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Sonntag, 29. April 2018, 11:52

JAEG überschritten, rückwirkend freiwillig versichert. Stichtag für Wiederinkraftsetzung eines ruhenden Debeka-Vertrages?

Hallo!

Kurz zu mir: 32 Jahre, ledig, bis 09/2004 über meine Eltern (Beamte) bei der Debeka privat krankenversichert in einem Beihilfetarif.
Seit 10/2004 als Angestellter bei der TK versichert. Seitdem ruht der Debeka-Vertrag mit folgenden Merkmalen: P20LW,R+, Z20L,R+, PVB,R+, RUHEN.
Zwischenzeitlich verschlechterter Gesundheitszustand (Rücken/Wirbelsäule, Nerven/Tremor).


Ich war der Meinung, dieses Jahr würde ich über der JAEG verdienen. Als dann weder von der TK noch von meinem AG ein Schreiben kam, hakte ich bei meinem AG nach. Dieser stelle fest, dass ich tatsächlich über der JAEG liege und meldete zum 24.04. der SV den Statuswechsel. Rückwirkend zum 01.01. bin ich nun als freiwillig krankenversichert geführt. Von der TK erhielt ich gestern ein Schreiben (datiert auf den 26.04.) mit entsprechendem Inhalt: "Ihr Arbeitgeber hat festgestellt, dass Sie mit Ihrem Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Daher sind Sie seit 1. Januar 2018 bei uns freiwillig krankenversichert (...)"

Falls ich bei der Debeka bessere Leistungen als bei der TK erhalten sollte, würde ich gerne den ruhenden Vertrag wieder in Kraft setzen lassen. Andere Versicherungen scheiden vermutlich auf Grund meines Gesundheitszustandes aus. Laut den Debeka Bedingungen für das Ruhen habe ich 2 Monate für die Meldung Zeit.

Ist der Stichtag, ab dem die 2 Monate zählen, der 26.04.?
Wäre ein Wechsel von den Leistungen her, die ich bei der Debeka bekommen würde, sinnvoll?
Gibt es Versicherungsberater, die mich gegen Honorar (keine Provision) dabei unterstützen könnten (tel. und per E-Mail)?

Besten Dank.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bluescreen« (30. April 2018, 10:48)


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Montag, 30. April 2018, 11:31

Kann mir jemand einen zuverlässigen Versicherungsberater empfehlen? Ich hatte bei Frau Baumeister angefragt, aber sie macht leider keine PKV-Beratung mehr.

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 618

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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Montag, 30. April 2018, 13:53

Hallo, bei vernünftiger Auslegung der Ruhensbestimmungen ist zuzustimmen, dass abweichend vom AVB-Text der 26.4. der Stichtag für die Frist ist.

Die andere Frage ist schwerer zu beantworten: Die Ruhensversicherung beinhaltet alte Bisextarife für Beihilfeberechtigte. Das alte Tarifwerk der Debeka ist nach dem AVB-Text nicht unbedingt besser als die GKV (in der Praxis aufgrund kulanter Erstattungspraxis bisher meist schon). Es wäre als erstes zu klären, ob die Debeka auch eine Umstellung in eine Vollversicherung nach Unisextarifen akzeptiert und was Sie das dann kostet. Diese Informationen sollten Sie als erstes von der Debeka anfordern. Dann haben Sie Fakten, nach denen Sie überlegen können.

Entscheidend ist aber die zentrale Frage GKV oder PKV. Diese Frage kann nur aufgrund der persönlichen Lebens-, Familien- und Karriereplanung beantwortet werden und ist auch Einstellungssache. Momentane Beitragsdifferenzen sollten zweitrangig sein.

Viel Glück

Barmer

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Montag, 30. April 2018, 14:26

Hallo,

ich bin zwar kein Versicherungsberater, antworte aber trotzdem mal :-)

Aufgrund der ruhenden Tarife wäre eine Umstellung in die Unisextarife N/NC/PVN ohne Gesundheitsfragen möglich, falls die Ruhensvoraussetnen erfüllt sind. Für das Krankentagegeld sind jedoch Gesundheitsfragen notwendig. Ob und welche Auswirkungen Ihr Gesundheitszustand darauf hat, lässt sich hier natürlich nicht klären.

BG
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

5

Montag, 30. April 2018, 16:12

Hallo Barmer,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde dann einmal bei der Debeka anfragen, was möglich ist und ausgehend davon weitere Überlegungen anstellen. Sollte jedoch das Krankentagegeld eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen, kann ich das ganze wohl gleich vergessen.

@Cassiesmann:
Hier schrieben Sie einmal:
"Wenn der ruhende beihilfekonforme Vertrag aufgrund Versicherungsfreiheit in einem Volltarif umgestellt wird, haben Sie Anspruch auf den Tarif TG ohne Gesundheitsfragen. Dazu müssen allerdings die Ruhensvoraussetzungen erfüllt sein und abhängig davon ob angestellt oder selbständig gibt es andere Regeln hinsichtlich der Höhe."


Vielleicht habe ich das auch missverstanden, aber was gilt nun?


Danke und viele Grüße!

6

Mittwoch, 2. Mai 2018, 08:12

Hallo,

die Aussage stimmte 2015 ja auch :-)

Grundsätzlich sollten Sie einen Probeantrag stellen und abwarten wie genau Ihr Gesundheitszustand beurteilt wird. Dann wissen Sie genau wo Sie dran sind und können entscheiden.

BG
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

7

Mittwoch, 2. Mai 2018, 14:09

Vielen Dank für diese wertvollen Informationen.

Gibt es denn noch weitere Möglichkeiten, das Krankentagegeld zu versichern? Damit meine ich ggf. bei einem anderen Versicher und/oder im Rahmen einer Öffnungsaktion und/oder mit begrenztem Risikozuschlag.

Laufen diese Öffnungsaktionen für Angestellte bei Debeka, Signal Iduna und Co. überhaupt noch? Zumindest konnte ich keinen gegenteiligen Bericht im Internet finden.

Ich habe auch gesehen, dass mein AG Kooperationen und Gruppenverträge mit diversen PKV-Gesellschaften abgeschlossen hat. Dadurch gibt es z.B. eine vereinfachte Gesundheitsprüfung (wird mir m.E. nichts nützen) oder bei der DKV eine Annahmegarantie (wobei die Zuschläge wohl entsprechend saftig ausfallen können). Klar, die Gesellschaften müssen ja auch sich und Ihre Mitglieder vor finanziellem Risiko schützen. Im Endeffekt wird mir das wohl also nichts nützen?

Zusammengefasst:
- Ein Wechsel in die PKV ohne entsprechende Absicherung des Krankentagegeldes wäre vermutlich grob fahrlässig? Selbst bei größeren finanziellen Reserven.
- Das Thema ist sehr komplex, herausfordernd und eine professionelle Betreuung ist anzuraten.

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 256

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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8

Donnerstag, 3. Mai 2018, 07:03

Empfehlung zum Thema KT

Hallo,

das, was Sie gerade erleben ist übrigens einer der Gründe, weshalb ich Beamtenanwärtern und Referendaren empfehle, bei der Wahl ihrer PKV den Such-Horizont zu erweitern und nicht einfach im Vertrauen auf die breite Masse ein Angebot der drei üblichen Verdächtigen (DeBeKa, HUK, Axa/DBV) anzunehmen.
Es gibt eine knappe Handvoll Gesellschaften, die in ihren Vertragsbedingungen das Thema KT an der Stelle sauber gelöst hat.

Zu ihrem Problem kann ich nur empfehlen, einen Drei Stufen Plan zu fahren:

Stufe 1 - abklären (lassen), ob die DeBeKa ihren Antrag auf KT annehmen würde. WICHTIG: KEINEN Antrag stellen, sondern vorher (auf dem "kleinen Dienstweg" abklären!)

Stufe 2 - falls Stufe 1 nicht möglich: gleiche Vorgehensweise bei PKV Gruppenvertrag über den AG bei der DKV

Stufe 3 - funktioniert allerdings nur, solange Sie noch GKV versichert sind: Es gibt meiner Kenntnis nach drei Versicherer, die für GKV Versicherte ein KT ohne Gesundheitsprüfung anbieten, allerdings stark limitiert (30.- € pro Tag?) und mit entsprechenden Wartezeiten versehen.

Zusammengefasst:
- Wechsel in PKV OHNE KT ist tatsächlich nicht ganz ungefährlich - vor allem auch, wenn keine vernünftige BU Absicherung vorhanden ist. immer dran denken: Auch nach Wegfall der Gehaltsfortzahlung durch den AG muss der KV Beitrag in voller Höhe weiter gezahlt werden
- Thema ist tatsächlich komplex, denke aber, anhand des obigen Fahrplanes lösbar

Viel Erfolg!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

9

Donnerstag, 3. Mai 2018, 21:01

Nochmal KT

Hallo,

Sorry für die Zwischenfrage: was macht man zum Thema KT bei einem beihilfeberechtigten Kleinkind, welches aktuell bei der Debeka versichert ist und das man gerne für später optimal aufstellen möchte? Gibt es Anwartschaften bzw. Optionstarife bei KT? Für den ambulanten Bereich ist vorgesorgt, hier besteht bei ggf. GKV Pflicht eine Anwartschaft auf einen ambulanten Kostenerstattungstarif. Stationär kann ja bei der Debeka bleiben, falls GKV Pflicht eintritt (mit Option für eine spätere Vollversicherung analog dem Fall hier, falls Versicherungsfreiheit eintritt).

Danke für eventuelle Tipps.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yuser« (3. Mai 2018, 21:03)


10

Freitag, 4. Mai 2018, 12:42

Herr Wolnitza, besten Dank für Ihre Empfehlungen. Ich bin gerade dabei, mir einen Überblick zwischen Debeka N/NC und GKV Leistungen zu verschaffen. Leider relativ mühsam via Google, da ich keine Tabellen finden konnte, die einen Vergleich einfacher machen würden.

Bzgl. Anfragen auf dem "kleinen Dienstweg" - kann das auch ein Makler/Berater gegen Entgelt übernehmen? Ich hatte bereits einen Kollegen kontaktiert, aber bisher noch keine Antwort erhalten.

Ein mögliches Ergebnis ist natürlich auch der Verbleib in der GKV. Spezialfrage für Cassiesmann: Kann in meiner Konstellation auch ein ruhender Vertrag in Zusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung umgewandelt werden? Z.B. 1-Bett-Zimmer im KH ist ein Punkt, der für mich relevant wäre, bisher aber nicht mitversichert war.

Danke!

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