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Sonntag, 3. Januar 2016, 13:09

Pflege-ZUSATZ-Versicherung sinnvoll bei Singles?

Liebes Forum,

in der letzten Zeit habe ich mich mit dem Thema Pflegezusatzversicherung beschäftigt. Ich bin mir aber noch nicht schlüssig, unter welchen Umständen sie sinnvoll ist. Diese drei widersprüchlichen Aussagen verunsichern mich zutiefst:
  • Auf den Seiten des BdV steht, dass der Pflegezusatz insbesondere dazu da ist, um Angehörige vor hohen Zahlungen zu schützen. Auch der Makler Helberg schreibt dies auf seiner Seite. Ähnliche Aussagen habe ich auch hier im Forum gefunden.
  • Ein Vertreter der Debeka sagte mir vor kurzem, dass ein Pflegezusatz immer sinnvoll sei (auch unabhängig von der familiären Situation), da die Kosten unabhängig von der familiären Situation entstünden.
  • Vor einiger Zeit erschien in der FAZ ein Artikel, in dem stand, dass ein Pflegezusatz fast immer sinnlos sei, da man im Pflegefall lieber sein Vermögen (z.B. Immobilie) verzehren sollte. Zur Not würde das Sozialamt zahlen. Man sollte sich die Prämie im wahrsten Sinne des Wortes sparen, d.h. mit den gesparten Beiträgen selbst Rücklagen bilden.

Kurz zu meiner Situation:
  1. Für meine Eltern soll definitiv ein Pflegezusatz abgeschlossen werden, um mich vor hohen Zahlungsverpflichtungen zu schützen bzw. um das Vermögen meiner Eltern zu schützen (Erhalt des Erbes).
  2. Nun zu mir: Ich bin Ende 20, Single, habe keine Kinder und plane auch keine Familiengründung. Natürlich kann ich es nicht ausschließen, dass ich doch mal Frau/Kinder haben könnte. Ich habe derzeit niemanden, den ich versorgen muss (außer ggf. Eltern).
  3. Die Beiträge zu einer Pflegezusatzversicherung könnte ich mir finanziell leisten.
  4. Meine Gesundheit ist etwas angeschlagen, daher wird es mit der Gesundheitsprüfung schwierig.
  5. Eine BU habe ich zum Glück schon. (Ein Neuabschluss wäre aufgrund meiner Vorerkrankungen derzeit schwierig.) Der Pflegezusatz wäre also eine Ergänzung zur BU.
So, jetzt hätte ich gern mal eine ehrliche Meinung: Ist es für einen Single Ende 20 wirklich sinnvoll, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen? Oder soll ich mit einem möglichen Abschluss warten, bis ich (eventuell) doch Frau/Kinder habe?


Meine Gedanken:
  • Ich könnte mein Vermögen schützen, sollte ich zum Pflegefall werden. Aber wem nützt dies, wenn ich keine Frau/Kinder habe?
  • Soll ich mich jeztz schon für die Eventualität versichern, dass ich z.B. in 10 Jahren doch Angehörige haben werde und ich mich in 10 Jahren aufgrund von noch schwerwiegenderen Vorerkrankungen nicht mehr sinnvoll absichern kann?
  • Theoretischer Fall: Sowohl meine Eltern als auch ich werden alle zum Pflegefall.

Ich hätte gern Denkanstöße und Tipps.
Vielen Dank im Voraus. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »AG_cm« (3. Januar 2016, 13:33)


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Sonntag, 3. Januar 2016, 17:32

Kurz zu meiner Situation:
  1. Für meine Eltern soll definitiv ein Pflegezusatz abgeschlossen werden, um mich vor hohen Zahlungsverpflichtungen zu schützen bzw. um das Vermögen meiner Eltern zu schützen (Erhalt des Erbes).
  2. Nun zu mir: Ich bin Ende 20, Single, habe keine Kinder und plane auch keine Familiengründung. Natürlich kann ich es nicht ausschließen, dass ich doch mal Frau/Kinder haben könnte. Ich habe derzeit niemanden, den ich versorgen muss (außer ggf. Eltern).
  3. Die Beiträge zu einer Pflegezusatzversicherung könnte ich mir finanziell leisten.
  4. Meine Gesundheit ist etwas angeschlagen, daher wird es mit der Gesundheitsprüfung schwierig.
  5. Eine BU habe ich zum Glück schon. (Ein Neuabschluss wäre aufgrund meiner Vorerkrankungen derzeit schwierig.) Der Pflegezusatz wäre also eine Ergänzung zur BU.
So, jetzt hätte ich gern mal eine ehrliche Meinung: Ist es für einen Single Ende 20 wirklich sinnvoll, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen? Oder soll ich mit einem möglichen Abschluss warten, bis ich (eventuell) doch Frau/Kinder habe?


Optimal wäre für dich wohl eine Pflegezusatzversicherung, für die Beiträge/Leistungen erst sehr niedrig sind und die eine Erhöhung der Beiträge/Leistungen bei Ereignissen wie Geburt bietet. Alternativ wäre auch eine Anwartschaft denkbar. Ob es soetwas gibt, weiß ich nicht.
Ansonsten solltest du dir halt die Frage stellen: wirst du mit 30 oder 40 oder wann auch immer dein Kind geboren wird (bzw. du ein Vermögen aufgebaut hast) noch gesundheitlich eine solche Versicherung abschließen können?

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Sonntag, 3. Januar 2016, 19:08

Zitat



Optimal wäre für dich wohl eine Pflegezusatzversicherung, für die
Beiträge/Leistungen erst sehr niedrig sind und die eine Erhöhung der
Beiträge/Leistungen bei Ereignissen wie Geburt bietet. Alternativ wäre
auch eine Anwartschaft denkbar. Ob es soetwas gibt, weiß ich nicht.

Ansonsten solltest du dir halt die Frage stellen: wirst du mit 30 oder
40 oder wann auch immer dein Kind geboren wird (bzw. du ein Vermögen
aufgebaut hast) noch gesundheitlich eine solche Versicherung abschließen
können?
An die Anwartschaft bzw. Erhöhungsoption ohne Gesundheitsprüfung habe ich auch schon gedacht. Das ist in der Tat ein interessanter Hinweis!
Zu den anderen beiden Punkten:
  • Vermögen habe ich ja schon aufgebaut. Welchen Zusammenhang gibt es von meinem Vermögen zur Pflegezusatzversicherung? M.M.n gäbe es ihn nur, wenn ich das Vermögen später mal an Angehörige vererben wollte. Es gibt ja derzeit niemanden, den ich im Eventualfall begünstigen möchte. Sollte ich zum Pflegefall werden, verbrauche ich einfach mein Vermögen.
  • Es ist ja nicht die Frage, wann ein Kind geboren wird, sondern ob. Falls dieser Fall mal eintreten sollte: Ja, es könnte an den Gesundheitsfragen scheitern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AG_cm« (3. Januar 2016, 19:21)


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Sonntag, 3. Januar 2016, 20:57

  • Vermögen habe ich ja schon aufgebaut. Welchen Zusammenhang gibt es von meinem Vermögen zur Pflegezusatzversicherung? M.M.n gäbe es ihn nur, wenn ich das Vermögen später mal an Angehörige vererben wollte. Es gibt ja derzeit niemanden, den ich im Eventualfall begünstigen möchte. Sollte ich zum Pflegefall werden, verbrauche ich einfach mein Vermögen.
[list]

Naja, nur weil du ein Pflegefall bist, heißt das ja nicht, dass plötzlich dein Leben vorbei ist oder?
Du kannst vielleicht nicht mehr arbeiten, aber genießt trotzdem dein Leben. Das geht mit Geld besser als ohne - egal ob pflegebedürftig oder nicht.
Die Frage wäre hier also: wie hoch ist die Lücke (jetzt und in Zukunft) der Pflichtpflegeversicherung und wie lange kannst du mit deinem Vermögen diese Lücke überhaupt stopfen - das hängt z.b. auch davon ab wo du wohnst usw.
Fakt ist: mit Zusatz hättest du in so einem Fall länger (oder überhaupt irgendwas) von deinem Vermögen - und ggf. auch lebenslang bessere Pflegebedingungen durch mehr Geld.[/list]

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Sonntag, 3. Januar 2016, 22:58

Zitat

Naja, nur weil du ein Pflegefall bist, heißt das ja nicht, dass plötzlich dein Leben vorbei ist oder?
Ich weiß nicht. Gibt es das, dass man für Jahrzehnte Pflegestufe II oder III hat und nicht stirbt? Wenn ich darüber nachdenke, scheint es diesen theoretischen Fall zu geben...

Zitat

Fakt ist: mit Zusatz hättest du in so einem Fall länger (oder überhaupt
irgendwas) von deinem Vermögen - und ggf. auch lebenslang bessere
Pflegebedingungen durch mehr Geld.
Den Gedanken finde ich interessant. Bei einer zu schwach ausgelegten BU redet man ja ketzerisch von einer "Hartz 4-Bremse". Wäre das hier nicht so ähnlich?
  1. Wenn ich ohne Zusatz zum Pflegefall werde: Ich verbrauche mein Vermögen. Danach springt der Staat ein.
  2. Wenn ich mit Zusatz zum Pflegefall werde: Mein Vermögen reicht viel länger, ggf. bis an mein Lebensende.

Jetzt wären Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu diskutieren:

Variante 1:
+ Man spart Beiträge
- Moralisch bedenklich, da man sich auf die Hilfe der Allgemeinheit verlässt (Sozialleistungen)
- Vermögen ist schneller aufgebraucht

Variante 2:
+ Vermögen hält länger
- Man muss Beiträge zahlen
- Man bekommt u.U. erst später Sozialleistungen (erst nach späterem Kapitalverzehr, "Hartz 4-Bremse")

Der eine Punkt ist mir noch nicht so ganz klar: Welchen Vorteil hat man als Pflegefall, wenn das Vermögen länger reicht? Kann man sich bessere Pflegeheime leisten?
Oder mal umgekehrt gefragt: Wenn man als Pflegefall auf Sozialleistungen angewiesen ist, muss man dann in ein billiges Heim gehen (mit deutlich schlechteren Leistungen)? Oder zahlt "das Amt" dann einfach das (Luxus-)Heim weiter, in dem man lebt?

RocklandSports

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6

Montag, 4. Januar 2016, 15:19

Hallo,

aus eigener Erfahrung: Ja, man kann länger mit Pflegestufe III "überleben". Genauer gesagt 29 Jahre waren es.

Als erstes:
Sie erhalten vom Staat immer nur die Mindestversorgung. Ergo kein Pflegeheim mit eigenen Appartments, sondern die günstigere Alternative in Form von Stationsstruktur. Sprich mehrere "Patienten/Bewohner" auf einem Zimmer. Ein Auszug aus einem Luxus-Pflegeheim wird nicht passieren, da Sie dort ohnehin nicht reinkommen, ohne dass die Bezahlung mehr oder minder bis zum durchschn. Lebensende gesichert ist (sei es durch ausreichende Rente, Rentenversicherungen, Zusatzversicherungen etc.) - ebenfalls selbst erfahren. So ist es zumindest bei 95% der sog. gehobenen Seniorenresidenzen.

Des weiteren ist ja auch eine Hauspflege möglich und oftmals im Alter gewünscht, da man eben die gewohnte Umgebung nicht verlassen möchte. Hier wird dann die Bezuschussung durch den Staat nochmal halbiert (bei Pflegestufe III) und der Eigenanteil aliquot höher.

Der durchschnittliche Eigenanteil liegt momentan je nach Lokation bei ca. 1300-1600 EUR monatlich bei Pflegestufe III. Mit einer Förderpflege mit Ihrem Einstiegsalter (im übrigen ohne Gesundheitsfragen!) können Sie diese Lücke schon je nach Wohnort komplett schließen. Und das für 10,-- EUR Monatsbeitrag...


Spielen wir mal Variante 1 durch:
Die Solidargemeinschaft kann/muss die finanziellen Belastungen nicht mehr tragen (der allgemeine Trend geht ja immer mehr in diese Richtung / siehe Änderungen der EMR, Krankenkassenleistungen, Arbeitslosengeld in den letzten Jahren), was passiert dann?

Was passiert denn, wenn Sie bereits, aus welchem Grund auch immer, in 5 Jahren zum Pflegefall werden? Dann gibt es trotz Single-dasein immer noch Verwandte, die dann zur Kasse gebeten werden! (auch das aus eigener Erfahrung)


Meine persönliche Meinung zu dieser Geschichte: Das Eisen schmieden solange es noch heiß genug ist. Förderpflege abschließen + evtl. eine Individualpflege. Mit Ihrem Eintrittsalter können Sie schon für ein paar Euro im Monat den Worst-Case in diesem Bereich ausschließen. Das wäre es mir wert, mein Vermögen und vorallem das meiner Eltern zu schützen.

7

Montag, 4. Januar 2016, 23:12

Hallo RocklandSports,

vielen Dank für Ihre informative Auskuft!

Zitat

Ein Auszug aus einem Luxus-Pflegeheim wird nicht passieren, da Sie dort
ohnehin nicht reinkommen, ohne dass die Bezahlung mehr oder minder bis
zum durchschn. Lebensende gesichert ist (sei es durch ausreichende
Rente, Rentenversicherungen, Zusatzversicherungen etc.) - ebenfalls
selbst erfahren.
Wie soll ich das denn jetzt verstehen? Wenn man in ein besseres Pflegeheim will, muss man Vermögens- oder Einkommensnachweise vorlegen?


Zitat

Der durchschnittliche Eigenanteil liegt momentan je nach Lokation bei
ca. 1300-1600 EUR monatlich bei Pflegestufe III. Mit einer Förderpflege
mit Ihrem Einstiegsalter (im übrigen ohne Gesundheitsfragen!) können Sie
diese Lücke schon je nach Wohnort komplett schließen. Und das für 10,--
EUR Monatsbeitrag...
Ehrlicherweise muss man hierzu aber sagen, dass diejenigen Fördertarife, die bei mir in Stufe III deutlich mehr als 1000 € leisten würden, dafür sehr schwach in den unteren Pflegestufen sind. Wenn man einen Tarif wählt, der in Stufe I und II schon mehr leistet, komme ich eher auf gut 700 € in Stufe III. (Das habe ich selbst anhand eines beispielhaften Vergleichs von Debeka vs. UKV festgestellt.)



Zitat

Spielen wir mal Variante 1 durch:

Die Solidargemeinschaft kann/muss die finanziellen Belastungen nicht
mehr tragen (der allgemeine Trend geht ja immer mehr in diese Richtung /
siehe Änderungen der EMR, Krankenkassenleistungen, Arbeitslosengeld in
den letzten Jahren), was passiert dann?
Aus einer globalen Perspektive heraus gebe ich Ihnen Recht. Gerade in Sachen Pflege ist in der Vergangenheit aber das Gegenteil passiert. Die Leistungen wurden immer mehr aufgestockt - sowohl in der sozialen Pflegeversicherung als auch in der Beihilfe für Beamte. Ich würde allerdings nicht darauf wetten, dass es in Zukunft viel besser wird als jetzt. Denn die Kostenbelastung in den Stufen II und III ist - außer bei Beamten - immer noch enorm.



Zitat

Dann gibt es trotz Single-dasein immer noch Verwandte, die dann zur Kasse gebeten werden!
Da wären wohl meine Eltern, ja. Einen Pflegefall in der Familie (Standard-Heim) könnten wir uns wohl ohne Versicherung leisten. Wenn es aber mehr wird, geht es ans Vermögen.
Welche Verwandten werden denn noch herangezogen? Ich habe nur Eltern, keine Geschwister. Kommen auch Tanten, Cousinen etc. in Frage?

RocklandSports

Versicherungsprofi

Beiträge: 58

Beruf: Versicherungskaufmann

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8

Dienstag, 5. Januar 2016, 00:19

Richtig, es gibt (Trend geht immer weiter dahin) diverse Häuser, die Einkommensnachweise verlangen. Hat einfach was mit der Verarmungsrate im Alter in Verbindung mit notwendiger Vollpflege zu tun und der großen Lücken in der Absicherung - insbesondere in gehobeneren Häusern, da dort einfach alles wesentlich teurer ist.(Beispiel Hilfe für großen Toilettengang: 6,39 EUR vs. 18,68 EUR)

Das Prozedere lässt sich relativ leicht an einem Beispiel, was so existent ist, erklären:


Das Seniorenstift vermietet die Appartments (1,2 oder 3 Zimmer stehen zur Auswahl) inkl. Verpflegung, Putzfrau, Hausmeister/Handwerkerservice
Die Tochterfirma A bietet die Verpflegung an und stellt diese her.
Die Tochterfirma B bietet den Putzservice.
Die Tochterfirma C bietet den Handwerkerservice.
Für Sie als Bewohner natürlich nicht ersichtlich, denn für Sie ist alles mit der Pauschalmiete abgegolten.

Optional:
Die Tochterfirma D bietet den Pflegeservice - der kommt dann nochmal "on Top".

Voraussetzung für einen Einzug bis Jahr 2000: Mindestrente i.H.v. (umgerechnet) ca. 2900,-- EUR, ab 2001 ca. 3900,-- EUR. Alternativ: Barvermögen in Höhe von min. 500.000 EUR treuhänderisch hinterlegt zu Gunsten des Seniorenstiftes
zzgl. 35.000 EUR Kaution (bei 3-Zimmer-Appartments)

Wartezeit auf ein 3-Zimmer-Appartment: 3-4 Jahre!

Ich rede hier natürlich von keinem Pflegeheim im klassischen Sinne, sondern einem gehobenen Seniorenstift mit integriertem Pflegedienst.



Natürlich haben Sie Recht betreffend der Förderpflege. Ich sprach ja auch "nur" von der Pflegestufe III. Für eine 100%ige Absicherung kommt man selbstverständlich um eine zusätzliche individuelle Pflegezusatz nicht herum.



Natürlich ist in der Pflege einiges in der gesetzl. Absicherung passiert. Das war in der gesetzlichen Krankenversicherung mal genauso. Hat einfach damit zu tun, dass das Thema immer präsenter wird und die Altersarmut und dadurch die finanzielle Belastung der Solidargemeinschaft steigt. Tendenz steigend - da mehr pflegerelevante Erkrankungen "aufkeimen", die häusliche Pflege durch Verwandte immer stärker stagniert aufgrund von versch. Faktoren, die Lebenserwartung dank der mediz. Versorgung steigt (auch bei bereits Pflegebedürftigen) etc. pp.

Das Thema Pflege ist für mich ähnlich gelagert wie das mit der Altersvorsorge: Heutzutage ist jedem klar, dass die Renten nicht reichen werden und daher eine private Vorsorge unabdingbar ist. Und irgendwann wird das bisherige System zusammenbrechen (müssen). Allein schon des demografischen Wandels geschuldet.


Zum Thema Unterhaltspflicht:

Gem. §1601 BGB ist die Unterhaltspflicht geregelt. Hierbei wird nur die direkte Verwandtenlinie aufgeführt (Eltern <-> Kinder). Die Seitenlinie ist ausgenommen.
Im Falle des Falles gibts auch hier Schonvermögen die aufgebaut werden können (ein Schelm wer böses denkt...) die natürlich nur für eins da sein sollen: nämlich die Absicherung des eigenen Pflegefalls.


Noch etwas erfreuliches:
Habe vor kurzem noch ein Urteil des BGH gelesen - welches endlich die Einkommensgrenze regelt. Die liegt bei ca. 1.500,-- EUR bereinigtem Nettoeinkommen für einen Single/Witwer-in

Praxistipp: Die Sozialämter bzw. deren Erfüllungsgehilfen weisen natürlich nicht darauf hin und kennen dieses Urteil teilweise auch gar nicht.

9

Dienstag, 5. Januar 2016, 22:12

Zitat

Gem. §1601 BGB ist die Unterhaltspflicht geregelt. Hierbei wird nur die
direkte Verwandtenlinie aufgeführt (Eltern <-> Kinder). Die
Seitenlinie ist ausgenommen.

Dann sind bei mir wohl nur meine Eltern und ich in der Betrachtung relevant.



Zitat

Im Falle des Falles gibts auch hier Schonvermögen die aufgebaut werden
können (ein Schelm wer böses denkt...) die natürlich nur für eins da
sein sollen: nämlich die Absicherung des eigenen Pflegefalls.
Naja, groß ist das Schonvermögen bei jungen Leuten nicht... Bei älteren Leuten passt es schon eher.



Zitat

Praxistipp: Die Sozialämter bzw. deren Erfüllungsgehilfen weisen
natürlich nicht darauf hin und kennen dieses Urteil teilweise auch gar
nicht.
Jepp, wenn es mal ernst werden sollte, wäre es ratsam, sich wegen der Unterhaltspflicht eine spezialisierte Rechtsberatung zu leisten.

Kölsch

unregistriert

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 13:21

Auch wir standen - allerdings als Familie mit zu versorgenden Kindern - vor der Entscheidung zur Pflegezusatzversicherung.

Aber die geringen Prämien für eine lebenslange Deckung entsprachen summiert in etwa einem Jahr Leistung aus der Pflegeversicherung. Da gab es für uns keine lange Entscheidungsfindung, zumal Kinder in unseren Tarifen auch prämienfrei mitversichert sind.

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