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21

Mittwoch, 25. Mai 2011, 13:48

Puh... Das hört sich ja wieder gar nicht gut an. Dann hoffe ich mal, dass meine Ärzte ehrlich waren. Ich habe aber soeben von der Kassenärztlichen Vereinigung erfahren, dass Abrechnungen nur bis max. 3 Jahre zurückverfolgt und dokumentiert werden können. Das kann ich kaum glauben. Ist das tatsächlich so? Dann könnten VN und VR ja nur beschränkt dahingehende Nachforschungen anstellen.

Ich habe außerdem gestern zum ersten Mal so einen Antrag für eine private KV gesehen (von meinem Bruder) und natürlich besonders auf die Gesundheitsfragen geachtet. Dort war nicht die Rede von Anomalien, sondern von Gesundheitstörungen etc.
Was mir auch aufgefallen ist: Auf dem Hauptantrag wurde nach Kuraufenthalten in den letzten 5 oder 10 Jahren gefragt.
Dann gab es ein Zusatzblatt zu Allergien. Dort wurde ebenfalls nach Kuren gefragt, allerdings ohne zeitliche Beschränkung.
In dem Fall gilt wohl die Frage ohne Beschränkung?
Außerdem wird gefragt, ob z.B. Untersuchungen geplant sind. Ist damit auch der jährliche Zahnarztbesuch gemeint?

Und als Letztes: Wie sieht eine ordentliche Beratungsdokumentation aus, was muss drinstehen, was darf nicht drinstehen?

Grüße
Mark

Thomas Kliem

Administrator

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Wohnort: Berlin

Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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22

Mittwoch, 25. Mai 2011, 14:30

Puh... Das hört sich ja wieder gar nicht gut an. Dann hoffe ich mal, dass meine Ärzte ehrlich waren. Ich habe aber soeben von der Kassenärztlichen Vereinigung erfahren, dass Abrechnungen nur bis max. 3 Jahre zurückverfolgt und dokumentiert werden können. Das kann ich kaum glauben. Ist das tatsächlich so? Dann könnten VN und VR ja nur beschränkt dahingehende Nachforschungen anstellen.

Das ist nach meinen Erfahrungen sehr unterschiedlich. Die Versicherung stellt ihre Nachforschungen anders an, glauben Sie mir. Jeder Arztbesuch hinterlässt Spuren. Und sei es auch nur, dass Sie selber bei einem Arzt im Rahmen der Anamnese Angaben machen, die dieser in Ihrer Akte verewigt.

Ich habe außerdem gestern zum ersten Mal so einen Antrag für eine private KV gesehen (von meinem Bruder) und natürlich besonders auf die Gesundheitsfragen geachtet. Dort war nicht die Rede von Anomalien, sondern von Gesundheitstörungen etc.
Was mir auch aufgefallen ist: Auf dem Hauptantrag wurde nach Kuraufenthalten in den letzten 5 oder 10 Jahren gefragt.
Dann gab es ein Zusatzblatt zu Allergien. Dort wurde ebenfalls nach Kuren gefragt, allerdings ohne zeitliche Beschränkung.
In dem Fall gilt wohl die Frage ohne Beschränkung?

Zusatzblätter enthalten sehr häufig keine zeitliche Befristung. Sie könnten aber z. B. selber den handschriftlichen vermerk anbringen, dass sich Ihre Angaben ausschließlich auf die letzten x Jahre beziehen. Wenn dann keine Rückfrage vom Versicherer kommt, sind Sie dafür nicht verantwortlich.


Außerdem wird gefragt, ob z.B. Untersuchungen geplant sind. Ist damit auch der jährliche Zahnarztbesuch gemeint?

Ja.

Und als Letztes: Wie sieht eine ordentliche Beratungsdokumentation aus, was muss drinstehen, was darf nicht drinstehen?

Kürzer als Sie denken: Datum, anwesende Personen, Beratungsort, Thema, Kundenbedarf, Empfehlung, Begründung.
Ich persönlich dokumentiere zusätzlich die Punkte, die mein Kunde entgegen meinem Rat für sich anders gestalten will.
Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn ein Kunde eine Anlage zur Doku selber verfasst und mit mir zusammen unterschreibt. Macht aber (leider) keiner...


Grüße
Mark
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

23

Mittwoch, 25. Mai 2011, 16:09

Hallo,

noch als Ergänzung zu Tom: Die kassenärztlichen Vereinigungen haben Patientendaten spätestens nach 4 Jahren zu löschen. (§304 SGB V). Spätestens heißt natürlich dann auch wieder, dass einzelne KV dies auch früher machen können. Das wird unterschiedlich gehandhabt. Ich würde mich allerdings nicht auf telefonische Aussagen verlassen, sondern die Anfrage schriftlich stellen. Die KV darf dann dem Patienten auch nicht weniger mitteilen, als sie einer PKV-Gesellschaft mitteilen würde. Aber wie schon Tom sagt: Eine Spur bei irgendeinem Arzt reicht schon aus, damit die PKV sich weitere Türen öffnen kann.

Es ist nicht außergewöhnlich, dass im Antrag deines Bruders nicht nach Anomalien gefragt wird. Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Fragen und auch ihre eigenen Abfragezeiträume. Deshalb ist es durchaus möglich, dass man Erkrankung X bei Gesellschaft X angeben muss, bei Gesellschaft Y jedoch nicht.

Viele Grüße
Angela
Angela Baumeister
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24

Donnerstag, 26. Mai 2011, 08:55

Dankeschön für die Hinweise und Tipps, Angela und Herr Kliem!



Ich bezweifle keinesfalls, dass die PKV auch ohne die Kassenärztliche Vereinigung etwas herauszufinden kann.

Es ging mir dabei lediglich um die Diskrepanz zwischen Abrechnung und Arztbericht,

die ja dann nach den "spätestens 4 Jahren" sagen wir mal erschwert nachweisbar ist.



Muss der Arzt eigentlich alle Daten rausrücken? Ich meine, gelesen zu haben, dass er Notizen oder Anmerkungen

für sich behalten darf, und nur Berichte herausgeben muss. Davon mal abgesehen kann man ja auch nicht

nachvollziehen, ob der Arzt der Versicherung mehr mitteilt als dem Patienten. Ob das nun rechtens ist oder nicht...



Kann man eigentlich auch nach Vertragsabschluss mit der PKV die Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht

einschränken, so dass der VR erst die Genehmigung des Patienten einholen muss, um Nachforschungen anzustellen,

oder gilt das nur für den Antrag?

Roland Gutsch

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25

Donnerstag, 26. Mai 2011, 09:54

Hallo Mark,

siehe § 10. (2) MBO-Ä, Berufsordnung für die deutschen Ärzte: „Der Arzt hat dem Patienten auf dessen Verlangen grds. in die ihn betreffenden Krankenunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen des Arztes enthalten. Auf Verlangen sind dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.“

Die Entbindung von der Schweigepflicht kann schon bei Antragstellung man entweder "global" geben oder aber mit vorheriger Nachfrage auf jeden Einzelfall bezogen.

Freundliche Grüße
Gutsch GmbH
Roland Gutsch
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Philchen

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26

Donnerstag, 26. Mai 2011, 09:58

Hallo,

ja, Sie können verlangen die Schweigepflichtsentbindung nur im Einzelfall zu geben.
Es gibt nicht soviele Möglichkeiten für eine PKV nachzuforschen.
Das wären

1.Die Kassenärztliche Vereinigung (max. 4 Jahre)
2.AU-Bescheinigungen (max 10 Jahre). Diese können Sie aber löschen lassen (im Regelfall)
3.Stationäre Aufenthalte (10 Jahre)
4.Die Ärzte die Sie selber im Antrag benennen oder bei einem anderen Arzt den Sie besuchen. (Aufbewahrungspflicht 10 Jahre, Löschung dann im Regelfall nur auf Verlangen)

Gruß
Philipp
Philipp Mättig
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27

Montag, 6. Juni 2011, 13:23

Ablehnung wegen einer Milchzuckerunverträglichkeit?

Hallo liebe Experten,
im Internet habe ich vereinzelt gelesen, dass Personen bei einer PKV wegen einer Milchzuckerunverträglichkeit abgelehnt worden seien. Ich selbst kann das gar nicht verstehen ?(
Eigentlich sehe ich nicht mal einen gerechtfertigten Grund für eine Beitragserhöhung, denn bei einer Laktoseintolleranz handelt es sich um keine Krankheit!! Auch wenn in den Medien oft fälschlicherweise von der "neuen Volkskrankheit" gesprochen wird, ist es lediglich eine Unverträglichkeit, bei der allein eine Nahrungsumstellung helfen kann. Tatsächlich ist LI der Normalzustand und erst durch eine Mutation kam es dazu, dass manche Menschen den Milchzucker auch noch im Erwachsenenalter vertragen.
Es ist genetisch bedingt --> es gibt keine "Heilung" oder spezielle Medikamente, also auch keine Mehrkosten für die Versicherungen.
Da ich mich bald selbst versichern muss, interessiert mich nun ob es tatsächlich allein wegen einer Milchzuckerunverträglichkeit zu einer Ablehnung und/ oder Beitragserhöhung kommen kann?
Ich würde mich über jede Antwort wirklich sehr freuen!
LG Vale

Philchen

Fortgeschrittener

Beiträge: 479

Wohnort: Leipzig

Beruf: Versicherungsvermittlung / Geschäftsführung Akquisecenter

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28

Montag, 6. Juni 2011, 13:29

Hallo,

wenn es bei der LI bleibt sollte es bei den meisten VU's zu einer glatten Annahme kommen. Einige werden einen geringen Zuschlag bekommen. Ablehnungen sind mir hier nicht bekannt.

Gruß
Philipp
Philipp Mättig
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29

Sonntag, 12. Juni 2011, 09:14

Angaben und Risiko bei Gesundheitsfragen

Hallo,

Grundsätzlich gilt:

Im Zweifel immer mit angeben und zwar im Antrag !!!!
ärtzliche Berichte sind im Vorfeld noch nicht nötig. Das kann dann der Versicherer bei Antragsprüfung (oder bei Antragsvorprüfung entscheiden!).
Wenn man seine Artzbesuche (im Abfragezeitraum) nicht mehr weiß, lohnt es sich auch die Akte von den behandelnden Ärtzen an zu fordern und ggf. mit dem Heilbehandler (in) Rücksprache zu halten!
Herzlichst
Ihr Hermann Vogl
info@vundp24.de
www.vundp24.de

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