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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 14:10

KHT Versicherung versucht sich um Zahlung zu drücken ?

Guten Tag alle miteinander,

Ich bin im Besitz einer privaten Krankenzusatzversicherung in Form einer Krankenhaustagegeldversicherung bei der Signal Iduna Gruppe. Diese zahlt mir bei stationärer Krankenhausbehandlung, stationärer Anschlussheilbehandlung und stationärer Psychotherapie einen Betrag von 30,68€ pro Tag. Nun befand ich mich vom 18. bis einschließlich 27. November in stationärer Krankenhausbehandlung in der psychiatrischen Abteilung des städtischen Krankenhauses, einer sogenannten Akutstation wegen die einer sogenannten dissozialen Persönlichkeitsstörung. Hier wurde die Diagnostik, die Einstellung der medikamentösen Behandlung, Ergotherapie und Psychotherapie durchgeführt. Es war keine Rehabilitation. Ich habe nach Abschluss der Krankenhausbehandlung eine Bescheinigung bei der Versicherung eingereicht. Auf dieser Bescheinigung stand auch nochmal explizit "Herr XY befand sich von Datum X bis Datum Y in stationärer Krankenhausbehandlung." Als ich mich telefonisch nach dem Stand der Bearbeitung erkundigte, sagte man mir, dass mein Aufenthalt sich nach einer Rehabilitation anhören würde. Es war jedoch eine stationäre Krankenhausbehandlung die im städtischen Krankenhaus stattgefunden hat. Erstens wird eine Rehabilitation nicht im städtischen Krankenhause durchgeführt und dauert um einiges länger. Zudem wird eine Rehabilitation von der Rentenversicherung getragen, was in meinem Fall nicht gegeben war. Die Krankenkasse trägt die Kosten.

Nachdem diese Schiene nicht gefahren werden konnte, versuchte die Versicherung es unter dem Deckmantel der medizinischen Notwendigkeit. Nur ein Arzt oder medizinischer Gutachter kann diese Notwendigkeit beurteilen. Ein Gutachter wurde nicht hinzugezogen, denn bislang hängt die Bearbeitung in der Leistungsabteilung und stagniert gegenwärtig. Mir ist bekannt, dass eine medizinische Notwendigkeit nicht vorliegt, wenn eine Übermaßbehandlung durchgeführt wurde, keine Krankheit vorgelegen hat oder aus objektiver Sicht eine Behandlung nicht zum Behandlungserfolg führen konnte. Soweit bin ich auch informiert.

Was kann ich tun, um doch noch zu meinem Recht zu kommen ?

pas-ko

V.I.P.

Beiträge: 611

Wohnort: Nauort

Beruf: Versicherungsfachwirt (IHK)

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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 22:15

Nabend,

also wenn ich nachrechne, vom 18.11. bis 27.11., das sind dann je nach Bedingungen 8, max. 10 Tagessätze. Also etwas um die 300 EUR. Und Du redest vom November diesen Jahres und nicht 2014?

Lass denen mal ein bissl Zeit, zu entscheiden, ob sie diese horrende Summe aufbringen können.

Spass bei Seite... Warte wirklich noch etwas ab. Die Forderungshöhe ist ja überschaubar und bedeutet nicht gleich den Ruin für Dich.

Leider gibt es keinen Paragraphen, der es dem Versicherer vorschreibt, innerhalb welchen Zeitraumes er seine Leistungsprüfung zu erbringen hat. Perfide daran ist nur, dass der Versicherer seine Entschädigung erst nach Abschluss der Schadenbearbeitung schuldet, nicht vorher!

Erfülle Deine Mitwirkungspflichten (Obliegenheiten!) sehr sorgfältig und gib ihnen (fast) alle Auskünfte, die sie fordern.

Und wenn es zu einer Ablehnung des Schadenfalles kommen sollte, schaltest Du den Ombudsmann ein. Dessen Schlichterspruch in dieser Angelegenheit ist für den Versicherer in der vorgenannten Schadenhöhe bindend; Du hingegen hast dann noch immer die Möglichkeit, einen Anwalt einzuschalten.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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Freitag, 11. Dezember 2015, 09:35

Möglicherweise fragt sich der Versicherer, der das KHT zahlen soll, warum dafür keine ambulante Abklärung/Behandlung durchgeführt wurde, sondern ein 10-tägiger stationärer Aufenthalt erfolgte:

Hier wurde die Diagnostik, die Einstellung der medikamentösen Behandlung, Ergotherapie und Psychotherapie durchgeführt

Aber eine Begründung muss es ja geben. Schließlich hat die Krankenkasse ja die Kosten für stationäre Diagnostik sowie Behandlung übernommen.

Vielleicht hilft es, die Begründung mit dem der Krankenkasse die medizinsche Notwendigkeit dargelegt wurde, auch dem Versicherer, bei dem das KHT besteht, zukommen zu lassen.

Ist allerdings keine Garantie, weil für Tagegeldversicherungen und Krankheitskostenversicherungen nicht die selben Versicherungsbedingungen zugrunde gelegt werden.

4

Freitag, 11. Dezember 2015, 10:18

Gründe für die stationäre Psychotherapie

Guten Morgen Paq,

Die Gründe für die stationäre Psychotherapie sind vielschichtig: Zum einen ist es so, dass ich meinem Facharzt für Psychiatrie meine derzeitige finanzielle Situation geschildert habe. Während meiner zuvor langjährigen Beschäftigung bei der Bundeswehr hätte ich mir die Kosten locker leisten können, aber seit Jahresbeginn bin ich vorübergehend erwerbsunfähig geschrieben. Die Erkrankung ist nicht infolge meines Auslandseinsatzes aufgetreten, wodurch die Bundeswehr nicht in die Pflicht genommen werden kann. Die Ursache für die dissoziale Persönlichkeitsstörung liegt in der frühkindheitlichen Entwicklung begründet.

Jedenfalls bin ich gegenwärtig nicht gut situiert und das nächste erreichbare Krankenhaus liegt knapp 25 Kilometer entfernt. Auch die nächste Praxis für Psychotherapie, Psychiatrie und Neurologie, liegt ebenfalls 25 Kilometer vom Wohnort entfernt. Die immensen Fahrtkosten könnte ich gegenwärtig nicht tragen, da ich während der medikamentösen Behandlung auch kein Auto fahren dürfte und auch nicht mehr im Besitz eines PKW bin. Das ist nicht zumutbar. Außerdem sollte mit der stationären Diagnostik, Therapie und medikamentösen Einstellung der Stressfaktor gemindert werden. Aufgrund meiner Erkrankung neige ich inzwischen in Stresssituationen zu impulsiven, aggressiven Handlungen und Straftaten. Mein Umfeld spielte bei der Auswahl der Therapiemöglichkeiten auch eine immense Rolle. Es ist ein schädliches Umfeld von dem ich mich inzwischen distanziert habe, weil ich immer wieder zu Straftaten verleitet würde. Der Therapieerfolg hing von der stationären Psychotherapie ab.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ratlos91« (11. Dezember 2015, 10:21)


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Freitag, 11. Dezember 2015, 15:46

In Ihrem ersten Post haben Sie geschrieben, dass der Versicherer die medizinische Notwendigkeit der Behandlung anzweifelt. Dann muss man versuchen, diese nachzuweisen. Sie können folgendes probieren: Bitten Sie den Behandler, der die stationäre Behandlung empfohlen hat darum, Ihnen zu attestieren warum die Behandlung unter stationären Bedingungen stattfinden musste - und warum eine ambulante Behandlung nicht ausreichend gewesen wäre. Diese Bestätigung reichen Sie dem Versicherer ein. Hilfreich kann auch eine Kopie des ausführlichen Entlassungsbericht vom Krankenhaus sein. Dieser Bericht müsste ebenfalls dem Behandler vorliegen, der den Krankenhausaufenthalt empfohlen hat.

Ich drücke Ihnen die Daumen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paq« (11. Dezember 2015, 15:48)


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Freitag, 11. Dezember 2015, 17:21

Behandlungsbericht liegt noch nicht vor

Darin besteht das gegenwärtige Problem. Bislang liegt dem niedergelassenen Psychiater nur der vorläufige Entlassungsbericht. Der abschließende, vollwertige Entlassungsbericht bzw. Behandlungsbericht steht immer noch aus. Benötige diesen Bericht selbst für die Klinik in welcher ich bald eine mehrmonatige stationäre Langzeittherapie beginnen werde.

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