Beiträge von Peter Wolnitza

    Überall???? (=Auf vielen Seiten von Anwälten?)

    Das Beantragen einer BU Leistung ist in den meisten Fällen KEIN Juristisches Problem, sondern ein Medizinisches.

    So wird z.B. eine exakte Beschreibung der beruflichen Tätigkeit, (so wie zu gesunden Tagen ausgestaltet) benötigt.

    Anhand dieser Beschreibung bestätigt der Arzt, was noch geht und was nicht mehr.

    Dass hierbei ein auf Versicherungsrecht spezialisierter Anwalt dafür der kompetente Helfer ist, bezweifle ich zunächst mal.


    Auf alle Fälle (=ganz, ganz dringende Empfehlung!): NIEMALS versuchen, einen BU Leistungsfall alleine auf die Spur zu bekommen!!!

    IMMER professionelle Hilfe dazu holen! Entweder eine(n) Versicherungsberater(in) oder spezielle Dienstleister, die auf sowas spezialisiert sind.


    2 Versicherungsberater:

    Michael Ratzmann

    http://www.kanzlei-ratzmann.de/index.html


    Angela Baumeister

    https://www.versicherungsberaterin.net/


    Mit Beiden habe ich selber schon sehr gute Erfahrungen gemacht.


    Hier noch zwei Dienstleister:

    https://bu-expertenservice.de/

    https://bu-leistungsfallbegleitung.de/

    versichert ist immer der zuletzt ausgeübte Beruf vor Eintritt der Berufsunfähigkeit. Wenn also jetzt oder vor kurzem eine BU eingetreten ist, dann ist der letzte ausgeübte Beruf entscheidend - hier im Fall also der technische Fachverkäufer, wenn der Beruf schon über einen gewissen Zeitraum ausgeübt wurde


    Tipp: Falls noch nicht vorhanden unbedingt vor BU-Antrag eine Rechtsschutz abschließen. Danach ist es nicht mehr möglich.


    Gratulation!
    Erster Beitrag und gleich zweimal Unsinn!


    Es gab in der Vergangenheit durchaus Versicherer, die da andere Formulierungen in Ihren AVB stehen hatten bzgl versichertem Risiko. Da der TO hier von 2013 Leistungsbezug schreibt und wir nicht wissen können, wann der BU Vertrag seinerzeit abgeschlossen wurde,
    wissen wir auch nicht, welche Formulierung zugrunde liegt und jede Aussage dazu ist heiteres Tarife raten!


    Zum Thema Rechtsschutz
    Auch hier gibt es bei den Versicherern unterschiedliche Definitionen, WANN das schadenauslösende Ereigniss eingetreten ist. Zumal der Tipp an den TO vor Antragstellung der BU eine RS abzuschliessen, mich daran zweifeln lässt,
    ob Sie das Eingangsposting gelesen und verstanden haben...


    Fehlt nur noch der Link auf: Hier können Sie RS vergleichen...

    Moin,
    Wollte ja eigentlich zu dem Thread gar nix schreiben, aber angesichts des verzapften Unsinns muss ich doch ein paar Zeilen los werden, damit sich da bei den Lesern nichts Falsches fest brennt:


    Ich empfehle mal den Status des Vermittlers zu überprüfen!


    Was hat das mit der Fragestellung des TO zu tun?


    Aus ihren Datenflut entnehme ich das Sie bisher und Zukünftig nicht BU, sondern eher EU versichert sind! 51 € bei 1150 € Rente?


    Ihren Aussagen/Vermutungen entnehme ich, dass Ihr Wissensstand bzgl BU eher Nachhilfebedürftig ist.
    Wir wissen nichts über Endalter, Versicherungsdauern etc. - insofern ist Ihre Aussage nicht mehr als "heiteres Tarife raten"
    ... und dass der EGO TOP der HDI (in dem der TO nach eigenen Angaben versichert ist), seit neuestem eine EU Versicherung sein könnte, ist mir noch gar nicht aufgefallen bisher.. :whistling:


    Schade das es nicht bei der Nürnberger geklappt hat! Die hätte schon bei einer dauerhaften Absenkung des Einkommens von 20 % eine Leistung der BU ausgelöst!


    Autsch... Wo haben Sie denn den Unsinn her? Wer hat Ihnen denn das erzählt? Bei solchen Aussagen stehen einem wirklich die Haare zu Berge!
    Sicherlich können Sie dieses ach so tolle feature der Nürnberger doch mal anhand der AVB belegen?


    Nicht nur auf den Namen schauen, sondern in den AGB's, denn der Übergang zwischen BU und EU ist schleichend!


    Stimmt, manchmal merkt man gar nicht, wenn man den Job besser nicht mehr ausüben sollte...


    Das hängt von den Bedingungen ab,


    Der erste wahre Satz.


    - ob eine Abstrakte oder konkrete Verweisung gibt,
    - ob es eine Klausel wegen Pflicht der Arbeitsplatzumgestaltung gibt,
    - ob es eine nur zeitweilige Leistung oder bis zum Rentenbeginn geleistet wird,
    - ob es eine Summen oder Schadensversicherung ist


    Da gibts nix zu überprüfen. BU Versicherung war noch nie etwas anderes als eine Summenversicherung.



    Leider haben sich die beiden ersten absolut stümperhaft verhalten!
    Allein die Aussage:" Aber auch da schlechtes Gefühl, er hat gesagt sowas wie anonyme Risikovoranfragen gibt es nicht mehr..!" Dies stimmt zum Teil:"Für alle 150.000 gebundene Vermittler, stimmt dies!
    Für die 46.000 Makler in ganz Deutschland eben nicht!"


    Wenn Sie Ahnung vom Thema hätten, wüssten Sie, dass vor DSGVO sehr viele Lebensversicherer keine anonymen Anfragen bearbeitet haben.


    Wie man einen Makler einfach erkennt? Eine einfache Frage, dafür? Fragen sie ihnen:"An welchen Pool er angeschlossen ist! Antwortet er "FondsFinanz,....!" so ist er einer der 42.000 Makler die über diesen Pool angebunden ist!
    Aber eigentlich müsste HDI über eine Ausschließlichkeit vertrieben werden! Auch wenn diese bei den Poolfachtagen dabei sind!


    Eine abstrusere Definition des Begriffes Makler ist mir in all den Jahren nun auch noch nicht untergekommen... muss ich doch glatt mal meinen Maklerstatus prüfen, da ich kein FF Mitglied bin und auch noch nie an deren Tagungen teilgenommen habe...



    Ich kann als aktiver Makler nur sagen:"Das eine BU Versicherung, hochkomplex und je höher die BU Leistung ist sich eher über Wochen hinziehen kann! Und ein Arztbesuch eher zwingend wird!
    Wer eine BU in wenigen Stunden abschließt, braucht sich nicht im Schadensfall über die jahrelange gerichtliche Nacharbeit wundern!


    Hier kann ich der Aussage sogar zustimmen, zumindest teilweise. Schätze mal, so 99% aller BU Anträge gehen OHNE Arztbesuch über die Bühne, wird erst zwingend bei hohen Summen, wenn der Versicherer auf einer ärztlichen Untersuchung besteht.



    Noch fragen?Bruno1968


    Ja - eine hätte ich noch: Beraten Sie wirklich unbedarfte Kunde zum Thema BU versicherung??

    Ja, es gibt derzeit so ca. 100 Stellen in den Vertragsbedingungen (=das Kleingedruckte=das, was man letzten Endes kauft!), an denen sich die Gesellschaften voneinander unterscheiden.
    Die aufgezählten Punkte sind - bis auf den ersten - da nicht bei: Es sind lediglich individuelle Ausgestaltungsmerkmale.
    Viel Erfolg bei der Suche ... wird wohl leider eher auf "heiteres Tarife raten" hinauslaufen.

    Ich habe in meinem Posting nicht von "anonymen" Risikovoranfragen gesprochen - da gibts aus Kunden/Verbrauchersicht keinen Grund für, diese anonymisiert durch zu führen.
    (DSGVO Gründe mal aussen vor gelassen, die betreffen eher die Bequemlichkeit des Vermittlers)


    Da hat irgendwann mal irgendjemand irgendeine Story in die Welt gesetzt und seither fantasieren alle von anonymen RiVos....

    Hallo,


    die Anwtort auf die Frage hängt davon ab, welche Fragen der Versicherer genau stellt:
    Fragt er nach Beschwerden, Krankheiten oder körperlichen Schäden - dann ist die Skoliose anzugeben, denn sie ist ja noch da und ist ein körperlicher Schaden.


    Fragt er nach ärztlichen Untersuchungen, Beratungen, Behandlungen - dann nein, wenn wie geschildert nichts gemacht wurde - aber Achtung: Krankenakte ziehen, evtl. wurde die Skoliose als Dauerdiagnose bei jedem Arztbesuch "durchgeschleift".


    Sollte man:
    a) unbedingt Krankenakte ziehen, schauen was da bzgl Rücken in den letzten Jahren drin steht
    b) ggfls. über Risikovoranfrage abklären (bei den meisten Gesellschaften gibt es bis ca 10 CobbGrad Fehlstellung keine Probleme, wenn man es richtig aufbereitet und schildert)


    Ist eigentlich nix für Do It Yourself.

    vielen Dank für Ihre Antwort - und bitte nicht falsch verstehen: ich möchte mit der "Nachfragerei" nicht nerven, sondern versuche nur zu verstehen, ob man sich auf einen BU-Schutz im Fall der Fälle wirklich verlassen kann.


    Seien Sie sicher: Wenn Sie nerven würden, sähe meine Reaktion anders aus.


    Ich bin ganz ehrlich überrascht, dass die Versicherer-Fragen doch (auch) so allgemein sind, bisher ging ich eigentlich von dem Grundsatz aus: wenn man wegen einer Sache nicht beim Arzt war oder "über einen längeren Zeitraum" Medikamente eingenommen hat, dann ist das auch keine Krankheit und ist somit nicht für den Versicherer relevant.


    Definieren Sie einfach mal "längeren Zeitraum" - wetten dass da andere Zahlen bei rauskommen, als wenn Sie den Versicherer fragen oder 20 Leute hier aus dem Forum?
    Meine Oma hat regelmässig, jeden Tag 2-3 Spalt-Tabletten (gibts die heute eigentlich noch? waren frei verkäufliche Schmerztabletten) eingeworfen - wegen Ihrer Kopfschmerzen - war aber deswegen auch nie beim Arzt.
    Hätte mit Sicherheit die Fragen aller Versicherer mit einem glatten Nein beantwortet, hat das im Prinzip auch gar nicht mehr als "unnormal" angesehen.
    Wäre Sie aber deswegen später mal zum Doc marschiert, und der hätte gefragt und in der Krankenakte notiert, "wie lange haben Sie denn schon Kopfschmerzen" - wäre die Bombe geplatzt.


    Zumindest liest man diese Heransgehensweise in gefühlt jeder zweiten Publikation zu dem Thema.
    Demnach scheint dies aber grob falsch zu sein.


    Glaube auch - ehrlich gesagt - nicht so ganz dran, dass so etwas oft behauptet wird.
    Sie müssen die Fragen, die der Versicherer in Textform stellt, wahrheitsgemäß beantworten. Eine "wichtig/relevant" vs. "unwichtig/irrelevant" Unterscheidung steht Ihnen dabei nicht zu. Das entscheidet alleine der Risikoprüfer der Gesellschaft.


    Kurz meine Gedanken zu dem Fall 2.) bzw. mein Verständnis hiervon:
    Würde man das Ganze auf eine psychologische Behandlung "ummünzen", im Verlauf derer der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin feststellt, dass man psychische Beschwerden (welche Formen es da auch immer gibt) hat, die möglicherweise auf ein Ereignis in der Kindheit (oder so ähnlich) zurückzuführen sind, dann hätte man ja quasi BU-technisch schon verloren, oder?


    Wird jetzt ein bisserl arg theoretisch mit zu vielen Interpretationsmöglichkeiten.
    Daher nur kurz:
    Sie schliessen eine BU Versicherung ab - wurden bis dato nie wegen Ihres Ereignisses in der Kindheit behandelt, geben demzufolge auch nichts an - werden nach Vertragsabschluss BU wegen einer psychischen Störung, die auf dieses Kindheitserlebnis zurück zu führen ist?
    Wäre ein Klarer Leistungsfall.

    Guten Abend,


    vielen Dank für Ihre weiteren Ausführungen.


    Um nochmals ganz konkret zu fragen bzw. der Versuch das Thema anhand eines sicher recht populären Beispiels zu erörtern:
    Angenommen man war nie wegen Rückenbeschwerden oder psychischen Beschwerden beim Arzt (trotzdem dürfte vermutlich jeder mal mit "Rücken" aufgewacht sein oder hatte jeder mal einen schlechten Tag) - somit könnte man ja auch nicht von einer Krankheit sprechen. Wenn man jetzt aber sagen wir mal ein halbes Jahr nach Abschluss der BU-Versicherung wegen Rückenbeschwerden zum Arzt muss oder plötzlich einen Psychologen aufsucht - könnte man das dann nicht immer so auslegen, dass das Problem/der Auslöser "nicht erst seit gestern besteht"?


    Da gibt es eigentlich nichts zu "erörtern" Die Frage lässt sich nur konkret beantworten, wenn man die jeweilige Frage des Versicherers berücksichtigt:
    Beispiel:


    Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren Beschwerden oder Störungen an .....


    ist anders zu bewerten als z.B.:


    Wurden Sie in den letzten 5 Jahren von Ärzten untersucht, beraten, behandelt wegen....


    Ansonsten bleibt nur die richtige Einstufung/Einschätzung des Kollegen Kliem als Leitfaden.


    BTW, Um auf Ihr Beispiel einzugehen: Wenn Sie ein halbes Jahr nach Abschluss der Versicherung zum Arzt gehen, kann der Versicherer in zwei Fällen einen Strick draus drehen (Falls daraus ein Leistungsfall resultieren sollte)
    1.) Es finden sich in der Krankenakte Angaben zu bereits vorher erfolgten Arztbesuchen wegen Rücken/Psyche
    2.) Man schiesst sich selbst ins Knie, indem man auf die Standardfrage des Arztes "Wie lange haben Sie denn schon Probleme mit dem Rücken?", sinngemäss antwortet "Naja, so zwei, drei Jahre" - um es eben schön dramatisch zu machen....


    Ist das alte Phänomen der ZWEI Gesundheitszustände: Einmal VOR und einmal NACH der Antragstellung.
    Geht meistens in die Hose, daher: Arztakte ziehen, sauber aufbereiten, wahrheitsgemäss das beantowrten, was der Versicherer fragt - dann klappts auch mit der BU im Leistungsfall.

    Hallo,


    die Frage nach der generellen Versicherbarkeit ist unmöglich aus der Distanz zu beurteilen. Möchte Ihnen da nichts "zerdeppern", möchte da aber auch keine falschen Hoffnungen im Raume stehen lassen.


    Eine mögliche Versicherbarkeit (BU) hängt zunächst mal davon ab, ob benigner (gutartiger) oder maligner (bösartiger) Tumor.
    Wenn bösartig, sehe ich die Chancen für eine BU Absicherung bei nahezu Null - wird kein Versicherer machen:
    Bösartige Knochentumore sind meist nur Metastasen anderer Tumore, also sog. sekundäre Tumore - ganz selten dagegen wohl primäre Tumore.
    Bevor das 100% sicher ist, wird das kein Versicherer zeichnen.


    Auch bei einem gutartigen Tumor wird der Versicherer frühestens mit Abschluss der Therapie eine Zeichnung prüfen wollen.
    Aktuell wird er auch nicht mit Ausschlußklauseln arbeiten: Selbst wenn er sämtliche Tumorerkrankungen ausschliessen würde, hätte er in vielen anderen Bereichen eine
    deutlich höhere Leistunsgwahrscheinlichkeit. (Beispiel: Psyche) Hier wäre eine Klausel - auch aus Sicht des Kunden kein guter Tipp, wird daher ein guter Versicherer im jetzigen Stadium nicht machen.


    Frühestens mit Ende der Therapie können/sollten Sie BU technisch weiteres veranlassen.


    Hier mal ein kurzer Auszug aus den med. Annahmerichtlinien eines namhaften BU Versicherers - so auch zwischenzeitlich in einigen Fällen live erlebt:


    Krebserkrankungen
    Für Krebserkrankungen gibt es kein generelles Annahmeschema. Eine Aussage zur Versicherbarkeit dieses Risikos kann daher nicht pauschal getroffen werden.
    Zur Risikobeurteilung sind die histologischen Befunde sowie die Berichte über die Therapie und bereits durchgeführte Nachuntersuchungen einzureichen.
    Die Einschätzung des Risikos erfolgt durch unseren Gesellschaftsarzt.
    Die Versicherbarkeit ist abhängig von Art und Ausbreitung des Tumors und der durch-geführten Therapie.
    In günstigen Fällen ist sogar eine normale Annahme kurz nach Abschluss der Therapie möglich. Häufig kommt es zu einer Annahme mit Zuschlägen und / oder Ausschlussklauseln.
    In ungünstig gelagerten Fällen ist eine Zurückstellung oder eine Ablehnung notwendig.


    Heisst: VOR der klaren Diagnose UND VOR Abschluß der Behandlung sehe ich keine Möglichkeit für Sie, an eine BU Versicherung zu kommen.


    Auch der bestehende Vertrag, der ggfls. über den Vertreter zustande gekommen ist (war das ein richtiger Antrag? wurde da schon policiert? - geht aus Ihrem Posting nicht so genau hervor) hilft Ihnen leider nicht weiter,
    denn der bereits erfolgte Arztbesuch hätte klar angegeben werden müssen - auch wenn Sie selbst das für bedeutungslos gehalten haben.


    Verschweigen ist - wie Sie schon richtig vermuten, auch keine Lösung.


    Investieren Sie Ihre Kraft lieber in die anstehende Therapie als über BU oder RLV Lösungen nachzugrübeln.Sie werden VOR Diagnose und VOR Therapieende hier nichts machen können.
    Sorry, wenn das jetzt alles nicht gerade aufmunternd klingt. Trotzdem: Alles Gute!

    Die Frage teilt sich eigentlich in zwei Unterfragen auf:


    Frage 1: Muss ich es angeben?


    - die Antwort hängt u.a. auch davon ab, welche Fragen der Versicherer in seinem Antrag auf BU Versicherung in X Jahren stellen wird. (das ändert sich nämlich fatalerweise von zeit zu zeit)
    Da heute niemand weiss, bei welchem Versicherer er in X Jahren vorstellig werden möchte, ist die Frage alleine von daher schon nicht vernünftig und rechtssicher zu beantworten


    Frage 2: Angenommen, ich stelle in X Jahren einen Antrag auf BU Versicherung, hätte es angeben müssen, tue es aber nicht, werde in Y Jahren dann tatsächlich BU und stelle einen Antrag auf Leistung (Richtig eigentlich: lasse von einem Profi den Antrag stellen) - kann der Versicherer das raus finden?


    Die Antwort auf die Frage kann heute auch keiner geben.
    Hängt davon ab, wie groß die Zeitspanne zwischen X und dem Therapie ENDE ist.
    Die Antwort hängt weiterhin davon ab, wie groß die Zeitspanne zwischen X und Y ist.


    Mist..ich finde gerade meine Glaskugel nicht...


    Und zudem: pebkack ! (problem exists between keypoard and computer)


    Wie erfolgreich ist Ihre Strategie, Ihrem heute 10 jährigen Kind heute mal einzuhämmern, dass es diese erfolgte Beratung/Therapie tunlichst zu vergessen hat, wenn es darum geht, bei einer evtl. in Y Jahren erneut erfolgenden Therapie die erste Frage des Therapeuten:
    "war da schon mal was?" mit "NEIN" zu beantworten?


    Lassen Sie das mal ganz normal über die Kasse laufen - zumal ja nicht absehbar ist, welchen Rahmen das ganze annehmen wird.


    Ich verstehe Ihre Ausführungen hier nicht ganz: Risikovoranfragen und dann Vertragsbedingungen vergleichen. Sollte ein neuer Vertrag bessere Bedingungen (als der alte mit Verlängerung) bieten, diesen abschließen? Dann hätte sich die Nachmeldung bei der alten Versicherung aber doch ohnehin erledigt?


    Es gibt ja nicht nur entweder oder..
    Evtl. kommt man ja zu dem Ergebnis, den Grundvertrag so zu lassen (evtl. aus Prämiengründen - Stichwort: Neue Berufsgruppe) - aber anstelle einer Nachversicherung über den Altvertrag besser eine zusätzliche Versicherung bei einem anderen Anbieter zu machen.

    Hallo,



    Wie gehe ich nun am besten vor?


    Melde ich die beiden Beschwerden nach?
    Habe allerdings die Befürchtung, dass mir die Versicherung aus der Ehrlichkeit einen Strick drehen u den Vertrag wg arglistiger Täuschung anfechten würde mit dem Argument, den harmlosen Heuschnupfen haben Sie doch auch angegeben, dann muss Ihnen die Gefahrerheblichkeit der Warzen u der Regelschmerzen doch auch bewusst gewesen sein.


    Denke, das kann man beides ggfls. problemlos nachmelden, ohne dass es zu Schwierigkeiten kommen wird.


    Gibt es irgendeine Möglichkeit die Reaktion des Versicherers vorher (anonym) auszuloten?


    Theoretisch ja, praktisch allerdings ein ziemlicher Aufwand, nicht sinnvoll.


    Tue ich nichts und hoffe darauf, dass ich in den nächsten 5 Jahren nicht berufsunfähig werde, weil danach die 10-Jahrefrist für die Anfechtung abgelaufen ist?
    Ist es richtig, dass die Ausübung der Verlängerungsoption, auch wenn dabei ein neuer Vertrag zu den geltenden Versicherungsbestimmungen abgeschlossen wird, keinen Einfluss auf den Ablauf der 10-jährigen Verjährungsfrist hat, da ja keine erneute Gesundheitsprüfung erfolgt? Sprich der Abschluss des neuen Vertrages führt nicht zum Neubeginn der Verjährungsfrist?


    Das Ausüben einer Nachversicherungsoption hat keine Auswirkung auf Fristen bzgl. des Usprungsvertrages.
    Allerding: "Kippt" der Ursprungsvertrag, kippt auch der aus Nachversicherungsotion resultierende Vertrag.(Bei den meisten Gesellschaften)
    Egal, ob bei der NVO ein neuer, zusätzliche Vertrag abgeschlossen wird oder der bestehende Vertrag erhöht wird:
    Es gilt IMMER das aktuelle Eintrittsalter, nur eben OHNE Gesundheits/Risiko- Prüfung.


    Daher folgender Tip: Lassen Sie erstmal abklären, wie aktuell Ihre Versicherungsmöglichkeiten aussehen: Risikovoranfrage bei diversen Versicherungen.
    Danach - in Abhängigkeit von der Qualität der Vertragsbedingungen und den Entscheidungen der Gesellschaften:
    Entscheidung a) Nachversicherungsoption bestehender Vertrag nutzen oder anderer Neuvertrag
    Entscheidung b) Vergessene Angaben nachmelden oder anderer Neuvertrag


    Schließe ich mit Hilfe eines Versicherungsmaklers einen weiteren BU-Vertrag ab, melde dann bei meiner jetzigen Versicherung nach? Ist die Nachmeldung erfolgreich könnte ich die neue Versicherung wieder kündigen. Ficht die alte Versicherung den Vertrag an, hätte ich weiterhin eine Absicherung durch den neuen Vertrag
    Könnte es für den Abschluss eines neuen BU-Vertrages problematisch sein, dass ich in der Zwischenzeit aufgrund des Todes eines Elternteils für 2 Wochen mit der Diagnose Anpassungsstörung krankgeschrieben war? Habe gelesen, dass die
    Versicherer bei psychischen Erkrankungen sehr vorsichtig sind. Oder wäre mit einer entsprechenden Erklärung durch den Arzt, dass die Krankschreibung aufgrund einer normalen Trauerreaktion u des Drucks einer anspruchsvollen Ausbildungsphase erfolgte, mit einer Normalannahme zu rechnen?


    Kann man so nicht beurteilen: WANN war das, wie wurde behandelt/therapiert, ist es folgenlos ausgeheilt.... die üblichen Fragen eben :) - Empfehlung: siehe oben


    Viel Erfolg!

    Folgendes sollte man auf alle Fälle aufbewahren:


    Original Police - bei lebensversicherungen sehr wichtig!
    letzte Nachtragspolice - dokumentiert den Anspruch nach letztem Vertragsstand
    original Antrag - dokumentiert, was dem Versicherer an Infos angezeigt wurde


    mehr brauchts eigentlich nicht.


    wenn noch Platz im Versicherungsordner ist, darf man auch die AVBs+ jeweiligen Änderungen aufheben (lässt sich aber im Bedarfsfalle auch noch ermitteln/heraus finden, aber erleichtert die ganze Geschichte ggfls.)


    Alles andere: VVG Änderungen, Beitragszahlungen etc.. etc. ist nicht notwendig, man kann also seinen Versicherungsordner schon recht schlank halten...

    Ich bin seit dem 07.05.2018 krankgeschrieben. Die BUZ wurde 1996 abgeschlossen und die Vertragsbedingungen gelten von 1994. Da gab es wohl noch keinen Verzicht auf Verweisung.


    Doch - gab es schon, Du hast Dich aber für einen Versicherer entschieden, der die sog. Abstrakte Verweisung noch in seinen Vertragsbedingungen stehen hat.



    BUZ-Bedingung:
    „Ist der Versicherte sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, vollständig oder teilweise außerstande gewesen, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht, so gilt die Fortdauer dieses Zustandes als vollständige oder teilweise Berufsunfähigkeit.“
    Habe ich denn bei dieser Bedingung "andere Tätigkeit ..." überhaupt eine Chance meine BUZ-Rente zu bekommen?


    Nächstes Beispiel für eine schlechte Formulierung: Der Versicherer prüft anhand von Deinen "Kenntnissen und Fähigkeiten", ob Du noch einen anderen Job (mit der verbliebenen Restgesundheit) ausüben könntest - ein guter Versicherer würde nach "Erfahrung und Ausbildung" prüfen - da liegt die Messlatte für den Nachweis durch den Versicherer höher.
    (Polemisches Beispiel: Mal irgendwann einen Ikebana Kurs mitgemacht -> Kenntnisse und Fähigkeiten im Ikebana vorhanden -> wenn jetzt der Versicherer nachweisen kann, dass man noch als Ikebana Kraft in einem Blumenladen arbeiten könnte, wird es spannend - wenn jetzt eine Ikebana Fachkraft in etwa genauso viel verdienen würde, wie Du in Deinem alten Beruf (= bisherige Lebensstellung) - dann wird es traurig. Bei "Erfahrung und Ausbildung" dagegen wäre das Thema vom Tisch.


    Zu Deiner Frage: Das kann Dir hier keiner aus der Ferne beantworten.
    Hängt von der vorher ausgeübten Tätigkeit, der gesundheitlichen Beeinträchtigung und der Frage ab, inwiefern die Krankheit Deine Fähigkeit einschränkt, den Beruf weiter auszuüben (oder eben eine andere, vergleichbare Tätigkeit)



    Welche Bedeutung hat denn die Bedingung mit den "6 Monaten krankgeschrieben"?
    Rolf


    Sorry, das steht da nicht! Die Krankschreibung sagt erstmal nix aus über BU ja oder Nein. (von speziellen Fällen mal abgesehen)
    Deswegen steht da auch nix von krank geschrieben, sondern im Prinzip steht da: Wenn Du bereits 6 Monate Berufsunfähig warst, leistet der Versicherer (sog. fingierte BU), ohne daß man nachweisen muss, dass der Zustand voraussichtlich auf Dauer so sein wird. (jetzt mal stark vereinfacht dargestellt)


    Empfehlung:
    Versicherungsberater einschalten, der auf Leistungsfälle BU spezialisiert ist. Dem ein paar Euro Honorar zahlen und klären lassen, wie man weiter vorgehen soll.


    Viel Glück!

    Nochmal: Es geht nicht nur um Befunde, sondern um das, was darüber in Ihrer persönlichen Krankenakte steht - das ist das, was Sie sich im Fall des Falles als bekannt zurechnen lassen müssen.
    -> Beim Hausarzt nachfassen und anfordern.


    Vermutlich bin ich zu skeptisch, aber es sollte mich nicht wundern, wenn diese Diagnose/Untersuchungen/Medikamente bzgl. Schilddrüse (aus Abrechnungsgründen) dauerhaft in Ihrer Krankenakte durchgeschleift worden sind.
    Wäre nicht das erste mal und lieber jetzt so etwas ggfls. richtig stellen lassen als in ein paar Jahren in einem evtl. Leistungsfall.


    Das Ganze sollten Sie zudem ausführlich mit Ihrem Debeka Vermittler besprechen (ob ggfls. Nachmelden ja/nein) und sich auch bestätigen lassen.

    Sorry, wenn ich da ein wenig den Spielverderber mache...


    Schilddrüsenprobleme entstehen i.d.R. nicht von heute auf morgen - vermutlich wurden schon vorher (=VOR Antragstellung) Symptome untersucht oder behandelt?
    Frage: Wurde das bei Antragstellung angegeben?


    Lassen Sie sich daher von Ihrem behandelnden Arzt eine Kopie Ihrer Krankenakte der letzten Jahre geben.


    Bin mir fast sicher, daß Sie sich dann nochmal hier wegen einer neuen Frage melden werden...
    Drücke Ihnen die Daumen, dass ich Unrecht habe.