Alte (Unfallfolgen) behalten oder neue (Schwerhörigkeit) abschließen?

  • Hallo zusammen,


    ich bin Student im letzten Jahr. Ich habe aktuell eine BU von der Allianz. Versicherungsabschluss 2018, versicherte Rente (nur) 1250, monatlich zahle ich dafür 65.

    Das ist u. a. deswegen so teuer, weil ich die BU aus einer BU-Rürup-Kombi rauslösen konnte. Diese Kombi wurde mir von MLP vertickt, die Verbraucherzentrale hat mir aber dazu geraten, das zu trennen.

    Ich hatte 2009 einen Unfall mit Schädelhirntrauma und bin einseitig ertaubt (mittlerweile mit Cochlea-Implantat), also wurden Unfallfolgen ausgeschlossen und alles, was ursächlich darauf zurückzuführen ist.

    Bereits 2010 oder 2011 hatte ich einen Hörsturz, komischerweise führte das bei der Allianz nicht zum Ausschluss des Gehörs), 2020 noch einen und seitdem trage ich Hörgerät. Auf der Suche nach einer Versicherung ohne Ausschluss "Unfallfolgen" ist ein Makler fündig geworden und zwar bei der Basler. Die würden die Beeinträchtigung der Hörfähigkeit beider Ohren als BU-Grund ausschließen.

    Mit 60 Euro Beitrag bei 2000 versicherter Rente wäre sie erheblich günstiger.


    Was dafür spricht, die aktuelle Allianz-Versicherung zu behalten:


    - Unfallfolgen schließt nicht unbedingt das hörende Ohr ein, da der erste Hörsturz m. E. nicht auf den Unfall zurückzuführen ist (der zweite erst recht nicht) - der neue Makler meinte allerdings, die Allianz würde da wohl schon irgendeinen Zusammenhang konstruieren können. Allerdings frage ich mich, ob die Allianz das implizit als Unfallfolge sieht, sonst hätten sie das Gehör doch bestimmt explizit ausgeschlossen? In den Arztberichten steht immer "Innenohrschwerhörigkeit", also keine Hirnschäden....


    - Unfallfolgen sind jetzt, nach fast 15 Jahren, schwerer nachzuweisen.



    Was spricht für die Basler?


    - Höhere Rente, niedrigere Beiträge


    - "Nur" Gehör ist ausgeschlossen. Ich habe zwar Epilepsie, aber schon seit Jahren keinen Anfall mehr (dank Medikation). Das Gehör scheint mir der wahrscheinlichste Grund für eine mögliche Berufsunfähigkeit. Allerdings lässt sich in "Unfallfolgen" wohl mehr hinein interpretieren (u. U. auch psychische Krankheiten, bei der Basler ist der Ausschluss ja viel enger definiert.


    Ich kann die Situation extrem schwer einschätzen. Gibt es Dinge, die ich nicht bedenke oder die mir bei der Entscheidung helfen könnten?


    Edit: Wäre es eine Möglichkeit, vorübergehend beide parallell laufen zu lassen und in ein paar Monaten, wenn ich ein Gespräch bei der Verbraucherzentrale habe, die schlechtere Variante wieder zu kündigen?

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