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Dienstag, 19. Oktober 2010, 09:46

Wegeunfall?

Grüße!



Ich habe keine Ahnung ob das hierher gehört, aber ich brauche einen Rat...

Gestern habe ich nach Feierabend mit der Bahn meinen Heimweg angetreten, kurz vor meiner Zielhaltestelle fiel mir ein, dass ich noch etwas Bargeld brauche, also bin ich eine Haltestelle später ausgestiegen, wo sich der Bankautomat befindet und habe mir das Geld geholt. Dadurch, dass ich eine Haltestelle später ausgestiegen bin, hat sich die Dauer des Weges nicht verlängert, es kommt auf das Selbe hinaus, allerdings habe ich vom Geldautomaten aus den schnellsten Weg nahhause gewählt, welcher über einen Kirchplatz mit einer langen Treppe führt (Welche ich im Normalfall nicht betreten würde). Auf dieser Treppe, welche fast so alt wie die Kirche ist, war wohl eine Stufe angebrochen (durch Witterung, oder was weiß ich) und wurde fahrlässig einfach so angelehnt, dass es aussah, als wäre es nichts bedeutendes. Ich trete also auf dieses lose Stück stufe und verdrehe mir auf übelste Weise das Knie. Jetzt habe ich unerträgliche Schmerzen und weiß nicht ob ich das meinem Betrieb als Wegunfall melden soll oder nach meiner Schicht einfach zum Arzt gehen soll.

Bin als Azubi da der absolute Anfänger, hoffe ihr wisst da weiter.



Gruß

Eggi

Versicherungsprofi

Beiträge: 80

Wohnort: Kaltenkirchen

Beruf: Versicherungsfachmann

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2

Dienstag, 19. Oktober 2010, 15:29

Ich würds auf jeden Fall so einreichen, wie beschrieben. Schlimmstenfalls gibt es eine Ablehnung.

Ich kann nur soviel sagen, dass das Verlassen des "normalen" Weges von der Arbeit nach Hause (oder umgekehrt) schon dazu führen kann, dass es kein Arbeitsunfall mehr ist. Es gibt dazu schon die abstrusesten Gerichtsurteile. Halte ich auf meinem Weg an, um einzukaufen z.B., bedeutet dies schon, dass es kein Arbeitsunfall mehr ist, wenn mir was passiert.

3

Montag, 6. Dezember 2010, 16:59

Hallo Corpsky,

wenn das stimmt:
Dadurch, dass ich eine Haltestelle später ausgestiegen bin, hat sich die Dauer des Weges nicht verlängert, es kommt auf das Selbe hinaus,


und das stimmt:
allerdings habe ich vom Geldautomaten aus den schnellsten Weg nahhause gewählt


..gilt der erlittene Schaden im Rahmen eines Wegeunfalls versichert. Nach gültiger Rechtsprechung (vgl. BSG mit Urteil BSG - B 2 U 23/03 vom 09.12.2003) ist zwar das Geldabheben ausschließlich eigenwirtschaftlicher Natur, eine geringfügige Unterbrechung wie hier beschrieben rechtfertigt aber noch keinen Verlust der Versicherungsschutzes in der gesetzlichen Unfallversicherung.
Herzliche Grüße,
Vers.betr.wirt


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Vertragsauszügen liegen die aktuellen Bedingungswerke des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. ( GDV) zu Grunde und sollten anhand der Ihnen vorliegenden Bedingungen überprüft werden, um individuelle Abweichungen zu berücksichtigen. In keinem Fall sollte o.g. Beitrag als eine Form der Rechtsberatung aufgefasst werden.
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