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Donnerstag, 3. Juli 2008, 00:12

Deutsche Rentenversicherung: Beitragsberechnung

Hi Leute,
mir raucht langsam der Kopf. Ich bin Student und hatte bis vor kurzem noch nicht ma von der Rentenversicherung gehört. Von Anfang November 2007 bis Ende Februar 2008 habe ich jetzt ma ein wenig mein Budget aufbessern können und habe im Monat 660€ verdient und jetzt soll ich auf einmal Beiträge zahlen. Na ja, das Problem habe ich natürlich nicht alleine, allerdings soll hat ein Statusfeststellungsverfahren ergeben, dass ich ein Selbstständiger bin, der 5/6 seiner Einnahmen von einem Auftraggeber bekommt (also quasi hauptsächlich für einen Auftraggeber tätig bin) und jetzt soll ich 19,5% von meinem Gehalt abdrücken, was da fast 500€ wären.
Jetzt überlege ich natürlich, ob es da nicht Möglichkeiten gibt das zu umgehen.
Ich habe bisher auch den „Fragebogen zur Feststellung der Pflichtversicherung“ noch nicht ausgefüllt und bin mittlerweile schon viel zu lange überfällig.
Aber da sind mir halt einige Sachen noch unklar.

Laut dem Fragebogen soll ich angeben, ob mein monatliches Arbeitseinkommen (Gewinn) regelmäßig 400€ übersteigt.
Diese Frage verwirrt mich allein schon dahingehend, dass ich ja gar kein regelmäßiges Arbeitseinkommen habe, sondern nur innerhalb der besagten Zeit.
Ansonsten weiß ich auch nicht so genau, was ich da evtl. verrechnen kann. Kann ich meine Miete da abziehen? Immerhin hab ich ja kein extra Büro, also ist mein WG-Zimmer quasi mein Büro. Was ist mit Computeranschaffungen? Ich arbeite größtenteils am Computer, habe aber in letzter Zeit gerade ma 200€ in meine Maschine investiert. Nichtsdestotrotz könnte ich das doch abziehen, oder?

Ansonsten ist mir die Berechnung der Beitragszahlung noch etwas schleierhaft. Okay, ich soll 19,5% bezahlen, dass wären bei mir also ca.130€ pro Monat.
Damit ich nicht aus Versehen den Regelbetrag oder so zahle, muß ich wohl eine einkommensgerechte Beitragshöhe ankreuzen. Hier soll ich wiederum mein Jahreseinkommen angeben (mittels einer „gewissenhaften“ voraussichtlichen Schätzung über die Höhe des Arbeitseinkommen).
Das wären bei mir dann 2x660€ für Januar und Februar 2008 + noch einmal drei Monate, wo ich für den selben Auftraggeber 3x396€ verdient habe (wo die Rentenversicherung aber noch nicht nachgefragt hat und ich, ehrlich gesagt, es denen lieber nicht sagen will, solange sie nicht direkt fragen). Macht also für das Jahr 2008 2508€. Allerdings ist die Zahl nicht wirklich sicher, denn ich schreibe aktuell an meiner Diplomarbeit, mindestens noch bis Ende September, was danach an Einnahmen und so dazu kommen wird, ist absolut nicht absehbar. Wie soll man da „gewissenhaft“ abschätzen, wie viel Geld man verdienen wird?!? ?(

Im übrigen bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Rentenversicherung am Ende mir nicht schlimmstenfalls mehr berechnet, denn laut dem Zettel, wo die Berechnung erklärt ist, beträgt der Beitrag zwar monatlich 19,5% vom geschätzten Jahreseinkommen, aber gleichzeitig ist der Mindestbeitrag 79,60€, was mal 12 gerechnet deutlich mehr wäre als die von mir berechneten 19,5% von 2508€ / 12, was ca. 40€ pro Monat wären. Und was ist eigentlich im nächsten Jahr, wenn ich beispielsweise da gar nix verdien? Wird da erstma weiterhin abgezogen bis ich mich erkläre oder wie?

Hoffe, jemand von euch kennt sich da besser aus als ich.
Danke schon ma im Voraus.

mischa

Profi

Beiträge: 1 756

Wohnort: Südbayern

Beruf: Bankkaufmann, Spezialist Vorsorge

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Donnerstag, 3. Juli 2008, 10:46

Sie sollten sich bei der Rentenversicherung vor Ort beraten lassen!

Sie wurden als sogenannter "Scheinselbständiger" eingestuft. Damit unterliegt Ihr Einkommen der vollen Sozialversicherungspflicht (Renten, Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung). Mit Einkommen ist das Einkommen gemeint, das Ihnen Ihr Auftraggeber bezahlt und von dem Sie keine Kosten abziehen können. Allerdings muss Ihr Auftraggeber wie ein Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernehmen - es trifft also beide mit jeweils etwa 20%. De facto läuft es also genauso, als wären Sie angestellt.
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

Individuelle Beratung: http://www.versicherungsmakler-augsburg.com

mischa


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Freitag, 4. Juli 2008, 11:36

Hmm, arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger also = Scheinselbstständiger. Okay, das war mir nicht so bewußt.
Ich befürchte nur, dass ich da nicht so leicht rauskomme, weil mein Auftraggeber keinen Anteil zahlen will, ich aber trotzdem zumindest für die Zeit gutes Geld verdient habe, so dass mir das egal war.
Trotzdem bleibt die Frage ob tatsächlich mein "monatliches Arbeitseinkommen (Gewinn) regelmäßig 400€" übersteigt? Und damit die Frage was darunter verstanden (v.a. unter "regelmäßig") wird und wie es berechnet wird? Denn falls nicht, brauche ich ja nichts zahlen, oder?

limburgerbub

Fortgeschrittener

Beiträge: 683

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Beruf: Versicherungsmakler

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4

Donnerstag, 10. Juli 2008, 22:05

was ich jetzt schreibe ohne gewähr und es sind auch nur anhaltspunkte:

für studenten gibt es sonderregelungen, was den verdienst betrifft. soweit ich mich noch dunkel zurückerinnern kann, bleibt bei diesem betrag das "gehalt" sozialversicherungsfrei. ich glaube da muß lediglich in die rentenversicherung eingezahlt werden. müßtest du aber als student eigentlich besser wissen. gibt sicher internetseiten von studenten für studenten.

wenn du scheinselbständig warst, wird der sozialversicherungsträger an den arbeitgeber herantreten und dann muß er erstmal zahlen. ich würde ihn aber jetzt schon mal informieren. vielleicht betseht eine möglichkeit das eben irgendwie zu "heilen" für den arbeitgeber auf jeden fall besser, da er sich jetzt schon mal gedanken machen kann.....
Tel. 06431/477201 fax: 06431/477368 y
Ich bin hier ausschließlich als Privatperson unterwegs. Alle Beiträge sind ausschließlich privater Natur..,.ob diese nun von mir, meiner Frau, oder von wem auch immer erstellt wurden ;)
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