Auslandskrankenversicherung in Deutschland

  • Hallo, ich werde bald meinen Studiengang und auch die Universität wechseln. Jetzt muss ich leider einige Zeit überbrücken und in dieser Zeit erhöht sich mein Krankenversicherungsbeitrag von 80 € auf 130 €, das kann ich mir natürlich eher nicht leisten (bekomme zum Glück noch Unterstützung von Eltern, aber was nicht sein muss muss nicht sein). Klar bewerbe ich mich für eine angemeldete Arbeitsstelle, aber ob das so schnell klappt weiß man ja auch nie. Und Harz4 melden kommt auf keinen Fall in Frage nur weil ich mir die überteuerten Versicherungsbeiträge nicht leisten kann.


    Meine Fragen :


    Kann ich einfach so meine Krankenversicherung kündigen und für eine Zeit ohne Krankenversicherung leben ?


    Ich habe gehört das man sich im Ausland sehr viel billiger Krankenversichern kann (ab 10 Euro), aber dann im jeweiligen Ausland zum Arzt gehen muss. Das wäre gar nicht so schlimm, weil z.B. Frankreich grade mal zwei Stunden von hier ist und ich sowieso mein französisch verbessern will ;) Also ist das möglich ?


    (Ach tut mir leid, hab leider nicht gesehen das dieses Forum "Krankenzusatzversicherung" heißt, vielleicht kann es jemand verschieben)
    LG

  • Hallo,



    Kann ich einfach so meine Krankenversicherung kündigen und für eine Zeit ohne Krankenversicherung leben ?


    Nein, das ist nicht möglich. In Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht.


    Ich habe gehört das man sich im Ausland sehr viel billiger Krankenversichern kann (ab 10 Euro), aber dann im jeweiligen Ausland zum Arzt gehen muss. Das wäre gar nicht so schlimm, weil z.B. Frankreich grade mal zwei Stunden von hier ist und ich sowieso mein französisch verbessern will ;) Also ist das möglich ?

    Möglich ist alles - an der Umsetzung hapert es meist. Wichtig ist immer, dass Sie bei der Rückkehr in eine deutsche Krankenversicherung, den Zeitraum der ausländischen Versicherung nachweisen können, sonst werden Beiträge nachgefordert.


    Aus eigener Erfahrung eine Anekdote:


    Beruflich in Österreich für 3,5 Jahre. Dort HAUPTWOHNSITZ und STEUERPFLICHT, somit auch dort sozialversichert. Bei Rückkehr nach Deutschland wurde von der privaten Krankenversicherung ein Nachweis über die Krankenversicherung im Ausland verlangt. Kann man den Nachweis nicht erbringen, so wären Beitragsnachzahlungen für die "Krankenversicherungsfreie Zeit" in Höhe von knapp 10.000 EUR fällig gewesen.


    Mit einer französischen Krankenversicherung müssen Sie so ganz nebenbei nicht bis Frankreich fahren um sich behandeln zu lassen. Es gibt da diverse Abkommen ;)


    Eine vollwertige Krankenversicherung für 10,-EUR? Was erwarten Sie, wenn Ihnen ein brandneuer Porsche für 5.000,- EUR statt 105.000,-EUR angeboten wird? Richtig, irgendwo ist ein gewaltiger Haken.



  • Ich tippe mal auf den Versicherungsschutz über eine Auslandsreise-Krankenversicherung *hüstel*



    [size=8]Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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  • nur weil ich mir die überteuerten Versicherungsbeiträge nicht leisten kann.

    Hallo, weder die 80 EUR noch die 130 EUR (ist vielleicht der Mindestbeitrag gemeint, der liegt jetzt eher bei 160 EUR) sind überteuert, sondern eher subventioniert.
    An der Versicherungspflicht in Deutschland führt kein Weg vorbei und im Ausland ist es keineswegs billiger.


    Die 10 EUR stammen wohl aus einer Auslandsreise-KV für Aufenthalte bis 6 Wochen und daran sieht man schon, dass es für Deinen Fall nicht passt. Und an den Nachzahlungen an die GKV kommst Du damit auch nicht vorbei.


    Warum bleibst Du nicht eingeschreiben, bis es an der anderen Uni losgeht ?


    Viel Glück


    Barmer

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