Debeka PKV im Ausland

  • Hallo,


    ich hätte gerne eine Einschätzung zum Versicherungsschutz im Ausland bei der Debeka.


    Ich bin zu 50 % Beihilfe berechtigt (Bayern) und bei der Debeka privat krankenversichert (Bisex). Im Tarif BE/S2 heißt es zu Auslandsbehandlungen:


    Es werden unter Anrechnung der Ansprüche nach öffentlichrechtlichen Beihilfevorschriften und von Versicherungsleistungen der Debeka verbleibende Aufwendungen *) erstattet für:


    4 Heilbehandlung im Ausland
    Bei einem im Ausland unvorhergesehen eintretenden Versicherungsfall
    4.1 Ambulante und stationäre Heilbehandlung
    4.2 Medizinisch notwendiger und ärztlich verordneter Rücktransport
    an den ständigen Wohnsitz des Versicherten in der Bundesrepublik
    Deutschland oder in das diesem Wohnsitz nächstgelegene
    Krankenhaus
    4.3 Überführung bei Tod einer versicherten Person bis zu
    5.500 EUR Versicherungsleistungen
    4.4 Bestattung einer versicherten Person im Ausland bis zur Höhe
    der Versicherungsleistungen, die bei einer Überführung zu
    erbringen gewesen wären


    Die Beihilfe zahlt für eine private Urlaubsreise nichts. Jetzt würde mich interessieren, ob man mit dem Beihilfeergänzungstarif gut genug im Ausland abgesichert ist (auch USA etc.), oder ob eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung notwendig ist. Im Tarifwerk des Beihilfergänzungstarif habe ich nichts von einer Begrenzung auf GOÄ etc. gefunden. Im Haupttarif P, der auch weltweit gilt, ist eine Begrenzung bis zu den Höchstsätzen ja gegeben.


    Um die etwaige Beitragsrückerstattung geht es mir nicht, mir ist nur wichtig, auch im Ausland die vollen Kosten abgesichert zu haben.


    Wie seht Ihr das?


    Vielen Dank für die Mühen!

  • Guten Tag,


    ich empfehle Ihnen eine Auslandsreisekrankenversicherung zustäzlich abzuschließen.


    Gerade beim Rücktransport gibt es hier häufig Unterschiede in den Bedingungen. Wie es in Ihrem Fall genau geregelt ist, kann ich Ihnen nicht sagen, allerdings gibt es bei den privaten Krankenversicherern häufig nur den Einschluss eines "med. notwendigen Rücktransportes". Die guten Auslandsreisekrankenversicherer bieten auch einen Rücktransport an, wenn die Heilbehandlung zwar med. nicht notwendig ist, aber länger als 14 Tage dauern wird.


    Verunglücken Sie beispielsweise in den USA und liegen mind 14 Tage im Krankenhaus ist aufgrund des hohen med. Standards dort ein Rücktrangsport über die PKV oft nicht möglich. Bei der Auslandsreisekranken dagegen ist der Rücktransport hier versichert.


    Eine sehr gute ARKV kostet zwischen 10 und 20 EUR im Jahr. Das ist zu verschmerzen und bietet Sicherheit.


    Grüße
    Michael Götz

    Versicherungen sind meine berufliche und private Leidenschaft, denn zuviele Menschen lassen sich zu oft besch... von Versicherern und Vermittlern. Das darf nicht sein! So helfe ich gerne weiter.
    Aber natürlich sind meine Beiträge keine Rechtsberatung und ohne Gewähr.



    Michael Götz von der Albert Götz GmbH Versicherungsmakler mit Herz und Verstand
    Dipl. Betriebswirt (FH), Versicherungskaufmann


  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja wie oben in den Versicherungsbedingungen aufgeführt muss der Rücktransport medizinisch notwendig sein.


    Außer dass ein Rücktransport nur bei medizinischer Notwendigkeit bezahlt wird, sind die Leistungen aber vergleichbar mit einer normalen Auslandsreisekrankenversicherung, oder? Oder gibt es noch weitere Nachteile?

  • Oder gibt es noch weitere Nachteile?


    Als Beihilfeberechtigter müssen Sie sich im Krankheitsfall immer mit zwei Kostenträgern (PKV + Beihilfe) auseinander setzen.


    Wenn im Ausland eine Kostenzusage für eine dringend notwendige Behandlung benötigt wird, geht das über eine Reisekrankenversicherung in der Regel einfacher.


    Zumal eine Reisekrankenversicherung ja spezialisiert ist auf Rechnungsstellungen im Ausland - anders als PKV und Beihilfe.


    Die paar Euro für eine Auslandsreisekrankenversicherung sind meiner Meinung nach gut investiert.

  • Hallo,


    es gibt noch vereinzelte Unterschiede. Bitte sehen Sie es nach, dass diese im Einzelnen aufzuzählen deutlich zu lange dauern würde. Zusätzlich sollten Sie auch die Bay.Beihilfeverordnung prüfen, denn für private Reisen außerhalb Europas gibt es keinen Schutz. Damit blieben 50% der Behandlung im außereuropäischen Raum an Ihnen direkt hängen.


    Außerdem ist eine ARKV gerade bei ordentlichen Krankheitsfällen im Ausland unersetzlich, denn die guten sind hier schon Jahrzehnte im Geschäft, haben Notfallnetzwerke im Ausland geschaffen, welche rund um die Uhr aktiviert werden können. Dies suchen Sie bei der PKV so vergeblich.


    Herzlicher Gruß
    Michael Götz

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    Dipl. Betriebswirt (FH), Versicherungskaufmann

  • Die Beihilfe zahlt für Krankheiten im privaten Urlaub meines Wissens gar nichts, das habe ich aber schon geschrieben.


    Aber die 50% der fehlenden Kosten sollten ja eigentlich durch den Beihilfeergänzungstarif abgesichert sein, ich zitiere nochmal die Bedingungen:


    Es werden unter Anrechnung der Ansprüche nach öffentlichrechtlichen
    Beihilfevorschriften und von Versicherungsleistungen der Debeka
    verbleibende Aufwendungen *) erstattet für:




    4 Heilbehandlung im Ausland


    Bei einem im Ausland unvorhergesehen eintretenden Versicherungsfall


    4.1 Ambulante und stationäre Heilbehandlung


    4.2 Medizinisch notwendiger und ärztlich verordneter Rücktransport


    an den ständigen Wohnsitz des Versicherten in der Bundesrepublik


    Deutschland oder in das diesem Wohnsitz nächstgelegene


    Krankenhaus


    4.3 Überführung bei Tod einer versicherten Person bis zu


    5.500 EUR Versicherungsleistungen


    4.4 Bestattung einer versicherten Person im Ausland bis zur Höhe


    der Versicherungsleistungen, die bei einer Überführung zu


    erbringen gewesen wären


    Das Problem dürfte allerdings tatsächlich sein, dass wohl erst ein Beihilfebescheid abgewartet werden müsste.


    Hat jemand damit schon mal Erfahrungen gemacht?


    Welche ARKV sind den zu Empfehlen? Ich habe mir jetzt mal die Bedinungen der HUK angeschaut, scheint mir ganz vernünftig zu sein.

  • Hallo,


    das sind im Prinzip die AR-Bedingungen eines PKV-Unternehmens. Insofern ist der Schutz ausreichend.


    Eine zusätzliche AR-Versicherung ist wegen der einfacheren Abwicklung (Kostenzusagen für Auslandsbehandlung und Rücktransport) trotzdem zu empfehlen. Im Gegensatz zu einem der Vorschreiber präferiere ich allerdings nicht unbedingt eine AR eines Sachversicherers. (Die haben z.B. häufig Subsidiaritätsklauseln.) Unzureichend sind fast immer die Anhängsel einer Kreditkarte.


    Viel Glück


    Barmer

  • Vielen Dank für die Antworten!


    Ich habe mit der Leistungsabteilung telefoniert und mich ebenfalls mal erkundigt. Laut Aussage der Leistungsabteilung ist der Schutz im Ausland aureichend. Sollte eine Kostenzusage nötig sein, dann wird diese gewährt. Im Anschluss wird halt dann der Beihilfebescheid verlangt und gegebenenfalls verrechnet. Auf jeden Fall muss man nicht erst auf Kostenzusagen von zwei Stellen warten. Am Telefon wurde noch gesagt ich könnte zwar eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen wenn mir dann wohler wäre (natürlich wurde die Debeka empfohlen ;) ), aber eigentlich ist es unnötig.

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