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Mittwoch, 2. Februar 2011, 19:11

Befreiung von der Versicherungspflicht unwiderruflich?

Hallo, meine Frau hat sich vor 4 Jahren von der Versicherungspflicht nach §8. V. Sozialgesetzbuch Abs. 1 Punkt 3 wegen Verringerung der Arbeitszeit unter 50% der Regelarbeitszeit befreien lassen. Dies wurde ihr als unwiderufliche Befreiung bestätigt. Nun hat sie die Arbeitszeit auf 60% erhöht und der Arbeitgeber hat mitgeteilt, dass sie dadurch wieder versicherungspflichtig wäre, stimmt das?

Gilt einmal befreit-immer befreit nicht mehr, weil die Voraussetzungen der Befreiung nicht mehr zutreffen?

Wie kann man die jahrelang eingezahlten Altersrückstellungen sichern. Ich habe gehört, dass bei Abschluss einer Zusatzversicherung beim selben Anbieter die angesammelten Altersrückstellungen angerechnet werden, stimmt das? Wie funktioniert das praktisch? Reduziert sich dadurch der normale Beitrag einer Krankenzusatzversicherung oder gibt es zukünftig nur geringere Erhöhungen?

Vielen Dank für eine Antwort Holly

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »holly« (2. Februar 2011, 19:22)


Sven-Hennig

Fortgeschrittener

Beiträge: 325

Wohnort: BERGEN

Beruf: Spazialmakler PKV/ BU

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Montag, 7. Februar 2011, 10:38

Hallo,

warum noch keiner geantwortet hat, ist mir nicht klar.

die Befreiung ist immer FÜR DEN AUSGESPROCHENEN Grund unwiderruflich.

Wäre Ihre Frau nun arbeitslos, so tritt hier aus einem neuen Grund wieder Versicherungspflicht ein, von welcher sie sich ggf. wieder befreien könnte, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Ihre Frau hat sich nach §8 Abs. 1, Pkt. 3 des SGB V befreien lassen. Da heißt es:

"(1) Auf Antrag wird von der Versicherungspflicht befreit, wer versicherungspflichtig wird. weil seine Arbeitszeit auf die Hälfte oder weniger als die Hälfte der regelmäßigen Wochenarbeitszeit vergleichbarer Vollbeschäftigter des Betriebes herabgesetzt wird; dies gilt auch für Beschäftigte, die im Anschluß an ihr bisheriges Beschäftigungsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber ein Beschäftigungsverhältnis aufnehmen, das die Voraussetzungen des vorstehenden Halbsatzes erfüllt, sowie für Beschäftigte, die im Anschluss an die Zeiten des Bezugs von Elterngeld oder der Inanspruchnahme von Elternzeit oder Pflegezeit ein Beschäftigungsverhältnis im Sinne des ersten Teilsatzes aufnehmen, das bei Vollbeschäftigung zur Versicherungsfreiheit nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 führen würde; Voraussetzung ist ferner, daß der Beschäftigte seit mindestens fünf Jahren wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei ist; Zeiten des Bezugs von Erziehungsgeld oder Elterngeld oder der Inanspruchnahme von Elternzeit oder Pflegezeit werden angerechnet,"

Bei 60% greift diese Möglichkeit nicht und es besteht Versicherungspflicht.

Aus der PKV sollte hier eine Anwartschaft (große A.) gemacht werden. Dann lassen sich die bisherigen Zustände "konservieren". Ob ein Wechsel in eine Zusatzversicherung möglich ist (ohne Risikoprüfung), hängt vom Anbieter und den Bedingungen ab.
Gruß
_________________
Sven Hennig
-Spezialmakler für PKV und BU-
pkv@online-pkv.de

Tel. 03838 30 75 33
www.online-pkv.de

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