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Donnerstag, 4. Januar 2018, 15:39

Wechsel SB-Stufe - Vor- und Nachteile?

Hallo,

ich bin 29 Jahre alt, selbständig (nebenbei habe ich derzeit noch einen Minijob als Fußballspieler) und seit Jahren privat bei der Gothaer krankenversichert (Bisex-Welt), derzeit im Max 1 (dazu noch den MediPrävent, MediTravel und die PVN). Ich überlege nun in den Max 2 zu wechseln und damit in die höhere Selbstbeteiligungsstufe (2.784 Euro / Jahr statt derzeit 1.344 Euro / Jahr). Ich habe für die Umstellung bereits ein Angebot von der Gothaer erhalten. Eine Gesundheitsprüfung ist nicht notwendig.

Monatlicher Gesamtbeitrag mit Max 1: 366,99 Euro – im Jahr: 4.403,88 Euro

Neuer monatlicher Gesamtbeitrag mit Max 2: 237,45 Euro – im Jahr: 2.849,40 Euro

Beitragsersparnis nach Wechsel pro Monat: 129,54 Euro – im Jahr: 1.554,48 Euro

Differenz zwischen alter SB und neuer SB: 1.440 Euro

Meinen Berechnungen zu Folge wäre selbst im worst-case (2.784 Euro und mehr an Krankheitskosten) der Wechsel zum Max 2 für mich vorteilhafter, weil günstiger. Bei Krankheitskosten bis zur alten SB-Höhe von 1.344 Euro spare ich das Maximum von 1.554,48 Euro. Danach wird die Differenz entsprechend kleiner.

Welche Nachteile der Erhöhung der Selbstbeteiligung sehe ich aber vielleicht nicht? Einen Arbeitgeber, der einen Teil der Beiträge zahlt, gibt es für mich als Selbständigen nicht, ich trage die Beiträge so oder so allein. Steuerlich sind die Beiträge Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen), hier sind aber sowieso nur 2.800 Euro für Selbstständige im Jahr absetzbar und da dort beispielsweise auch Beiträge für weitere Versicherungen reinzählen, wird die Summe so oder so ausgeschöpft. Wobei ja die Basiskrankenversicherung in voller Höhe absetzbar ist (für das Jahr 2016 waren das 2.725,92 Euro meines Jahresbeitrags, die auf die Basiskrankenversicherung entfielen)... In den nächsten Jahren würde ich bei der alten SB-Höhe sicherlich durch Beitragsanpassungen über die 2.800 kommen und damit mehr absetzen können als bei der neuen, höheren SB. Bekannt ist aber auch nicht, inwiefern sich der gesetzlich festgelegte Betrag von 2.800 Euro in den nächsten Jahren ändern wird...

Habe ich noch was übersehen?

Barmer

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Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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Sonntag, 7. Januar 2018, 14:43

Hallo,

ich meine ja, denn es sollten meines Erachtens von dem derzeitigen Betrag von 4400 EUR/a deutlich mehr abzusetzen sein als die 2800 EUR. Beziehungsweise von dem neuen Beitrag erheblich weniger. Irgendwas an der Rechnung scheint mir insofern nicht zu stimmen.

Davon abgesehen ist das Ganze schon vernünftig. Eine höhere Selbstbeteiligung erhöht auch die Chance auf eine Beitragrückerstattung. Man weiß allerdings nicht, wie sich die Beitragsdifferenzen in der Zukunft entwickeln werden (auch Selbstbehalte können bzw. müssen angepasst werden) und ein Weg zurück wird sicherlich mit einer Gesundheitsprüfung verbunden sein.

Viel Glück

Barmer

3

Sonntag, 7. Januar 2018, 20:41

Beitragsrückerstattung hat der Tarif generell nicht.

Wie gesagt, die 2.725,92 Euro sind für die Basiskrankenversicherung in 2016 gewesen, die voll absetzbar ist, dazu noch die Pflegepflichtversicherung, die auch voll absetzbar ist, machte zusammen etwas über 2.900 Euro. Die restlichen 800 Euro Beitrag damals waren sonstige Aufwendungen gemäß §10 Abs 1 Nr. 3a EStG (und die wären halt nur absetzbar, wenn die 2.800 noch nicht ausgeschöpft sind). 2017 war es sicherlich mehr von meinem Beitrag, weil es Anfang 2017 eine BAP von +16 % gab. Auskunft über die genauen absetzbaren Höhen für 2017 bekomme ich aber voraussichtlich erst im Februar, wenn ich von der Gothaer die genaue Auflistung fürs Vorjahr bekomme.

Barmer

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4

Montag, 8. Januar 2018, 14:29

Hallo, Sie schrieben vorher von einem Jahresbeitrag von 4400 EUR p.a., die Differenz zu 2700 EUR ist extrem ungewöhnlich. Und wenn es denn so ist, wären bei dem neuen Beitrag sicher ~ 1000 EUR weniger an anrechenbarem Beitrag. Das wird nicht schlimm sein, wenn Sie noch ein paar andere Versicherungen haben, mit denen Sie die Lücke zu 2800 EUR füllen können.

Viel Glück

Barmer

5

Dienstag, 9. Januar 2018, 01:16

Die 4.403,88 Euro waren der Beitrag für 2017. Eine Aufschlüsselung der Beiträge nach Basiskrankenversicherung und sonstigen Vorsorgeaufwendungen gemäß §10 Abs. 1 Nr. 3a EStG erhalte ich wie geschrieben aber voraussichtlich erst nächsten Monat, ich rechne aber mit etwa 3.200 Euro...

Die 2.725,92 Euro bezogen sich auf den Teil meiner Krankenversicherung in 2016, also ein Jahr vorher, der der Basiskrankenversicherung entspricht. Der komplette Beitrag in 2016 waren 3.715,68 in 2016 (2.725,92 entfielen davon auf die Basiskrankenversicherung, 795,24 auf die sonstigen Vorsorgeaufwendungen gemäß §10 Abs. 1 Nr. 3a EStG, 195,24 Euro waren für die Pflegepflichtversicherung). Das kommt schon hin, denn als Faustregel gilt, dass ca. 80% der PKV-Beiträge als Basiskrankenversicherung anerkannt werden. Die genaue Rechenformel für die steuermindernden Beiträge ist kompliziert und erfolgt nach der Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung (KVBEVO). Siehe auch https://www.derprivatpatient.de/kann-ich…steuer-absetzen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maltissimo« (9. Januar 2018, 14:39)


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