Bleibt Privatuntersuchung für Versicherer unsichtbar?

  • Hallo,


    ich wollte demnächst mal eine private Krankenversicherung und eine BU-Versicherung abschließen.


    Jetzt wollte ich mich aber nochmal bei einem Arzt untersuchen lassen wegen eines aktuellen Leidens (Abklärung ob gefährlich oder alles ok).


    Wenn ich da in eine Privatpraxis gehe und die Rechnung privat trage, also nicht einreiche (habe ja auch noch keine PKV), kann ich dann sicher sein, dass der Versicherer nie mitbekommen wird, dass ich vor dem Versicherungsabschluss nochmal eine Untersuchung gemacht habe?


    Viele Grüße

  • Vielen Dank für die Antwort :)


    Und aus rein technischer Sicht: wieso nicht? Was könnte passieren? Eine Praxis meinte am Telefon zu mir, "keine Sorge, das Vertragsverhältnis ist zwischen ihnen und uns, wir arbeiten nicht mit Krankenversicherungen zusammen, wenn sie die Rechnungen nicht einreichen, wer sollte dann nach dem Arztbesuch fragen"

  • Finde es eigentlich schon ziemlich frech das so etwas hier überhaupt erfragt wird.


    Denn hier wird definitiv Hilfe bei einer Straftat erbetten.


    Zum anderen würde ich mir gedanken über den Arzt machen? Ich meine wenn dieser dir ohne mit der Wimper zu zucken anbietet eine Untersuchung abseits der Rechtsform vorzunehmen, wer sagt Ihnen dann das Ihre Behandlung:


    1. Nach medizinischen Standerts durchgeführt wird?


    2.Die Abrechnung ordenlich ist?


    Und wenn Sie sowieso die Versicherungen abschließen wollen, warum machen Sie es nicht einfach und gehen erst danach zur Untersuchung?



    Und auch wenn Angela keine Möglichkeiten nennen will, ein kleiner Gedankenanstoß die meisten Krankheiten kommen nicht von heute auf morgen sondern Sie wachsen.


    Und das wiederum lässt sich nachprüfen daher am besten die Idee aus dem Kopf schlagen, solche Pläne gehen nie gut und die Folgen sind gravierent.

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  • Hallo,


    wieso ist die Untersuchung abseits der Rechtsform?


    der Arzt sagt doch nur, dass es an mir liegt, ob ich die Rechnungen einreiche oder nicht (da ich nicht PKV versichert bin, kann ich sie ja auch gar nicht einreichen).


    Wenn man sie nicht einreicht, also selber trägt, sind sie halt auch nur beim Arzt registriert und nicht bei irgendwelchen Versicherungen oder so.

  • Aber in jedem Fragebogen steht die Frage nach dem letzten Behandelten Arzt.


    Lügen Sie hier sind wir im bereich der arglistigen Täuschung und wenn der Arzt Ihnen anbietet eine behanldung auf privater Rechnung durchzuführen mit dem Wissen was hier vor sich geht, dann ist das beihilfe.


    Weil es keinen Grund gibt die Rechnung privat zu tragen, deswegen herscht in Deutschland schließlich ein Pflichtversicherungsgesetz was die GKV angeht. Ich gehe fest davon aus Sie sind GKV versichert und der Arzt weiß das auch, da stellt sich doch die Frage wieso er dann eine solche Rechnungsart anbietet?

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  • Auch wenn wir hier ein bischen vom Thema abkommen, aber im Kern natürlich eine sehr interessante Frage:


    Bezüglich dem letzten behandelnden Arzt: Ok, dann müsste ich natürlich um nicht arglistig zu Täuschen vor dem Abschluss nochmal bei einem anderen Arzt vorstellig werden. Aber auch hier: Wenn es keine Verbindung zu einer Krankenkasse oder der kassenärztlichen Vereinigung gibt, dann wird so ein Besuch nur bekannt, wenn ich schusseligerweise diesen Arzt bei der zukünftigen Versicherung aktiv benenne. Oder wenn im Versicherungsfall die Versicherung an alle Ärzte meiner aktuellen Stadt anfragt, ob ich dort vorstellig geworden bin (dies wäre in der Tat ein Risiko was mir grade eingefallen ist :-/, aber von solchen Massenanfragen, habe ich noch nie gehört). Das ein Besuch nicht bekannt wird, haben mir sogar zwei Ärzte unabängig voneinander so gesagt (privat und Kassenarzt). Hier möchte ich nochmal positiv hervorheben, dass diese Leute nicht als erstes an das Risiko denken Beihilfen von Straftaten zu leisten, sondern einfach helfen wollen. Theoretisch grauzone, praktisch menschlich und akkurat. Meine Meinung.


    Es wurde hier im Thread erwähnt, dass eine Krankheit nicht von heute auf morgen kommt, sondern wächst. Gut, ich sehe hier kein Problem wenn man wegen dem gleichen Thema in einem Vorstadium oder so nicht schonmal beim Arzt war. Aber besser ist natürlich, wenn man reinen Gewissens eine Versicherung bekommt, bei der man sich 100% sicher sein kann dass im Schadensfall auch gezahlt wird und nicht irgendein Spitzel doch irgendwas findet, sodass man zB bei berufsunfähgikeit nichts bekommt.


    Und nochmal kurz zu dem in Frage gestellten Arzt: Ich hab dem Arzt die ganze Story erzählt. Da irgendwas vorzumachen bringt ja nichts. Ich finde es gut, dass sich der Arzt hier auch in die Sicht des Patienten versetzt. Aber das ist natürlich nirgends aufgezeichnet, von daher kann dem Arzt nichts passieren. Rein theoretisch behilft er hier. Aber der Arzt hat auch die Pflicht Menschen zu helfen. Und wenn er befürchtet, dass ich erst nach nem Jahr oder so die Untersuchung mache, weil ich erst Versicherungen abschließen will, und er mir so helfen kann, dann ist das andererseits auch seine Pflicht. Was anderes wäre es natürlich wenn der Arzt mich hier in falsche Sicherheit wiegt, aber dazu kenne ich mich nicht gut genug aus mit Datenschutz, Abrechnungen etc. um zu beurteilen, ob einem potentiellen zukünftigen Versicherer doch von irgendwoher solch ein Arztbesuch auf privatbasis zugeflattert kommt

  • Ich mache hier mal zu, da wir keine Hilfestellungen zu möglichen Straftaten leisten werden!

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