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antwortsuchend

unregistriert

1

Freitag, 14. August 2015, 20:52

PKV zur GKV-Wechsel nach Exmatrikulation und Beantragung ALG II

Liebes Forum,

obwohl ich auch durch dieses Forum ein paar Antworten bereits gefunden habe, allerdings durch weitere Recherche im Internet noch mehr Verwirrung erhalte - doch insbesonders eben durch drei unterschiedliche Hauptaussagen der in meiner Situation wichtigen Instanzen (Sachbearbeiter ALG II, Außenmitarbeiter GKV und Kundenberater PKV), wende ich mich mit konfusen Kopf an euch.

Zu meiner Situation:
Ich bin 29 Jahre und seit meinem 16. Lebensjahr in der PKV (2002), die ganze Zeit über als Mitversicherte meines Vaters. Seit 2006 als studentische Privatversicherte (weiterhin als Mitversicherte bei meinem Vater).
Nun habe ich mein Studium beendet, bin exmatrikuliert und am dritten Tag nach Exmatirkulation habe ich einen Antrag auf ALG II gestellt, für die nun anstehende Jobsuchezeit.

Und hier fing/fängt das diffuse Stimmenecho/Meinungsverschiedenheiten und das Hin und Her der Telefonie an:
Ich möchte in die GKV wechseln, was ich annahm, wäre automatisch möglich, bei Exmatrikulation, spätestens mit ALG II Antrag.
--> Diese wurde von Seiten der PKV und auch vom Amt verneint.
PKV: es besteht weiter Versicherungspflicht, nur über anderen Tarif als den bis dahin bestandenen Studentischen Tarif, ich darf nicht wechseln.
Sachbearbeiter beim Amt: Das ist egal, sie müssen nur etwas angeben.
Mittlerweile habe ich, u. a. in diesem Forum gelesen, dass laut Gesetz wohl die PKV Recht hat: Man eben nicht automatisch mit ALG II in die GKV fällt.

Allerdings habe ich nach dieser Aussage meine ausgesuchte GKV darüber informiert und dort meinte man, ein Pflichtversicherung besteht und ich kann Mitglied werden. Eine vorläufige Bescheinigung habe ich sogar drei Werktage später bekommen (Mitgliedsdatum ist das Datum nun das Datum der ALG-Antragsstellung beim Amt, also am dritten Tag nach Exmatrikulation).

Nun meine Fragen:
1) Wenn die GKV eine Bescheinigung ausstellt, dass ich in die Pflichtversicherung trete, ist dann die Kündigung bei der PKV gültig bzw. der Bescheid der GKV zusammen mit der Kündigung meines Vaters als Versicherungsinhaber und meiner Kündigung?
2) Wurde die GKV-Mitgliedsbescheinigung fälschlicherweise ausgefüllt und ist somit von Rechtswegen ungültig; muss ich in der PKV bleiben, auch wenn ich ALG II beziehe?

Darüber hinaus frage ich mich:
3) Hätte ich jetzt einen Monat und einen Tag mit dem Antrag auf ALG II nach der Exmatrikulation gewartet, würde ich dann ohne Probleme in die GKV wechseln können?
4) Hat es eine Bedeutung, dass das alles eigentlich über meinen +55 Jahre alten Vater als Versicherungsinhaber läuft und ich "nur" als Mitversicherte seit 13 Jahren (Rücklagen habe ich, soweit ich richtig informiert bin, auch nicht; die gingen an meinen Vater (wenn ich das richtig im Kopf habe..))
5) Wenn ich jetzt in ALG II PKV versichert bin, kann ich dann nochmal frei wechseln, wenn ich einen sozialversicherungspflichtigen Job in Zukunft antrete (Wie das ja sonst wohl eigentlich nach regulärem Studiumsende ohne ALG II Zwischenstation möglich wäre?) - oder ist das quasi so ein Fallstrick der PKV, dass ich durch ALG II einen neuen Tarif bekomme und nach Beendigung von ALG II weiter versichert bleiben muss?

und auch:
6) Reicht es tatsächlich aus, nur einen Monat und einen Tag sozialversicherungspflichtig zu arbeiten (als exmatrikulierter Student), um dann in die GKV zu wechseln?


Ich freue mich über jede Rückmeldung - und überhaupt für die Zeit und Mühe, die sich ein(e) jede(r) nimmt, um mein Anliegen zu lesen und zu beantworten. Es hilft mir ganz ungemein.

Daher jetzt schon einmal: vielen Dank!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »antwortsuchend« (14. August 2015, 20:56)


Barmer

Versicherungsberater

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Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Freitag, 14. August 2015, 22:50

Hallo, eigentlich ist es ganz einfach:

1.) Wer vor ALG II privat versichert war (egal, ob als Student oder nicht, Mitversicherung in der PKV gibt es nicht), bleibt privat versichert. Das Amt zahlt dann einen Zuschuss zur PKV, der nicht immer reicht, und kennt sich oft nicht aus.

2.) Ja, ein Monat sozialversicherungspflichtige Tätigkeit nach der Exmatrikulatuon reicht aus, um in der GKV zu bleiben, eigentlich sogar weniger (das haben aber auch noch nicht alle Kassen drauf). Dafür ist es aber auch noch nicht zu spät. Einfach warten hilft aber nicht und hätte auch nicht geholfen

3.) Der Bescheid der GKV ist falsch. Da wir nicht im Zivilrecht, sondern im Sozialversicherungsrecht sind, kann er auch rückwirkend aufgehoben werden.

Viel Glück

Barmer

antwortsuchend

unregistriert

3

Samstag, 15. August 2015, 09:38

Hallo Barmer,

vielen Dank für die schnelle Rückantwort. Schade nur, dass es wirklich so ist.

Dann muss ich wohl schnellstens meinen Antrag auf ALG II stornieren lassen bzw. auf Bearbeitungsstopp setzen. Denn er läuft (bzw. die Antragsprüfung) seit gestern mit diesen falschen Angaben.. :/ - und dabei habe ich sogar auch schon mit der ersten Maßnahme angefangen, weil ich natürlich bestrebt bin, schnellstmöglich Arbeit zu finden.

Allerdings frage ich mich noch immer, und vielleicht wissen Sie das auch (oder ein anderes Forummitglied), die Frage von vorab Nr. 5:
Durch die Exmatrikulation erhalte ich einen neuen Tarif während ich ALG II beziehe. Wenn ich nun aber aus der Arbeitslosigkeit trete, also nicht mehr ALG II beziehe, habe ich dann die Wahl in die GKV zu wechseln bei Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses?
Normalerweise wäre dies ja nach Studiumsende der Fall, aber dadurch, dass ich ja dann nun diese ALG II Zwischenstation habe und ja auch einen neuen Tarif nehmen muss,verliere ich dann zukünftig auch mein Recht auf diese Wahl des Wechsels?

Mit Dank und Gruß!

Barmer

Versicherungsberater

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4

Samstag, 15. August 2015, 11:11

Guten Morgen,

bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung tritt Versicherungspflicht in der GKV ein, egal, welchen PKV-Tarif Sie seit wann haben. Sofortige Kündigung der PKV ist immer möglich. Und nach Ende dieser Beschäftigung können Sie drin bleiben. ( Voraussetzung: Studium beendet, Befreiung daher gegenstandslos.)

Aber warum wollen Sie den ALG II-Antrag stoppen ?

Gruss

Barmer

antwortsuchend

unregistriert

5

Samstag, 15. August 2015, 12:03

Hallo Barmer,

das beruhigt mich schon einmal, dass der Wechsel zur GKV auch nach ALG II Beziehung und privater Versicherung möglich ist.

Den Antragsstopp würde ich setzen wollen, weil ich nun bei Abgabe der Unterlagen ja meinen vorläufigen Mitgliedsbescheid bei der GKV eingereicht habe, dieser aber ja rechtswidrig ist.
Ich müsste jetzt wohl eher parallel bei meiner PKV einen Antrag zur neuen Tarifermittlung stellen, weil ich ja nicht mehr Studentin bin und das Jobcenter aber einen Nachweis über die monatlichen Versicherungkosten haben möchte.
Das zieht sich ja alles hin..
Ach, das ist schon sehr ärgerlich, dass ständig Falschaussagen aller Intanzen -und auch widersprüchliche Aussagen einer Instanz (PKV)- zu solch einem Hin und Her und Verlängerung führt.. hmpf.

Nun habe ich allerdings zwischenzeitlich überlegt, ob ich nicht in den elterlichen Betrieb, für die Übergangszeit bis zu meinem eigentlich angestrebten Job, einsteige (die Umsetzung, ob das von Seiten des Betriebs bzw. meines Vaters möglich ist, wäre aber erst noch zu klären). [Der Vorteil bei dieser Arbeitsaufnahme, zu allen anderen ist, dass ich flexibel zu Vorstellungsgesprächen könnte, es keine große Einarbeitungszeit bedarf und auch am Ende die Kündigung einfacher/schneller gehen würde, als dies bei einer anderen "einfache Arbeits-Übergangslösung" der Fall wäre - und mich eben zur Antragsstellung veranlasste].

Meine neue Frage ist daher:
Wenn ich Datum X der Exmatrikulation (nach erfolgreich bestandenen Prüfungen) habe, ab welchen Tag Y nach X müsste ich dann einen sozialversicherungspflichtigen Job spätestens aufnehmen/-genommen haben, um den Wechsel von PKV zu GKV vollziehen zu können?
Muss der Übergang "nahtlos" sein?

Viele Grüße!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »antwortsuchend« (15. August 2015, 12:09)


Barmer

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6

Samstag, 15. August 2015, 23:28

Hallo,

Mitglied der GKV werden Sie an dem Tag, an dem Sie den SV-Job antreten, egal ob sofort oder in 3 Jahren,

Bis dahin bleiben Sie PKV-Versichert. Ihre Vorstellung, nach Ende des Studiums gebe es eine Art Wahlrecht, ist irrig.

Ein Arbeitsverhältnis wie von Ihnen beschrieben würde alle Probleme lösen.

Viel Glück

Barmer

antwortsuchend

unregistriert

7

Sonntag, 16. August 2015, 08:36

Ah gut, dann weiß ich Bescheid - und vor allem bin ich nun eine ganze Ecke weiter.
Vielen lieben Dank für die schnelle Hilfe.

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