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Mittwoch, 25. März 2015, 09:45

Kfz-Versicherungsabschluss ohne Unterschrift möglich???

Hallo zusammen,

wir hoffen echt auf Eure Hilfe, da wir recht ratlos dastehen und uns im Versicherungs- bzw. Zulassungsrecht nicht wirklich auskennen.

Ich versuch den recht komplexen Fall einfach mal halbwegs kurz zusammenzufassen:

Vor ca. 2 Jahren (2013) bekam meine Freundin einen Versicherungsvertrag mit wenigen Prozenten von ihrer Mutter übertragen. Der Vertrag war für Auto ihrer Tochter bestimmt, die damals noch 17 war - folglich wurde meine Freundin als Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter eingetragen. Im Frühjahr letzten Jahres trennte sie sich von ihrem Mann und zog in eine andere Ortschaft desselben Landkreises.

Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter blieb weiterhin meine Freundin - selbstverständlich wurde das Auto auf die neue Adresse umgemeldet, auch wenn die Tochter beim Vater wohnen blieb und folglich das versicherte Auto seinen eigentlichen Standort dort hat. Beim Auszug hat meine Freundin den Fahrzeugbrief sowie den -schein nicht mitgenommen, da sie wohl von einer vernünftigen Kommunikation zwischen sich und ihrem Ex- sowie den Kindern ausging. Der Vater hat auch weiterhin die Kosten der Fahrzeugsteuer und der Versicherung vom Auto der Tochter getragen.

Ende des vergangenen Jahres wurde meine Freundin rechtskräftig geschieden.

Vor ca. 3 Wochen erhielt sie nun einen Bescheid der Kfz-Steuer wegen Abmeldung. Da weder ihr Ex noch die Kinder zu ihr Kontakt haben, wusste sie von nichts.

Von der Versicherung kam seltsamerweise keinerlei Nachricht. Allerdings kam es uns komisch vor, dass letzte Woche ein Schreiben eines anderen Versicherungsvertrages bei der gleichen Versicherungsgesellschaft an die frühere Adresse gerichtet war und dann einfach überklebt wurde. (selbstverständlich sind alle Adressen korrekt geändert und angegeben worden.)

Nachdem gestern noch immer nichts kam, hat sie bei der Versicherung nachgefragt, warum sie nichts bekommen hat, obwohl sie seit über 3 Wochen die Abmeldung der Kfz-Steuerbehörde vorliegen hat.



Und dann hat sich herausgestellt:

- dass ihr Ex das Auto abgemeldet hat (ohne Info an sie als Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter);

- dass ihr Ex das Auto auf sich selbst als Halter zugelassen hat, aber dennoch weiter den bisherigen Vertrag meiner Freundin mit ihr als Versicherungsnehmerin nutzt.



Deshalb nun unsere Fragen:

- ist das rechtlich so korrekt gelaufen? Für uns ist das kaum vorstellbar...das Auto abmelden ok, aber das mit dem Vertrag...wie gesagt, sie weiß von nichts und hat nichts unterschrieben.

- wo gibts hier evtl. versteckte Risiken?

- wie kommt sie aus diesem nicht abgeschlossenen Vertrag??

Wir danken Euch schon vorab für Infos.

Liebe Grüße

onussy

Beiträge: 1 588

Wohnort: Bergisches Land

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzberater

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2

Mittwoch, 25. März 2015, 12:18

Hallo,

dann lassen Sie sich doch bitte von der Versicherung eine Kopie des Antrags geben. Sofern ein Vermittler auf den jetzt eingetroffenen Unterlagen steht, ist es noch einfacher, dorthin zu gehen. Auf den entsprechenden Unterlagen dürfte ja eine Unterschrift zu finden sein.

Grüße

3

Mittwoch, 25. März 2015, 12:48

Bleibt die Frage, ob eine Weiternutzung des Versicherungsvertrages tatsächlich juristisch möglich wäre?

4

Mittwoch, 25. März 2015, 14:26

Guten Tag,

"juritisch" möglich oder nicht, es IST so gelaufen. Selbst wenn dies nicht möglich gewesen sein sollte, welcher Schaden ist denn entstanden und was soll unternommen werden?

Wenn ich es richtig verstanden habe, gab es hierbei "lediglich" einen Halterwechsel. Versicherungsnehmer / Vertrag bleiben hiervon völlig unberührt. Kosten hat Halter komplett übernommen. Nun wurde das Fahrzeug abgemeldet und die Vertragsaufhebung dokumentiert - dann ist alles in Ordnung.
Je nachdem um welchen Zeitraum es sich hierbei handelt sollte man auch daran denken, dass man als Versicherungsnehmer (=Vertragspartner der Versicherung) eine Adressänderung unverzüglich anzuziegen hat. Sollte die Post an eine alte Anschrift zugestellt werden können, ist die Versicherung fein raus.

Beste Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

5

Mittwoch, 25. März 2015, 16:23

Sollte die Post an eine alte Anschrift zugestellt werden können, ist die Versicherung fein raus.

Aber es war doch alles umgemeldet oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

6

Mittwoch, 25. März 2015, 16:42

Sollte die Post an eine alte Anschrift zugestellt werden können, ist die Versicherung fein raus.

Aber es war doch alles umgemeldet oder hab ich das jetzt falsch verstanden?



Nochmal: Vertragspartner der Versicherung ist der Versicherungsnehmer. Wenn sich der Fahrzeughalter bzw. die Halteranschrift ändert, wird dies zwar selbstverständlich von der Versicherung vermerkt, ABER die komplette Kommunikation läuft NUR mit dem Versicherungsnehmer. Daher muss neben der Ummeldung eine Adressänderungsmitteilung an den Versicherer erfolgen.
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

7

Mittwoch, 25. März 2015, 17:06

Zum besseren Verständnis:

Der Versicherungsvertrag war vor der Abmeldung identisch mit dem Fahrzeughalter und selbstverständlich auf der richtigen Adresse des Versicherungsnehmers angemeldet.

Das Fahrzeug wurde ohne Wissen des Versicherungsnehmers abgemeldet und anschließend vom Exmann wieder angemeldet. Halter ist jetzt der Exmann, Versicherungsnehmer bleibt angeblich weiter bestehen.

Geht das? Ohne Kenntnis geschweige denn irgendeine Unterschrift...

RocklandSports

Versicherungsprofi

Beiträge: 56

Beruf: Versicherungskaufmann

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8

Mittwoch, 25. März 2015, 18:00

Bitte korrigieren Sie mich wenn ich falsch liege, aber ich vermute es geht hier um folgendes:


Das Verhältnis zwischen Exfrau und Exmann ist nicht mehr das Beste. Durch den Halterwechsel des Fahrzeuges ergeben sich augenscheinlich neue Besitzverhältnisse des KFZ's betreffend, welches die Exfrau nicht so hinnehmen möchte.




Grundsätzlich muss ein Antrag nicht unterschrieben werden. Durch "Nichtstun" und Zahlung der Prämie willigen Sie dem Geschäft ein (stille Willenserklärung + konkludentes Verhalten). Damit wird der Versicherung durch Ihr Handeln vermittelt, dass alles so passt.

Interessant ist eben, dass der Sachverhalt aber nicht von Ihnen bzw. Ihrer Freundin/Frau ausgegangen war, sondern von dem Exmann.


Idealerweise wenden Sie sich an die Versicherung und lassen sich eine Antragskopie zusenden. Ist auf dem Antrag eine Unterschrift, so gehts um Urkundenfälschung + Unterschlagung wegen dem KFZ. Dann sollten Sie sich wohl einen Anwalt suchen.

9

Mittwoch, 25. März 2015, 18:54

Nach Kenntnis über die Abmeldung des Fahrzeugs kann man nicht von "Nichtstun" sprechen. Die Versicherungsnehmerin hat nur durch die zusändige Steuerbehörde von der Abmeldung erfahren, die Versicherung hat bisher weder eine Abmeldebestätigung noch eine neue Prämienrechnung geschickt, geschweige denn angefragt, ob eine Vertragsänderung von ihr gewünscht ist. Außerdem hat die Vertragsnehmerin zu keiner Zeit eine eVB-Nr von der Versicherung für einen Halterwechsel angefordert.

Daher fordert sie jetzt eine schriftliche Bestätigung der Versicherung, dass der Vertrag ordnungsgemäß nach der Abmeldung des Fahrzeugs beendet wurde.

Vermutlich wurde die Prämie vom Exmann (jetziger Fahrzeughalter) bezahlt.

RocklandSports

Versicherungsprofi

Beiträge: 56

Beruf: Versicherungskaufmann

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10

Mittwoch, 25. März 2015, 19:55

Ich habe mich da wohl etwas missverständlich ausgedrückt.

Mit "Nichtstun" war gemeint, dass der zugegangenen Police nicht widersprochen wurde.

Vermutlich wurde der Vertrag an den Exmann geschickt, von ihm die Prämie bezahlt etc. pp.

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