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Dienstag, 22. Mai 2018, 07:11

Ärztin fehlerhaft abgerechnet beim GKV - gefärdet das nun meine PKV?

Hallo Zusammen,

ich habe eine etwas kompliziertere Frage und fange mal von vorne an:

Ich hatte eine erfolgreich abgeschlossene Psychotherapie gemacht vor ca. 10 Jahre (Abschluss 2009). Seit dem hatte ich keine weitere Beschwerden mehr. Meine Hausärztin hat mir damals überwiesen und auch die Medikamente in Zusammenarbeit mit der Psychologin verschrieben. Für den Amtsarzt hat die Hausärztin mir einen Attest über meine Beschwerdefreiheit ausgestellt.

Nun bin ich vor kurzem verbeamtet worden und muss mich privat versicheren. Ich habe eine Diagnoseliste von meiner Ärztin angefragt (war außer eine HWS Blockade vor 3 Jahren nichts wichtiges dabei) und die Liste mein Versicherungsmakler in der Hand gedrückt. Außerdem auch alle andere wichtige Sachen angegeben. Er hat nur die Krankenhausdaten und eben die Blockade angegeben (auch da gab es keine Beschwerden mehr). So weit so gut. Da Psychotherapie nur in den letzten fünf Jahren angefragt wurde war das auch kein Problem.

Jetzt habe ich aber bei der GKV ein Übersicht über die Leistungen bzw. Abrechnungen angefragt und Bäm! kam eine fette Überrasschung. Meine Hausärtzin hat bei jeder Erkältung und grippale Infekt auch eine Depresive Episode abgerechnet - außerdem ein Zuschlag für chronische Krankheit. ?( ?( ?( Ich bin weder chronisch krank noch war ich depressiv oder sonst was in den letzten Jahren. Das hat sie mir ja auch im Attest bestätigt.

Und nun meine Frage - kann mir diese Abrechnungen später zum Verhängnis werden? Ich denke nicht, dass ich nochmal depressiv erkranke, aber wenn, was zählt dann mehr - das Attest oder die Abrechnungen?
Kann ich von der GKV verlangen diese Einträge zu löschen? Die Ärztin hat mir versichert, dass es nur einen Abrechnungsfehler war.

Oder soll ich das vor Abgabe der Antrag bei der PKV doch mit reinschreiben? Das wäre dann aber völlig ungerecht - auch zuschlagsmäßig - da ich wirklich nicht krank war?!


Was tun?

Herzliche Grüße
Lola (rennt aber nicht)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lola77« (22. Mai 2018, 07:15)


Barmer

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2

Dienstag, 22. Mai 2018, 20:19

Hallo, das ist eine tickende Zeitbombe !

Lass Dir das mit dem Abrechnungsfehler von der Hausärztin schriftlich geben und explizit erklären, dass es seit 2009 keinerlei psychische Erkrankungen mehr gab. Nicht nur ein Attest per heute ! Im Weigerungsfall Anzeige bei der Krankenkasse.

Mit dem Papier dann zur Krankenkasse mit der Bitte, die Unterlagen zu korrigieren.

Wenn die Unterlagen eindeutig sind und auch die Krankenkasse die Eintragungen korrigiert, brauchst Du es nicht reinzuschreiben.

Im Zweifel warte mit der Antragstellung bei der PKV noch, bis alles klar ist.

(Geht es um Verbeamtung als Anwärter auf Widerruf oder endgültig ?)

Viel Glück

Barmer

3

Donnerstag, 24. Mai 2018, 11:55

Hallo Barmer,

mein Antrag ist drin ;( Ich habe einen Schreiben beigelegt in der ich zusätzlich zu den Maklers Angaben, alle auf der Liste der Ärztin angegebene Diagnosen aufgelistet habe (Gippaler Infekt, Sinitus usw). Außerdem habe ich die Abrechnungsfehler und Diagnose der Ärztin reingeschrieben mit dem Vermerk, dass es nicht stimmt und ggf ein Attestvorlegen kann. :S


Außerdem habe ich explizit auf die Öffnungsaktion verwiesen.


Ein Schreiben geht Morgen an die Ärztin raus, außerdem auch an die Kassenärztliche Vereinigung (die wollten erstmal von sowas nichts wissen, meine KK meinte aber, dass ich auf jeden Fall einen Antrag auf Richtigstellung machen kann) ...


Ich habe mein Vertrauen an Ärzten generell so ziemlich verloren, nebenbei bemerkt.


Was ist das Schlimmste womit ich nun rechnen muss? ?(


Vielen lieben Dank für die Rückmeldung. Die Sache macht mich fertig.


4

Donnerstag, 24. Mai 2018, 11:57

Ach so: Das Attest von ihr besagt genau das: Beschwerdenfrei seit 2009.

5

Donnerstag, 24. Mai 2018, 12:01

(Geht es um Verbeamtung als Anwärter auf Widerruf oder endgültig ?)
Beamtin auf Probe

Barmer

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6

Samstag, 26. Mai 2018, 00:26

Hallo,

schlimmstenfalls kommt eine Annahme nach der Öffnungsaktion. Das wäre (leider) auch für die PKV jetzt der bequemste Weg. Dann brauchen sie nicht mehr abzuwägen, was stimmt.

Viel Glück

Barmer

7

Montag, 28. Mai 2018, 22:10

Hallo Barmer,

das ist Mist.

Ich habe nun heute alles schriftlich von der Praxis bekommen: Fehler in der Abrechnung, Bedauern und so weiter.

Von der Debeka habe ich noch keine Rückmeldung. Sollten sie mir jetzt nur eine Annahme mit BG anbieten, macht es Sinn mit diesem Schreiben nochmal anzufragen?

Könnte ich theoretisch auch nach sechs Monaten einen PKV Wechsel machen? Oder direkt nochmal woanders auch nachfragen? Oder ist dank Fehler für mich nun die Chance für immer vorbei?

Ich bin so wütend, könnte die Wände hochgehen...

Danke für deine Antworten!!!

Barmer

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8

Mittwoch, 30. Mai 2018, 00:07

Hallo,

ich würde diese neuen Unterlagen jetzt zum Versicherer hinterherschicken. Das Ärgerliche ist folgendes: Der Versicherer fragt nur eine bestimmte Frist ab. Wenn er aber durch dieses Durcheinander jetzt Erkenntnisse über einen früheren Zeitraum erhält, darf er die natürlich verwenden und kommt zu einem ungünstigeren Ergebnis.

Ich würde dann erstmal die Entscheidung abwarten. Natürlich kann man hinterher immer noch wechseln. Sofort woanders einen Antrag stellen, bringt m.E.keinen Vorteil.

Viel Glück

Barmer

9

Mittwoch, 30. Mai 2018, 07:04

Ich danke dir für deine Antworten. Ich verschicke es heute. Dann bleibt mir nur einen eventuelle Wechsel danach.

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