Frage generell zur Notwendigkeit einer kapitalgedeckten Lebens-VS

  • hallo,


    kann mir einer sagen, warum man als junger otto normalverbraucher noch eine
    kapitalged.-lebensvs abschließt? welche argumente pro gibt es, ich sehe
    sie nicht?!


    wieso binde ich mich 30-40 jahre an einen vertrag, bei dem
    ich verlust mache, wenn ich vorher das geld abziehe und meine rendite am
    ende stand jetzt 0-3% beträgt bei sofortauszahlung? sollte ich mir
    "lebenslang" mein geld auszahlen lassen, kalkuliert die vs mit einem
    alter, bei dem die meißten leute schon längst unter der erde liegen und
    somit ein großteil der bevölkerung auch hier verliert, da die rendite
    sogar negativ wird, wir zahlen somit drauf! da ist mir doch das risiko,
    dass ich als kleinbürger vorher mein geld mal brauche viel zu hoch, als
    mich 40 jahre an einen vertrag zu binden?! so gehe ich lieber zur bank,
    bekomme weniger rendite und habe die sicherheit jederzeit auf mein geld
    zugreifen zu können, oder sieht das jmd anders? geschweige denn das
    risiko einer zukünftigen währungsreform, das pleitegehen von
    kapitalsammelbecken und und und... und auch die steuerliche
    absetzbarkeit ist kein gewichtiges argument, das gibt einem kleinbürger
    mit seinen paar euros gefühlt vll 1,2% auf die lebenszeit gerechnet,
    oder irre ich mich da? (ich rede hier nur von der reinen zinseszins-vs,
    die risikolebenvs ist natürlich anders zu bewerten)


    kann mir wer pro argumente an die hand geben?

  • Gibt es die von Ihnen beschriebene Kapital-LV auf Basis des Rechnungszinses überhaupt noch?


    Zu Ihrer Frage: Warum schließt man eine Lebensversicherung ab? Um das Risiko des frühen Ablebens abzusichern, zum Beispiel um eine Finanzierung abzusichern oder die Hinterbliebenen zu versorgen.


    Ich meine, daß Sie Äpfel mit Birnen vergleichen. Kapitalanlagen bei der Bank bieten weder Versicherungsschutz noch eine lebenslange Rentenleistung. Wenn es Ihnen auf hohe Rendite und Verfügbarkeit ankommt ist eine kapitale Versicherung nicht die richtige Wahl.

  • "Um das Risiko des frühen Ablebens abzusichern, zum Beispiel um eine
    Finanzierung abzusichern oder die Hinterbliebenen zu versorgen. "


    -> ganz genau, das ist die risikolebensversicherung, die ergibt ja auch noch einen sinn, da man das RISIKO des ablebens versichert.


    was ich angesprochen habe, ist die reine zinseszins-lebensversicherung (kapitalgedeckt), die so gut wie jeder deutsche abschließt bzw. abschließen soll, bei der man jeden monat einen beitrag sagen wir 100 euro einzahlt und der sparanteil davon sich verzinst. (für diese vs wirbt ja auch die vs ganz gewaltig, natürlich jetzt auch mit fonds geschichten und und und was kein normalbürger braucht und versteht!)


    hier verliert man sein geld wenn man:


    1) das geld früher benötigt und somit die vs die vs "rückkauft" (wie oft ich in der ausbildung im callcenter oder im außendienst war und leute diese kündigen wollten, es sind viele!) oder
    2) früher stirbt als das kalkulierte alter der vs (das über 50% der todesfälle HÖHER ist als das alter was 50% der bevölkerung erreicht)(sonst würde das spiel für die vs nicht aufgehen...!)


    rechenbsp: ich zahle 100 euro jeden monat ein a 40 jahre verzinsung 1%
    dann habe ich laut sparrechner für regelmäßige sparraten (http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php) 58.981,41 Euro nach 40 jahren


    dieses geld wird nun durch sagen wir wenn ich dann 70 bin durch 25 geteilt, weil das kalkulierte sterbealter der vs durchschnittlich 95 ist 2359,26 euro p.a und nochmal durch 12 sind 196,60 euro pro monat.
    wenn man jetzt die inflation berücksicht und die oben genannten punkte (risko das geld vorher zu brauchen)(unkalkulierbare schwierigkeiten in der zukunft, etc.pp), sollte man zu dem entschluss kommen, das eine kapitalgedeckte lebensvs ein totaler schwachsinn ist!


    der einzige punkt wo man gewinnt ist, wenn man ÜBER 95 jahre kommt, dann hat sich der eingezahlte beitrag WIRKLICH um 1% (wie oben annahme) verzinst und alles ist glatt gelaufen, aber für 1% zins mit meiner kröten-rechung, und solche "vermögen" hat der durchschnittliche deutsche (spielt überhaupt keine rolle ob ich 100 oder 300 oer 600 im monat einzahle, das spiel ist das selbe) binde ich mich doch nicht an so einen quak!?!!!!


    also für was benötigt man eine kapitalgedeckte-lv? auch sie konnten mir kein argument nennen, ich denke es gibt nämlich keins und solche sachen sind wie vieles (wenn man sich auskennt) nicht notwendig!

  • "Um das Risiko des frühen Ablebens abzusichern, zum Beispiel um eine
    Finanzierung abzusichern oder die Hinterbliebenen zu versorgen. "

    Kommt auf die Variante an - es gibt da ja verschiedene Möglichkeiten (mit/ohne Todesfallleistung , mit /ohne Beitragsrückgewähr, mit/ohne Zusatzabsicherungen, mit/ohne Beitragserhaltungsgarantie, etc.pp.)

    -> ganz genau, das ist die risikolebensversicherung, die ergibt ja auch noch einen sinn, da man das RISIKO des ablebens versichert.

    auch das "Erleben" ist so gesehen ein Risiko...

    was ich angesprochen habe, ist die reine zinseszins-lebensversicherung (kapitalgedeckt), die so gut wie jeder deutsche abschließt bzw. abschließen soll, bei der man jeden monat einen beitrag sagen wir 100 euro einzahlt und der sparanteil davon sich verzinst. (für diese vs wirbt ja auch die vs ganz gewaltig, natürlich jetzt auch mit fonds geschichten und und und was kein normalbürger braucht und versteht!)

    Wenn Sie das nicht verstehen, wie die Fondsprodukte funktionieren, hat Ihr Versicherungsfutzi keinen guten Job gemacht...
    Es gibt auch die ganz normale klassische LV mit Garantiezins (aktuell 1,25%)

    hier verliert man sein geld wenn man:

    1) das geld früher benötigt und somit die vs die vs "rückkauft" (wie oft ich in der ausbildung im callcenter oder im außendienst war und leute diese kündigen wollten, es sind viele!) oder
    2) früher stirbt als das kalkulierte alter der vs (das über 50% der todesfälle HÖHER ist als das alter was 50% der bevölkerung erreicht)(sonst würde das spiel für die vs nicht aufgehen...!)

    nicht zwingend.

    wenn man jetzt die inflation berücksicht und die oben genannten punkte (risko das geld vorher zu brauchen)(unkalkulierbare schwierigkeiten in der zukunft, etc.pp), sollte man zu dem entschluss kommen, das eine kapitalgedeckte lebensvs ein totaler schwachsinn ist!

    Was sagen Sie denn, wenn ich Ihnen erzähle, dass es Produkte gibt, wo eine flexible Entnahme während der Vertragslaufzeit möglich ist?

    der einzige punkt wo man gewinnt ist, wenn man ÜBER 95 jahre kommt, dann hat sich der eingezahlte beitrag WIRKLICH um 1% (wie oben annahme) verzinst und alles ist glatt gelaufen, aber für 1% zins mit meiner kröten-rechung, und solche "vermögen" hat der durchschnittliche deutsche (spielt überhaupt keine rolle ob ich 100 oder 300 oer 600 im monat einzahle, das spiel ist das selbe) binde ich mich doch nicht an so einen quak!?!!!!

    Knapp daneben. Wenn die Versicherung tatsächlich nur 1,25% erwirtschaftet, dann geht es nach knapp 20,9 Jahren auf. Aktuell erwirtschaften die meisten Unternehmen allerdings je nach Produkt real zwischen 2,XX und 3,XX %. Da wir uns aktuell in einer Niedrigzinsphase befinden, ist davon auszugehen, dass sich die Verzinsung verbessern wird. Des weiteren kosten auch immer die verschiedenen gewählten Garantien Rendite.

    also für was benötigt man eine kapitalgedeckte-lv? auch sie konnten mir kein argument nennen, ich denke es gibt nämlich keins und solche sachen sind wie vieles (wenn man sich auskennt) nicht notwendig!


    Was für Sie sinnvoll ist, kann man nur nach einer eingehenden Analyse sagen. Für den Otto-Normalbürger würde ich eher wie folgt vorgehen:Bevor ich eine Absicherung der 3.Schicht wähle, nehme ich natürlich eins der 2. bzw. 1. Schicht. Hier gibt es neben staatlichen Zulagen (Schicht 2) noch die Günstigerprüfung (Steuerersparnis Schicht 2). Alternativ kann man auch eine Direktversicherung wählen (bAV Schicht 2) - auch hier sind Steuervorteile vorhanden. Oder je nach Einkommen auch die Basisrente (Schicht 1).



    Viele Grüße

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