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  • »spaceflight81« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 11. Juni 2011, 22:08

Als Assistenzarzt in PKV wechseln?

Sehr geeherte Damen und Herren,

ich stehe aktuell vor der Entscheidung evtl. in die PKV zu wechseln. Ich würde mich sehr freuen wenn ich über dieses Forum unabhängige Meinungen für meine Entscheidung erhalten könnte, hierzu möchte ich hier kurz meinen aktuellen Status als Versicherungsnehmer umreißen.

Ich konnte mich bisher nicht wirklich endgültig für den Wechsel in eine PKV entscheiden, weil mir wenn ich ehrlich bin die meisten Versicherungsverkäufer einfach nicht geheuer sind. Vertrauen habe ich in die meisten dieser Zeitgenossen leider nicht, auch meinen aktuellen Makler vertraue ich nur bedingt und möchte mich zu erst informieren bevor ich irgendetwas unterschreibe. Ich möchte niemandem zu Nahe treten, aber ich habe leider schon unlängst Erfahrungen mit schlechten, um nicht zu sagen unterirdischen Versicherungsvertretern gemacht die einen Arzt als "Gans zum Ausnehmen" betrachten.



Bisher habe ich mir lediglich das Optionsrecht auf eine PKV ohen erneute Gesundheitsprüfung bei der Barmenia gesichert. Ich wurde bei der Barmenia zu 100% ohne Auschlüsse anerkannt, da ich bisher kerngesund bis. Mein Einkommen als Arzt liegt aktuell knapp über der Mindestgrenze von 49.500 € pro Jahr. In Zukunft wird mein Gehalt sicherlich weiter steigen und evtl. wird in näherer Zukunft auch eine Selbstständigkeit in einer eigenen Praxis von mir angestrebt. Familienplanung steht aktuell noch in den Sternen, aber mehr als 2 Kinder sollen es wohl nicht werden. Meine Lebensgefährtin ist ebenfalls beruftstätig wird aber aus gesundheitlichen Aspekten von keiner PKV angenommen werden.



Für mich stellt sich nun die Frage ob ich unter diesen Konditionen nun eher in der gestezlichen Krankenkasse (aktuell BARMER GEK) bleiben soll, evtl. bloß eine Zusatzversicherung abschließen sollte oder sogar ganz in die PKV wechseln sollte ?( !?

Was empfiehlt sich am ehesten für mich? Was sind die Pro, was die Contras für den Wechsel in die PKV? Ich bitte um zahlreiche Antworten. Vielen Dank im Voraus :rolleyes: . MfG

Spaceflight

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »spaceflight81« (11. Juni 2011, 22:20)


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2

Sonntag, 12. Juni 2011, 08:49

Als Assistenzarzt in die PKV wechseln

Hallo Spaceflight,

ich denke die Zweifel einen richtigen Ansprechpartner für das Thema PKV zu finden werden auch in diesem Forum nicht ganz ausgeräumt werden können. Ausserdem werden Sie wohl nicht wirklich sich anhand der Antworten Ihren "Königsweg" zusammenstellen können!
Grundsätzlich empfehle ich in Ihrem Falle ein strukturiertes Vorgehen.
1. Was spricht für die GKV (ausser einer Beitragsersparnis, wenn es denn mal wirklich so sein sollte, dass Ihre "Zukünftige" komplett als "Hausfrau zu Hause bleibt....wohl nicht wirklich viel!)? Was spricht dagegen? Selbiges für die PKV
2. Wenn PKV! Wie wähle ich den richtigen Tarif aus? Welche Parameter sind für eine Entscheidung wichtig, welche nicht!!!!!

Testen Sie einfach mal 3 unabhängige Vermittler (hier gibt es Gute und Schlechte).
Auch hier können Sie ganz leicht die Spreu vom Weizen trennen.
Testen Sie einfach nach folgenden Kriterien.
- Macht der Vermittler alle Sparten, kann er wegen der Komplexität der PKV schon fast gar nicht mehr der richtige Ansprechpartner sein (das ist nicht Menschenmöglich!)
- Wenn Sie als Entscheidungskriterien Testergebnisse, Rankigs in sog. Fachzeitschriften....etc. vorgelegt bekommen....sollten Sie wissen, dass es bei derlei Bewertungen nie mit rechten Dingen zugeht (warum würden wohl sonst die Ergebnisse immer unterschiedlich sein!)
- Wenn Sie irgendwelche Bilanzkennzahlen als Entscheidungsparameter (oder auch bisherige Beitragsentwicklungen) ansetzen möchten.....rate ich zur äussersten Vorsicht....Es gibt keinen empirischen Beleg für den Zusammenhang gute Bilanzkennzahlen und gutes Krankenversicherungsprodukt!
- Wichtig für den Verbraucher ist lediglich!
Leistungsinhalt (100 % Kenntnis der Versicherungsbedingungen!!!!) oder natürlich noch wichtiger.... was bedeuten diese Versicherungsbedingungen in der Praxis für mich? Wo liegen die Leistungsausschlüsse? etc.
Leistungsmerkmale. Wie bin ich versichert im Krankenhaus, wie sieht es mit der Höhe Zahnersatz aus? etc.
und last but not least!
Was kostet das Ganze?
Herzlichst
Ihr Hermann Vogl
info@vundp24.de
www.vundp24.de

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Versicherungsprofi

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3

Sonntag, 12. Juni 2011, 09:52

Guten Morgen,



Sie machen sich viele und berechtigte Gedanken über einen Wechsel hin zur PKV. V. a. denken Sie voraus; sollten Sie Kind(er) bekommen, so greift bei Ihnen Folgendes:



"...Da es keine Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenkasse gibt, ist in der PKV für jedes Kind ein eigener Beitrag zu zahlen. Eltern, die unterschiedlich versichert sind, haben die Wahl zwischen den beiden Systemen. Ist der Elternteil mit dem höheren Einkommen in der PKV versichert, und liegt sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat über einem Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze, ist jedoch keine kostenlose Familienversicherung in der GKV möglich. ..."



In Ihrem Fall müssten also Kind(er) relativ sicher ebenfalls PKV versichert werden.



Nun sollte meines Erachtens aber die Wahl einer PKV nur in geringem Maße von den Kosten abhängen - die eigentliche Frage ist doch: "Wie möchte ich im Ernstfall medizinisch behandelt werden?" Und als Ernstfall bezeichne ich grauslige Unfälle, Krebserkrankung, Diabetes mit allen schweren Nebenfolgen etc.... Sie als Mediziner wissen sicherlich mit am Besten, was für unterschiedliche Behandlungsmethoden es gibt und so weiter.



ich persönlich möchte z. B. (Gott bewahre, dass es so weit kommt), bei einer Glioblastom-Erkrankung in der Lage sein, in die USA zu fliegen und von meiner Krankenkasse eine dortige Behandlung voll erstattet zu bekommen. Ich hätte gerne, dass meine KV im Fall der Fälle einen sprachgesteuerten, elektr. Krankenfahrstuhl zu 100% übernimmt und nicht nur bis zu €1.500- dafür bezahlt (wie übrigens die Barmenia). Ich möchte, dass meine KV zu 100% leistet, auch wenn ich bewußtlos aus dem Auto gezogen wurde und der Notarzt mich in eine sog. "gemischte Anstalt" eingeliefert hat.... leider konnte ich ja vor Behandlungsbeginn nicht anfragen, ob meine KV dort für mich leistet. Ich hätte gerne, dass meine KV nach einem Schlaganfall Logopäden und Ergotherapeuten übernimmt, denn ich möchte mir dann Spechen und Laufen nicht selber beibringen müssen - ich möchte auch, dass meine KV alle REHA-Kosten nach meinem Schlaganfall übernimmt - die 6-wöchige REHA für € 600,- pro Tag kann ich nämlich selbst nicht bestreiten.....



Sind das u. a. Punkte, über die Sie informiert wurden? Wieso fiel Ihre Wahl auf die Barmenia? haben Sie sich eine zweite Meinung eines auf KV spezialiesierten Maklers eingeholt?



Fragen Sie den nächsten Makler doch einfach mal, wie § 5 MBKK bei dem tarif geregelt ist, den er Ihnen empfiehlt... kann er daruf gar nciht antworten - nehmen Sie ihm den Kaffee weg und geleiten Sie ihn unfreundlich zur Tür. Kann er Ihnen eine Antwort geben, so lassen Sie sich die Bedingungen des Versicherers schwarz auf Weiß zeigen.



und und und......



Freundliche Grüsse und hoffentlich einige Punkte zum Hinterfragen für Sie eröffnet :)

Thomas Kliem

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4

Sonntag, 12. Juni 2011, 10:24

Ich persönlich möchte z. B. (Gott bewahre, dass es so weit kommt), bei einer Glioblastom-Erkrankung in der Lage sein, in die USA zu fliegen und von meiner Krankenkasse eine dortige Behandlung voll erstattet zu bekommen.

Krankenversicherung, nicht Krankenkasse. Sagen Sie uns dann bitte auch noch die Eintrittswahrscheinlichkeit (in unserem Kulturkreis sind das 2,9 - 3,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner), die sonstigen Bedingungen und Voraussetzungen, die an die Kostenübernahme gebunden sind und fragen Sie den Kunden (zumal, wenn dieser Mediziner ist), ob er sich das wirklich antun will? Das mediane Alter bei Diagnosestellung beträgt 64 Jahre
(!). Dieser Punkt ist eine der manipulativen Fragen, mit denen man den Kunden in eine Richtung schieben kann und wenn man mutmaßlich blind einer bestimmten Beratungssoftware glaubt ohne wirklich tief gehende Kenntnisse im PKV-Bereich zu haben. Nicht das wir uns falsch verstehen: im Rahmen der Beratung muss der Punkt "Ausland / GOÄ" ausführlich besprochen werden. Aber nicht auf diese manipulative Art und Weise)

Ich hätte gerne, dass meine KV im Fall der Fälle einen sprachgesteuerten, elektr. Krankenfahrstuhl zu 100% übernimmt und nicht nur bis zu ?1.500- dafür bezahlt (wie übrigens die Barmenia).

Ich möchte, dass meine KV zu 100% leistet, auch wenn ich bewußtlos aus dem Auto gezogen wurde und der Notarzt mich in eine sog. "gemischte Anstalt" eingeliefert hat.... leider konnte ich ja vor Behandlungsbeginn nicht anfragen, ob meine KV dort für mich leistet.

Auch diese Aussage ist manipulativ und schlichtweg falsch! Der Punkt "gemischte Krankenanstalten" wird gerne falsch ausgelegt. In dem von Ihnen geschilderten Fall können maximal die Regelung zu den Transportmitteln und eine eventuell vorhandene Kilometerbegrenzung und das kleinen Wörtchen "nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus" eine Rolle spielen.

Ich hätte gerne, dass meine KV nach einem Schlaganfall Logopäden und Ergotherapeuten übernimmt, denn ich möchte mir dann Spechen und Laufen nicht selber beibringen müssen - ich möchte auch, dass meine KV alle REHA-Kosten nach meinem Schlaganfall übernimmt - die 6-wöchige REHA für ? 600,- pro Tag kann ich nämlich selbst nicht bestreiten.....
Ich bin auch sehr für eine genaue Analyse der Versicherungsbedingungen. Aber diese manipulative Art der "Beratung" geht mit wirklich auf den Geist.
Man muss einen Kunden nicht komplett verunsichern, um ihn in eine bestimmte Richtung zu schieben.
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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Sonntag, 12. Juni 2011, 15:34

Schon mal Danke.

Zunächst möchte ich mich für die prompten Anworten recht herzich bedanken. Ich sehe schon ,dass ich in diesem Forum an der richtigen Stelle gelandet bin. Interessanterweise sehe ich aber auch, dass selbst unter Fachleuten der übertritt in eine PKV kontrovers diskutiert wird.

Mein aktueller Makler (MLP) hat mir die Barmenia bisher als das Non-plus-Ultra der PKVs angepriesen. Keine Versicherung sei für mich als Arzt besser! Er hat mir allerdings auch Angebote der Alten Leipziger und ich glaube auch Allianz vorgelegt.

Interessanterweise wurde ich in Sachen zahnärztlichem Schutz sehr ausführlich beraten, obwohl ich das ganz ehrlich nicht so 100% brauche, da meine Lebensgefährtin Zahnärztin ist und mir so ziemlich alles außer Implantate für nen Appel und ein Ei machen kann.

Ach ja, der Leistungsumfang einer PKV ist mir sicherlich als Arzt auch wichtig, aber ich muss auch sagen, dass man als Arzt (der ich ja bin!) sicherlich anders zu möglichen Krankheits-Super-GAUs steht, als ein Leihe. Man kann als Makler sicherlich mehr verkaufen wenn man mit den Ängsten der möglichen Versicherungsnehmer koketiert. Ich bin mir aber nicht sicher ob ich bei z.B einem "Glioblastom" noch in der gegend rumfliegen will um eine fast aussichtlose Therapie in den USA durchführen zu lassen. Letztendlich landet man eh irgendwann in der Kiste und maximale Therapie kann auch ein Fluch sein! Überversichern ist einfach nicht mein Ding und ohne Risiko lebt es sich ja auch nicht schön. Dann dürfte man ja auch nicht in einen Flieger einsteigen oder Motorradfahren.

Nun ja, wie finde ich denn z.B. in meiner Stadt einen für PKVs spezialisierten Vertreter der Versicherungszunft? Könnten sie mir evtl. Tipps geben? Mein aktueller Makler verkauft ja so ziemlich alles. Von der BUZ über die KFZ-Haftpflicht bis zumr PKV und Geldanlagen. Wenn ich mir das so recht Überlege ist das ja ziemlich viel. Mein Vater der aus dem Bankengewerbe kommt hat mir auch mal angedeutet, das jemand der alles verkauft sicherlich nicht der Beste sein kann schon aufgrund der Komplexität der verschiedenen Versicherungs- und Bankprodukte.

Thomas Kliem

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6

Sonntag, 12. Juni 2011, 17:24

RE: Schon mal Danke.

Zunächst möchte ich mich für die prompten Anworten recht herzich bedanken. Ich sehe schon ,dass ich in diesem Forum an der richtigen Stelle gelandet bin. Interessanterweise sehe ich aber auch, dass selbst unter Fachleuten der übertritt in eine PKV kontrovers diskutiert wird.

Ja, das liegt in der Natur der Sache, wenn man nur "theoretisch" über die Sache diskutiert und nicht den Dialog mit dem Kunden führt.


Mein aktueller Makler (MLP) hat mir die Barmenia bisher als das Non-plus-Ultra der PKVs angepriesen. Keine Versicherung sei für mich als Arzt besser!

Das wundert mich nicht. Ich hatte in den letzten 12 Monaten gut 20 Neukunden am Tisch oder am Telefon, die MLP als Makler haben bzw. hatten, wie man jetzt sagen muss. Alle (!) hatten Ihre Vollkostenversicherung oder ihre Zusatzversicherung bei der Barmenia. Das kann natürlich Zufall sein, weil eine Zahl von nur 20 Kunden keine Grundlage für eine empirische Untersuchung ist.

Er hat mir allerdings auch Angebote der Alten Leipziger und ich glaube auch Allianz vorgelegt.

Also Hallesche. Oder haben Sie auch über BU gesprochen? Wurden ihnen die grundlegenden Unterschiede (Bedingungen, Kalkulationsgrundlage und Annahmepolitik) erläutert?

Interessanterweise wurde ich in Sachen zahnärztlichem Schutz sehr ausführlich beraten, obwohl ich das ganz ehrlich nicht so 100% brauche, da meine Lebensgefährtin Zahnärztin ist und mir so ziemlich alles außer Implantate für nen Appel und ein Ei machen kann.

Hört sich für mich nach Dialog an...

Ach ja, der Leistungsumfang einer PKV ist mir sicherlich als Arzt auch wichtig,

das "auch" meinen Sie jetzt nicht so beiläufig, wie man es verstehen könnte, hoffe ich zumindest.

aber ich muss auch sagen, dass man als Arzt (der ich ja bin!) sicherlich anders zu möglichen Krankheits-Super-GAUs steht, als ein Leihe. Man kann als Makler sicherlich mehr verkaufen wenn man mit den Ängsten der möglichen Versicherungsnehmer koketiert. Ich bin mir aber nicht sicher ob ich bei z.B einem "Glioblastom" noch in der gegend rumfliegen will um eine fast aussichtlose Therapie in den USA durchführen zu lassen. Letztendlich landet man eh irgendwann in der Kiste und maximale Therapie kann auch ein Fluch sein! Überversichern ist einfach nicht mein Ding und ohne Risiko lebt es sich ja auch nicht schön. Dann dürfte man ja auch nicht in einen Flieger einsteigen oder Motorradfahren.

Das sehen Sie richtig. Daher auch meine Aussage von oben. Sinngemäß haben sich bisher übrigens alle Ärzte geäußert, die ich zum Thema PKV beraten habe. Diese "Leistungspunkte" dienen ausschließlich dazu, Sie zu verunsichern und zu manipulieren.

Nun ja, wie finde ich denn z.B. in meiner Stadt einen für PKVs spezialisierten Vertreter der Versicherungszunft?

Sie können das Internet durchsuchen. Der Makler muss auch nicht zwingend "um die Ecke" sitzen. Die meisten auf PKV spezialisierten Makler beraten auch telefonisch und per E-Mail. Rufen Sie einfach einige Makler an, die Sie über das Internet als für Sie geeignet identifiziert haben. Ebenfalls geeignet sich übrigens auf PKV spezialisierte Versicherungsberater (vermitteln nicht, sondern beraten gegen ein entsprechendes Beratungsentgelt).

Könnten sie mir evtl. Tipps geben? Mein aktueller Makler verkauft ja so ziemlich alles. Von der BUZ über die KFZ-Haftpflicht bis zumr PKV und Geldanlagen. Wenn ich mir das so recht Überlege ist das ja ziemlich viel. Mein Vater der aus dem Bankengewerbe kommt hat mir auch mal angedeutet, das jemand der alles verkauft sicherlich nicht der Beste sein kann schon aufgrund der Komplexität der verschiedenen Versicherungs- und Bankprodukte.

Wobei es schon Gebiete gibt, die sich ergänzen. Wenn sich ein Makler mit der Absicherung von biometrischen Risiken beschäftigt, ist das ein begrenztes Feld, in dem die PKV im Regelfall einen breiten Raum einnimmt. Das müssen Sie aber für sich selber entscheiden.
Thomas Kliem
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Roland Gutsch

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Montag, 13. Juni 2011, 12:16

RND-Nutzer:
Ich persönlich möchte z. B. (Gott bewahre, dass es so weit kommt), bei einer Glioblastom-Erkrankung in der Lage sein, in die USA zu fliegen und von meiner Krankenkasse eine dortige Behandlung voll erstattet zu bekommen.

Krankenversicherung, nicht Krankenkasse. Sagen Sie uns dann bitte auch noch die Eintrittswahrscheinlichkeit (in unserem Kulturkreis sind das 2,9 - 3,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner), die sonstigen Bedingungen und Voraussetzungen, die an die Kostenübernahme gebunden sind und fragen Sie den Kunden (zumal, wenn dieser Mediziner ist), ob er sich das wirklich antun will? Das mediane Alter bei Diagnosestellung beträgt 64 Jahre (!). Dieser Punkt ist eine der manipulativen Fragen, mit denen man den Kunden in eine Richtung schieben kann und wenn man mutmaßlich blind einer bestimmten Beratungssoftware glaubt ohne wirklich tief gehende Kenntnisse im PKV-Bereich zu haben. Nicht das wir uns falsch verstehen: im Rahmen der Beratung muss der Punkt "Ausland / GOÄ" ausführlich besprochen werden. Aber nicht auf diese manipulative Art und Weise)

Auch mir gefällt diese Art der Argumentation überhaupt nicht. Sie hört sich übrigend sehr stark nach einem Referenten an, der zurzeit von mehreren Versicherern und Softwareherstellern gebucht wird und den ich in seiner "Lautsprecher-Art" nur schwer ertragen habe (Nein - nicht TM), als ich ihn zufällig auf einer Veranstaltung hören "musste".



Das wundert mich nicht. Ich hatte in den letzten 12 Monaten gut 20 Neukunden am Tisch oder am Telefon, die MLP als Makler haben bzw. hatten, wie man jetzt sagen muss.
Die Sache mt derBarm**enia und MLP kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das erinnert mich auch an die dort häufig praktizierte "Standard-BU": IMMER Basis-Rente mit BUZ vom Bund, der dem Volk Wohl tun will.


Freundliche Grüße
Gutsch GmbH
Roland Gutsch
Spezialmakler PKV-BU-AV
www.gutsch-gmbh.de
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Philchen

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8

Dienstag, 14. Juni 2011, 11:44

RND-Nutzer:
Ich persönlich möchte z. B. (Gott bewahre, dass es so weit kommt), bei einer Glioblastom-Erkrankung in der Lage sein, in die USA zu fliegen und von meiner Krankenkasse eine dortige Behandlung voll erstattet zu bekommen.

Krankenversicherung, nicht Krankenkasse. Sagen Sie uns dann bitte auch noch die Eintrittswahrscheinlichkeit (in unserem Kulturkreis sind das 2,9 - 3,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner), die sonstigen Bedingungen und Voraussetzungen, die an die Kostenübernahme gebunden sind und fragen Sie den Kunden (zumal, wenn dieser Mediziner ist), ob er sich das wirklich antun will? Das mediane Alter bei Diagnosestellung beträgt 64 Jahre (!). Dieser Punkt ist eine der manipulativen Fragen, mit denen man den Kunden in eine Richtung schieben kann und wenn man mutmaßlich blind einer bestimmten Beratungssoftware glaubt ohne wirklich tief gehende Kenntnisse im PKV-Bereich zu haben. Nicht das wir uns falsch verstehen: im Rahmen der Beratung muss der Punkt "Ausland / GOÄ" ausführlich besprochen werden. Aber nicht auf diese manipulative Art und Weise)

Auch mir gefällt diese Art der Argumentation überhaupt nicht. Sie hört sich übrigend sehr stark nach einem Referenten an, der zurzeit von mehreren Versicherern und Softwareherstellern gebucht wird und den ich in seiner "Lautsprecher-Art" nur schwer ertragen habe (Nein - nicht TM), als ich ihn zufällig auf einer Veranstaltung hören "musste".

Kritik in den eigenen Reihen ? Herr Gutsch, Respekt, dass hätte ich von Ihnen nicht erwartet ;)




Das wundert mich nicht. Ich hatte in den letzten 12 Monaten gut 20 Neukunden am Tisch oder am Telefon, die MLP als Makler haben bzw. hatten, wie man jetzt sagen muss.
Die Sache mt derBarm**enia und MLP kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das erinnert mich auch an die dort häufig praktizierte "Standard-BU": IMMER Basis-Rente mit BUZ vom Bund, der dem Volk Wohl tun will.

Auch gern verkauft beim Studenten oder Geringverdiener ;-P


Freundliche Grüße
Philipp Mättig
Regionalleiter für die
Proventus Gruppe
Pfaffendorfer Straße 26a
04105 Leipzig

Tel +49 341 927 043 00
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Philchen

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9

Dienstag, 14. Juni 2011, 11:52

RE: Als Assistenzarzt in PKV wechseln?

Sehr geeherte Damen und Herren,

ich stehe aktuell vor der Entscheidung evtl. in die PKV zu wechseln. Ich würde mich sehr freuen wenn ich über dieses Forum unabhängige Meinungen für meine Entscheidung erhalten könnte, hierzu möchte ich hier kurz meinen aktuellen Status als Versicherungsnehmer umreißen.

Hallo, das meiste hat Herr Kliem ja schon richtig dargestellt. Auch ich bin der Meinung, lassen Sie sich nicht verunsichern.


Ich konnte mich bisher nicht wirklich endgültig für den Wechsel in eine PKV entscheiden, weil mir wenn ich ehrlich bin die meisten Versicherungsverkäufer einfach nicht geheuer sind. Vertrauen habe ich in die meisten dieser Zeitgenossen leider nicht, auch meinen aktuellen Makler vertraue ich nur bedingt und möchte mich zu erst informieren bevor ich irgendetwas unterschreibe. Ich möchte niemandem zu Nahe treten, aber ich habe leider schon unlängst Erfahrungen mit schlechten, um nicht zu sagen unterirdischen Versicherungsvertretern gemacht die einen Arzt als "Gans zum Ausnehmen" betrachten.

Diese Erfahrung hab ich auch schon bei Ärzten gemacht ;)



Bisher habe ich mir lediglich das Optionsrecht auf eine PKV ohen erneute Gesundheitsprüfung bei der Barmenia gesichert. Ich wurde bei der Barmenia zu 100% ohne Auschlüsse anerkannt, da ich bisher kerngesund bis.

Kerngesund ist aus dem Mund eines Kunden etwas anders zu definieren, wie aus Sicht des VU's.
Sie haben die Option ? Sicher ? Wann soll die denn greifen ? Nicht das Sie den Zeitpunkt schon verpasst haben !



Mein Einkommen als Arzt liegt aktuell knapp über der Mindestgrenze von 49.500 € pro Jahr. In Zukunft wird mein Gehalt sicherlich weiter steigen und evtl. wird in näherer Zukunft auch eine Selbstständigkeit in einer eigenen Praxis von mir angestrebt. Familienplanung steht aktuell noch in den Sternen, aber mehr als 2 Kinder sollen es wohl nicht werden. Meine Lebensgefährtin ist ebenfalls beruftstätig wird aber aus gesundheitlichen Aspekten von keiner PKV angenommen werden.
Das spricht tendenziell erstmal für eine Absicherung in der PKV



Für mich stellt sich nun die Frage ob ich unter diesen Konditionen nun eher in der gestezlichen Krankenkasse (aktuell BARMER GEK) bleiben soll, evtl. bloß eine Zusatzversicherung abschließen sollte oder sogar ganz in die PKV wechseln sollte ?( !?

Was empfiehlt sich am ehesten für mich? Was sind die Pro, was die Contras für den Wechsel in die PKV? Ich bitte um zahlreiche Antworten. Vielen Dank im Voraus :rolleyes: . MfG

Spaceflight

Lassen Sie sich beraten ! Aus welcher Region kommen Sie ? Vielleicht kann Ihnen jemand hier einen Qualifizierten Vermittler nachweisen.

Gruß
Philipp

Philipp Mättig
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Roland Gutsch

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Dienstag, 14. Juni 2011, 12:11


RND-Nutzer:
Ich persönlich möchte z. B. (Gott bewahre, dass es so weit kommt), bei einer Glioblastom-Erkrankung in der Lage sein, in die USA zu fliegen und von meiner Krankenkasse eine dortige Behandlung voll erstattet zu bekommen.

Krankenversicherung, nicht Krankenkasse. Sagen Sie uns dann bitte auch noch die Eintrittswahrscheinlichkeit (in unserem Kulturkreis sind das 2,9 - 3,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner), die sonstigen Bedingungen und Voraussetzungen, die an die Kostenübernahme gebunden sind und fragen Sie den Kunden (zumal, wenn dieser Mediziner ist), ob er sich das wirklich antun will? Das mediane Alter bei Diagnosestellung beträgt 64 Jahre (!). Dieser Punkt ist eine der manipulativen Fragen, mit denen man den Kunden in eine Richtung schieben kann und wenn man mutmaßlich blind einer bestimmten Beratungssoftware glaubt ohne wirklich tief gehende Kenntnisse im PKV-Bereich zu haben. Nicht das wir uns falsch verstehen: im Rahmen der Beratung muss der Punkt "Ausland / GOÄ" ausführlich besprochen werden. Aber nicht auf diese manipulative Art und Weise)

Auch mir gefällt diese Art der Argumentation überhaupt nicht. Sie hört sich übrigend sehr stark nach einem Referenten an, der zurzeit von mehreren Versicherern und Softwareherstellern gebucht wird und den ich in seiner "Lautsprecher-Art" nur schwer ertragen habe (Nein - nicht TM), als ich ihn zufällig auf einer Veranstaltung hören "musste".

Kritik in den eigenen Reihen ? Herr Gutsch, Respekt, dass hätte ich von Ihnen nicht erwartet ;)

Ich weiß nicht wer der User "RDN-Nutzer" ist - also auch nicht "in wessen Reihen" er gehört. Aber Sie erinnern sich bestimmt an meiner Kritik an bestimmten Formulierungen in Fragebögen, oder? Bei dem zitierten Referenten handelt es sich allerdings mitnichten um einen aus "meinen Reihen", sondern um einen häufig gebuchten (H.E.), der z.B. für "Lvel9" unterwegs war /ist. Ich habe ihn auf einer Veranstaltung vom Deutscher Ring ertragen müssen und bin mehrfach mit ihm aneinander gerasselt, weil ich seine suggestive Art unerträglich fand. Und der hat in seinen Folien das Beispiel mit der "Glioblastom-Erkrankung" seeeehr breit getreten




Das wundert mich nicht. Ich hatte in den letzten 12 Monaten gut 20 Neukunden am Tisch oder am Telefon, die MLP als Makler haben bzw. hatten, wie man jetzt sagen muss.
Die Sache mt derBarm**enia und MLP kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das erinnert mich auch an die dort häufig praktizierte "Standard-BU": IMMER Basis-Rente mit BUZ vom Bund, der dem Volk Wohl tun will.

Auch gern verkauft beim Studenten oder Geringverdiener ;-P

Ja - ätzend!



Freundliche Grüße
Gutsch GmbH
Roland Gutsch
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Roland Gutsch« (14. Juni 2011, 12:13)


11

Dienstag, 14. Juni 2011, 12:55

Ich habe dann mal für weitere Antworten neue Farben installiert ;-)
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

Roland Gutsch

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12

Dienstag, 14. Juni 2011, 13:00


Ich habe dann mal für weitere Antworten neue Farben installiert ;-)

Sehr hilfreich ;) Ich hätte für manche User gerne noch was goldiges!
Gutsch GmbH
Roland Gutsch
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13

Dienstag, 14. Juni 2011, 13:26

Ich habe dann mal für weitere Antworten neue Farben installiert ;-)


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14

Dienstag, 14. Juni 2011, 18:58

Lieber Herr Kliem, lieber Herr Gutsch, vielen Dank für Ihre teilweise sehr ausführlichen Erläuterungen und Anmerkungen. Als erstes möchte ich festhalten, dass ich zu keinerlei "Reihen" gehöre, sondern unabhängiger Versicherungsmakler bin.



Der selbstverständlich auch schon auf Vorträgen des genannten H.E. war, genauso wie auf Vorträgen von Vertriebleitern und / oder Risikoprüfern der Halleschen, Mannheimer, ARAG, Central etc. etc.



Es tut mir leid, dass Sie das von mir verwendete Bsp. als "manipulativ" ansehen - ich tue es nicht, da es ein (vielleicht sehr drastisches) Bsp. von Behandlung im Ausland verdeutlicht. Genauso könnte es der Kreuzbandriß beim Skifahren in der CH sein, oder der Autounfall in Schweden (und da spreche ich sogar aus Erfahrung, da meine Schwiegereltern vor einigen Jahren im Urlaub im Ausland mit dem Auto verunglückt sind - OP + Rücktransport inkl.).



I. A. werden nach meinen Erfahrungen in Beratungsgesprächen immer noch viel zu häufig die essentiellen Risiken viel zu stiefmütterlich behandelt. Q. e. d. sozusagen - beim Fragensteller wurde anscheinend viel Wert auf Zahnleistungen gelegt; evtl. auch noch über grandiose BRE gesprochen?



Sie wissen schon genau, auf welche Punkte ich hinweisen wollte. Das hat m. M. nach nichts mit "manipulieren" zu tun. Vielmehr sollte in die Köpfer der PKV-Interessierten hinein, was man evtl. gerne von sich wegschiebt. Nämlich der GAU: Eine wirklich schwere Erkrankung oder Unfall. Und genau dann MÜSSEN die zu erbringenden Leistungen eben versichert sein.



Just my 2 Cent.



Freundliche Grüsse und Entschuldigung für die vereinzelt blauen Flecken, falls ich einem der Platzhirsche hier auf die Füsse getreten sein sollte.

Thomas Kliem

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15

Dienstag, 14. Juni 2011, 19:10

Lieber Herr Kliem, lieber Herr Gutsch, vielen Dank für Ihre teilweise sehr ausführlichen Erläuterungen und Anmerkungen. Als erstes möchte ich festhalten, dass ich zu keinerlei "Reihen" gehöre, sondern unabhängiger Versicherungsmakler bin.

Der selbstverständlich auch schon auf Vorträgen des genannten H.E. war, genauso wie auf Vorträgen von Vertriebleitern und / oder Risikoprüfern der Halleschen, Mannheimer, ARAG, Central etc. etc.

Es tut mir leid, dass Sie das von mir verwendete Bsp. als "manipulativ" ansehen - ich tue es nicht, da es ein (vielleicht sehr drastisches) Bsp. von Behandlung im Ausland verdeutlicht. Genauso könnte es der Kreuzbandriß beim Skifahren in der CH sein, oder der Autounfall in Schweden (und da spreche ich sogar aus Erfahrung, da meine Schwiegereltern vor einigen Jahren im Urlaub im Ausland mit dem Auto verunglückt sind - OP + Rücktransport inkl.).

Ja und? Dafür hätte eine gute Reisekrankenversicherung oder vielleicht sogar die ADAC-Mitgliedschaft ausgereicht. Was hat das in der Vollversicherung verloren?

I. A. werden nach meinen Erfahrungen in Beratungsgesprächen immer noch viel zu häufig die essentiellen Risiken viel zu stiefmütterlich behandelt. Q. e. d. sozusagen - beim Fragensteller wurde anscheinend viel Wert auf Zahnleistungen gelegt; evtl. auch noch über grandiose BRE gesprochen?

Da bin ich 100% Ihrer Meinung. Aber in die andere Richtung maßlos zu übertreiben ist genauso falsch.

Sie wissen schon genau, auf welche Punkte ich hinweisen wollte.

Ich weiß, worauf ich hinweise. Bei Ihren Beispielen bin ich mir da nicht so sicher.

Das hat m. M. nach nichts mit "manipulieren" zu tun. Vielmehr sollte in die Köpfer der PKV-Interessierten hinein, was man evtl. gerne von sich wegschiebt. Nämlich der GAU: Eine wirklich schwere Erkrankung oder Unfall. Und genau dann MÜSSEN die zu erbringenden Leistungen eben versichert sein.

Ja. Aber muss ich deswegen über planbare OPs in den USA bei terminalen Erkrankungen reden? Oder das Thema gemischte Anstalten falsch wiedergeben? Oder eine Urlaubsreise mit einer Wohnsitzverlegung ins europäische Ausland verwechseln?

Just my 2 Cent.

Freundliche Grüsse und Entschuldigung für die vereinzelt blauen Flecken, falls ich einem der Platzhirsche hier auf die Füsse getreten sein sollte.

Keine Ahnung, was Sie meinen. Es ging lediglich darum, falsche Herangehensweisen aufzuzeigen.

Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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16

Dienstag, 14. Juni 2011, 19:54

Lieber Herr Kliem, lieber Herr Gutsch, vielen Dank für Ihre teilweise sehr ausführlichen Erläuterungen und Anmerkungen. Als erstes möchte ich festhalten, dass ich zu keinerlei "Reihen" gehöre, sondern unabhängiger Versicherungsmakler bin.

Der selbstverständlich auch schon auf Vorträgen des genannten H.E. war, genauso wie auf Vorträgen von Vertriebleitern und / oder Risikoprüfern der Halleschen, Mannheimer, ARAG, Central etc. etc.

Es tut mir leid, dass Sie das von mir verwendete Bsp. als "manipulativ" ansehen - ich tue es nicht, da es ein (vielleicht sehr drastisches) Bsp. von Behandlung im Ausland verdeutlicht. Genauso könnte es der Kreuzbandriß beim Skifahren in der CH sein, oder der Autounfall in Schweden (und da spreche ich sogar aus Erfahrung, da meine Schwiegereltern vor einigen Jahren im Urlaub im Ausland mit dem Auto verunglückt sind - OP + Rücktransport inkl.).

Ja und? Dafür hätte eine gute Reisekrankenversicherung oder vielleicht sogar die ADAC-Mitgliedschaft ausgereicht. Was hat das in der Vollversicherung verloren?



Ihr Enthusiasmus in allen Ehren, aber nach meinen Erfahrungen kümmern sich die wenigsten vor dem Urlaub um eine Auslands-Krankenversicherung. ADAC-Plus Mitgliedschaft Erstattung ist bei Rücktransporten m. W. nach auf eine max. Obergrenze festgelegt. Korrigieren Sie mich gerne, wenn ich hier falsch liege. Da weiss ich vor Reiseantritt lieber, dass meine PKV im Fall der Fälle leistet. Gerade, wenn ich häufiger Urlaub mache oder beruflich im Ausland bin

I. A. werden nach meinen Erfahrungen in Beratungsgesprächen immer noch viel zu häufig die essentiellen Risiken viel zu stiefmütterlich behandelt. Q. e. d. sozusagen - beim Fragensteller wurde anscheinend viel Wert auf Zahnleistungen gelegt; evtl. auch noch über grandiose BRE gesprochen?

Da bin ich 100% Ihrer Meinung. Aber in die andere Richtung maßlos zu übertreiben ist genauso falsch.

Sie wissen schon genau, auf welche Punkte ich hinweisen wollte.

Ich weiß, worauf ich hinweise. Bei Ihren Beispielen bin ich mir da nicht so sicher.

Das hat m. M. nach nichts mit "manipulieren" zu tun. Vielmehr sollte in die Köpfer der PKV-Interessierten hinein, was man evtl. gerne von sich wegschiebt. Nämlich der GAU: Eine wirklich schwere Erkrankung oder Unfall. Und genau dann MÜSSEN die zu erbringenden Leistungen eben versichert sein.

Ja. Aber muss ich deswegen über planbare OPs in den USA bei terminalen Erkrankungen reden? Oder das Thema gemischte Anstalten falsch wiedergeben? Oder eine Urlaubsreise mit einer Wohnsitzverlegung ins europäische Ausland verwechseln?



WAS genau wurde Ihrer Meinung nach beim Thema gemischte Anstalten falsch wiedergegeben? Ich bevorzuge Versicherer, die in IHren Bedingungen dieses Thema eindeutig und vertragssicher POITIV für den Versicherten geregelt haben. Auf etwaige Aussagen wie "da haben wir schon immer geleistet" oder Kulanzzusagen würde ich mich als Versicherter ungern verlassen. Und Urlaubsreise und Wohnsitzverlegung wurden nicht verwechselt. Ist z. B. aus medizin. Sicht keine Transportfähigkeit gegeben, so hätte ich persönlich gerne, dass meine PKV in dem Land, in dem ich verunglückt bin, volle Kostenübernahme garantiert.



Just my 2 Cent.

Freundliche Grüsse und Entschuldigung für die vereinzelt blauen Flecken, falls ich einem der Platzhirsche hier auf die Füsse getreten sein sollte.

Keine Ahnung, was Sie meinen. Es ging lediglich darum, falsche Herangehensweisen aufzuzeigen.






17

Dienstag, 14. Juni 2011, 20:15

Hallo,

wo ist denn das Problem, dem Versicherten bei der PKV-Beratung mit auf den Weg zu geben, dass die Auslandsabsicherung seiner PKV nicht optimal ist und er doch bitte vor Urlaubsreisen/Geschäftsreisen an eine zusätzliche AR-Krankenversicherung denken soll? Und für ganz Vergessliche gibt es ja dann auch die Möglichkeit - für einen Schnapperlbeitrag - einen sich jährlich selbst verlängernden Dauervertrag zu wählen, der eben diese Lücke stopft.

Viele Grüße
Angela
Angela Baumeister
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18

Dienstag, 14. Juni 2011, 20:45


Hallo,

wo ist denn das Problem, dem Versicherten bei der PKV-Beratung mit auf den Weg zu geben, dass die Auslandsabsicherung seiner PKV nicht optimal ist und er doch bitte vor Urlaubsreisen/Geschäftsreisen an eine zusätzliche AR-Krankenversicherung denken soll? Und für ganz Vergessliche gibt es ja dann auch die Möglichkeit - für einen Schnapperlbeitrag - einen sich jährlich selbst verlängernden Dauervertrag zu wählen, der eben diese Lücke stopft.

Viele Grüße
Angela



Hallo,



na das ist natürlich kein Problem. Wenn er es denn dann tut vor Reisebeginn (was ich in vielen Fällen bezweifel) und die AR-KV bedingungsgemäß auch in extremen Fällen leistet.

Abgesehen davon haben dann oftmals die Tarife, die im Ausland stärkere Lücken aufweisen, auch hierzulande leistungsmäßig starke Leistungslücken.



Ebenfalls herzliche Grüsse

19

Dienstag, 14. Juni 2011, 21:25

Nun: Wenn er (also der Interessent) es trotz Empfehlung dann nicht macht, ist es aber doch nicht das Problem des Vermittlers/Beraters, sondern sein eigenes.

Wer diese Klitzekleinigkeit schon nicht auf die Reihe kriegt, der ist mutmaßlich in der PKV grundsätzlich völlig falsch aufgehoben, oder nicht? Eigenverantwortung und Mitdenken sind hier mal so die Stichworte, die ich in den virtuellen Raum werfe. :D

Definiere Leistungslücke. Es kommt eben darauf an, was der einzelne für sich als Risikoabdeckung wünscht und welches Risiko er eigenverantwortlich selber tragen möchte (und kann). Es kann aber nicht angehen, dass man dem Interessenten Leistungslücken einredet, die so gar nicht da sind bzw. die gut auch anderweitig abgedeckt werden können.

Ich würde mir grundsätzlich mehr bedarfsgerechte Beratung wünschen. Das heißt: Bedarf des Mandanten erkennen und dann bedarfsdeckend beraten. Was nicht heißt, dass man grundsätzlich nicht Bedürfnisse wecken darf bzw. teilweise sogar wecken muss, weil der Laie sich unter bestimmten Begrifflichkeiten nun einmal nichts konkretes vorstellen kann. Dennoch muss die Beratung auch lebensnah bleiben und eben dem Bedarf des Einzelnen angepasst sein. Möglicherweise wäre dein Beitrag so quer gar nicht aufgestoßen bzw. nicht in dem Maße, wenn der Fragesteller Schreiner und nicht selbst Arzt wäre. Einen Mediziner berät man nun einmal anders, als einen Handwerker, als einen Familienvater, als einen Weltenbummler, als einen Rechtsanwalt etc. pp. (man denke sich jeweils die weibliche Form).

Grundsätzlich sind Schulungen/Vorträge zum Thema natürlich immer gut und lehrreich. Aber pauschal den Wiedergabe-Knopf im Gehirn zu aktivieren und die Worte des Referenten ungeprüft und unüberdacht nachzuplappern, bringt nichts. Nicht in die eine und nicht in die andere Richtung. Genauso, wie ich es für erforderlich halte, dass ein PKV-Wechsler einen IQ von > als ein Nachtschattengewächs hat, halte ich es für erforderlich, dass der Berater mehr auf der Pfanne hat, als Referenten-Blabla nachzuplappern.

Ich meine jetzt damit nicht dich persönlich. Fühle dich also bitte nicht angegriffen. Mir fällt dieser Umstand nur sehr häufig auf, wenn ich bei Vermittlungsgesprächen beratend anwesend bin. Teilweise wird da so penetrant abgespult und wiedergegeben, dass selbst Nachfragen meinerseits nur zu einer kurzen Bandblockade führen und dann direkt weiter die Produktschulung abgespult wird. Da möchte ich gerne manchmal mit einem "klopf-klopf - Hallo? McFly? Jemand zu Hause" dazwischen gehen. ;)

Viele Grüße
Angela

P.S. Wieso flieg ich eigentlich andauernd raus? X(
Angela Baumeister
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Roland Gutsch

Fortgeschrittener

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Beruf: Versicherungsmakler

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20

Dienstag, 14. Juni 2011, 21:29


I. A. werden nach meinen Erfahrungen in Beratungsgesprächen immer noch viel zu häufig die essentiellen Risiken viel zu stiefmütterlich behandelt. Q. e. d. sozusagen - beim Fragensteller wurde anscheinend viel Wert auf Zahnleistungen gelegt; evtl. auch noch über grandiose BRE gesprochen?
Hier gebe ich Ihnen - wie auch Kollege Kliem - vollständig Recht - bleibe aber bei meiner Kritik an Teilen Ihrer Ausführungen. Z.B. hier:


Ich möchte, dass meine KV zu 100% leistet, auch wenn ich bewußtlos aus dem Auto gezogen wurde und der Notarzt mich in eine sog. "gemischte Anstalt" eingeliefert hat.... leider konnte ich ja vor Behandlungsbeginn nicht anfragen, ob meine KV dort für mich leistet.
Mit solchen Ausführungen suggerieren Sie, dass ein Versicherer sich bei einer Notfalleinweisung eines bewusstlosen Verletzten in eine gemischte Anstalt auf §4(5) MB/KK berufen könne (Zustimmungspflicht). Das ist grenzwertig!


Freundliche Grüsse und Entschuldigung für die vereinzelt blauen Flecken, falls ich einem der Platzhirsche hier auf die Füsse getreten sein sollte.
Es geht um falsch oder richtig - nicht um Hirsche! Sie schießen m.E. übers Ziel hinaus, und bringen dabei falsche Beispiele. Das ist nicht gut und vor allem unnötig, um einem Interessenten die Notwendigkeit klarer und rechtssicherer Vertragsbedingungen zu verdeutlichen. O.K. - es ist zumindest besser, als die übliche Billigmeier und Zahnersatz-Nummer: Immerhin erhält ein Kunde möglicher Weise einen umfassenderen Schutz, wenn er Ihren übertriebenen BEispielen folgt. Redlich finde ich es nicht.

Freundliche Grüße

Gutsch GmbH
Roland Gutsch
Spezialmakler PKV-BU-AV
www.gutsch-gmbh.de
rg@gutsch-gmbh.de
Tel: (06103) 831 75 18

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