Frage zur Öffnungsaktion/Öffnungsklausel

  • Hallo,


    ich habe eine Frage zur Öffnungsklausel.


    Zu meiner Situation: Ich bin 29 Jahre alt und habe die Chance demnächst verbeamtet (Lehrerin NRW- Beilhilfe) zu werden. Im Moment bin ich angestellt und gesetzlich versichert.
    Von 2011-2013 war ich bereits bei der DBV in einem Ausbildungstarif privat versichert. Damals zahlte ich einen kleinen Risikoaufschlag (Krampfadern in der Familie). Nach dem Vorbereitungsdienst habe ich zurück in die GKV gewechselt.


    In der Zwischenzeit hatte ich einige ärtzliche Behandlungen, von denen ich befürchte sie könnten mir die Aufnahme in die PKV erschweren oder diese sogar verhindern.
    Soll ich nun einen "normalen" Antrag stellen und abwarten, was herauskommt und ggf. DANN die Öffnungsaktion nutzen oder direkt einen Antrag mit Verweis auf die Öffnungsaktion nutzen? Ich selbst kann ja die Wertigkeit der Behandlungen nicht einschätzen. Vielleicht sind sie ja gar kein großes Problem.


    Kann ich die Öffnungsaktion auch nutzen, wenn mir unter "normalen" Umständen der Risikoaufschlag zu hoch erscheint, oder ist es dann nicht mehr möglich?


    Ich verstehe nämlich die folgenden Ausführungen nicht wirklich: "


    Wichtig ist, dass bereits bei Antragstellung eine Aufnahme im
    Rahmen der Öffnungsaktionen verlangt wird. Andernfalls gelten
    die erleichterten Bedingungen nicht.
    Wenn bereits ein Antrag ohne Verweis auf die Öffnungsaktionen
    gestellt wurde, jedoch kein Vertrag zustande gekommen ist, so
    muss ein späterer Antrag im Rahmen der Öffnungsaktionen vom
    Versicherer angenommen werden, und zwar von diesem oder
    einem anderen Versicherungsunternehmen, das sich an den
    Öffnungsaktionen beteiligt
    Die erleichterten Bedingungen müssen nur von dem Versicherer
    gewährt werden, bei dem der verbindliche Erstantrag gestellt
    wurde. Eine unverbindliche Anfrage muss daher als Probe-
    antrag gekennzeichnet werden."



    Vielen Dank für die Hilfe!

  • Hast Du denn keinen Anwartschaft bei der DBV ?


    Wenn nicht, muss es denn unbedingt die DBV sein ? M.E. wäre der Weg über Voranfragen bei mehreren Versicherern (über einen Makler) der sinnvollste. Sollte sich herausstellen dass keine normale Annahme (ggf. mit Risikozuschlag) möglich ist, dann müssten Sie sich für einen Versicherer entscheiden und dort den Antrag via Öffnungsklausel stellen. Da via Öffnungsklausel in fast allen Fällen keine Beihilfeergänzung angeboten wird, sollten Sie in diesem Fall ernsthaft die Debeka erwägen, denn hier gibt es zumindest einen eingeschränkten (Material- und Laborkosten bei Zahnersatz) Beihilfeergänzungsbaustein der auch via Öffnungsklausel angeboten wird.

    Uwe Haensch


    Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

  • Moin,


    aktuell können Sie die Öffnungsaktion noch gar nicht nutzen.
    Daher bleibt - in Vorbereitung auf eine evtl. erfolgende Verbeamtung - nur das, was der Kollege schon geschrieben hat:
    Saubere Aufarbeitung der Gesundheitshistorie um dann über Risikovoranfragen klären zu lassen, welcher Versicherer Sie in "normalen" Tarifen zu welchen Konditionen versichern würde.
    Dringende Empfehlung: Das ist Nix für DIY (=Do It Yourself"

  • Gute Morgen,


    wenn ein Antrag gestellt wird, ist die Öffnungsklausel verwirkt. Probeanträge und Risikovoranfragen sind allerdings unschädlich. Deshalb erst einmal schauen (lassen), ob ein regulärer Eintritt in die PKV möglich ist und wenn ja, zu welchen Konditionen. Dann ggf. die Öffnungsaktion nutzen, wenn es nicht passt.


    Achtung: Ab Verbeamtung sind nur 6 Monate Zeit. Probeanträge / Risikovoranfragen / Entscheidungsfindung können durchaus eine Zeit in Anspruch nehmen. mal besprochen werden.


    Auch mein Rat: Nicht selber machen! Erfahrene Makler können schon anhand der Diagnosen abwägen, ob es Chancen auf einen regulären Eintritt gibt oder nicht.


    Bei der Maklersuche bitte auf Schwerpunkt: PKV und Beamtenversorgung achten. Das kann nicht jeder. Falls es nur über die Öffnungsaktion geht, wird der Versicherungsmakler vermutlich nicht mehr weiterarbeiten können / wollen. Dann an einen spezialisierten Versicherungsberater wenden. Kostet zwar ein Honorar, ist aber auch eine lebenslange Entscheidung, die gut überdacht werden sollte. Auch bei dieser Berufsgruppe auf Schwerpunkt/Ausrichtung achten.


    Viele Grüße und viel Erfolg
    Angela

  • Hallo!


    Damals zahlte ich einen kleinen Risikoaufschlag (Krampfadern in der Familie).


    Ich bezweifle, dass es einen Risikozuschlag gab, weil es Krampfadern "in der Familie" gab. In der PKV wird keine Familienanamnese erhoben, maßgeblich ist der Gesundheitszustand des Antragsstellers.


    Grundsätzlich stimme ich den Kollegen zu, allerdings gibt es nicht viele Versicherer, die in der Öffnungsaktion einen Beihilfeergänzungstarif anbieten. Beim Vergleich der Anbietet ist dies zu Berücksichtigen, Problem ist allerdings, dass nicht alle Anbieter mit allen Maklern kooperieren.

    Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!