Sie sind nicht angemeldet.

1

Montag, 22. Juli 2019, 02:37

Verständnisfragen zum Eintrittsalter und Selbstbeteiligung

Hallo,
hab 6 Fragen. Sieht viel aus, weil ich einige Zeilen Zitate von anderen Seiten reinkopiert habe. Wäre nett, wenn mir jemand helfen kann zumindest die ein oder andere davon zu klären: Frage 1) Wenn man als Student privat versichert ist, dann bleibt man nicht in der Altersgruppe, in der man erstmalig den Vertrag abgeschlossen hat, sondern wechselt bei steigendem
Alter immer in eine neue, teurere Gruppe richtig?
Hier ein Zitat der folgenden Internetseite: https://www.studenten-private-krankenver…udent-ab-30.php

"Bei einigen Studententarifen greifen jedoch
Sonderregelungen für die Bestimmung des Lebensalters. In solchen Tarifen
sind die Beiträge gestaffelt und werden (der nächst höheren
Altersgruppe entsprechend), alle 5 Jahre angepasst.


Sehen Sie hier ein Beispiel anhand eines Studententarifs
von der Signal Iduna mit den gestaffelten Beiträgen. Der dortige
Monatsbeitrag beträgt:

  • 53,95 € von 20 bis 24 Jahre
  • 63,73 € von 25 bis 29 Jahre
  • 88,57 € von 30 bis 34 Jahre
  • 91,94 € von 35 bis 38 Jahr
"
Frage 2) Wenn ich während meines Studiums, seit meinem 23. Lebensjahr, privat krankenversichert bin und nach Abshluss des Studiums weiterhin privat krankenversichert bleibe, welches Eintrittsalter wird dann zugrunde gelegt? Es wird nicht das Eintrittsalter 23 genommen oder? Weil ich ja nach Abschluss des Studiums nicht mehr als Student zähle und quasi einen neuen Vertrag kriege zählt mein Alter zum gegenwärtigen Zeitpunkt und nicht das 23 Lebensjahr oder? Wäre ja auch unfair gegenüber den anderen Versicherungsnehmern, die vielleicht seit dem 23 Lebensjahr oder länger voll einzahlen und nicht als Student. Wieso sollte ich dann also dern günstigen Tarif bekommen, obwohl ich als Student jahrelang weniger eingezahlt habe, klingt irgendwie unfair.
Frage 3) Ich habe im Bezug auf private Krankenversicherungen folgendes gelesen:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/vo…/7754958-7.html
"So stellte der Verbandschef der PKV, Reinhold Schulte, jüngst im
Interview mit dem Spiegel fest: „Unsere mehr als 170 Milliarden Euro an
Alterungsrückstellungen führen dazu, dass ab etwa 65 oder 70 Jahren die
Beiträge nicht mehr mit dem Alter steigen, sondern oft sogar sinken.“"
und "Die Debeka stellt aufgrund einer Analyse ihrer Bestandsbeiträge fest,
dass 90-jährige keinen höheren Beitrag als 65-jährige Versicherte
zahlen."
Verstehe nicht warum die Beiträge steigen. Es ist doch vom Eintrittsalter abhängig wie viel man zahlt. Dann müsste ein 95-jähriger, der mit einem niedrigeren Beitrittsalter als ein 65-jähriger mit einem höheren Beitrittsalter als der 95-jährige, doch auch weniger zahlen? Irgendwas habe ich da nicht ganz verstanden. Hat das was mit Altersrückstellungen zutun? Die Gebühren werden einfach generell für alle oder manche Eintrittsalter von Jahr zu Jahr erhöht oder wie muss ich das verstehen?
Frage 4) Verstehe ich die Selbstbeteiligung richtig? Beispiel: 500€ Selbstbeteiligung ambulant+stationär. Das heißt: Jede einzelne Behandlung/Leistung innerhalb eines Jahres, die ambulant oder stationär ist, und bis max. 500€ kostet, muss man selber zahlen? Also: Man muss jede einzelne Behanldung, die maximal 500€ kostet, selbst zahlen und nur, wenn alle Behanldungen, die ich in dem Jahr hatte, 5000€ überschreiten, dann übernimmt alles, was über die 5000€ hinausgeht, die Versicherung? Die 5000€-Grenze ist ja soweit ich weiß eine vom Staat festgesetzte Grenze. Möchte mir nur mal bestätigen lassen, ob ich das System so richtig verstehe. Gilt die Selbstbeteiligung in den Basis-Tarifen in der Regel auch für Generika/gewöhnliche rezeptpflichtige Medikamente? Glaube Generika werden meistens zu min 75% von der Versicherung erstattet, nur Originalpräparate nicht.

Jetzt die letzten unwichtigeren Frage 5: Würdet ihr empfehlen einen Versicherungsmarkler zu kontaktieren? Über das Vergleichsportal Check24 kann man ja sehr viel selber einsehen, weiß nicht, ob man da noch unbedingt einen Makler braucht. Aber sicher ist vielleicht sicher. Ein guter fachkundiger Makler übersieht kleine Details nicht, die man mit Vergleichsportalen wie Check24 ohne Makler-Hilfe vielleiht übersehen würde.
Frage 6) Kann man Signal Iduna empfehlen? Sehe die haben günstige Studententarife und vielleicht hätte man Vorteile wenn man nach dem Studium bei Signal Iduna bleibt?
LG und danke im Voraus!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Pott« (22. Juli 2019, 04:59)


RocklandSports

Versicherungsprofi

Beiträge: 60

Beruf: Versicherungskaufmann

  • Nachricht senden

2

Montag, 22. Juli 2019, 12:17

Hallo,
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung beruht die private Krankenversicherung auf dem sogenannten Äquivalenzprinzip: Bei Vertragsabschluss wird ein
Versicherungsbeitrag vereinbart, der nach dem individuellen Risiko des
Versicherten sowie seinem gewünschten Versicherungsschutz kalkuliert
wird. Die Beiträge werden so berechnet, dass sie alle Leistungen abdecken, die der Versicherte aller Voraussicht nach benötigen wird.
Soweit die Theorie.

Die Praxis sieht im moment etwas anders aus...Sie haben mit der PKV ein sehr beratungsintensives Thema getroffen. Eine falsche Entscheidung in diesem Bereich lässt sich manchmal nie wieder bereinigen und begleitet Sie im schlimmsten Fall Ihr ganzes Leben (und lässt Sie dies u.U. auch spüren...)
Verzichten Sie in eigenem Interesse nicht auf die Beratung (- und Vermittlerhaftung). Gehen Sie zu einem versierten Vermittler, der Sie hierzu umfassend berät. Hier im Forum gibt es auch einige fitte Jungs (Kollege Kliem z.B.). Investieren Sie das bisschen Zeit - es geht um eine Lebensentscheidung!

Thema bewerten


Home Lebensversicherun Rentenversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Private Krankenversicherung Krankenzusatzversicherung Pflegezusatzversicherung Autoversicherung Motorradversicherung

  My-Versicherung Motorradversicherung Autoversicherung Private-Unfallversicherung Private-Haftpflicht Bausparen  Privatrechtsschutz Pflegepflichtversicherung