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Mittwoch, 1. Februar 2017, 11:13

Antrag PKV mit Beihilfeberechtigung / wie umfangreich

Guten Morgen zusammen,

ich habe für den Antrag bei einer PKV, für die eine Aufstellung der ambulanten Behandlungen der letzten 3 und der stationären Behandlungen der letzten 5 Jahre nötig ist, wirklich jede klitzekleine Kleinigkeit aufgeschrieben. Ich habe mir von allen Ärzten, bei denen ich war einen Ausdruck meiner Besuche geben lassen und eine Tabelle erstellt, z.B.:

1.2.15 Arztbesuch wegen Halsschmerzen; Diagnose: Erkältung.
8.3.15. Fußschmerzen; Diagnose: Gelenk leicht verstaucht

Weiterhin habe ich von allen Vorsorgeuntersuchungen (Blut, Ultraschall Organe etc) Kopien mitgeschickt, von allen Diagnosen auch (Allergien etc.) und ebenso von jedem verschriebenen Medikament.

Da kam einiges zusammen ?( .

Nun zu meiner Frage: Eine Bekannte, die diesen Antrag auch gerade stellt, meinte, dass sei total überflüssig, sie habe nur das angegeben, was sie an Grunderkrankungen hat und das sie ein paar Mal wegen Erkältung etc. krankgeschrieben war.

Ich hingegen dachte, ich gebe lieber alles an und nehme das Risiko des höheren Betrages oder Ausschlusses in Kauf, als etwas nicht zu erwähnen. In den Internetforen habe ich gelesen, dass es sonst zu Komplikationen kommen könnte, wenn man mal eine Erkrankung hat.

Was meint ihr?

LG Biggi

2

Mittwoch, 1. Februar 2017, 12:17

Hallo Biggi,

jeder der eine PKV beantragt sollte eins bedenken: Im Leistungsfall - dann, wenn es einem nicht gut geht- möchte man eine schnelle und einfache Kostenerstattung. Und dann interessiert es einen selbst nicht mehr, was man vor wenigen Jahren im Antrag angegeben hat - den Versicherer aber schon!

Grundsätzlich sind sämtliche Fragen, welcher der Versicherer im Antrag schriftlich stellt wahrheitsgemäß zu beantworten. In einigen Fällen kann dies durchaus recht umfangreich sein. Auch hat dies noch keine Aussagekraft ob Zuschläge oder Ausschlüsse notwendig werden. Man darf hier auf keinen Fall meinen, dass man nur das angegeben "muss", was man selbst für wichtig hält. Das ist definitiv falsch und kann zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Eigene Interpretationen sind nicht zulässig - daher nochmal, das was schriftlich gefragt wird, muss beantwortet werden. Aber eben auch nicht mehr.

Schließlich schließe ich einen solchen Vertrag i. d. R. für den Rest meines Lebens ab. Da ist es völlig irrsinnig bei den Antragsfragen einen Fehler zu begehen.

Gerade wenn man dies in Eigenregie macht können zahlreiche Fehler gemacht werden, daher ist hier immer der Rat / Hilfestellung eines fähigen Vermittler in Anspruch zu nehmen - und nein, die KV-Prämien sind dadurch nicht billiger oder teuer.





Viel Erfolg dabei und besten Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 261

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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3

Mittwoch, 1. Februar 2017, 20:49

Moin,

aus der Sicht des Fachmannes hast du EINES richtig gemacht, aber gleichzeitig ZWEI Dinge falsch:

Zunächst einmal:
Nun zu meiner Frage: Eine Bekannte, die diesen Antrag auch gerade stellt, meinte, dass sei total überflüssig, sie habe nur das angegeben, was sie an Grunderkrankungen hat und das sie ein paar Mal wegen Erkältung etc. krankgeschrieben war.

Ob das, was Deine Bekannte unter Grunderkrankungen versteht, das gleiche ist, wie das, was der Versicherer darunter versteht, wenn er zahlen muss?
Wäre ich mir nicht ganz so sicher.

Richtig:
Du hast Dir offensichtlich Deine persönlichen Arztakten besorgt - gut so, denn hier schlummern oft unangenehme Diagnosen, die einem so vorher gar nicht bewusst waren und gelegentlich der Korrektur bedürfen, weil sie nicht den Tatsachen entsprechen.

Falsch 1:
Du versuchst, mit rudimentärem Teilwissen (sag ich jetzt einfach mal so - sorry) einen Versicherungschutz zu bewerten, zu vergleichen und zu beantragen, der über immense Bedeutung verfügt.
Hat der Kollege je schon was zu geschrieben.
Risiko einer falschen Auswahl oder einer fehlerhaften Beantwortung der Antragsfragen trägst Du.
Alternative: Makler einschalten, dann trägt der einen Grossteil des Risikos.

Falsch 2:
Es gibt keinen Grund, dem Versicherer alle Befunde und Unterlagen zu schicken - das ist eher kontraproduktiv!
Risikoprüfer hat u.U. keinen Bock, sich den ganzen Berg genauer anzuschauen - sowas soll vorkommen - die haben auch Ihre Vorgaben pro Bearbeitungsfall.
Siehe oben: Richtig - u.U. schlummern in den Akten Diagnosebezeichnungen, die so gar nicht zutreffen und den Versicherer zu falschen Reaktionen veranlassen.
(die man z.B. mit einer vorherigen Korrektur durch den Arzt hätte beheben können)

Viel Erfolg bei Deinem weiteren Vorgehen!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

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