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Samstag, 29. August 2015, 15:29

Versicherungswechsel bei Auslandsaufenthalt

Hallo ihr,

ich melde mich bei euch weil ich mich versicherungstechnisch wenig
auskenne und auch das durchforsten des www und dieses Forums mir nicht
genügend Aufschluss geben konnten.

Folgende Situation:

Ich bin gerade 25 geworden und bis Ende dieses Kalenderjahres noch
familienversichert in der privaten Versicherung meiner Eltern, der
Debeka.

Ich habe gerade mein Bachelorstudium in den Niederlanden abgeschlossen,
bin bis zum 31. August, also bis übermorgen, noch im Studentenstatus.
Mit einem Masterstudium will ich eigentlich erst in einem Jahr, also im
Wintersemester 2016 anfangen, die 12 Monate bis dahin will ich nutzen,
um ins Ausland zu gehen, zu reisen, hoffentlich das ein oder andere
Praktikum zu machen und evtl auch zu arbeiten, zum Beispiel als
Englischlehrer.

Da ich mich in diesem Bereich wenig auskenne, stand für mich etwas
überraschend ein Vertreter der Debeka vor der Tür, der meinte, dass ich
ab Ende des Jahres nicht mehr über meine Eltern mitversichert sein
könne, aber auch jetzt nicht zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechsln
könne, da ich ja weder noch Student sei, noch ein
versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingehen würde.



Jetzt habe ich im Endeffekt zwei große Fragen an euch.

1.

Gibt es eine Möglichkeit, diesen Wechsel irgendwie zu erzwingen?

Zum Beispiel, in dem ich mich in Deutschland einfach für irgend einen
Studiengang ohne NC immatrikuliere, um damit versicherungspflichtig zu
sein und zu einer GKV wechseln zu können?

Oder Könnte ich über die Auslandsregelung gehen? Eine
Krankenversicherung in den Niederlanden abschließen, ein paar Wochen
dort arbeiten und dann, in Deutschland zu einer GKV wechseln?

Oder würde es irgendetwas bringen mich arbeitslos zu melden, ohne auf Arbeitssuche zu sein?



2. Würde das finanziell für mich überhaupt irgend einen Sinn machen?
Stehe ich als gesetzlich Versicherter nicht-Student inkl. eines
Auslandskrankenschutzpakets denn kostentechnisch besser da als wenn ich
die Private Versicherung einfach beibehalten würde? Der Debeka Vertreter
hat in Aussicht gestellt, dass mein Versicherungsbeitrag im Ausland
wohl bei ca 150 Euro im Monat bei 500 Euro Eigenrisiko liegen würde. Das
ist für meinen Auslandsaufenthalt, vorraussichtlich ohne eigenes
Einkommen, natürlich tödlich, aber gibt es denn überhaupt einen
billigeren Weg über die gesetzlichen Krankenkassen?



Ich hoffe sehr, dass ihr mir irgendwie dabei helfen könnt, etwas Licht
in dieses Dickicht zu bekommen. Mir war nie klar, dass ich mich
versicherungstechnisch in einer solchen Zwangsjacke befinde, nur weil
ich durch meine Eltern in eine Privatversicherung hineingeboren wurde,
und jetzt dummerweise das Ende meiner Familienversicherung mit dem Ende
meines Studiums zusammenfiel.



Liebe Grüße, Julian

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