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Sonntag, 29. Juni 2014, 19:00

Weltweite Geltung für Wahlleistungstarife bedeutet was?

Hallo allerseits, Fairsichert hat in einem alten Beitrag auf die weltweite Geltung von Wahlleistungstarifen hingewiesen. Tatsächlich bewegen sich die Deckungsfristen für das außereuropäische Ausland zwischen einem Monat (HUK) und sechs Monaten (DKV), hier allerdings nur für länger bestehende Verträge. So weit so gut. Alle Tarif leisten aber nur, so lange die GKV vorleistet. Da die GKV gewöhnlich im außereuropäischen Ausland aber nicht vorleistet, leisten die Wahlleistungstarife doch auch nicht auch wenn sie weltweite Geltung haben, oder?

Ein Anruf bei einer großen PKV hinsichtlich einer Auslandsreisekrankenversicherung ergab folgende Antwort: "Im Auslandstarif (Reisekrankenversicherung) erstatten wir nur die Grundversorgung, danach greift die Wahlleistungsversicherung für die Wahlleistungen". Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. In Ländern, in denen nicht zwischen Grundversorgung und Wahlleistung unterschieden wird, wird ein nicht per innländischer Versicherung versicherter Ausländer immer als Privatpatient angesehen. Folglich müssten die Auslandsreisetarife auch diese Kosten ersetzen, oder?

Der DKV-Tarif (KGZ1)ist trotz schlechterer Bewertung bei Stiftung Warentest für einen Mann mit 50 Jahren fast doppelt so teuer (47,32 Euro HUK, 82,24 Euro DKV, Debeka auch so um die 50 Euro), wie der Testsieger HUK. Gibt es da eine Begründung für? Die Leistungen sind fast identisch, die Beitragsentwicklung lt. Stiftung Warentest ist sogar schlechter.

uwehaensch

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Freitag, 4. Juli 2014, 14:59

unterschiedlich

Hallo, bei einer Auslandsreisekrankenversicherung handelt es sich um eine subsidiäre (nach GKV/PKV) Versicherung für Notfälle. Dort sind i.d.R. im stationären Bereich nur sogenannte"unaufschiebbare Operationen" versichert, grundsätzlich aber medizinisch notwendige ärztliche Leistungen sowie Krankenhausleistungen einschliesslich Krankenpflege, Unterkunft und Verpflegung (sinngem. wiedergegeben aus einigen Bedingunge, z.B. Allianz).

Bei stationären Zusatzversicherungen (z.B. zur GKV) gibt es in der Tat unterschiedliche Formulierungen wenn keine GKV-Vorleistung vorliegt. Bei der HUK steht drin dass bei fehlender Vorleistung es keine Leistung aus dem stationären Zusatztarif gibt. Bei anderen heisst es dass bei fehlender Vorleistung die allgemeinen Krankenhausleistungen (oder vergleichbare Kosten) nicht erstattet werden, der Rest schon.



VG,
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

3

Mittwoch, 16. Juli 2014, 08:46

welche Gesellschaft ist nun günstiger?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe seit Jahren eine Auslandsreise-KV über die ERGO-Tochter ERV. Sollte ich mich nun bei der Wahlleistungsversicherung für die kostengünstiger Variante (z.B. HUK oder Debeka) entscheiden oder bietet die DKV mit ihrer offeneren Formulierung (ohne Vorleistung der GKV, aber beschränkt auf die Höchstsätze der GOÄ) einen deutlichen Mehrwert im außereuropäischen Ausland? Die Möglichkeit, mich in deutschen Privatkliniken behandeln zu lassen, ist für mich nicht interessant.

Ein VV teilte mit, dass man im Schadensfall eine Rechnung des ausländischen Krankenhauses einreichen müsse, wo der Anteil der Bundespflegesatzverordnung ausgewiesen wäre und dann die Wahlleistung. Problem an dieser Aussage: kein Krankenhaus im außereuropäischen Ausland wird eine solche Rechnung erstellen, da man die deutschen Regelungen ja garnicht kennt.

Beispiel: Krankenhaus-Rechnung aus den USA, Tagessatz 800 Dollar. Was bezahlt davon die ERV, was der Wahlleistungstarif?

uwehaensch

Fortgeschrittener

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Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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4

Mittwoch, 16. Juli 2014, 12:25

Hallo, zu Ihrem Beispiel USA. Man kann Ihnen nicht vorher sagen wie viel nun genau die ERV erstatten wird und wie viel nicht. Die ERV wird die Originalrechnung prüfen (das auf der US-Rechnung deutsche Tagessätze ausgewiesen werden müssen, ist m.E. Schwachsinn) und mit den "ortsüblichen" Kosten für die entsprechenden Behandlungen vergleichen. Das sage ich mit Vorbehalt denn in den aktuellen Bedingungen steht dass so drin. Aber Sie haben ja Ihren Vertrag schon länger, da können die Bedingungen noch anders lauten, z.B. dass nur die Kosten erstattet werden die bei einer vergleichbaren Situation in Deutschland angefallen wären. Ich würde allerdings davon ausgehen dass gerade bei Behandlungen in den USA eine ARKV nicht so ohne Weiteres Alles erstattet und, wie wir schon gesagt haben, bestimmt nicht irgendwelche im Vergleich zu Deutschland erhöhten Kosten für Unterbringung, Verpflegung usw.

In dem geschilderten Beispiel USA hilft Ihnen die "offene" Formulierung der DKV schon weiter. Zumal die DKV ja in begründeten und "angemessenen" Ausnahmefällen auch über die GOÄ hinaus erstattet. M.E. ist diese Formulierungaber schon ein bisschen unglücklich, und es kommt nóch hinzu dass der DKV-Tarif m.E. unnötig teuer ist. Es gibt Tarife die eindeutigere Formulierungen haben und günstiger sind (z.B. Signal, Hallesche, Barmenia, alle 65-70 Euro).

Bitte beachten Sie auch dass die verschiedenen Tarife sich im Zeitraum in dem im europäischen und außereuropäischen Ausland Versicherungsschutz gewährt wird, unterscheiden.

VG,
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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