Soll die Versicherung durch sich selbst entstandene Kosten übernehmen?

  • Hallo Freunde,


    nun möchte ich meinen Anliegen schildern, vielleicht hat jemand einen Rat bzw. Erfahrung ob es sich lohnt zum Anwalt zu gehen.
    Die Geschichte fing im Jahr 2013, da kündigte ich im November meine Versicherung beim Versicherungsunternehmen A und wechselte zum B.
    Am 10 Januar 2014 erhielte ich Rückmeldung vom Unternehmen B da sie vom Vertrag zurücktreten da der Betrag nicht abgebucht werden konnte (Gebühren 30€).
    Als ich mein Konto anschaute, musste ich feststellen dass die Versicherung A trotz Kündigung den Beitrag für das kommende Jahr abgehoben hat.
    Am gleichen Tag kam ein Schreiben von der Stadt, dass ich bereits seit 10 Tagen unversicherten Fahrzeug führe. (Gebühren 60€)
    Ausserdem entfiel mir wechselbonus von check24 in höhe von 30€ und ich musste sofort zu wesentlich teueren Versicherung C ausweichen.


    Am gleichen Tag rief ich bei der Versicherung A an, allerdings am Telefon haben Sie sich nur für den Fehler entschuldigt und sollte alle Unterlagen einscannen und per Email an sie schicken.
    Im Februar verließ ich Deutschland und nun kehrte ich Februar dieses Jahres zurück.
    In einem Jahr ist nichts passiert!!!
    Ich stellte die Anfrage erneut und rief beim VU A an.
    Zwei Wochen später wurde mir mein Beitrag für das Jahr 2014 zurück überwiesen.
    Heute erhielte ich jedoch die Antwort bzgl. entstandener Kosten, die ich nicht nachvollziehen kann:
    Sehr geehrter Herr XXX,


    wir beziehen uns auf Ihre Mitteilung vom xx.xx.2015 und bitten für die
    verspätete Antwort um Entschuldigung.


    Nach Prüfung Ihres Vertrages teilen wir Ihnen mit, dass die Kündigung
    zu Ihrem Vertrag ... am 10.12.2013 zum 01.01.2014
    eingegangen ist und die Bestätigung über die Kündigung am 12.12.2013
    separat per Post an Sie versandt wurde.


    Der von Ihnen im Anhang hinterlegte Gebührenbescheid wurde von uns
    geprüft. Eine Übernahme der Gebühren in Höhe von 58,55 Euro lehnen wir
    ab. Wir als VU A waren bei der Zulassungsstelle bis zum 01.01.2014
    als Versicherungsunternehmen hinterlegt. Wir haben am 07.01.2014 die
    Information durch die Zulassungsstelle erhalten, dass die VU B
    den Versicherungsschutz zum 01.01.2014 übernommen hat.

    Wir bitten Sie deshalb sich entsprechend mit dem Gebührenbescheid an
    die Nachversicherung B zu wenden.


    Des Weiteren geht aus Ihrer Anlage hervor, dass die VU B
    den Versicherungsbeitrag zum 01.01.2014 zeitiger eingezogen hat als
    unser Unternehmen.
    Die Buchungsaufträge an die Banken werden 14 Tage vor Fälligkeit an
    unsere Bank übermittelt und können demnach unsererseits nicht mehr
    aufgehalten werden. Sie hatten die Möglichkeit, den Beitrag von Ihrer
    Bank zurück buchen zu lassen.
    Aufgrund Ihrer telefonischen Meldung vom xx.xx.xxxx haben wir das bei
    uns vorhandene Guthaben in Höhe von xxx.xx Euro auf das von Ihnen
    mitgeteilte Konto zurück gebucht.


    Weiterhin bitten wir Sie, die Ihnen zugesandte Police der
    VU B zu prüfen, ob eine Kündigung der Versicherung per
    xx.xx.xxxx rückwirkend zum 01.01.2014 rechtskräftig ist.



    Wir bitten um ihr Verständnis, dass wir die entstanden Kosten nicht
    übernehmen.



    Freundliche Grüße


    Also Versicherung A buchte am gleichen Tag wie Versicherung B nur ein paar Stunden früher den Betrag ab, wie sollte ich da den Betrag zurückbuchen können?
    Die Versicherung wurde eindeutig fristgerecht per Email (unterschriebene eingescannte Kündigung) gekündigt, wie kann es sein dass sie auf 10.12 verweisen? Eingang der schriftlichen Unterlagen 10 Tage?!
    Die Buchungsaufträge an die Banken werden 14 Tage vor Fälligkeit an
    unsere Bank übermittelt


    auch wenn man vom 10.12 ausgeht, sind es immer noch 4 Wochen bis zum 7.1 (Tag der Abbuchung)


    Kann mir bitte jemand sagen ob er schon ähnliche Situation hatte? Ob ein gang zum Anwalt sinnvoll ist?


    Vielen, vielen dank.


    Mit freundlichen Grüssen
    Nastas

  • Hallo,


    was rät Ihnen denn die Firma CHECK24 Vergleichsportal Versicherungen AG ? Die ist ja der Vermittler des Vertrages gewesen und somit auch sicher ein vertrauensvoller Ansprechpartner für Sie.




    Ist ein Gang zum Anwalt sinnvoll? Meiner privaten Meinung nach nicht (ohne Wertung der Erfolgschancen), da mir die 58,55 EUR der Aufwand nicht wert wäre. Da Ihnen ja auch 1 Jahr die zu Unrecht eingezogene Prämie mehr oder minder egal war, da Sie ja nicht weiter geprüft haben, ob tatsächlich eine Rückerstattung erfolgte, gehe ich davon aus, dass die 58,55 EUR auch nicht Existenzbedrohlich waren bzw. sind.

  • Vielen dank für Ihre Antwort
    also an check24 habe ich mich nicht gewendet, es ist ja nur ein versicherungs Vergleichsportal.
    Der neue Vertrag wurde direkt abgeschlossen und kam wie gesagt nicht zur Stande, da der Betrag nicht abgebucht werden konnte.

  • Vielen dank für Ihre Antwort
    also an check24 habe ich mich nicht gewendet, es ist ja nur ein versicherungs Vergleichsportal.
    Der neue Vertrag wurde direkt abgeschlossen und kam wie gesagt nicht zur Stande, da der Betrag nicht abgebucht werden konnte.

    Check24 erhält Provisionen für die Verträge (gut in dem Fall nicht wg. Storno), es ist äußerlich ein Vergleichsportal, beachtet man aber das Impressum, so erkennt man, dass Check 24 ein Versicherungsmakler mit entsprechender Registrierung ist.

  • also heute mit Check24 telefoniert.. sie halten sich daraus...
    VU A und VU B sind Kunden von Check24, da ist es aber auch verständlich..
    also kann mir jemand weitere Tipps geben?
    lohnt sich rechtlich vorzugehen? vielen dank

  • Hallo,


    es lohnt sich sicherlich nicht. Die Kosten wurden, wenn ich die Geschichte richtig verstanden habe, verursacht dadurch, dass der Beitrag von B nicht eingezogen werden konnte. Es steht zwar nirgends, aber wohl deshalb, weil durch die vorige Abbuchung keine Deckung mehr vorhanden war ? Erstaunlich, dass sofort ein Rücktritt erfolgt ist, aber möglich.


    Wenn ein wesentlich früherer Eingang der Kündigung bei A nachgewiesen werden kann (e-mail ist Textform, aber keine Schriftform !!), könnte sich eine Beschwerde beim Ombudsmann eher lohnen als der Weg zum Anwalt. Immerhin durften Sie davon ausgehen, dass kein Abruf von A mehr erfolgt. Zum Jahreswechsel darf man das Konto nicht zu knapp halten.


    Viel Glück


    Barmer

  • vielen dank für Ihre Antwort,


    Sie haben den Sachverhalt richtig verstanden, das Geld konnte nicht abgehoben werden durch nicht ausreichende Kontodeckung.
    Es handelt sich auch nicht um 100€ sondern um einiges mehr, und wenn es doppelt abgebucht wird.... als Student hat man leider nicht soviel Mitteln.
    Ombudsman ist für mich leider kein Begriff (handelt es sich um einen öffentlichen Anwalt?)
    Habe im November eine Unterschriebene Kündigung eingescannt und per Email an VU A geschickt (Kann die Email vorweisen)
    Laut Auskunft VU A, sie erteilen die Abbuchung 2 Wochen vor dem Monatsende.. Geld wurde am 7.1 abgehoben, Kündigung per Email folgte im November und Schriftlich (laut VU A, was mich sehr wundert) erst am 10.12.. allerdings bis zum 7.1 sind es 4 Wochen!


    Vielen dank

  • Nun nach 2 Monaten hat fast alles geklappt,
    Die Versicherung hat 2 vorerst nur teil des Betrags bezahlt, allerdings meinen Sie aus Kulanz wegen Beitragserhöhung Vertrag aufgelöst zu haben, und daher wollten nicht alles ausbezahlen. Allerdings habe noch einen Schreiben den ich jetzt nachgereicht habe, dass die Beiträge gesenkt wurden und es sich um fristgerechte Kündigung handelt, aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass es zu einer neuen Auszahlung kommen wird.


    Vielen herzlichen dank für eure Hilfe und den Hinweis sich an Ombudsmann zu wenden


    Liebe Grüsse
    Nastas

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