Wird der Betrieb weiterhin die Versicherungssumme zahlen?

  • Guten Abend,


    Meine Frage findet sich hier, ich habe sie schon einmal gestellt und wollte nicht wieder alles kopieren und einfügen: https://forum.allianz.de/servi…versicherungssumme-zahlen


    Bitte auch meine Antwort unter meinem einem eigentlichen Beitrag beachten. Die MitarbeiterInnen von der Allianz waren leider nicht allzu hilfreich, aber es ist zugegebenermaßen auch keine leichte Frage.


    Vielen Dank im Voraus.


    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan

  • Die Ines von der Allianz hat schon die richtige Antwort geliefert. Das Thema soll dein Vater mit seinem Arbeitgeber klären.


    Bei 1 Monat Übergangszeit kann das eventuell auch direkt die Personalabteilung klären. Wie z.B. eine Überweisung in 11/2021 von 2 Beiträgen. Lassen wir mal außen vor, dass sich der Anspruch wohl kaum reduzieren wird, wenn ein Monat fehlt.


    Warum sollte die Versicherungssumme nicht gezahlt werden? Würde der Arbeitgeber für den Dezember nichts überweisen, würde der Versicherer bestimmt die Eigenleistung für die Überweisung eines Monatsbeitrages anbieten.

  • VIelen Dank für die Antwort!


    Die Übergangszeit wäre eigentlich nur 1 Tag. Laut Aufhebungsvertrag des Betriebs endet das Arbeitsverhältnis am 30.11.2021. Die Summe der Lebensversicherung wird dann vermutlich am 1. Dezember ausgezahlt, da in den Unterlagen des Vertrag dieses Datum als Vertragsende angegeben wird. Es ist gut vorstellbar, dass "der Versicherer bestimmt die Eigenleistung für die Überweisung eines Monatsbeitrages anbieten" würde, jedoch mit nur einem Tag Pufferzeit würde sich das schwer gestalten, wenn es hart auf hart kommt.


    "Warum sollte die Versicherungssumme nicht gezahlt werden?" - Nun, mein Unmut kommt daher, dass das mit der Lebensversicherung bzw. betriebliche Altersvorsorge (denn dafür ist ja die Leberversicherung da) nicht explizit im Aufhebungsvertrag erwähnt wird. Dort steht nur, dass die tariflichen Bestandteile des Gehalts bis 30.11 weitergezahlt werden, und dann wird das Arbeitsverhältnis enden. Ich hatte die Befürchtung, dass wenn das nicht explizit erwähnt wird, dass die Möglichkeit bestehe, dass die Firma den Betrag nicht zahlt.


    Aber es ist schon richtig, das ist eine Frage, die man vermutlich am Besten direkt mit der Firma klärt. Trotzdem danke für die Antwort!

  • Warum sollte die Versicherungssumme nicht gezahlt werden? Würde der Arbeitgeber für den Dezember nichts überweisen, würde der Versicherer bestimmt die Eigenleistung für die Überweisung eines Monatsbeitrages anbieten.

    Da es schon spät ist und mir auch die Zeit fehlt, immer wieder zu korrigieren, nur damit ein Fragesteller nicht auf „dumme Ideen“ kommt, nur kurz:


    Bei allem Respekt:

    Was für einen Unsinn verzapfen Sie hier (schon wieder)?


    Erstens sprechen wir hier über einen Jahresbeitrag, nicht über Monatsbeiträge!


    Zweitens kann man nicht „einfach mal so“ Beiträge aus eigener Tasche in eine Direktversicherung nach Paragraph 40b EStG überweisen.


    Dies erfordert mindestens eine Änderung der Versicherungsnehmereigenschaft und birgt, je nach Vertragskonstellation, unter Umständen weitere Problematiken.

    Für detaillierte Informationen empfehle ich das Studium des Betriebsrentengesetzes. Gefühlte Dauer bis zum Verständnis: circa zwei Jahre.


    Die versicherte Person, also der Vater, sollte sich vom Arbeitgeber schriftlich bestätigen lassen, dass der Novemberbeitrag als Jahresbeitrag gezahlt wird. Das kann ja nicht so schwierig sein.


    Sofern dies aber nicht möglich ist (ergo keine Zahlung), sollte der Vertrag zum 01.11. 2021 beitragsfrei gestellt werden und dann zum 01.12 .2021 wie geplant ausgezahlt werden.


    Die Nichtzahlung des Jahresbeitrages per November 2021 hätte keine steuerlichen Auswirkungen. Die Mindestlaufzeit über zwölf Jahre wird durch die oben genannte Beitragsfreistellung ebenso wenig berührt wie die (erfolgte) Zahlung von mindestens fünf Jahresbeiträgen.


    Die bislang erwartete Ablaufleistung vermindert sich natürlich entsprechend.


    Allerdings vermute ich etwas völlig anderes:


    Dem Vater steht der Jahresbeitrag November 2021, welcher vermutlich für den Zeitraum November 2021 bis November 2022 gilt, gar nicht mehr zu.


    Ab Dezember 2021 ist das Arbeitsverhältnis schließlich beendet und somit dürfte ein Anspruch auf eine weitere Einzahlung im November 2021 höchstwahrscheinlich sowieso entfallen und die Auszahlung erfolgt dementsprechend dann im Dezember 2021.

  • Schau Dir mal bitte § 3 Nr. 63 Satz 3 EStG an.


    Warum? Weil Sie in Ihrer Wissens- und Erklärungsnot jetzt der Annahme sind, dass die

    vom TE angefragte Zahlung für November 2021 gar kein Gehaltsbestandteil, sondern plötzlich eine

    Abfindungszahlung ist? So so....


    Wie kommen Sie denn bloß darauf? Die Fragestellung des TE lässt nicht im Ansatz darauf schließen.


    Aber selbst wenn, wäre ihre Aussage wieder einmal nicht korrekt.


    In diesem unwahrscheinlichen Fall käme dann §40b EStG alte Fassung i.V.m. §52 EStG zum tragen.


    Hier ist zu beachten, dass sich der Arbeitnehmer aber bis zum 30.05.2005 gegenüber seinem Arbeitgeber

    erklärt hat, auf die Steuerbefreiung der Beiträge nach § 3 Nr.63 EStG zu verzichten und sich somit lebenslang

    für die weitere Anwendung des § 40b EStG a. F. entschied.


    Davon ist hier auszugehen, da im Regelfall die Fortführung der Pauschalbesteuerung der Beiträge nach § 40b EStG

    a.F. für den Arbeitnehmer die günstigere Variante darstellt, weil die Versicherung nur in diesem Fall steuerfrei ausbezahlt wird.

    Gleiches hat der TE in seiner Fragestellung auch erwähnt.


    Eine steuerfreie Vervielfältigungsmöglichkeit einer bspw. Abfindungszahlung bei vorheriger Pauschalversteuerung

    der Beiträge bis zu 1752 € p.a. ist bzw. war also im Gegensatz zu "Ihrem" §3 Nr.63 Abs. 3 EStG gar nicht

    vorgesehen. Vereinfacht ausgedrückt: Regelung Direktversicherung "alt vs. "neu" ab 2005.


    Allerdings hat sich der Gesetzgeber hier bei der Anwendung der steuerfreien Vervielfältigungsregelung für das

    Prinzip der Gegenrechnung entschieden.


    Die vervielfältigte Pauschalbesteuerung für "alte" Direktversicherungsbeiträge aus Anlass der Beendigung des

    Arbeitserhältnisses kann dann somit wie bei laufenden Beitragszahlungen im Rahmen der Übergangsvorschrift

    gemäß §52 EStG gewählt werden. Hier kommt dann noch je nach Vertragsverlauf ein Abzug von 6 oder 7 gezahlten

    und pauschal besteuerten Jahresbeiträgen zum Tragen.


    Das ganze ist aber auch egal, da es in diesem Thema zu 99% nicht relevant ist und Sie vermutlich auch nur noch "Bahnhof" verstehen.


    Um es höflich auszudrücken: Sie wissen nicht im Ansatz, wovon Sie hier schreiben, verunsichern

    schlimmstenfalls den Fragesteller noch mehr und machen sich eigentlich nur noch zum Gespött.


    Punkt.

  • Liebe/r Fairsichert,


    Sie lagen goldrichtig. Nach einer Chat-Unterhaltung und einem Telefonat mit der Allianz heute, wurde mir und meinem Vater mitgeteilt, dass der Beitrag im November 2020 der letzte war, und im November 2021 kein Beitrag mehr zu entrichten sei.


    Daher, vielen Dank für die Auskunft!

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