BU und Reisetätigkeit IT Berater

  • Hallo,


    ich plane mir eine BU von der WWK zuzulegen. Ich arbeite freiberuflich als EDV Berater/Programmierer. Aktuell arbeite ich vier Tage pro Woche im Homeoffice und einen Tag pro Woche beim Kunden. Daher habe ich eine Reisetätigkeit von 20% und falle in Berufsgruppe A der WWK.
    Hätte ich mehr als 20% Reisetätigkeit würde ich in eine schlechtere Berufsgruppe fallen.


    Nun kann es aber sein, dass ich in Zukunft andere Projekte bekomme, bei denen die Reisetätigkeit deutlich höher ist. Mein Beruf als freiberuflicher EDV Berater hingegen bleibt gleich. Ist des ein Problem für den Versicherungsschutz wenn ein Leistungsfall eintritt, während ich ein Projekt mit hoher Reisetätigkeit habe? Wie muss ich dem Versicherer nachweisen, dass ich bei Abschluss den Vertrags eine Reisetätigkeit von max. 1 Tag / Woche hatte?


    Viele Grüße


    BuBu

  • Hallo,
    im Leistungsfall gehört es u.a. zu Ihren Mitwirkungspflichten, unverzüglich "Unterlagen über den Beruf der versicherten Person, deren Stellung und Tätigkeit im Zeitpunkt des Eintritts der
    Berufsunfähigkeit sowie über die eingetretenen Veränderungen einzureichen".
    Damit wird bei der Beurteilung im Leistungsfall natürlich das konkrete Tätigkeitsbild als Maßstab genommen.
    Im Rahmen der Prüfung auf vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung wird die WWK Ihre Angaben im Antrag überprüfen, und wenn das überhaupt geprüft wird (was ich stark bezweifele), dann haben Sie ja bei Antragstellung wahrheitsgemäß geantwortet.
    Und die WWK kann Ihnen wohl kaum grobe Fahrlässigkeit vorwerfen (Ihre Berechnung ist ja nachvollziehbar).


    VG,

    Uwe Haensch


    Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

  • Hallo Herr Hänsch,


    vielen Dank für Ihre Antwort. :D


    Für die Nachvollziebarkeit meiner aktuellen Reisetätigkeit (1x pro Woche) reicht die von mir auch für das Finanzamt erfasste Reisekostenabrechnung aus?


    Viele Grüße


    bubu


  • Für die Nachvollziebarkeit meiner aktuellen Reisetätigkeit (1x pro Woche) reicht die von mir auch für das Finanzamt erfasste Reisekostenabrechnung aus?


    Müssen Sie als Selbstständiger/Freiberufler sowieso 10 Jahre aufbewahren - insofern kein Mehraufwand, einfach um im Ernstfalle den Staus Quo bei Antragstellung zu dokumentieren. Zusätzlich können/müssen
    Sie ja Vertragsunterlagen mit Ihren Auftraggebern aufbewahren, aus denen sich herleiten/rekonstruieren lässt, dass Sie bei Antragstellung wahrheitsgemäße Angaben gemacht haben.
    Denke nicht, dass Sie an der Stelle Probleme bekommen werden, aber frei nach Maddin Schneider: Sischer is sischer... :)


    Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann:
    "ich plane mir eine BU von der WWK zuzulegen. Ich arbeite freiberuflich als EDV Berater/Programmierer."


    Nach welchen Kriterien wurde selektiert? Welche Gesellschaften waren sonst noch in der Auswahl?
    Viele Gesellschaften verfahren z.B. nicht nach dieser 20% Regel bzgl. AD-Tätigkeit. Das - und noch ein paar andere Gründe, lassen mir gerade für einen Freiberufler die Auswahl als nicht sonderlich gut erscheinen -
    um es mal vorsichtig zu formulieren.


    Sollten Sie nochmal eingehend mit Ihrem Berater besprechen.

  • Hallo,


    vieleicht noch zur Ergänzung:
    Im Leistungsfall müssen Sie nicht beweisen, dass Ihre Angaben beim Abschluss richtig waren. Der Versicherer müsste beweisen, dass sie falsch / unvollständig waren.
    Den Status beim Abschluss zu dokumentieren, kann aber nie ein Fehler sein.


    Viel Erfolg.

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