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Dienstag, 12. August 2008, 18:51

Totalschaden - Überweisungsbetrag bzw. Restwert brutto oder netto?

Hallo,

ganz kurz. Im Januar 2008 hatte ich bei Glatteis einen Totalschaden. Auto wurde verkauft und im April ein neues gekauft, nachdem ich öfters bei der Versicherung war und gesagt habe, dass der WBW zu niedrig ist und mir zugesagt wurde ggf zu erhöhen, was sich auf einer Abrechnung dann auch zeigte. Habe auch nochmal nachgefragt, ob ich richtig rechne, da der WBW nun erhöht wurde und man bestätigte mir dies mündlich. Ebenso die Ausbezahlung der Mehrwertsteuer, wenn ich bei einem Händler kaufen würde, innerhalb von 3 bis 4 Wo. Insgesamt stimmt für mich die ganze Abrechnung nicht, der VG kommt jetzt mit ganz komischen Theorien...

Auf meinen Konto gingen einmal ca. 3300 Euro ein, das andere Mal 300 Euro. Text dazu lautet Wiederbeschaffungswert (weder brutto noch netto irgendwas) Wobei die 3300 Euro auch nichts mehr mit dem Gutachten zu tun haben, der VG weiß selbst nicht, wie die 3300 Euro zustande kommen.

Für mich stellt sich nun die Frage, ob diese 3600 Euro jetzt netto oder brutto sind? Mein VG behauptet jetzt, diese wären brutto. Das kann doch nicht sein, oder?



Wie ist das mit dem Restwert, dabei steht im Gutachten nichts, handelt es sich um netto oder brutto? Der VG sagt brutto. Aber wer führt die Steuer ab? Ich nicht! Und hätte ich für 4500 privat verkauft, dann würde doch auch niemand Steuern abführen.



Dann habe ich nach 3 Monaten endlich einen Händler gefunden, der mir den Kaufvertrag vorlegt und da steht plötzlich er ist vorsteuerabzugsberechtig. Aber naja Händler ist Händler denke ich mir, was anderes hat mir der VG auch nie gesagt und jetzt kommt die nächste Theorie, dass ich sowieso keine STeuer mehr bekomme, weil ich auch keine beim Händler gezahlt habe.



Bitte, bitte helft mir!! Es gibt um mich für sehr viel Geld

K-Guru

Master Chief Inspector of K - Affaires

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2

Dienstag, 12. August 2008, 19:02

hallo

kurz ist gut :D

ich versuch mal deine Fragen abzufrühstücken :D

1. Der Wiederbeschaffungswert wird i.d.R. durch Einholung von Einaufspreise bei Händler im Gutachter ermittelt. sPrich man fragt verschiedene Händler was die dafür blechen würden. Hier ist die MwSt logsicherweise mit inbegriffen. Bei Verkauf würde Händler die Umsatzsteuer abführen müssen. Eine andere Möglichkeit ist die Schwacke - Liste. Ist aber m.E. sehr ungenau. Deswegen geht der Trend immer mehr zu dieser Methode

Die Auszahlung der Mehrwertsteuer erfolgt nur dann, wenn der Wagen reperiert wird, denn auch nur da ist die MwSt von nöten, denn sonst würdest Du ja objekt mehr bekommen als der Schaden, nämlich die 19 % oben drauf :-)

In der Regel wird bei keiner Reperatur fiktiv abgerechnet. Über den Daumen heißt das Reperaturkosten - SB - MWST. Der Auszuzahlende Betrag darf den Restwert + Wiederbeschaffungswert nicht überschreiten.

Da Du dir ein Ersatzwagen gekauft hast, hast außerdem Anspruch auf Nutzungsausfall. Dabei wird im Gutachten angegeben wie lange vermutliche eine Reperatur dauern würde bzw. bei Totalschaden glaube ein Fix zeitraum. Pro Tag kriegst du ein Satz entsprechend Deines Autos. Logisch das Du für ein Polo nicht so viel kriechst wie für n S-Klasse
Freundliche Grüße

K - GURU

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3

Dienstag, 12. August 2008, 19:12

Hmm,

also leider werde ich aus dem Beitrag nicht schlauer. Vielleicht hab ich mich auch schlecht ausgedrückt, komm grad von der Versicherung und bin aufgewühlt.Das mit den Reparaturkosten habe ich so noch nie gehört..

Wenn mir der VG WBW-Restwert=Differenzbetrag überweist, ist dieser Betrag brutto oder netto?

Ich verkaufe mein Auto zum Restwert von 4.500 an Händler bzw. für den Fall an privat. Brutto/netto?

Vorsteuerabzugsberechtigter Händler. Muss VG die MwSt. an mich überweisen?

Was soll ich auf mündliche Bekundungen der angestellten Sekretärin geben?

Lohnt es sich einen Anwalt zu nehmen oder sehe ich alles falsch, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht?

4

Dienstag, 12. August 2008, 19:14

Wegen den Nutzungsausfall?

Bekommt man diesen immer? Ich habe zwar ein Ersatzauto gekauft, aber erst 3 Monate später, weil ich zu den niederigen WBW kein vergleichbares finden konnte. Bis dahin habe ich mir Autos von der Familie geliehen oder bin gar nicht zur Uni gefahren, Bus-/Zugverbindung ist zu schlecht.

K-Guru

Master Chief Inspector of K - Affaires

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5

Dienstag, 12. August 2008, 19:23

hmmm also ich bin vorab gesagt vertragssachbearbeiter und kein schadenregulierer habe daher nur fundamentale kenntnissse !

da sowohl der WBW und Restwert brutto sind ist logischerweise auch die Differenz brutto, weil ja in beiden Beträge die MwSt drinne ist.

Als privatperson musst du keine umsatzsteuer abführen also gibt es auch auf von dir verkaufte güter keine Mwst = Netto

Wie gesagt, m.E. wird die MwSt. nur dann überwiesen wenn repariert wird, da sonst diese garnicht zur wiederinstandsetzung aufgewendet werden muss. Damit wäre eine Auszahlung der MwSt eine Bereicherung was ges. verboten ist.

garnix

wenn Du Rechtschutzversichert bist, dann würd ich mir immer ein Anwalt gönnen, dann kommen Versicherer garnicht erst auf die Idee dich zu verpuppen.

Wenn nicht würd ich abwegen - je nachdem was dir deiner meinung nach noch zusteht. Wenn du sagst da fehlen deiner meinung nach 300 € würde ich mir den stress sparen. Aber das ist n frage die du dir selber beantworten muss

Ich glaube die Frist liegt bei einem Jahr nach Schadeneintritt aber unverbindlich

P.S.: Hast Du eigentlich kein Selbstbehalt in der Kasko ?
Freundliche Grüße

K - GURU

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6

Dienstag, 12. August 2008, 20:10

Ums bisl klarer zu machen...



Gutachten:

Reparaturkosten brutto 10.784,32

WBW brutto 8.600,00

Restwert 4.500,00



Damit habe ich das Auto für 4.500 verkauft, mich aber beschwert für 8600 kein vergleichbares Auto zu bekommen, worauf mir gesagt wurde, ich bekomme eine Erhöhung.

Ergebnis:

Abrechnung 1:

WBW 8097,56

Abzug Restwert 4500,00

Differenzbetrag 3597,56

Abzug Selbstbeteiligung 300

Zahlungsbetrag 32977,56



Ne Woche später nochmal ein Brief

Abrechnung 2:

WBW 292,68

Abzug Restwert 0

Diff.betrag 292,68



Eine Neuberechnung des WBW bekam ich nicht, nur mündlich ja ja ich rechne so richtig auf den WBW rückwärts zurück und das Geld ist wegen der Erhöhung.

Damit begab ich mich auf die erneute Suche nach einem Auto und wurde fündig. War schwierig und nach 8 Stunden warten im 250 km entfernten Ort bekam das Auto TÜV und ich durfte den Kaufvertrag unterschreiben 10600 Euro. Allerdings kreutze der Verkäufer Vorsteuerabzugsberechtigt an und strich das MwSt-Feld durch. Worauf ich nachhakte, dass ich von der Versicherung nur das Geld bekomme, wenn ich bei einem Händler kaufen. Dieser meinte, das ist kein Problem, er macht das immer so und hatte schon andere Fälle. Was soll ich auch machen, es war Freitag 20 Uhr abends und hatte noch einen langen Heimweg...

Jetzt warte ich seit April auf meine MwSt und bekam im Juni wieder eine Abrechnung

Abrechnung 3:

WBW 209,76

Abzug REstwert 0

Differenzbetrag 209,76



Damit konnte ich überhaupt nichts anfangen, die MwSt. kann es auch nicht sein... Also bekam ich 6 Wochen später folgende Aufklärung:



WBW brutto 8600 (? das ist der vom Gutachten, der aber erhöht wurde)

Restwert brutto 4500 (? Wieso jetzt brutto, hätte ich privat für 4500 verkauft, hätte keine Steuern gezahlt - gilt hier nicht brutto=netto??)

Fahrzeugschaden brutto 4.100

abzügl SB 300

Entschädigugnsbetrag 3800



Wir haben überwiesen: 3297,56 + 292,68 + 209,76 = 3800



Aber wo bleibt jetzt meine Steuer?? Die überwiesenen Beträge können wohl kaum brutto Beträge gewesen sein, oder?



Rechtsschutz habe ich und ich werde ihn wohl auch benötigen



Bin unendlich dankbar für jede Form der Hilfe

K-Guru

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7

Dienstag, 12. August 2008, 21:09

sry, aber ich blick durch die abrechnung auch nicht durch.

ich würde vermuten, dass die erste abrechnugn die grundabrechnung ist, und die anderen beiden einfach nur ein Erhöhung des WBW, da die Abrechnungsbeträge letzlich aufaddiert werden.

du zahlst in keinem fall keine steuer zumindest nicht unmittelbar.

Und ob der Händler vorsteuerabzugsberechtigt ist, spielt für die Regulierung m.E. keine Rolle. Denn was heißt das ? vorsteuerabzugsberechtig heißt nichts anderes als das er die vorsteuer die er bei erwerb des Fahrzeugs zahlt, direkt abziehen kann. Umsatzsteuer=Mehrwertsteuer-Vorsteuer

Ich wüßte nicht von welcher Relevanz das für eine Regulierung sein sollte ?( ?( ?(

aber wie gesagt ab zum Anwalt


Edit

habe nochmal geschaut.

die in allen abrechnungen aufaddierten werte des Wiederbeschaffungswertes entsprechen genau 8600 € sowie anfangs angegeben. Möglicherweise handelt es sich hierbei um eine Korrektur ?( ?( ?( Warum man aber nicht gleich 8600 € zu Grunde gelegt hat, kann ich dir dann nicht erklören

auch anders gerechnet:

Zitat

WBW brutto 8.600,00

Restwert 4.500,00
- SB 300

= 3800 €
Freundliche Grüße

K - GURU

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K-Guru« (12. August 2008, 21:14)


8

Dienstag, 12. August 2008, 23:11

Macht Ihr da mal ... wat is nu das Problem. Vergessen Sie mal die Steuer ... der Gutachter hat einen Wiederbeschaffungswert in Höhe von 8.600 errechnet (oder recherchiert). Der Restwert ist EUR 4.500. Die Reparaturkosten können Sie vergessen, weil hoher als Wiederbeschaffungswert. Also 8.600-4.500-300 (SB) = 3.800 - o Wunder. Sie könnens auch anders rum machen. WBW - SB = das, was in Ihrer Tasche sein müsse (4.500 erzielen Sie selbst und 3.800 bekommen Sie von der Versicherung). Also ist die Rechnung m.E. erstmal korrekt.

Sie wollen aber mehr Kohle, weil Sie der Auffasung sind, dat reicht nicht. Das haben Sie auch vereinbart, meinen Sie, ist aber nicht berücksichtigt worden. Nu juut, dass müssen Sie aber auch irgendwie beweisen. Gehen Sie mal zu den lieben Kfz-Portalen und suchen Sie mal, ob Sie ein Fahrzeug wie Sie es hatten finden - am besten mehrere. Dann werden Sie sehen, ob der Gutachter gut liegt oder nicht.

Im Gutachten steht auch irgendwas mit Zeitraum für Widerbeschaffung. Da können Sie auch noch etwas "rausholen".

An brutto/netto liegts nicht, wenn Ihnen die Zahlung zu gering vorkommt. Für Sie als Verbraucher gibts nur brutto. MWST wird nur abgezogen, wenn Sie nicht anfällt. Und wo Sie das Auto kaufen, ist der Versicherung völlig wurscht.

Also zu was Anwalt? Wozu? Wofür? Warum? Glauben Sie der Anwalt kennt für die Ermittlung des WBW andere Suchmaschinen als Sie? Klor. Bestimmt. Und sorry, wenn Sie knapp 25% mehr ausgeben als zunächst zugesagt, dann ist das kein Argument beim Versicherer, sondern Ihr "Vergnügen". Wenn ich meinen smart gegen die Wand setze, kann ich auch nicht darauf hoffen, dass mir meine Versicherung eine A-Klasse spendiert.

Und bevor Sie mir jetzt aufs Auge hauen wollen, lesen Sie nochmal die Tips in Ruhe durch, vielleicht hilfts ja.
Wer mehr (über mich) wissen möchte -> PN schreiben.
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9

Dienstag, 12. August 2008, 23:12

Und was ist ein VG? Versichungs-Guru? Vergleichs-Gott? Würd mich mal interessieren ...
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Andre2905

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10

Mittwoch, 13. August 2008, 00:12


An brutto/netto liegts nicht, wenn Ihnen die Zahlung zu gering vorkommt. Für Sie als Verbraucher gibts nur brutto. MWST wird nur abgezogen, wenn Sie nicht anfällt. Und wo Sie das Auto kaufen, ist der Versicherung völlig wurscht.



Ich bin zu lange aus der Schadenabt. draussen, um es genau erklären zu können, aber das da ist nicht ganz korrekt.
Gerade bei Gebrauchtwagen, und dann ggf noch etwas älteren Fahrzeugen, spielt das sehr wohl eine Rolle, WO das Fahrzeug gekauft wurde und welche Steuer anfällt.

Das Zauberwort heisst "Differenzbesteuerung"

Guckt mal hier:

Wiki-Link Differrenzbesteuerung

und zwar unter Punkt 3.11.2
Viele Grüsse
André


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K-Guru

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11

Mittwoch, 13. August 2008, 06:15

VG hab ich auch gerätselt drüber :D Den einziger Sinn war für mich Versicherungsgesellschaft :D

Wie gesagt ich bin vErtrags - SB und wenn die anderen Experten sagen, dass das so i.O. geht, das wirds wohl leider so sein.

Zummal es sich auch unser Ex - " Schädling " :P angeschaut hat.

Also wie gesagt hier scheint nicht mehr viel drinne zu sein ;)

gruß und viel Spaß
Freundliche Grüße

K - GURU

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12

Mittwoch, 13. August 2008, 09:14

Hallo Andre,

mit WO war der Ort gemeint, nicht der Verkäufer. Sry. Ist missverständlich. Aber nachdem es ein Händler war, ist doch die MWSt-Diskussion egal. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege ...

Grüße
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Andre2905

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13

Mittwoch, 13. August 2008, 13:29

Hallo Ara,

nein, das ist ja gerade der Punkt.
Beim Gebrauchtwagen wird eine andere Besteuerung zugrunde gelegt, eben die sog. Differenzbesteuerung.

Ich weiss es nicht mehr 100%ig, aber es ist wohl so:

Gebrauchtwagenhändler kaufen i.d.R. gebrauchte Fahrzeuge von Privatleuten, also OHNE Mehrwertsteuer.
Dann schlagen Sie Ihren Gewinn drauf und verkaufen das Auto inkl. Steuer.

Beispiel:
EInkauf: 10.000 € (ohne Steuer, vom Privatmann)
Gewinn 1000,- €

MwSt. wird nur auf die Differenz berechnet, (deshalb Differenzbesteuerung).

Wenn das Auto dann also verkauft wird, ist der MwSt-Anteill viel geringer, als wenn z.B. ein Neuwagen fürs gleiche Geld gekauft wurde.

Und wenn die Versicherung das mitkriegt (und das sieht man i.d.R. am Kaufvertrag) dann gibts bei der Abrechnung auch nur die "weniger-Mehrwertsteuer".

Wie gesagt, 100%ig weiss ichs nicht, aber so in etwa ist die Richtung.

Ich hatte 2002 einen Vollkasko-Totalschaden. Ich habe dann beim Händler ein gebrauchtes Auto gekauft.
WENN im Kaufvertrag jetzt eben das o.g. Zeugs gestanden hätte, hätte ich tatsächlich meinen VK-Schaden OHNE MwSt (bzw gekürzt) ausgezahlt bekommen, obwohl ich einen Ersatzkauf nachgewiesen habe...
Viele Grüsse
André


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14

Mittwoch, 13. August 2008, 15:43

ok. Soweit gecheckt. Wenn der Händler als echter Händler agiert, gibts aber die (ausgewiesene bzw. angefallene) MWSt. soweit sind wir uns noch einig. Oder?

Jetzt kommt der Knaller: der Händler hat für privat "verkauft", das habe ich oben wohl überlesen. Hab nochmal nachgefragt: das mit der Differenzbesteuerung ist so korrekt wie du (Andre) es gesagt hast. Allerdings wird das wohl in den Gutachten als "brutto" berücksichtigt. Die Fragestellerin hat doch 3.800 (inkl. was weiss ich für Steueranteil) erhalten. Und nu bettelt sie um Abzug des Mehrwertsteueranteils (egal wie hoch der ist) obwohl sie mehr will. Ich steh voll aufm Schlauch ... mag irgendjemand meinen K-Bestand - oooo großer Scherz.
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Piet

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15

Mittwoch, 13. August 2008, 15:57

Leuteleuteleute ...

als Privatmann hat man mit der Mehrwertsteuer nichts zu tun (ausser, dass man sie halt immer mitzahlt). Wenn jetzt *alisha* umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer wäre, würde nur der Nettobetrag bezahlt, weil er sich die Steuer vom Finanzamt "wiederholen" würde.

Dass der gute Verkäufer "vorsteuerabzugsberechtigt" angekreuzt hat, ist allerdings formal nicht korrekt, wird aber die Abrechnung mit der Versicherung wahrscheinlich nicht behindern. Sonst beim Händler ändern lassen.

Gruß
Piet

Andre2905

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16

Mittwoch, 13. August 2008, 18:02

Leuteleuteleute ...

als Privatmann hat man mit der Mehrwertsteuer nichts zu tun (ausser, dass man sie halt immer mitzahlt). Wenn jetzt *alisha* umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer wäre, würde nur der Nettobetrag bezahlt, weil er sich die Steuer vom Finanzamt "wiederholen" würde.


Nein, das ist einfach nicht richtig.

Machen wir ein Beispiel:

Kasko-Totalschaden.
Das Auto hat nach Gutachten einen WBW von 10.000 Euro¬ brutto.

Der VN kauft sich einen richtigen Gebrauchten. Er bekommt halt keinen für 10.000 sondern für 11.234 weil er jetzt noch n besseres Radio drin hat, freut er sich aber trotzdem.

Bis jetzt hat er von der Versicherung bekommen: 10.000 MINUS die MwSt, also 8.403 Euro¬ (der Restwert war Null, SB ebenfalls Null, OK ? )

Er reicht den Kaufvertrag über die 11.234 ein, weil er denkt, dass er jetzt seine fehlenden 1.597,- bekommt (Differenz von 8.403 zu 10.000)

ABER:
er bekommt gar nix mehr, denn die MwSt ist ja nicht angefallen, da Kauf von privat ! Ärgerlich für den Kunden, ist aber so.

Hätte er sich fürs gleiche Geld einen Neuwagen ODER einen Wagen mit "normaler" Besteuerung gekauft, hätte der die MwSt ausgezahlt bekommen.

Und jetzt die Sache mit der Differenzbesteuerung:

WBW immer noch 10.000 EUR brutto.
Der Kunden kauft sich einen gebrauchten für 10000,00 brutto beim Gebrauchtwagenhändler.

Er wartet also brav auf seine 1.597,-Euro

Aber jetzt kommt der Pferdefuss:

Der Händler hat das Auto für 9.000 gekauft. (privat)

Buchung:
Fuhrpark an Geldkonto (alles ohne VSt) 9.000,- EUR

Verkauf des Pkw für 10000,- Euro / brutto
Die 1000,- EUR Differenz zwischen EK-Preis und VK-Preis sind nun umsatzsteuerpflichtig.
Das nennt man Differenzbesteuerung.
Buchung:
Bank (10000,00 Eur)
an Erlöse (9840,34 Euro)
an USt [19 %] (159,66 Euro USt aus 1000,¬ EUR

Also, was passiert ?
Der Kasko-Kunde hat sich ein Ersatzfahrzeug beschafft, und reciht den Vertrag darüber ein. Er erwartet, die MwSt i.H.v. 1.597,-Euro ausgezahlt zu bekommen, bekommt aber dann nur 159,66

Wenn das mal kein Unterschied ist...
Viele Grüsse
André


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andre2905« (13. August 2008, 18:08)


K-Guru

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17

Mittwoch, 13. August 2008, 18:51

ich kapituliere :-) :whistling: :whistling: ^^ ^^
Freundliche Grüße

K - GURU

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18

Freitag, 13. Mai 2011, 12:18

dringende Frage zu diesem "alten" Thread wegen "Vorsteuer"/"MwSt"

Auszug Zitat:

als Privatmann hat man mit der Mehrwertsteuer nichts zu tun (ausser, dass man sie halt immer mitzahlt). Wenn jetzt XXXX umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer wäre, würde nur der Nettobetrag bezahlt, weil er sich die Steuer vom Finanzamt "wiederholen" würde......

Hallo an alle hier,

ich bin ganz neu hier und habe ein aktuelles Problem mit der Versicherung; dazu die Frage - ich hoffe es ist kein problem, dieses Thema wieder zu uppen!

Ich bin vorsteuerabzugsberechtigt ; hatte einen (100% nicht schuld) Totalschaden mit dem Firmenfahrzeug. Der Gutachter sagte erst zu; das ich mit einem Betrag von 4.760 € rechnen kann. Nun kommt das Gutachten; er rechnet den WBW mit 4.100 (brutto);

Aber das müßten doch 4.760 sein - Wie kann ich mir denn AUF DEN ausgezahlten Versicherungsbetrag (4.100 €) die Steuer vom FA geben lassen? Mit welchem Beleg / Buchung? Der Wagen ist wie gesagt Totalschaden, wird keinesfalls repariert.

Also fehlen mir hier schon mal die 660 € - Dazu kommt noch der verkaufte Unfallwagen (Restwert 1.210 €); den ich ja als "Erlös" verbuchen muß; und hierauf AUCH NOCH 193 € UmSt zahlen muß!

Also habe ich anstatt 4.760 € nur ca. 3.900 €?!?

Sehe ich das richtig - oder darf die VS so rechnen OBWOHL ich nichts vom FA bekomme? Oder habe ich einen Denkfehler

Ich hoffe meine Erläuterung ist einigermaßen veständlich

Vielen dank an allle schon mal für die Antwort - ist für mich sehr wichtig!

Beste Grüße

Bneuling





19

Mittwoch, 18. Mai 2011, 20:56

nochmal die Bitte um Hilfe - vielen Dank!

Hallo zusammen,


vielleicht findet sich doch jemand, der mir hier weiterhelfon könnte?


DANKE


beste Grüße
BNeuling


dingende Frage zu diesem "alten" Thread wegen "Vorsteuer"/"MwSt"




Auszug Zitat:



als Privatmann hat man mit der Mehrwertsteuer nichts zu tun (ausser, dass man sie halt immer mitzahlt). Wenn jetzt XXXX umsatzsteuerpflichtiger
Unternehmer wäre, würde nur der Nettobetrag bezahlt, weil er sich die
Steuer vom Finanzamt "wiederholen" würde......




Hallo an alle hier,



ich bin ganz neu hier und habe ein aktuelles Problem mit der
Versicherung; dazu die Frage - ich hoffe es ist kein problem, dieses
Thema wieder zu uppen!



Ich bin vorsteuerabzugsberechtigt ; hatte einen (100% nicht schuld) Totalschaden mit dem Firmenfahrzeug. Der Gutachter sagte erst zu; das ich mit einem Betrag von 4.760 € rechnen kann. Nun kommt das Gutachten; er rechnet den WBW mit 4.100 (brutto);



Aber das müßten doch 4.760 sein - Wie kann ich mir denn AUF DEN ausgezahlten Versicherungsbetrag (4.100 €) die Steuer vom FA geben lassen? Mit welchem Beleg / Buchung? Der Wagen ist wie gesagt Totalschaden, wird keinesfalls repariert.



Also fehlen mir hier schon mal die 660 € - Dazu kommt noch der verkaufte
Unfallwagen (Restwert 1.210 €); den ich ja als "Erlös" verbuchen muß;
und hierauf AUCH NOCH 193 € UmSt zahlen muß!



Also habe ich anstatt 4.760 € nur ca. 3.900 €?!?



Sehe ich das richtig - oder darf die VS so rechnen OBWOHL ich nichts vom FA bekomme? Oder habe ich einen Denkfehler



Ich hoffe meine Erläuterung ist einigermaßen veständlich



Vielen dank an allle schon mal für die Antwort - ist für mich sehr wichtig!



Beste Grüße



Bneuling

Merger

Fortgeschrittener

Beiträge: 243

Wohnort: Großraum Kaiserslautern / Rheinland-Pfalz

Beruf: Versicherungsfachmann

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20

Donnerstag, 19. Mai 2011, 14:28

Hallo...
als Unternehmen bekommen Sie doch bei einem Kauf eines Autos die Mehrwertsteuer wieder über die Steuererklärung zurück.
Also haben Sie doch auch bei Ihrem Fahrzeug (Totalschaden) letztendlich keine Steuer gezahlt!
Gruß

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