohne Hilfe ausgewählt? Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag, ist das Thema Private Krankenversicherung extrem komplex, und stellt auch oftmals eine Entscheidung fürs Leben dar. Ein Grund, weshalb man das ganze Thema lieber mit objektiver Beratung und professioneller Unterstützung angehen sollte.


    Von einer guten, professionellen, intensiven und gewissenhaften Beratung profitieren Sie als Kunde, und zwar so lange Sie versichert sind, sprich u.U. ein Leben lang. Eine Provisionsabgabe /-teilung macht im Zusammenhang mit PKV m.E. keinen Sinn, und wäre dem Vermittler gegenüber auch unfair, da dieser ja schließlich auch seine Zeit und sein Engagement eingebracht hat; und vom ersten Gespräch bis zum Abschluss und dem Erhalt des Versicherungsscheins können locker (je nach Situation) mehrere Wochen vergehen.

    Ich würde an Ihrer Stelle auch einfach schriftlich bei der Versicherung anfragen. Im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) findet sich unter § 192 Absatz 8 folgender Passus:


    Zitat aus dem VVG (Stand 19.11.2015 Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de:(


    "Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz - VVG)


    § 192 Vertragstypische Leistungen des Versicherers


    (...)


    ( 8 ) Der Versicherungsnehmer kann vor Beginn einer Heilbehandlung, deren Kosten voraussichtlich 2 000 Euro überschreiten werden, in Textform vom Versicherer Auskunft über den Umfang des Versicherungsschutzes für die beabsichtigte Heilbehandlung verlangen. Ist die Durchführung der Heilbehandlung dringlich, hat der Versicherer eine mit Gründen versehene Auskunft unverzüglich, spätestens nach zwei Wochen, zu erteilen, ansonsten nach vier Wochen; auf einen vom Versicherungsnehmer vorgelegten Kostenvoranschlag und andere Unterlagen ist dabei einzugehen. Die Frist beginnt mit Eingang des Auskunftsverlangens beim Versicherer. Ist die Auskunft innerhalb der Frist nicht erteilt, wird bis zum Beweis des Gegenteils durch den Versicherer vermutet, dass die beabsichtigte medizinische Heilbehandlung notwendig ist." Zitat Ende.


    Viel Erfolg!

    ...ich möchte noch etwas zur Eingangsfrage sagen. Wenn Sie als Kunde erfahren möchten, welchen rechtlichen Status der Berater / die Beraterin hat, sprich


    - gebundener Versicherungs-VERTRETER,
    - Versicherungs-VERTRETER,
    - Versicherungs-MAKLER,
    - Versicherungs-BERATER,...


    so gibt es ein öffentlich, über das Internet zugängliches Vermittlerverzeichnis (http://www.vermittlerregister.info). Dort können Sie nach Namen, oder mit der sogenannten Registrierungsnummer suchen, und den Berufsstatus des Herren / der Dame einsehen.

    Zitat

    Ab wann braucht die Allianz nicht mehr zahlen?


    Diese Frage kann so pauschal nicht beantwortet werden. Kollege Hellberg hat ja bereits erwähnt, dass die Regelungen / Spielregeln hierzu u.a. in den Versicherungsbedingungen zu finden sind. Gerade auch zum Bereich der konkreten Verweisung gibt es auf dem Markt der BU-Tarife inhaltlich teilweise sehr große Unterschiede. Neben der Anlayse dieser Vertragsregelungen müsste man natürlich auch Ihre persönliche Situation noch genauer unter die Lupe nehmen. Ich denke ein Forum kann dies nicht leisten.

    Zitat

    Was ist denn für mich als Verbraucher genau der Unterschied? Kommen Kosten auf mich zu?


    Die Kurzversion (keine vollständige Ausführung):


    Versicherungsmakler gehören zur "Kategorie" der Versicherungsvermittler, und erhalten in den meisten Fällen bei erfolgreicher Vermittlung eines Vertrages eine Courtage (Vergütung) direkt vom Versicherer. Unterschiede zwischen Abschluss- und Bestandspflegeprovision, sowie Provisionen für Dynamikerhöhungen sind zu beachten. Diese können sich je nach Courtagevereinbarung voneinander unterscheiden. Es gibt Makler die offen darüber sprechen, und ihre Vergütung dem Kunden gegenüber transparent offenlegen. In den meisten Fällen stellt die Abschlussprovision bei Vermittlung einer neuen Lebens- und Rentenversicherung von den drei genannten Provisionen den allergrößten Teil dar.


    Versicherungsvertreter (sind von einem oder mehreren Versicherungen damit betraut Verträge zu vermitteln), gehören auch zu der Kategorie der Versicherungsvermittler, sind aber KEINE Versicherungsmakler.


    Versicherungsberater, dagegen erhalten für ihre Dienstleistung (Beratung) i.d.R. direkt vom Kunden ein Honorar. Versicherungsberater erhalten dafür aber keine Vergütung von einem Versicherer.




    Zitat

    Auf was sollte ich bei der Auswahl des Maklers bzw. Beraters achten?


    Meine persönliche Meinung:


    Abfrage des Tätigkeitschwerpunktes (Erfahrungen?, täglicher Arbeitsschwerpunkt? bzw. Spezialisierung, was kann er / sie am besten?)


    Das die Aussagen und Ratschläge z.B. durch Quellenangaben des Maklers / Beraters überprüft werden können.


    Die Beratung sollte m.E. auf Grundlage von objektiven Kriterien, blei gleichzeitiger Transparenz für Sie als Kunde erfolgen.


    Der Berater / Makler sollte bereit und in der Lage sein kritische Fragen objektiv und auf Grundlage von Fakten zu beantworten

    Hallo,


    Klar ist natürlich, dass mit dem Endalter 60 eine gewaltige Versorgungslücke unversichert bleibt. Ist man berufsunfähig, so ist jedes Jahr mehr an Leistungsdauer natürlich imens wertvoll, auch im Zusammenhang auf die darauf folgende Altersrente...


    Sie schrieben:

    Zitat

    Mittlerweile würde ich die Versicherung gerne bis +/- 65 Jahre und auf +/- 1.200 Euro inklusive Dynamik ausweiten.


    Wieso nur 65 und nicht 67 oder lebenslang?
    Die Frage nach der passenden, bedarfsgerechten Rentenhöhe im Falle einer BU kann man nur beantworten, wenn man auch Ihre persönliche Situation erfassen und kennen würde. Dazu gehört unter anderem die finanzielle Situation, Einkommen, Zukunftspläne und vieles weitere mehr...Dies sollte im Rahmen einer professionellen Beratung eigentlich zum Standard gehören.
    Haben Sie auch an eine garantierte Steigerung in der Leistungsphase gedacht?


    Bevor Sie irgendetwas unbedachtes tun, sollten Sie sich über alle Möglichkeiten, die es in Ihrer jetzigen Situation gibt, informieren und beraten lassen. Dabei müssen alle Vor- und auch Nachteile beleuchtet werden. Beachten Sie unter anderem auch das Thema vorvertragliche Anzeigepflicht bei Abschluss von Neuverträgen, um ein Beispiel zu nennen.


    Ob Sie jetzt Ihren bisherigen BU-Vertrag verändern, unverändert lassen, mit einer zusätzlichen Absicherung erweitern, und / oder eine sogenannte Anschluss-BU (Laufzeitverlängerung über anderen Anbieter), Optionsrechte nutzen, gar alles neu machen, oder andere Wege beschreiten, können am Ende nur Sie alleine entscheiden. Aus dem Forum heraus einen Emfpehlung nach dem Motto "machen Sie es so oder so" zu geben, ist aus meiner Sicht auf Grund der wenigen Informationen nicht wirklich möglich und zielführend. Punkte wie Ihre gesundheitliche Situation, Hobbies, Ausgestaltung der beruflichen Tätigkeit und andere Dinge müssen hierbei beachtet werden.


    Beachten Sie, dass es unter den Versicherungsvermittlern, die Unterscheidung zwischen Versicherungsvertretern und Versicherungsmaklern gibt. Neben diesen gibt es noch Versicherungsberater.

    Bedenken Sie, dass der neue Makler an einem neuen BU-Vertrag höchtwahrscheinlich auch eine Abschlusscourtage verdienen würde, die er, wenn Ihr jetziger Vertag weiter bestehen würde nicht bekäme.
    Wenn man schon eine lang bestehende BU-Versicherungen unbedingt überprüfen möchte, dann aber doch bitte auf Grundlage objektiver Kriterien, wie z.B.


    - Bedingungen (Kleingedrucktes): alleine hier gibt es Unterschiede und Kriterien in Hülle und Fülle. Aufpassen, die Differnzierungen können wirklich sehr groß, aber auf den ersten Blick nicht sichtbar sein
    - Vertraglich fixierte Leistungen (Rentenhöhe, Laufzeit usw.)
    - Risikobewertung des Versicherers (Ausschlüsse o.ä.)
    - Prämien
    etc. UND der Frage was brauchen Sie (Bedarf), was möchten Sie (Wünsche)...?


    Zitat

    Zitat: "Gestern war ein anderer Makler bei mir Zuhause und hat mir gesagt, dass diese nicht so gut ist, da die allgemein einen schlechten Ruf hat"


    Ich glaube, dass dieses sogenannte Argument weder representativ, noch objektiv sein kann. Auf welcher Grundlage soll das denn bitte gestützt sein?


    ...hat Sie der Makler denn auch auf die Nachteile und Gefahren eines Versichererwechsels im BU-Bereich hingewiesen (z.B. neue Risikoprüfung, Neubeginn von Verjährungsfristen etc.) ?

    Zitat

    "Folgende Anbieter sind in meiner Auswahl: (...)"


    Wie kommen Sie genau auf diese Anbieter beziehungsweise Tarife? Was muss ein BU-Tarif aus Ihrer Sicht denn haben / mitbringen?


    Wenn die Wünsche an die Vertragsinhalte klar definiert werden, und da gibt es bei den genannten Anbietern in einigen Leistungsbereichen große Unterschiede, dann kann meines Erachtens immer noch keine Empfehlung ausgesprochen werden, denn die Risikobewertung kann ebenfalls eine große Rolle spielen. Versicherer bewerten Freizeitaktivitäten, die berufliche Tätigkeit und gesundheitliche Vorgeschichten u.U. verschieden. Hinzu kommt die Frage nach zukünftigen Plänen hinsichtlich Job und der gewünschten Absicherungshöhe, Laufzeit usw.


    Es könnte sein, dass es sinnig ist, zunächst diese Dinge zu besprechen und zu klären.

    Hallo,


    Ihre Fragen und die gewünschten Antworten gehen m.E. in Richtung einer auf Ihre Situation ganz speziell zugeschnittenen Beratung. Das kann ein Forum nicht leisten. Auch Ihre pauschal gestellten Fragen würde man, wenn man vollständig und gewissenhaft arbeitet, mit mehreren Seiten an Ausführungen beantworten müssen.


    Wenden Sie sich an einen Fachmann Ihres Vertrauens. Beachten Sie die Unterschiede zwischen Versicherungsvertretern, Versicherungsmaklern und Versicherungsberatern. Ein pauschaler Rat in einem Forum bringt Ihnen nicht viel, weil erstens nicht auf alle wichtigen Eventualitäten Ihrer individuellen Situation eingegangen werden kann, und zweitens, weil für einen verbindlichen Rat noch wichtige Informationen abgefragt, und ggf. recherchiert werden müssten...

    Ich denke es ist einfacher vor Vertragsabschluss Unstimmigkeiten und Fehler in den Akten richtig zu stellen als dann, wenn der Vertrag schon geschlossen ist. Besser so, als dass ihnen im nachhinein der Versicherer eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung vorwirft. Dann wären Sie nämlich sozusagen im doppelten Zugszwang...


    Sprechen Sie mit dem entsprechenden Behandler, und bitten Sie ihn um Richtigstellung. Dann sehen Sie was er dazu meint.

    Hansi123 schrieb:

    Zitat

    Das mit der Auswahl des Maklers ist eben genau das Problem.
    Ein Makler vermittelt ja bestimmt auch nicht von allen Gesellschaften. So hab ich immer das Gefühl, dass bei ner anderen Gesellschaft viell. noch was besseres gibt. Oder Gesundheitsfragen besser passen würden.
    Je mehr man sich damit beschäftigt, desto überforderter bin ich. Ich denk da komm ich nicht drum zu 2 oder 3 verschiedenen Maklern zu gehen.


    Sie können die / den Makler fragen, auf welche Markt- und Informationsgrundlage er das Auswahlverfahren des BU-Produkts aufbaut. Ebenso können Sie die Namen der seinem Rat zugrunde gelegten Versicherer erfragen, beziehungsweise um Mitteilung bitten, welche Versicherer im Vergleich nicht berücksichtigt werden würden...


    Ich vertrete die Auffassung, dass man als Makler in seiner Analyse, und den Vergleichen auch diejenigen wenigen Anbieter mitaufnehmen sollte, die mit Maklern nicht zusammenarbeiten.


    Meiner Erfahrung nach ist es für viele Kunden wichtig zu erfahren, was der Markt überhaupt an Unterschieden zu bieten hat. Zum Markt gehören dann eben auch alle BU-Anbieter.


    Wenn die Produkt-Gegenüberstellungen auf, für Sie nachvollziehbaren, objektiven und Ihren Wünschen entsprechenden Kriterien aufgebaut sind, dann müsste logischerweise das schlechte Bauchgefühl durch die Überzeugung zur ausgewählten, für Sie passenden Versicherungslösung verschwinden.

    Hallo,



    Zitat

    aktuell möchte ich eine BU mit ca. 1500 Euro mtl. abschließen.


    Wie kommen Sie genau auf diesen Betrag?
    Bedenken Sie, dass eine BU-Versicherung in den allermeisten Konstellationen nur bis zu einem gewissen Endalter / Schlussalter Leistungen bezahlt, je nachdem was Sie vertraglich vereinbart haben.


    Wenn der Leistungsfall eintritt, müssten Sie aus der BU-Rente nicht nur ihre täglichen Kosten tragen, sondern auch für die Zeit nach der Leistungsdauer, also wenn die BU-Rente nicht mehr bezahlt wird, vorsorgen (Stichwort Rente im Alter). Je früher der Leistungsfall eintritt, desto problematischer ist die Situation dann.


    Somit bleiben folgende Möglichkeiten:


    1. BU-Versicherung in wirklich ausreichender Höhe abschließen, um im Falle der Berufsunfähigkeit auch genügend Geld zu haben, um für die Zeit nach Ende der Leistungsdauer des BU-Vertrags vorsorgen zu können.
    2. BU-Versicherung + Altersvorsorgevertrag inkl. Beitragsbefreiung + garantierter Steigerungsrate im BU-Fall; selbstverständlich auch in ausreichender Höhe


    Zitat

    Der hat mir empfohlen die BU mit einer Rentenversicherung zu koppeln, da bei BU Eintritt der Versicherer die Altersvorsorge weiter zahlt?
    Gibs dazu von den Profis hier irgendwelche Meinungen?
    Macht das Sinn?


    Ob das Sinn macht ist Ansichtssache. Als Versicherungsmakler hat man aber m.E. die wichtige Aufgabe auf die imense Versorgungslücken hinzuweisen, falls man die BU-Rente eben zu niedrig ansetzt, und nicht auf die Problematik im Rentenalter nach Ende der BU-Leistungsdauer achtet. Welche Lösung dann für dieses Problem als gut bzw. besser angesehen wird, ist immer von den individuellen Ansichten abhängig und nicht pauschal zu beantworten.


    Falls man eine Rentenversicherung mit Beitragsbefreiung im BU-Fall für sich als interessant ansieht, ist zu prüfen, inwieweit eine vertragliche Steigerung der beitragsbefreiten Beiträge im Leistungsfall vereinbart werden kann (geht nicht bei jedem Anbieter). Meines Erachtens kann solch eine Steigerungsrate in Verbindung mit dem Beitragsbefreiungsbaustein in der Rentenversicherung, je nach individuellen Konstellation durchaus sinnvoll sein. Im übrigen kann die BU-Versicherung und die Rentenversicherung mit Beitragsbefreiungsbaustein ja auch seperat voneinander abgeschlossen werden.


    Desweiteren bietet die LV1871 zur Zeit unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit über das Produkt "Golden BU Vorsorgeschutz" bis zu einem gewissen Betrag von Versicherungsformen losgelöste Anlagen, wie einen Fondssparplan teilweise für den BU-Fall abzusichern. Mehr dazu unter http://www.pkv-inhalte.de/pkv-…ur-einer-gesundeitsfrage/


    Zitat


    Was sind denn die besten BU Versicherer?


    Es gibt keinen pauschal "besten BU Versicherer", sondern immer nur einen, oder mehrere auf Ihre persönlichen Bedürfnisse passenden Vertrag / Verträge. Den neben den wichtigen Teil der Bedingungsanalyse, können oft auch Vorerkrankungen, Hobbys, sowie Ihre berufliche Tätigkeit eine sehr wichtige Rolle im Auswahlverfahren spielen. Kein BU-Versicherer ist perfekt, in jedem Produkt gibt es die ein oder andere Klausel, die besser sein könnte. Wichtig ist dabei, dass Ihr Makler Ihnen die Unterschiede und Bedeutung der Vertragsklauseln aufzeigt, und Sie danach entscheiden können, was Ihnen davon wichtig ist, und was Ihnen davon weniger wichtig ist.

    Ziggy schrieb:

    Zitat


    Tja, das ist wohl die Kunst, da einen zuverlässigen und seriösen zu finden, der mir nicht nur was "aufschwatzen" will! Weil ich kann das kaum beurteilen, da ich kein Versicherungsfachmann bin! Am besten wäre wohl eine Empfehlung von jemanden den ich kenne und vertraue!?


    Vertrauen ist gut, Konrolle und Wissen ist natürlich besser.


    Zu jedem Versicherungsprodukt gibt es objektive Kriterien, die miteinander verglichen werden können. Zum Beispiel in der Sparte BU: Nehmen wir nur einmal ein Beispiel zum Themengebiet "Optionsrechte zur nachträglichen Erhöhung der BU-Rente ohne Gesundheitsprüfung"...Alleine zu DIESEM Punkt gibt es auf dem Markt sehr viele unterschiedliche Regelungen wie z.B.


    - Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit zur nachträglichen Erhöhung?
    - Wann kann eine Option genutzt werden?
    - Wie hoch darf der BU-Schutz angepasst werden?
    - Um wie viel muss die Rente mindestens angepasst werden?
    - Wie lange gelten die Rechte?
    - Wie oft kann eine Option gezogen werden?
    - Welche Fristen sind einzuhalten?
    - Bei welchen Ereignissen kann die Option gezogen werden?
    - Gibt es Angemessenheitsprüfungen?
    - Gibt es Eurohöchstgrenzen?
    ...um nur ein paar zu nennen...


    Wenn Sie nun einen Versicherungsberater oder Versicherungsmakler damit beauftragen, beispielsweise zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung einen Vergleich anzufertigen, dann sollte, falls Ihnen dieser Bereich wichtig ist, erklärt werden, wie sich die Produkte DES MARKTES in den Punkten unterscheiden (sprich was gibt es), und wie sich diese Klauslen im einzelnen auswirken können.


    Danach fällt es leichter Ihre Wünsche an das Produkt aufzuschreiben (was will ich haben), und damit den Markt zu betrachten und das passende Produkt auf Grundlage der festgelegten objektiver Kriteren zu finden. Wenn das so stattfindet, und für Sie transparent geschied, sollte die Empfehlung des Maklers oder Beraters nachvollziehbar sein.


    Ganz nebenbei: Bitte beachten Sie, dass Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter beide zwar Versicherungsvermittler sind, hier jedoch grundsätzliche Unterschiede bestehen!