Rendite bei privater Rente richtig berechnet? Hoffentlich nicht....

  • Hallo zusammen,




    ich analysiere gerade meine vor längerem abgeschlossene private Rentenversicherung, da die Beitragszahlung ansteht.


    Ich habe mal mit einer Tabellenkalkulation überschlagen, in wie fern diese sich eigentlich lohnt. Hier ein paar Eckdaten:




    Laufzeit: Dezember 2003 - Dezember 2048


    Beiträge 2003 - 2005: jeweils 886€


    Beiträge 2006 - 2012: jeweils 126,70€


    (Weiterhin 126,70€ pro Jahr)




    Macht eine komplette Einzahlung von 3.546€ bis jetzt.




    Wenn ich bis 2048 weiterzahle, bekomme ich eine vertraglich garantierte
    Kapitalabfindung von 8.953€. Eingezahlt habe ich bis dahin: 7.728€.


    Macht meiner Rechnung nach eine Rendite von jährlich sage und schreibe
    0,345%, gerechnet mit Zinsesverzinsung, also wie auf dem Sparbuch.




    Habe ich da irgendwas übersehen? Wenn ich den Vertrag richtig durchblickt habe, wäre das ja geradezu lächerlich niedrig!?


    Wär es dann nicht besser den Vertrag zu kündigen, und auf einem Tagesgeldkonto anzulegen?




    Vielen Dank im Voraus für eure Tipps!

  • Nabend,


    welche Form des Todesfallschutzes ist mit vereinbart? Wie berücksichtigen Sie die Überschüsse die bislang (und zukünftig) anfallen?


    Möglicherweise sehr nachteilig ist die mutmaßliche Beitragsreduzierung, da sich ein Großteil der Kosten auf die ursprünglich kalkulierten Beiträge beziehen.


    Grüße
    CM

    Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!

  • Hi Cassiesmann,


    "Aktuelle Leistung im Todesfall"
    Gesamte Versicherungsleistung: 3.612€, davon 3.504€ aus Beitragsrückgewähr. Also nicht wirklich spektakulär.


    Ich habe die "mögliche Gesamtleistung" bewusst ignoriert, da wenn es hart auf hart kommt, eh nur der garantierte Wert gezahlt wird. Die aktuelle "mögliche Gesamtleistung" beträgt 10.831€.


    Die ersten drei Jahre war eine Dynamik und BU inklusive, welche ich aber dann gekündigt hatte, Jahresbeitrag waren über 1.200€. Das war zu viel des Guten.
    Nichts desto trotz waren ja jeweils über 800€ in die Rente geflossen.

  • Hallo Zukunftsrentner,


    eine Lebensversicherung ist nicht DAS Vorsorgeinstrument. Dies EINE Altersvorsorgeprodukt gibt es garnicht. Es ist aber EINE Möglichkeit der Altersvorsorge. Altesrvorsorge sollte auf mehreren Beinen stehen.
    Bei der Planung der Altersvorsorge sollte man auch den Zeitpunk NACH Rentenbeginn eingehend betrachten.


    Die Mathematik sollte aber hinkommen. Nicht garantierte Überschüsse hin oder her, Private Lebens- & Rentenversicherungen sind von der Rendite her nicht der Brüller. Aber man bedenke, auch andere Anlageformen verursachen Kosten, die eventuell, weil sie später anfallen, sogar höher zubuche schlagen.


    MfG
    Framal

  • Hallo,


    wenn nur nach einem Zeitpunkt X ein Beitrag entnommen werden soll, ist ein Sparvertrag wahrscheinlich der bessere Weg. Wie der Name schon sagt, ist das Ganze so konzipiert, dass nach Ende der Beitragszahlung eine Rente gezahlt wird. Und dann beginnt erst der Versicherungsaspekt. (Das hat aber nichts mit der schlechten Rendite tun.)


    Wie schon Cassiesmann richtig erkannte, liegt das an dem zu hohen Abschluss und der folgenden Reduzierung. Es wurden Abschlusskosten für die hohe Rente abgezogen, damit sind grob die ersten zwei - drei Jahresbeiträge futsch. Wenn in die Tabelle nur die Beiträge ab 2006 eingetragen werden, sieht die Welt schon anders aus. Damit sollte man der garantierten Verzinsung näher kommen.


    Bei einer Kündigung jetzt gibt es nicht etwa die Todesfalleistung, d.h. die eingezahlten Beiträge zurück. Davon werden dann weiter die gezahlten Abschlusskosten abgezogen. Daher ist die Kündigung auch keine gute Alternative.


    Bei einem Vergleich mit anderen Anlageformen muss man schon die Gewinnbeteiligung mit einrechnen. Mit der aktuellsten Hochrechnung. Denn wenn die Hochrechnung nicht gehalten werden kann, liegt es daran, dass auch andere Anlagen weniger abwerfen.


    Diese Versicherung wird wegen des Abschlusses vor 2006 steuerfrei ausgezahlt, bei Bankanlagen ist das nicht der Fall.


    Das alles muss in einen Vergleich einfliessen.


    Wir hoffen nur für Sie, dass Sie inzwischen woanders eine BU haben.


    Viel Glück


    Barmer

  • Hallo,


    zu diesen Zeitpnkt dürfte es tatsächlich noch so gewesen sein, dass in den ersten Jahren recht hohe Kosten angefallen sind. War halt damals aufgrund der echt hohen Laufzeit so. Die Beitragsreduzierung tut das übrige dazu, da es nur wenige Gesellschafften gibt, die dann die Kosten anpassen! DIE KOSTEN FÜR DIE BU SOLLTE MAN AUCH NICHT VERGESSEN!!! Klingt als wäre da eine recht hohe BUR abgesichert gewesen?!?


    Aber jetzt mal im ernst..ja es wäre besser 126 € / Jahr auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Was willst du damit erreichen???? 12 Euro Jahresrente in einer Versicherung um deine Rentenlücke zu schliessen??? Eine ehrliche Einschätzung? - Das bring nix bei ner Versicherung..und um es auch vorweg zu nehmen...auch da kannst du keine wunder erwarten. Wenn du da Kontoführungsgebühr oder sonstwas hast, dann ist es auch ne 0 auf 0 Rechnung...


    Fonds..nein, da fressen dich die Managementgebühren auf...Bausparer..nein, die Gebühr wird zu hoch für ne ordentliche Rendite. Geb die 10 Euro pro Monat einfach aus! ;)

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