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Samstag, 18. November 2017, 11:07

Zahnzusatzversicherung - aber welche?

Hallo,

seit Monaten vergleiche ich schon Zahnzusatzversicherungen. Ich weiß einfach nicht, was ich nehmen soll, weil die zum Teil schon sehr teuer sind und man eine Entscheidung fürs Leben trifft.
Ich bin 28 Jahre alt, Beamter und in der Heilfürsorge krankenversichert. Ich habe momentan jährliche Zahnarztkosten von ca. 230 Euro (80 Zahnreinigung und 150 Kunststofffüllungen).

Sollte ich jetzt eine Versicherung bei der DBV nehmen, die "nur" 14,50 Euro kostet, aber nur 75 % zahlt, dafür der Beitrag aber bleibt oder bei der Bayrischen 21,50 die bis zu 100% zahlen, dort aber der Beitrag beim älterwerden erhöht wird?

Es wäre sehr nett, wenn ihr mir ein paar Tipps oder Empfehlungen an die Hand geben könntet. Danke!

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Samstag, 18. November 2017, 19:57

Prioritäten festlegen

Hallo,

du solltest am Anfang überlegen ob du neben Zahnbehandlung auch Zahnersatz absichern möchtest. Dann spielt es eine Rolle in welcher Höhe sie was erstatten. Und natürlich ist auch die Beitragsentwicklung nicht unerheblich. Hierbei sind Versicherungen besser, die mit den Geldern ihrer Kunden und den daraus entstehenden Kapitalanlagen besser wirtschaften. Wichtig ist auch die Frage: Möchte ich einen Tarif der ohne eine Liste der erstattungsfähigen Materialien und Leistungen auskommt? Wenn im Tarif eine solche Liste hinterlegt ist, werden nur bestimmte Leistungen und Materialien erstattet. Es stellt sich auch die Frage, ob es ein Tarif sein soll der nach Abzug der Leistungen einer KV erstattet oder einer der prozentual auf die gesamte Rechnung erstattet.

maiksfrischkäsesblog.com

Grüße

EDIT by
MOD CM

RocklandSports

Versicherungsprofi

Beiträge: 56

Beruf: Versicherungskaufmann

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3

Samstag, 18. November 2017, 22:44

Hallo,


die prozentuale Erstattung (80%,90% etc.) bezieht sich bei den meisten Versicherern auf die Erstattung INKLUSIVE Vorleistungen der GKV oder eben der freien Heilfürsorge.


Schließen Sie als Beamter mit Heilfürsorge einen solchen Tarif ab, der z.B. 80 oder 90% inklusive Vorleistung der freien Heilfürsorge übernimmt, dann profitiert letztlich nur die Versicherung von der - gegenüber einem GKV-Versicherten - höheren Zahnersatzleistung.

Suchen Sie daher bevorzugt einen Zahntarif aus, der seine prozentuale Leistung unabhängig vom Zuschuss der GKV bzw. freien Heilfürsorge erbringt. Dann reicht Ihnen mitunter auch ein etwas günstigerer Tarif, der z.B. nur 50% zuzüglich Vorleistungen der freien Heilfürsorge übernimmt. Damit kommen Sie dann nämlich aufgrund des doppelten Festzuschusses auch auf ähnlich hohe Gesamtleistungen.


Des weiteren ist zu Prüfen wie die Zugangsvorraussetzungen bei den Versicherern gestrickt sind. Bei den meisten Versicherern gilt explizit die Mitgliedschaft in einer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung als Zugangsvoraussetzung nennen.

Viele Zahnzusatzversicherungen setzen das nicht mit der freien Heilfürsorge gleich und lehnen Personen mit Anspruch auf Heilfürsorge ab.


Ein weiterer überlegenswerter Punkt:
Sie starten relativ jung mit einer Zahnzusatzversicherung. Hier können Sie von niedrigeren Prämien profitieren. Daher auch darauf achten, wie der jeweilige Tarif kalkuliert ist. Ist der bspweise nach Art der Schadenversicherung ohne Altersrückstellungen kalkuliert, so wird der Beitrag automatisch auch bei einer positiven Combined-Ratio (Verhältnis Prämie zu Kosten) steigen. Das können bei einem hochwertigen Tarif schnell mal 80 EUR monatlich werden, wobei natürlich nicht zu vergessen ist, dass Sie im Alter ohnehin die freie Heilfürsorge gegen Beihilfe + (idealerweise) 50% PKV (mit bereits entsprechender bestehender Anwartschaft), wo Sie ohnehin andere Möglichkeiten der Absicherung haben.

Sie sollten im eigenen Interesse keine Eigenversuche über das Internet versuchen, sondern direkt zu einem (Fach-)Makler gehen. Die Prämien sind ohnehin die selben - Sie haben aber den Vorteil einer Beratung, Dokumentation und im Zweifelsfall einer Haftung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RocklandSports« (18. November 2017, 22:53)


Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 622

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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4

Samstag, 18. November 2017, 23:04

Hallo, Sie haben hoffentlich und sicherlich eine Anwartschaftsversicherung groß oder klein für den späteren Übergang auf die Beihilfe. Vorrangig würde ich prüfen, was der gleiche Versicherer anbietet. Ob zum Beispiel ein Übergang von der Zusatzversicherung zur Heilfürsorge auf den Beihilfe-Ergänzungstarif vorgesehen ist.

Bei Zahntarifen spielt die Alterungsrückstellung keine große Rolle, vor allem nicht, wenn mit 55 der Übergang in die Beihilfetarife erfolgt.

Viel Glück
Barmer

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