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Sonntag, 20. November 2011, 20:21

Befreiung von Antragspflichtversicherung für Freiberufler

Hallo,

Ich hatte vor ein paar Jahren als freiberuflich Selbständiger freiwillig eine Antragspflichtversicherung bei der gesetzlichen Rentenversicherung abgeschlossen.

Nachdem ich nun mein Unternehmen vor ca. 1 Jahr komplett einstellte, war diese Antragspflichtversicherung vorerst beendet.

Nun plane ich, dieselbe selbständige freiberufliche Tätigkeit wieder anzumelden. Allerdings bin ich inzwischen nicht mehr an einer gesetzlichen Antragspflichtversicherung interessiert.

Meine Frage ist nun, ob ich mit meinen Neueinstieg in die Selbständigkeit dem Rentenversicherungsträger mitteilen muss und ob er es von
anderer Seite (z.B. Krankenversicherung; Finanzamt) ohnehin erfährt. Ich befürchte, dass die alte Antragspflichtversicherung irgendwie wieder aufleben könnte.

Nach meinen Recherchen wäre das nach 12 Monaten Unterbrechung zwar nicht der Fall, aber ich bin mir nicht sicher.

Ich bin für jede Info und jede Erfahrung sehr dankbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Buero« (20. November 2011, 20:26)


panosK.

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Sonntag, 20. November 2011, 21:33

Hallo,
aus der Homepage der Deutschen Rentenvesicherung folgender Text:
Ende der Versicherungspflicht
Ein Verzicht auf die Versicherungspflicht ist nicht möglich. Die Versicherungspflicht endet regelmäßig mit Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit. Die für den Wegfall der Versicherungspflicht erforderliche Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit liegt in der Regel nicht vor, wenn innerhalb von 2 Monaten erneut eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen wird. Unterbrechungen bis zu 2 Monaten beenden daher in der Regel nicht die Versicherungspflicht. Wird nach einer Unterbrechung von mehr als 2 Monaten wieder eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen, muss die Versicherungspflicht erneut beantragt werden. (Stand 11.02.2011)
Gruß
Meine Beiträge können und sollen keine Beratung ersetzen. Dazu gibt es unabhängige Fachleute auch in Ihrer Nähe. Sollten Sie mich kontaktieren wollen, bitte per PN!

3

Montag, 21. November 2011, 11:07

Hallo panosK,

herzlichen Dank für die überraschend schnelle Info!
Genau diese Passage des Textes der DRV beschäftigt mich so sehr: „Wird nach einer Unterbrechung von mehr als 2 Monaten wieder eine selbständige Erwerbstätigkeit aufgenommen, muss die Versicherungspflicht erneut beantragt werden“
Wie ist das muss an dieser Stelle zu verstehen? Man könnte es unterschiedlich betrachten. Entweder: Muss, weil es grundsätzlich immer beantragt werden muss oder: Muss, als Aufforderung, um die Pflichtversicherung weiter nutzen zu können. Die DRV wird ja selbst keine Anleitung herausgeben, wie man am besten aus der Versicherung herauskommt.
Der Text der DRV geht an dieser Stelle ja noch weiter: „Der neue Antrag muss dann innerhalb von 5 Jahren nach der Wiederaufnahme gestellt werden.“ Auch hier wieder dieses muss, das man unterschiedlich deuten könnte. Entweder: Muss als Pflicht (Warum dann aber die 5 Jahresfrist? Und was ist dann in den 5 Jahren
dazwischen?) oder: Muss als Chance, in die Pflichtversicherung wieder reinzukommen, die nach 5 Jahren ausläuft.
Ich tendiere eher zu Letzterem. War deshalb auch schon bei einem unabhängigen Rentenberater, der mir leider nicht 100% weiterhelfen konnte.
Wenn ich 5 Jahre Zeit hätte, die Rentenversicherungspflicht zu beantragen, dann könnte ich ja mein Unternehmen nach 4 Jahren wieder abmelden und nach einer Pause von über 2 Monaten wieder anmelden. Das würde ich zwar nicht wollen, aber was soll ich tun?

Mich interessiert Ihre Meinung hierzu sehr.

panosK.

Versicherungsprofi

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4

Montag, 21. November 2011, 17:03

Hallo,
in Ihrem ersten Beitrag fragten Sie bereits, ob die DRV die Wiederaufnahme "erfährt". Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass nach der damaligen Anmeldung meines Gewerbebetriebs einen Brief von DRV bekam. Also, gewisse Automatismen müssten vorhanden sein.
Zu Ihrem zweiten Beitrag: Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ich folgende Frage stelle: wieso suchen Sie nicht das Gespräch direkt mit der DRV? Alles andere ist in meinen Augen "gefährlich": stellen Sie sich vor, zu einem späteren Zeitpunkt stellte es sich heraus, dass Sie weiterhin versicherungspflichtig wären. Wann möchten Sie dies erfahren: jetzt oder wenn die rückwirkende Zahlung von z.B. 20.000€ fällig wäre?
Ich glaube zwar schon, dass die Versicherungspflicht erloschen sei. Aber sicher sollten Sie nicht sein. Lieber suchen Sie die nächste DRV-Außenstelle und lassen Sie sich beraten. Das Ergebnis schriftlich mitnehmen. Nur so sind Sie auf der sicheren Seite des Lebens.
Viel Erfolg und Grüße
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5

Donnerstag, 24. November 2011, 09:40

Hallo Panosk,

herzlichen Dank für diesen Bericht!
Mein Vertrauen zur DRV hält sich in Grenzen. Schließlich wurde ich schon einmal unzureichend beraten, ansonsten hätte ich nie eine Antragspflichtversicherung abgeschlossen. Mir wurde damals suggeriert, dass ich diese Versicherung wieder problemlos beenden kann, weil ich sie ja auch freiwillig abgeschließe. Infolgedessen entschied ich mich für diesen folgenschweren Fehler, der sich als eine Art „lebenslängliche Höchststrafe“ zu entwickeln scheint
Natürlich werde ich die DRV aufsuche, aber erst, wenn ich mich absolut ausreichend informiert habe, damit mir so etwas nicht noch einmal passiert. Doch bisher kann ich zu keinem konkreten Ergebnis gelangen. Mirscheint, dass der Gesetzestext mit der „muss“- Formulierung reine Auslegungssache ist. Nicht einmal mein unabhängiger Rentenberater konnte sich eindeutig festlegen. Wie soll ich dann erwarten, dass die DRK für mich argumentiert, in der Gewissheit,einenKundenweniger zu haben?
Ich habe diesbezüglich große Zweifel und denke, dass die Antwort ohnehin beraterabhängig ausfallen würde.
Ich hoffe immer noch, dass Jemand das gleiche Problem hat und es einen Ausweg gibt.

Gruß

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Buero« (24. November 2011, 09:44)


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