Erhöhung Krankentagegeld abgelehnt

  • Hallo zusammen,
    ich bin seit 20 Jahren als Selbstständige in der PKV (AXA) krankentagegeldversichert. Zwischenzeitlich habe ich es verpasst, mich um die Erhöhung des Krankentagegelds zu kümmern, wollte auch gerne eine kürzere Frist als 42 Tage Wartezeit und hatte nun eine Anfrage an den Versicherer gestellt. Mit folgender Begründung wurde die Erhöhung abgelehnt:


    "Da Ihre Gehaltserhöhung länger laIs zwei Monate zurückliegt, haben wir vorab bereits eine Gesundheitsprüfung vorgenommen. In einem solchen Fall sehen wir in unseren Unterlagen nach, wegen welcher Diagnosen Leistungen in Anspruch genommen wurden. Danach können wir Ihnen schon jetzt mitteilen, dass wir das Krankentagegeld nicht erhöhen werden.
    Wie kommt es dazu? Auch bei gewünschten Erhöhungen oder Erweiterungen von Versicherungsschutz machen wir uns ein Bild vom Gesundheitszustand -womit wir diesen nicht als solchen beurteilen - sonder ausschließlich mögliche Leistungen. Wir schätzen damit ein, ob das Verhältnis zwischen Beiträgen und Leistungen
    nachteilig beeinflusst werden kann.
    Manchmal führt dies zu dem Ergebnis, dass wir den Versicherungsschutz nicht übernehmen und das ist auch hier im Umfang der Erhöhung des
    Krankentagegeldes um die Gehaltserhöhung der Fall. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Ihr Krankenitagegeld besteht natürlich unverändert weiter wie bisher."


    Nachvollziehen kann ich das, ist ja schließlich meine eigene Dummheit...


    Meine Frage nun: Hat hier jemand Erfahrungen damit, ob es in einem solchen Fall überhaupt noch eine Möglichkeit gibt, das Krankentagegeld noch zu erhöhen und die Wartefrist zu verkürzen!? Jetzt aktuell ist es nicht das Thema, aber ich befürchte, wenn ich vor dem Eintritt ins Rentenalter (immerhin noch ca. 9 Jahre) mal längerfristig krank werde, ich mit dem jetzigen Krankentagegeld zum Sozialfall werden könnte.


    Vielen Dank schon mal für Tipps.

  • Moin,


    zunächst mal: Axa handelt korrekt. Ist zwar nicht schön, aber der Versicherer hat bei jeder Risikoerhöhung(=Verkürzung der Karenzzeit / Erhöhung der Versicherungssumme) das Recht, seine Entscheidung (machen wir den Deal oder nicht) von einer Gesundheitsprüfung abhängig zu machen.
    Hier greift Axa auf die Ihnen vorliegenden Daten zu und sagt schonmal: NEIN


    Welche Möglichkeiten gibt es, zu reagieren?


    a) ist eine Verkürzung der Karenzzeit nur selten wirtschaftlich sinnvoll! Der Beitrag steigt erheblich an und der erzielbare Vorteil hält sich in Grenzen: bei z.B. KT28 statt 43 z.B. sind es 15 Tage Mehr/Früher Leistung. Ist also in der Summe überschaubar.
    Bei noch kürzeren Karenzzeiten sieht es nicht anders aus. Alternativ-Strategie: Eingesparte Beiträge konsequent einer Liquiditätsreserve zuführen, um daraus ggfls. die 15 Tage zu decken.


    b) abwarten, wann Axa die nächste Tagegelderhöhung im Bestand OHNE Gesundheitsprüfung durchführt und zuschlagen, bzw. prüfen, wann gem. Vertragsbedingungen eine solche Erhöhung ohne GP erfolgen kann.


    c) evtl. kann man bei anderen PKV Anbietern ein KT mit vereinfachter oder sogar ganz ohne Risikoprüfung zusätzlich abschliessen - aber aufpassen:
    - oft gibt es das nur für gesetzlich Krankenversicherte
    - muss Axa bei Abschluss einer solchen zusätzlichen Krankenversicherung informiert werden
    - sind meistens Wartezeiten integriert


    Zusammfassung: Nix für DIY (Do It Yourself)

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