Schaden bei Diebstahl durch Schlaf abgedeckt?

  • Schönen guten Morgen allerseits!


    Folgendes hat sich vor wenigen Tagen ereignet:



    Ich war unterwegs mit einer Freundin welche beschloss zu einem Kumpel zu gehen, da sich dort einige Leute versammelt hatten.
    Dort angekommen nahm ich einige Drinks zu mir. Obwohl ich verhältnismäßig wenig getrunken hatte war ich schon relativ dicht und trank nicht weiter.
    Kurz darauf wurde die Versammlung aufgelöst und alle machten sich auf den Heimweg.
    Ich erreichte die U-Bahn Station und stieg in die Bahn ein (Berlin, BVG).
    Auf dem langen Reiseweg habe ich dann wohl das Bewusstsein regelrecht verloren und bin dem Schlaf verfallen.


    Nun: Ich hatte einen Rucksack dabei, welche ich in der U-Bahn noch bei mir hatte - vor dem Schlaf.
    Drinnen waren neben sehr teuren technischen Gerätschaften auch meine Brieftasche mit etwa 300€ die ferner für meine Studiengebühr gedacht waren, meine Bank-/Kreditkarten, Führerschein und Personalausweis (auf welcher ja die Anschrift draufsteht).
    Ebenfalls war aber auch mein Schlüsselbund darin, welcher die Schlüssel zur Mietwohnung beherbergt (Keller, Müll, Außentür, Briefkasten, meine Haustür, oberes Schloss von der Haustür und sonstige Schlüssel wie Radschloss und Co.)
    Ich bin PH-versichert bei der Feuersozietät, abgewickelt über die Sparkasse (online).
    Hier eine Quick-Info zu deren Leistungen:


    Die wichtigsten Leistungen im Überblick


    Nach tagelanger Recherche in den Fundbüros ist meine Brieftasche aufgetaucht. Heißt der Dieb hat die Tasche durchsucht und die Brieftasche gezielt weggeworfen. Personalausweis ist dabei jedoch kann der Täter sich auch die Adresse aufgeschrieben haben.
    Von der Tasche fehlt jegliche Spur. Anzeige wurde natürlich bei der örtlichen Polizeibehörde erstattet und eine Vorgangsnummer zum Delikt liegt vor.
    Jedenfalls sind wir nun verunsichert und meine Familie versucht immer jemanden zu Haus zu haben der den Schlüssel von innen stecken lässt. (Paranoia lässt grüßen)
    Daher sehe ich mich gedrungen es der Hausverwaltung zu melden, könnte den Schaden aber nicht selbst tragen da schon die Tasche mich bereits stark in den Dispo gehauen hat.


    Meine Frage - deckt nun die Haftpflicht in diesem Fall, bei der ich alkoholisiert in der U-Bahn eingeschlafen bin und derweil meine Tasche gestohlen wurde, die Kosten der eventuellen Schließanlagen-Wechsel und sonstige Kosten die seitens der Hausverwaltung entstehen ab? Oder bin ich in dem Fall hoffnungslos aufgeschmissen .. ?


    Kann echt nicht mehr ruhig schlafen und hoffe auf ein gutes Ende.
    Von den materiellen Dingen in meiner Tasche habe ich mich mental schon längst getrennt, jedoch bereitet mir das mit den Schlüsseln ungeheure Sorgen.


    Hoffe dass ich hinreichend viele Details kundgeben konnte damit man mir hier weiterhelfen kann.


    Liebe grüße an alle Leser und schönen Tag weiterhin.

  • Hallo!


    Für solche Fälle ist es super, einen persönlichen Versicherungsbetreuer zu haben, den Sie in solchen Fällen ansprechen können.


    Da Sie bewusst durch einen Online-Abschluss auf einen Betreuer verzichtet haben, werden Sie hier - zumindest von meiner Seite - nur einen Tipp bekommen.


    Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung und warten die Antwort ab.



    Viele Grüße

  • @ RocklandSports: Ganz toll. Dies denke ich mir zwar auch öfters, aber diese Antwort könnte man genau so auf nahezu jede Frage hier geben. Vorteil wäre, dass die Einträge recht überschaubar bleiben.


    Aber im Grunde bleibt nichts anderes als den Vorgang entsprechend dem Versicherer zu melden und die Reaktion abzuwarten. Denn es ist ja auch völlig unerheblich, was hier irgendjemand im Forum schreibt / meint, die Entscheidung trifft der Versicherer. Sich im Vorfeld hier verrückt zu machen bringt nichts. Ach ja, es würde natürlich anders ausschauen, wenn man den Vorgang mit seinem Vermittler des Vertrauens bespricht und dieser vl sogar noch die Schadenmeldung für einen übernimmt. Ggf. könnte dann hier auch noch über die diversen Meinigungen hierzu diskutiert werden. Aber ohne eine Reaktion deines Versicherers ist alles nur eine Luftnummer.



    Beste Grüße

  • Okay ich bedanke mich recht herzlich.
    Ich wollte mir nur eine Meinung eingeholt haben in Bezug auf den Alkoholkonsum und des Einschlafens aber im Prinzip bringt das im Nachhinein nichts wenn der Versicherer es ablehnt.
    Ich hänge gerade in der Leitung und versuche nun mein Glück denn mein Gewissen setzt mir keine Ruhe.


    Grüße und vielen Dank!

  • Versichert ist ja Schlüsselverlust --> Abhandenkommen. --> unfreiwilliger Verlust des unmittelbaren Besitzes.


    Allenfalls könnte man grobe Fahrlässigkeit unterstellen, die aber in Haftpflicht kein Ausschlusskriterium darstellen. Man müsste den genauen Bedingungstext kennen, aber als grundsätzliche Tendenz gilt der Schaden versichert, bei üblicher Formulierung in den AHB.



    [size=8]Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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