Haus geerbt - Versicherung will Beitrag erhöhen

  • Hallo,


    ich bin gerade etwas ratlos, was die Bedingungen bei einer Gebäudeversicherung betrifft.


    Meine Mutter ist vor kurzem verstorben und ich habe nun das Haus geerbt. Ich bin Alleinerbin. Selbst wohne ich nicht mehr in dem Haus, da ich eine eigene Wohnung in einer anderen Stadt habe. Aus beruflichen Gründen werde ich auch nicht in das Haus ziehen können.


    Ich werde erstmal einige Zeit brauchen, um den Haushalt aufzulösen und möchte mir auch etwas Zeit lassen. Es ist mein Elternhaus.


    Ich habe bereits die Versicherung darüber infomiert. Lt der Versicherung kann die Gebäudeversicherung nicht mehr zu den bisherigen Konditionen weiterbestehen, obwohl der Vertrag noch bis Oktober 2016 läuft. Die Versicherung bezeichnet das Haus als "leestehend" und will den Vertrag nun umschreiben und den Leistungsumfang einschränken.


    Außerdem soll ich eine Sicherheitsvereinbarung unterschreiben, in der ich bestätige, dass z.B. das Gebäude im Winter alle 2 Tage zu kotrollieren ist und dass ich alle wasserführenden Anlagen/Einrichtungen entleere. Da wir eine Ölheizung haben, kann ich hier z.B. den Wassertank nicht immer entleeren, da ich ja auch heizen muss und Warmwasser benötige, wenn ich im Haus bin.


    Ich habe gelesen, dass im Erbfall die Wohngebäudeversicherung bis zur Fälligkeit des nächsten Beitrages fortbesteht. Darf die Versicherung dann überhaupt den Leistungsumfang verringern?


    Außerdem steht das Haus doch nicht leer! Die komplette Einrichtung ist vorhanden. Ich werde regelmäßig hier sein, d.h. mindestens alle 2 Wochen. Zusätzlich sieht meine Tante einmal die Woche nach dem Rechten. Somit wird das Haus nur nicht ständig genutzt.


    Ich habe am Dienstag wieder einen Termin bei der Versicherung.


    Kann mir jemand helfen, damit ich am Dienstag nicht ganz hilflos dastehe? Ich habe das Gefühl, dass die Versicherung den günstigen Altvertrag nicht weiterführen will :( Die Vertrag soll sich nämlich bei schlechteren Leistungen um mehr als 300 Eur im Jahr erhöhen!


    Vielen Dank im Voraus!

  • Hallo,


    grundsätzlich ist nicht dagegen einzuwenden, dass sich der Beitrag bei Leerstand erhöht. Das liegt am höheren Risiko, da Schäden möglicherweise eine Weile unbemerkt wirken können.
    Der Leerstand bezieht sich darauf, dass das Gebäude unbewohnt ist, mit den Gegenständen hat das nichts zu tun.


    Es ist z.B. auch möglich, Leitungswasserschäden aus Versicherung herauszunehmen. Das ist der größte Anteil am Versicherungsbeitrag. Allerdings ist das nur dann sinnvoll, wenn die Leitungen einwandfrei und bestenfalls nicht allzu alt sind.


    Wie sieht denn die Verringerung des Leistungsumfanges aus?


    Grüße

  • Ist leider so: wenn sich die Nutzung des Hauses ändert (es könnte ja auch ein Chemie-Labor einziehen), dann ändert sich die Gefahr für die Versicherung, was sie mit einer geänderten Prämie ausgleicht.

  • Hallo Herr Hacke,


    die Versicherung bietet drei verschiedene Varianten an: "Standard, Sicherheit oder Spezial". Meine Mutter hatte das Spezialpaket und ich soll nun auf den Deckungsumfang "Sicherheit" runtergestuft werden.


    Ausgeschlossen sind z.B. Nässeschäden durch eindringenden Regen oder Schäden durch Einbruch/Einbruchdiebstahl. Außerdem wird für einige andere Schäden, wie z.B. Bruchschäden an Zuleitungs- und Heizungsrohren, die Deckungssumme reduziert.


    In den Versicherungsbedingungen habe ich folgendes gefunden: "Nach dem Tod des Versicherungsnehmers besteht der Versicherungsschutz für die Erben weiter."
    Müsste danach der Vertrag nicht bis 10/16 so weiterbestehen? In den Unterlagen, die ich bekommen habe, soll ich aber eine Versicherungsdauer vom 20.04.2016 bis 01.10.2017 unterschreiben. Sieht doch eher wie ein neuer Vertrag aus, oder?


    Das die Versicherungssumme aufgrund des Riskos etwas steigt, kann ich ja verstehen. Aber gleich über 300 EUR!?


    Viele Grüße

  • Hallo,


    es ist nicht auszuschließen, dass Sie dazu noch einen neuen Vertrag bekommen sollen. Ob das gezwungenermaßen nötig ist oder nicht, kann ich so nicht beurteilen.


    Der Versicherungsschutz bleibt ja auch bestehen und geht auf die Erben über - aber das Risiko ändert sich. Bei Unbewohntheit ist ein Zuschlag von 100 % nicht ungewöhnlich. Das entspricht ja möglicherweise zu den 300 €.
    Was bedeutet die Reduzierung der Deckungssumme in Zahlen?


    Grüße

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