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Mittwoch, 14. September 2011, 14:02

Wechsel GKV zu PKV Sonderkündigungsrecht durch Statuswechsel

Grüßt euch,

ich habe ein paar Fragen bzgl. Sonderkündigungsrechte bei einem Statuswechsel. Erstmal zur Vorgeschichte:

Im Jahr 2006 hab ich mich selbstständig gemacht als Nebentätigkeit. Während meines Studiums war ich als
Student versichert (nicht mehr über die Familienversicherung), dessen Endzeitpunkt nun der 01.10.2011 ist.
Da ich als Haupttätigkeit nun meine Freiberuflichkeit aufnehme macht auch ein Wechsel in die PKV Sinn.
Leider ist es etwas knapp für den Wechsel was mich vor ein Problem mit den Künfigungsfristen stellt.
Mir wurde allerdings von einem Berater folgendes erklärt:

Das Ende meiner Studentenversicherung mit Haupttätigkeit Student (zum 01.10.2011), mit meiner zukünftigen
Haupttätigkeit Freiberufler, stellt einen Statuswechsel dar, der am 01.10.2011 vollzogen wird. Ich kann entweder
davor eine PKV abschließen zum 01.10.2011 ohne jegliche Kündigungsfristen (was zeitlich nicht mehr möglich ist
auf Grund von Einarbeitung und Urlaub) oder noch im selben Monat der Statusänderung (01.10.2011 - 31.10.2011) zu einer
PKV wechseln was dann rückwirkend zum 01.10.2011 gilt oder direkt am 01.11.2011 anfangen kann.

Meine Idee war, diese Woche zur GKV zu gehen und die weitere freiwillige Versicherung abzuschließen ab dem 01.10.2011
und am 03.Oktober wenn ich aus dem Urlaub wieder komme und Zeit habe in die PKV zu wechseln (vor dem 31.10.2011).

Geht das so? Oder gelten in diesem Fall trotzdem die 2-3 Monate Kündungsfrist unabhängig vom
sog. Statuswechsel? Meine GKV ist die AOK By.

Ich würde mich sehr über eine Antwort und Beihilfe freuen!

Noch einen schönen Tag,

Daniel

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 621

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Mittwoch, 14. September 2011, 23:31

Der sog. Statuswechsel geistert seit Jahrzehnten als Grund zur sofortigen Kündigung durch die Köpfe von Versicherungsvermittlern, aber nicht jeder Statuswechsel gibt das her.

Wenn Sie als Student noch pflichtversichert sind (ich vermute: nein), endet diese Versicherungspflicht mit dem Ende des Studiums, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Dann haben Sie die freie Wahl zwischen GKV und PKV. Ich würde dann nicht erst zur AOK gehen (siehe nächster Absatz), sondern baldmöglichst eine PKV per 1.10. abschließen (in dem Rahmen gaht das auch rückwirkend). Für den Fall einer Ablehnung oder eines medizinischen Problems in der Zwischenzeit können sie immer noch per 1.10. die freiwillige Versicherung beantragen. Nicht ganz fair, aber üblich.

Sind Sie aber schon freiwillig versichert, ist die Kündigungsfrist einzuhalten, d.h. frühestens zum 1.12. geht eine PKV.

Das mit der PKV haben Sie gut überlegt ?

Gruss

Barmer

3

Donnerstag, 15. September 2011, 08:58

Vielen Dank für die Anwort Barmer! Leider ist für mich noch nicht ganz klar ob ich nun pflicht- oder freiwillig versichert bin. Das klärt sich aber heute Mittag in einem Gespräch mit der AOK.
Das mit der PKV hab ich mir eigentlich gut überlegt. Natürlich ist das "gut" abhängig von den Informationen mit denen man mich gefüttert hat. Auf Grund des Burttoeinkommens
würde ich sonst immer den Höchstsatz von 654 € bezahlen, was bei den jetzigen 3 Monaten bis Jahresende doch eine gute Summe ergibt. Gehe auch nur selten zum Arzt da ich nicht
wirklich oft Wehwehchen habe. Die Kosten für die PKV kann ich im Vorraus zur Seite legen für mindestens ein Jahr. Mir wurde selbst von einem AOK Berater empfohlen in meinem
Fall lieber in die PKV zu wechseln (er würde es auf jeden Fall machen).

Falls das mit meiner Freibrufleichkeit nicht mehr klappen sollte auf Grund der vll. zukünftigen Wirtschaftslage, würde ich zusehen ein Angestelltenverhältnis einzugehen, wodurch ich
wieder verpflichtet wäre in die GKV einzutreten und somit der Vertrag mit der PKV gekünfigt wird (so der Informationsstand bei mir... Berichtigung/Bestätigung wäre klasse!). Mein
Jahreseinkommen wäre hierbei sicherlich unter 49 000 €. Zudem steht vll. noch ein 1jähriger Auslandsaufenthalt bevor in 14 Monaten. Mir wurde dazu berichtet das in diesem Fall
eine Kündigung der PKV ebenfalls möglich wäre.

Im Moment sehe ich also an der Sache keine großen Nachteile. Der Mindestbeitrag den ich monatlich (mit Härtefallreglung) abtreten müsste bei der AOK wären 250 €. Der Rest wird
dann zum Jahresende berechnet und in Rechnung gestellt. Daher liege ich bei meinen monatlichen Fixkosten mit der PKV auch nicht wesentlich höher als in der GKV. Mein Geburtsjahr
mit 1985 ist auch noch gut.

Grüße

Daniel

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 621

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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4

Donnerstag, 15. September 2011, 20:11

Argumentation verstanden,

2 Hinweise:

- wenn das mit dem Wechsel ins Angestelltenverhältnis nicht sofort klappt, zahlen Sie zu. Als ALG II - Empfänger bleiben Sie privat versichert.

- PKV kann beendet werden bei Wegzug ins Ausland oder auch bei Pflichtversicherung im Ausland. Nicht einfach so wegen Weltreise o.ä.

Gruss

Barmer

5

Donnerstag, 15. September 2011, 20:58

Wiedermal Danke für deine Antwort mit Hinweisen. Mit dem ALG II wurde ich von einem Berater "falsch" beraten.. Habs auch noch mal mit Google versucht und kam zu dem gleichen Ergebnis.
Der Staat kommt nur für einen Basistarif auf, nicht aber für die volle Höhe. Ein Pflicht für die gesetzliche Krankenversicherung liegt nicht vor. Soweit sollte es allerdings definitiv nicht kommen!
Das mit dem Ausland wurde mir heute auch so berichtet. In Neuseeland besteht zudem keine Pflichtversicherung (auch nicht im Rahmen eines Work & Travel Visums).

Bei der AOK kam nun raus:
- Ich kann direkt zum 01.10.2011 kündigen
- Trotz Kündigung ist die AOK verpflichtet bis zu 4 Wochen rückwirkend zu versichern

Also steht dem Wechsel soweit nichts entgegen.

Ich wünsche noch einen schönen Abend!


Grüsse

Daniel

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