Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Versicherungtalk.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Samstag, 21. Mai 2011, 18:54

Befreiung von der GRV als Selbstständiger

Hallo Zusammen,



ich habe eine Versicherungsagentur ohne Angestellte und gelte somit als "Arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger". Damit bin ich gezwungen in die Rentenversicherung einzuzahlen. Ich zahle den vollen Regelbeitrag und könnte jeden Monat heulen, weil das Geld weg ist. Ich möchte mich gerne befreien lassen. Dazu meine Fragen:



- Wenn ich jemanden ab 401 Euro Brutto einstelle, kann ich mich befreien lassen. Richtig?



- Darf diese Angestellte auch meine Ehefrau sein? (Sie hat zwar bereits eine Vollzeitstelle, aber das macht doch nichts, oder?)



- Ich müsste jeden Monat die Sozialversicherungen und Steuern für sie abführen. Ist das ein großer Aufwand ohne Steuerberater? Was muss ich da alles monatlich machen?



- Wo müsste ich die Beschäftigung überall melden und wie beantrage ich die Befreiung?



Ich würde mich wirklich sehr über eine schlüssige Antwort freuen. Ich finde nirgends richtige Informationen über das Thema.

Merger

Fortgeschrittener

Beiträge: 243

Wohnort: Großraum Kaiserslautern / Rheinland-Pfalz

Beruf: Versicherungsfachmann

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 22. Mai 2011, 13:30

RE: Befreiung von der GRV als Selbstständiger

Hallo Zusammen,



ich habe eine Versicherungsagentur ohne Angestellte und gelte somit als "Arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger". Damit bin ich gezwungen in die Rentenversicherung einzuzahlen. Ich zahle den vollen Regelbeitrag und könnte jeden Monat heulen, weil das Geld weg ist. Ich möchte mich gerne befreien lassen.

ich unterstelle einmal einen gebundenen Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 4 GewO!

Wer hat Ihnen denn erzählt, dass Sie gezwungen sind in die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge zu zahlen ?
Einfach bei der Deutschen Rentenanstalt vorsprechen und den GKV-Beitrag einstellen!
Ein Beitrag für die Erwerbsminderungsrente kann beibehalten werden ... ca. 80 €

Dazu meine Fragen:


- Wenn ich jemanden ab 401 Euro Brutto einstelle, kann ich mich befreien lassen. Richtig?



- Darf diese Angestellte auch meine Ehefrau sein? (Sie hat zwar bereits eine Vollzeitstelle, aber das macht doch nichts, oder?)



- Ich müsste jeden Monat die Sozialversicherungen und Steuern für sie abführen. Ist das ein großer Aufwand ohne Steuerberater? Was muss ich da alles monatlich machen?



- Wo müsste ich die Beschäftigung überall melden und wie beantrage ich die Befreiung?



Ich würde mich wirklich sehr über eine schlüssige Antwort freuen. Ich finde nirgends richtige Informationen über das Thema.

viele Grüße!

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 655

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 22. Mai 2011, 23:21

Den Hinweis habe ich nicht verstanden: den GKV-Beitrag einstellen!
Ein Beitrag für die Erwerbsminderungsrente kann beibehalten werden ... ca. 80 €


Im Prinzip besteht Versicherungspflicht in der DR.
In Frage käme hier zunächst eine Befreiungsmöglichkeit als Existenzgründer für 3 Jahre (vielleicht ist aman dann nicht mehr selbständig, Mehrfachagent oder Makler geworden oder so groß, dass man seine Ehefrau einstellen und beschäftigen kann).
Da Ehegattenarbeitsverträge intensiv auf Ernsthaftigkeit geprüft werden und zwar sowohl von der Steuer als auch von der Sozialversicherung, ist das nicht immer eine gute Idee.
Und: das Geld ist natürlich nicht weg, auch wenn man das natürlich als Versicherungsvermittler den Kunden gern erzählt.

panosK.

Versicherungsprofi

Beiträge: 105

Wohnort: Landshut

Beruf: Versicherungsmakler

  • Nachricht senden

4

Montag, 23. Mai 2011, 06:42

RE: Befreiung von der GRV als Selbstständiger

Hallo Zusammen,



ich habe eine Versicherungsagentur ohne Angestellte und gelte somit als "Arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger". Damit bin ich gezwungen in die Rentenversicherung einzuzahlen. Ich zahle den vollen Regelbeitrag und könnte jeden Monat heulen, weil das Geld weg ist. Ich möchte mich gerne befreien lassen. Dazu meine Fragen:



- Wenn ich jemanden ab 401 Euro Brutto einstelle, kann ich mich befreien lassen. Richtig?

Ja

- Darf diese Angestellte auch meine Ehefrau sein? (Sie hat zwar bereits eine Vollzeitstelle, aber das macht doch nichts, oder?)

siehe Antwort von Barmer - Stichwort: SV-Prüfung

- Ich müsste jeden Monat die Sozialversicherungen und Steuern für sie abführen. Ist das ein großer Aufwand ohne Steuerberater? Was muss ich da alles monatlich machen?

Im Prinzip ist das kein großartiger Aufwand. Das einzige Problem ist, dass du nach ca. 3-4 Jahren eine SV-Prüfung hast. Und wenn es da nicht passt, musst du halt nachzahlen.In sehr vielen Orten bietet die VHS Kurse an. Oder du kaufst eine dafür geeignete Software- Kostet ca. 250€/Jahr, aber für einen Angestellten lohnt es sich nicht. Da kommst Du mit dem Steuerberater günstiger weg (ca. 12-15€/Monat), und hast du jemanden zu beschimpfen :P

- Wo müsste ich die Beschäftigung überall melden und wie beantrage ich die Befreiung?
Es kommt darauf an: Einen Minijob (wird Dir aber nicht ausreichen, um befreit zu werden) meldet man bei der Bundesknappschaft an: www.minijob-zentrale.de. Ein Job, der SV-Pflichtig benötigt eine Anmeldung an die Deutsche Rentenversicherung (i.d.R. zweimal im Jahr) und monatlich an die Krankenkasse des Mitarbeiters (bin jetzt von einer Person ausgegangen). Die Befreiung auch bei der DRV



Ich würde mich wirklich sehr über eine schlüssige Antwort freuen. Ich finde nirgends richtige Informationen über das Thema.
Und nun zum Merger:
Wer hat Ihnen denn erzählt, dass Sie gezwungen sind in die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge zu zahlen ?
§2 Abs. 9 SGB VI
Einfach bei der Deutschen Rentenanstalt vorsprechen und den GKV-Beitrag einstellen!

Der Verein heißt: Deutsche Rentenversicherung Bund und dort zahlt man GRV-Beiträge
Ein Beitrag für die Erwerbsminderungsrente kann beibehalten werden ... ca. 80 €

Bitte hier keinen Schwachsinn erzählen. Wenn der Kollege bereits als versicherungspflichtig eingestuft wurde, kann er nicht ohne weiteres zum freiwilligen Mitglied werden, damit er selbst raussuchen kann, wieviel er zahlt.
Meine Beiträge können und sollen keine Beratung ersetzen. Dazu gibt es unabhängige Fachleute auch in Ihrer Nähe. Sollten Sie mich kontaktieren wollen, bitte per PN!

Merger

Fortgeschrittener

Beiträge: 243

Wohnort: Großraum Kaiserslautern / Rheinland-Pfalz

Beruf: Versicherungsfachmann

  • Nachricht senden

5

Montag, 23. Mai 2011, 15:59


Den Hinweis habe ich nicht verstanden: den GKV-Beitrag einstellen!
Ein Beitrag für die Erwerbsminderungsrente kann beibehalten werden ... ca. 80 €


als ich vor ein paar Jahren als Agenturinhaber als Angestellter eines Versicherungsunternehmens in die Selbständigkeit wechselte (ohne jegliche Angestellte), meldete ich mich bei der Deutschen Rentenanstalt ab. (Fehler von mir - GKV ist natürlich falsch / richtig GRV ).

Den Beitrag für die Erwerbsminderungsrente habe ich weiter gezahlt.

Ich kenne auch keinen Kollegen, der selbständig ist (ohne Angestellte) der noch Rentenversicherungsbeiträge in die GRV zahlt.




Im Prinzip besteht Versicherungspflicht in der DR.
In Frage käme hier zunächst eine Befreiungsmöglichkeit als Existenzgründer für 3 Jahre (vielleicht ist aman dann nicht mehr selbständig, Mehrfachagent oder Makler geworden oder so groß, dass man seine Ehefrau einstellen und beschäftigen kann).
Da Ehegattenarbeitsverträge intensiv auf Ernsthaftigkeit geprüft werden und zwar sowohl von der Steuer als auch von der Sozialversicherung, ist das nicht immer eine gute Idee.
Und: das Geld ist natürlich nicht weg, auch wenn man das natürlich als Versicherungsvermittler den Kunden gern erzählt.

Merger

Fortgeschrittener

Beiträge: 243

Wohnort: Großraum Kaiserslautern / Rheinland-Pfalz

Beruf: Versicherungsfachmann

  • Nachricht senden

6

Montag, 23. Mai 2011, 16:11

RE: RE: Befreiung von der GRV als Selbstständiger

Hallo Zusammen,



ich habe eine Versicherungsagentur ohne Angestellte und gelte somit als "Arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger". Damit bin ich gezwungen in die Rentenversicherung einzuzahlen. Ich zahle den vollen Regelbeitrag und könnte jeden Monat heulen, weil das Geld weg ist. Ich möchte mich gerne befreien lassen. Dazu meine Fragen:



- Wenn ich jemanden ab 401 Euro Brutto einstelle, kann ich mich befreien lassen. Richtig?

Ja

- Darf diese Angestellte auch meine Ehefrau sein? (Sie hat zwar bereits eine Vollzeitstelle, aber das macht doch nichts, oder?)

siehe Antwort von Barmer - Stichwort: SV-Prüfung

- Ich müsste jeden Monat die Sozialversicherungen und Steuern für sie abführen. Ist das ein großer Aufwand ohne Steuerberater? Was muss ich da alles monatlich machen?

Im Prinzip ist das kein großartiger Aufwand. Das einzige Problem ist, dass du nach ca. 3-4 Jahren eine SV-Prüfung hast. Und wenn es da nicht passt, musst du halt nachzahlen.In sehr vielen Orten bietet die VHS Kurse an. Oder du kaufst eine dafür geeignete Software- Kostet ca. 250€/Jahr, aber für einen Angestellten lohnt es sich nicht. Da kommst Du mit dem Steuerberater günstiger weg (ca. 12-15€/Monat), und hast du jemanden zu beschimpfen :P

- Wo müsste ich die Beschäftigung überall melden und wie beantrage ich die Befreiung?
Es kommt darauf an: Einen Minijob (wird Dir aber nicht ausreichen, um befreit zu werden) meldet man bei der Bundesknappschaft an: www.minijob-zentrale.de. Ein Job, der SV-Pflichtig benötigt eine Anmeldung an die Deutsche Rentenversicherung (i.d.R. zweimal im Jahr) und monatlich an die Krankenkasse des Mitarbeiters (bin jetzt von einer Person ausgegangen). Die Befreiung auch bei der DRV



Ich würde mich wirklich sehr über eine schlüssige Antwort freuen. Ich finde nirgends richtige Informationen über das Thema.
Und nun zum Merger:
Wer hat Ihnen denn erzählt, dass Sie gezwungen sind in die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge zu zahlen ?
§2 Abs. 9 SGB VI
Einfach bei der Deutschen Rentenanstalt vorsprechen und den GKV-Beitrag einstellen!

Der Verein heißt: Deutsche Rentenversicherung Bund und dort zahlt man GRV-Beiträge
Ein Beitrag für die Erwerbsminderungsrente kann beibehalten werden ... ca. 80 €

Bitte hier keinen Schwachsinn erzählen. Wenn der Kollege bereits als versicherungspflichtig eingestuft wurde, kann er nicht ohne weiteres zum freiwilligen Mitglied werden, damit er selbst raussuchen kann, wieviel er zahlt.

Hallo Panosk,

auch in einem Forum sollte man nicht mit Beleidigungen rumwerfen.

Meinen Fehler habe ich schon erkannt. richtig ist natürlich GRV und nicht GKV. aber in allen Forenbeiträgen findet man ab und zu einmal einen Schreibfehler.

Wenn Sie die Auskunft wie auch die Einstellung meiner Rentenbeiträge von der Deutschen Rentenversicherung Berlin als Schwachsinn bezeichnen, ist das Ihre Auffassung.

Keiner meiner vielen Kollegen die hauptberuflich tätig sind (ohne zusätzliche Arbeitnehmer) zahlen Beiträge in die DRV.

Aber vielleicht macht die DRV Berlin alles falsch, und sollte bei Ihnen einmal nachfragen.

Viele Grüße!

panosK.

Versicherungsprofi

Beiträge: 105

Wohnort: Landshut

Beruf: Versicherungsmakler

  • Nachricht senden

7

Montag, 23. Mai 2011, 16:20

@Merger:
als ich vor ein paar Jahren als Agenturinhaber als Angestellter eines Versicherungsunternehmens in die Selbständigkeit wechselte (ohne jegliche Angestellte), meldete ich mich bei der Deutschen Rentenanstalt ab. (Fehler von mir - GKV ist natürlich falsch / richtig GRV ).

Den Beitrag für die Erwerbsminderungsrente habe ich weiter gezahlt.


Ich kenne auch keinen Kollegen, der selbständig ist (ohne Angestellte) der noch Rentenversicherungsbeiträge in die GRV zahlt. (Zitat Ende)


Lieber Kollege,
von der Deutschen Rentenversicherung (ist keine Anstalt mehr!!!) kann man sich nicht abmelden, das ist doch nicht die GEZ :D . Wenn man selbständig wird, prüft die DRV anhand eines Fragebogens, ob eine tatsächliche Selbständigkeit vorliegt (z.B. Makler, da mehrere Auftraggeber) oder eben eine Scheinselbständigkeit (z.B. nach §84HGB). Anschließend kann man sich für die ersten drei Jahre der Selbständigkeit von der Versicherungspflicht befreien. Am Ende prüft die DRV erneut, ob der Scheinselbständige nicht unter der Bestimmungen von http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__2.html §2 Ziffer 9 SGB VI fällt. Erst dann ist man nicht pflichtig.

Dass Du vielleicht keine Kollegen kennst, die trotz fehlender Selbständigkeit keine Pflichtbeiträge abführen liegt zum einen daran, dass erst in den letzten Jahren die DRV "aggresiv" prüft und zum einen, weil nach Ablauf der drei Jahren keine automatische "Nachprüfung" erfolgt. Frage ist nur, was passiert wenn es später entdeckt wird. In manchen Fällen müssten Kollegen kräftig nachzahlen.

Übrigens: auch die Aussage "Beitrag für die EM-Rente" ist nicht richtig: Wenn man nur wenige Jahre pflichtversichert war und sehr viele Jahre nur ein freiwilliges Mitglied mit dem Mindestbeitrag ist, hat man zwar Ansprüche auf EM-Rente dem Grunde nach, aber der Höhe nach schaut es eher mager aus!
Meine Beiträge können und sollen keine Beratung ersetzen. Dazu gibt es unabhängige Fachleute auch in Ihrer Nähe. Sollten Sie mich kontaktieren wollen, bitte per PN!

panosK.

Versicherungsprofi

Beiträge: 105

Wohnort: Landshut

Beruf: Versicherungsmakler

  • Nachricht senden

8

Montag, 23. Mai 2011, 16:25

Keine Absicht!

@Merger,
anscheinend haben wir gleichzeitig gepostet, deshalb muss ich nachfassen: ich hatte keine Absicht, Sie zu beleidigen. Sollte es trotzdem passiert sein, dann entschuldigen Sie bitte!
Das Wort Schwachsinn war nicht ganz glücklich gewählt. Was ich jedenfalls damit meinte, ist dass wir als Fachleute die richtigen Fachbegriffe verwenden sollten. Und der Verein heißt eben nicht Anstalt. Auch der freiwillige Beitrag heißt nicht "Beitrag für die EM-Rente".
Trotzdem nochmal Entschuldigung!
Meine Beiträge können und sollen keine Beratung ersetzen. Dazu gibt es unabhängige Fachleute auch in Ihrer Nähe. Sollten Sie mich kontaktieren wollen, bitte per PN!

Thema bewerten


Home Lebensversicherun Rentenversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Private Krankenversicherung Krankenzusatzversicherung Pflegezusatzversicherung Autoversicherung Motorradversicherung

  My-Versicherung Motorradversicherung Autoversicherung Private-Unfallversicherung Private-Haftpflicht Bausparen  Privatrechtsschutz Pflegepflichtversicherung