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Donnerstag, 18. August 2016, 20:55

Entscheidung PKV oder GKV bei Beginn des Studiums

Guten Abend!
Unsere Tochter beginnt ihr Studium. Bisher ist sie über ihren verbeamteten Vater privatversichert (Beihilfe und Debeka). Nun stehen wir vor der Frage, ob sie die PKV über den Vater beibehält oder in die GKV wechselt. Der Wechsel in die GKV (Studententarif von 80 Euro) wäre für uns erheblich teurer als der Verbleib in der PKV, da sich auch der Beihilfetarif meines Mannes durch den Wegfall eines Kindes reduziert. Hinzu kommen die besseren Leistungen der PKV, die unsere Tochter weiter in Anspruch nehmen könnte.

Nun gilt es Für und Wider abzuwägen!

Das Hauptrisiko scheint aus unserer Sicht ein Übergang in die GKV nach Ende des Studiums. Laut Debeka ist ein Wechsel in die GKV nach dem Studium nur durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung möglich. Im Falle eines unbezahlten Praktikums oder einer Zeit ohne Job nach dem Studium müsste sie also in der PKV bleiben und den vollen Beitrag zahlen, denn der Studentenstatus besteht ja nicht mehr.

Nach meiner Recherche ist diese Auskunft aber nicht ganz richtig. Denn die Befreiung von der Versicherungspflicht, die unsere
Tochter beim Verbleib in der PKV beantragen würde, gilt nicht mehr, sobald der für die Befreiung maßgebliche Tatbestand (in diesem Fall ein
Studium/die Immatrikulation) nicht mehr besteht. Demnach hätte unsere Tochter nach Beendigung des Studiums/Exmatrikulation die Möglichkeit von der PKV in die GKV zu wechseln.
Ist das richtig?

Welche Vor- und Nachteile haben GKV bzw. PKV in diesem konkreten Fall?
Gibt es weitere Dinge, die wir beachten müssen?
Für Empfehlungen zu diesem Sachverhalt bin ich sehr dankbar!!

Barmer

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2

Donnerstag, 18. August 2016, 22:10

Hallo, die Entscheidung will in der Tat wohl überlegt sein.

Es ist zwar richtig, dass die Befreiung mit Ende des Studiums erlischt. Aber da die GKV keinen freiwilligen Beitritt kennt (Ausnahme folgt), ist gleichwohl eine versicherungspflichtige Beschäftigung erforderlich. Ausnahme: Bei sofortigem Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze nach dem Studium ist ein freiwilliger Beitritt möglich.

Sehr häufig vertreten in diesem und anderen Foren ist auch der Fall, dass das Studium nicht bis zum Ende der Kindergeldberechtigung (=25) abgeschlossen wird und die Beihilfe wegfällt. Die (ca.) Verfünffachung der Prämie (da 100% versichert werden müssen) ist dann ziemlich heftig.

Ist Ihre Tochter noch unter 21 ? Dann kommt ohnehin jetzt wahrscheinlich in der PKV noch die 2.Kinderumstufung mit Beitragserhöhung auf Sie zu.

Und noch ein kleiner Irrtum Ihrerseits: Die Ansprüche an die Beihilfe bleiben bestehen und das Kind zählt auch dort weiter. Eine finanzielle Änderung bei den anderen Personen ist nicht zu erwarten.

Viel Glück

Barmer

3

Donnerstag, 18. August 2016, 22:42

Vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Dazu noch ergänzende Fragen:
Das heißt also, dass unsere Tochter nach Ende des Studiums im Grunde doch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung braucht, um aus der PKV raus zu kommen? Eine Exmatrikulation und Wartezeit von 1 Monat und 1 Tag, die stellenweise im Internet als Voraussetzung für den Wechsel in die GKV beschrieben wird, reicht also Ihre Ansicht nach nicht aus?

Unsere Tochter ist 18. Ich hoffe daher doch sehr, dass das Studium bis 25 beendet ist. Aber sicher ist das gerade zu Beginn des Studiums natürlich nicht - schließlich ist auch ein Studienfachwechsel o.ä. immer irgendwie möglich. Für diesen Fall bietet die Debeka ab 25 Jahren einen Studententarif in Höhe von derzeit 99 Euro an.

Was ist mit der 2. Kinderumstufung gemeint?

Warum ändert sich der Beihilfesatz meines Mannes Ihrer Ansicht nach nicht? Dies wurde uns von der Debeka so angekündigt. Hat dies mit dem weiterhin bestehenden Kindergeldanspruch für unsere Tochter zu tun?

Schon jetzt Danke für Ihre Antwort!

4

Donnerstag, 18. August 2016, 23:01

Ich würde in der GkV bleiben. Ein Studium verläuft selten so, wie man sich das wünscht, und dann steht mit dem 25. Lebensjahr viel Ärger ins Haus - denn 6 bis 7 Jahre für ein Studiem sind, auch, wenn es viel scheint, wirklich nicht viel Zeit. Das sind 12 -14Semester, die Regelstudienzeit für die meisten Fächer beträgt 10, die durchschnittliche Studienzeit 11 Semester. Ich wäre sehr vorsichtig, sich wegen 40 Euro im Monat und etwas besseren Leistungen in einem Alter, in dem man sie vermutlich eh nicht wirklich braucht, ohne Not aus der GkV rauszuziehen. Ein sozialversicherungspflichtiger Job wäre dann unumgänglich, und käme der nicht in Betracht, weil sie etwa in der entscheidenden Phase ihres Studiums ist, winkt im Schlimmstenfall der Nottarif der Pkv. Außerdem dürfte sie ja rein gesetzlich gar nicht sozialversicherungspflichtig tätig sein, weil sie die Stundenzahl überschreitet, die neben einem Studium zulässig ist.
Sie kommt immernoch sehr einfach in die PkV, wenn sie es später mal will.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Toronto« (18. August 2016, 23:03)


Barmer

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5

Freitag, 19. August 2016, 08:02

Was ist mit der 2. Kinderumstufung gemeint?

Warum ändert sich der Beihilfesatz meines Mannes Ihrer Ansicht nach nicht? Dies wurde uns von der Debeka so angekündigt. Hat dies mit dem weiterhin bestehenden Kindergeldanspruch für unsere Tochter zu tun?
Die Beiträge der PKV machen mit Erreichen des 16. und des 21. Lebensjahres einen Sprung, der gerade bei Frauen deutlich ausfällt. (Ich vermute, Sie haben noch einen Bisex-Tarif ?)

Die Berücksichtigungsfähigkeit hängt letztlich an den Regeln für das Kindergeld und hängt nicht davon ab, wo wieviele Personen versichert sind. Sie behalten auch bei GKV-Mitgliedschaft den Beihilfeanspruch für manche Leistungen, die die GKV nicht zahlt. (Details hängen vom Bundesland ab.)

Viel Glück

Barmer

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6

Freitag, 19. August 2016, 08:07

Eine Exmatrikulation und Wartezeit von 1 Monat und 1 Tag,
Hallo nochmal,

diese Zeit wird genannt, um den Wegfall der Befreiung bei Unterbrechung zu begründen. Zum Beispiel bei einem Wechsel von Bachelor zu Master, wo dann eine neue Versicherungspflicht entsteht. Aber auch hier ist ja dann eine Versicherungspflicht nötig, um in die GKV zu kommen.

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