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1

Montag, 3. Dezember 2018, 01:38

Unfallversicherung verändert, dann Schadensfall - nun keine Leistungen - Leistungszeitpunkt ausschlaggebend?

Hallo liebe Community,

es gibt eine Unfallversicherung mit allen möglichen Versicherungen die inkludiert waren. Einmalzahlungen bei Rehamaßnahmen, Knochenbrüchen etc etc. Es war wirklich alles drin.

Die Versicherung wurde hier beispielhaft zum 01.07 geändert. Und die Änderung wurde am 31.05 vorgenommen. Am 20.06 war der Unfall.
Gelten sämtliche Bedingungen der alten Unfallversicherung zu den alten Bedingungen? Auch Einmalzahlungen der Reha, die dann erst in der Zukunft aufgrund des Unfalles passiert sind? Oder hat man dann hier Pech? Weil in der neuen Änderung der Unfallversicherung keine Einmalzahlungen vorhanden sind die in Anspruch genommen werden können..?

Freue mich über eine Rückmeldung

VG

Barmer

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2

Dienstag, 4. Dezember 2018, 00:27

Hallo, auch wenn die Versicherung zum 1.7. komplett gekündigt wäre, besteht in diesem Beispiel für den Schadentag Versicherungsschutz nach alten Bedingungen. Naturgemäß auch für Leistungen, die erst nach dem 1.7. in Anspruch genommen werden können. Theoretisch wäre es denkbar, in den Bedingungen explizit einzelne spätere Leistungen von einer Fortdauer der Versicherung abhängig zu machen, habe ich aber in deutschen AUB noch nicht gelesen.

Viel Glück

Barmer

3

Dienstag, 4. Dezember 2018, 01:59

Hallo,

kannst du mir als Laie folgendes näher erläutern: "in den Bedingungen explizit einzelne spätere Leistungen von einer Fortdauer der Versicherung abhängig zu machen, habe ich aber in deutschen AUB noch nicht gelesen."


Bedeutet dies, dass alle Schäden (Reha etc.) ,bedingt durch den Unfall, auch nach dem Vertragende noch geltend gemacht werden können?

Vorsichtshalber kann man am 30.06 einen Brief an die Versicherung schreiben und die alten Versicherungsbedinungen fordern (die eh viel besser sind). Man hat ja 4 Wochen Zeit diese Art der Verträge zu widerrufen. Oder ist davon abzuraten?

Danke!

VG

Barmer

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4

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 00:36

Hallo, zu der Frage: eindeutig ja !

Wenn die alten Bedingungen besser waren, sollte man die Umstellung widerrufen, wenn das noch geht. Hat aber mit dem hoffentlich fiktiven Schadenfall nichts zu tun.

AUB = Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen, solltest Du bekommen haben

Viel Glück

Barmer

5

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 23:06

Leider kein fiktiver Fall, sondern so mir gerade geschehen. Nur mit fiktiven Monaten.
Ich habe wortwörtlich meiner Versicherung geschrieben gehabt: "ich möchte den alten Vertrag weiterführen lassen." Dies war 3,5 Wochen nach der Umstellung des Vertrages. Von einem Widerruf habe ich nicht gesprochen. Weil mir wurde auch vom Versicherungsvertreter nie gesagt, dass der alte bessere Vertrag erlischt wenn ich den neuen mache. Da ich dachte, man kann mehrere Unfallversicherungen habe. Ich habe mich auch gewundert, da ich neue Policen erhalten habe, obwohl es nicht in meinem Namen geändert wurde. Und nichtmal in meinem Wissen.
Auch wurde ich nicht aufgeklärt oder eher schlecht beraten habe ich das Gefühl. Auf gut deutsch: verarscht fühle ich mich & alleine gelassen.

Tja, mal abwarten.

Danke für deine Hilfe & LG

Barmer

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6

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 23:58

Hallo, wenn das alles so stimmt und Du der Versicherungsnehmer bist, solltest Du nicht abwarten, sondern der Versicherung glasklar schreiben:

Ich möchte den alten Vertrag weiterführen, den neuen Vertrag wollte ich zusätzlich, wenn das nicht geht, widerrufe ich den neuen.

Ich verstehe allerdigs nicht, wie eine Änderung ohne Dein Wissen und Zutun vor sich gegangen ist.

Viel Glück

Barmer

7

Freitag, 7. Dezember 2018, 10:16

Habe ich erledigt, habe jetzt glasklar geschrieben, die alte Versicherung soll fortgeführt werden & die neue storniert. Ich wusste auch nicht wie man das korrekt formuliert. Es ist das erste Mal, dass ich mich damit beschäftige...

Der Vertrag lief über meine Eltern als Vers.nehmer. Bin ausgezogen & wollte nur eine Hausrat abschließen und für alle weiteren Verträge den Wohnort ändern lassen.
Und habe wohl nicht aufgepasst was ich da genau unterschreibe. Dann lag ich aufgrund eines schweren Unfalles 2 Wochen im Krankenhaus. Und habe mich erst nach dem Unfall wieder darum gekümmert. Und musste mich auch um die Anwälte etc. kümmern. Alles bisschen übern Kopf gewachsen..

Danke & LG

pas-ko

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8

Freitag, 7. Dezember 2018, 15:16

Es ist schade, wenn die Fakten nur scheibchenweise genannt werden. Es ergibt sich jetzt doch ein ganz anderes Bild. Und ja, Unfall-Versicherungsverträge kann man so viele haben, wie man will.

Versicherungsnehmer (VN) und damit Vertragspartner im alten, bestehenden Vertrages sind Ihre Eltern. Sie sind lediglich Versicherte Person (VP). Rechte und Pflicht an und aus dem Vertrag hat jedoch ausschließlich der Versicherungsnehmer als Vertragspartner.

Sofern Ihre Aussage im letzten Post nun korrekt ist, haben Sie einen neuen Antrag auf Ihren Namen gestellt. Eventuell gibt es in dem Antrag die Vereinbarung, dass der für Sie als VP geltende Teil des alten Vertrages Ihrer Eltern dagegen erlischt. Ohne Zustimmung des Vertragspartners, heißt, ohne Unterschrift Ihrer Eltern, wäre die Aufhebung des Versicherungsschutzes im alten Vertrag jedoch rechtlich nicht haltbar.

Um das abschließend und einen sich ergebenden Handlungsbedarf zu klären, müssen sämtliche Dokumente auf den Tisch:
1.) Vertragsabschrift des Vertrages Ihrer Eltern
2.) Antragskopie des Antrages, den Sie gestellt haben
3.) kompletten Schriftwechsel, den Sie mit dem Versicherer geführt haben

By the way, um welche Größenordnung an Leistungsanspruch geht es eigentlich? Sind bleibende Schäden = Invaliditätsleistungen zu erwarten? Oder geht es mehr um Assistance-Leistungen?


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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9

Freitag, 28. Dezember 2018, 21:52

Hallo,

ehrlich gesagt habe ich immer Angst etwas persönliches ins Internet zu stellen.

Mittlerweile ist der alte Unfallversicherungsvertrag wieder gültig. Ich habe aber auch immer noch meinen "neuen". Also zwei Verträge nun am laufen.

"

Zitat

Ohne Zustimmung des Vertragspartners, heißt, ohne Unterschrift Ihrer Eltern, wäre die Aufhebung des Versicherungsschutzes im alten Vertrag jedoch rechtlich nicht haltbar.

"

Das habe ich mir schon gedacht, aber mittlerweile ist der alte Vertrag glücklicherweise wieder aktiv.

Nun ist noch eine Frage offen. Ich habe den neuen Vertrag geschlossen am 31.05. der Unfall war am 20.06. und habe eine sofortige Deckungszusage damals erhalten. Kann ich nun beide Verträge geltend machen? Oder darf man immer nur einen Vertrag nehmen?

Weil im neuen Vertrag ist Krankenhaustagegeld mit drin. Und das würde ich gerne in Anspruch nehmen, da ich nochmal aufgrund des Unfalles operiert werden muss. Oder geht das nicht, da der Unfallzeitpunkt ausschlaggebend ist?

Was genau ist eine Assistenz Leistung? - Bei Knochenbrüchen etc. eine sofortige Leistung? - Wenn das gemeint ist, dann ja die habe ich bereits aus der alten erhalten.
Ob ich Folgeschäden habe, weiß man noch nicht genau. Das werden die nächsten Monate zeigen. Ich hoffe natürlich , dass alles gut geht...

Lieben Dank für eure Hilfe!

LG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alles_Blech« (28. Dezember 2018, 21:55)


Barmer

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10

Sonntag, 30. Dezember 2018, 00:51

Hallo,
wemm beide Verträge parallel bestehen, kann man auch aus beiden parallel Leistungen beziehen. Das Unternehmen muste ja wissen, was es getan hat. Der Unfall sollte durch die sofortige Deckungszusage eingeschlossen sein.

Assistenzleistungen sind Hilfeleistungen nach dem Versicherungsfall (z.B. Haushaltshilfe, Suche nach einem Behandler oder Krankenhaus) , die sollten im einzelnen aufgeführt sein. Ist nach einem halben Jahr wohl nicht mehr so aktuell.
Viel Glück
Barmer

11

Montag, 7. Januar 2019, 18:20

Danke für die Antwort!

Ich werde die Tage die andere Versicherung über den Unfall informieren und hoffe, dass diese sich nicht quer stellt. 8)
Weil ich habe ja zum Unfallzeitpunkt noch nicht eingezahlt gehabt, sondern nur eine Deckungszusage gehabt.


LG & Danke

12

Dienstag, 8. Januar 2019, 12:29

Hallo,

ich habe mir der Unfallversicherung gesprochen. Es besteht kein Unfallschutz obwohl vorläufiger Deckungszusage.


Wortlaut der vorläufigen Deckung im Vertrag:
Die Unfallversicherung wird ab dem beantragten Versicherungsbeginn durch ihr Vermögensberater vorläufige Deckung im Umfang des beantragten Versicherungsschutzes und auf der Grundlage der in den " Wichtigen Hinweisen" aufgeführten Bestimmungen erteilt.

(Versicherungsbeginn ist der 01.07, der Unfall am 20.06, Vertrag unterschrieben am 31.05)

Wichtige Hinweise im Vertrag:
Der Versicherungsschutz aus dem Vertrag über die vorläufige Deckung beginnt zu dem vereinbarten Zeitpunkt.


Ich habe beim Abschluss extra gesagt ich möchte eine vorläufige Deckung haben wie bei der KFZ es die vorläufige Deckung gibt.
Nun gilt der Vertrag nicht? - Kann ich irgendetwas machen?

Laut meiner Recherche gilt ein Vertrag mit dem Datum der Unterschrift- bzw. der Abgabe/ Annahme beim Unternehmen.

LG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alles_Blech« (8. Januar 2019, 12:35)


Barmer

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13

Mittwoch, 9. Januar 2019, 19:12

Hallo, das sieht ziemlich eindeutig aus: Die vorläufige Deckung gilt erst ab Versicherungsbeginn. Die hat hier nur den Sinn, Dich abzusichern, falls bis dahin keine förmliche Annahme = Zusendung der Police erfolgt ist.

Viel Glück

Barmer

14

Mittwoch, 13. März 2019, 20:39

Hallo,

Ich habe meinen Vertreter darauf angesprochen wieso ich nicht direkt versichert war. Er meinte es wäre einfacher gewesen es für dem Folge Monat erst laufen zu lassen. Er hat mich in dem Punkt einfach auf gut deutsch verarscht. Leistungen zugesichert die ich nie hatte.

Kann man da was machen oder fällt das unter doof gelaufen?

Er sagt auch immer wieder er ruft mich zurück und fragt nach. Es kommt aber einfach nichts. Ich bin wirklich unfassbar sauer...

LG

15

Montag, 20. Mai 2019, 01:08

Hallo,

sollte ich einen Ombudsmann hinzuziehen, weil nicht wie von mir gewünscht ein sofortiger Versicherungsschutz stattgefunden hat? Da auch meine Rechtsschutzversicherung hier bei dem Schaden nicht greift, welche gleichtzeitig mit der neuen Unfallversicherung abgeschlossen wurde und zuvor keine Rechtsschutz bestand.

Wie soll ich vorgehen? Ich bin ehrlich gesagt völlig überfordert.

Lieben Gruß

Barmer

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16

Sonntag, 9. Juni 2019, 00:55

Hallo,

ja , solltest Du.

Es gibt für diesen Fall nur einen Ombudsmann und dem solltest Du alles vernünftig strukturiert und vollständig aufschreiben. Und bald, denn wir hampeln damit ja schon fast ein Jahr herum.

Viel Glück

barmer

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