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Sonntag, 20. Juli 2008, 15:57

Probleme mit der Versicherung / Teilkaskoschaden / Motorschaden durch Unwetter

Hallo an Alle!
Habe da ein aktuelles Problem mit meiner Versicherung. Die ganze Sache ist ein wenig verzwickt, aber ich lege dann einfach mal los, und versuche es mal einigermaßen geordnet darzustellen.
Bei heftigem Unwetter, wurde mein Fahrzeug "BMW 525d touring" durch einen hochgedrückten Kanaldeckel beschädigt. Habe den Schaden sofort der VErsicherung gemeldet. Geklärt war schonmal, dass es ein Teilkaskoschaden ist. Die Stoßstange vorne beschädigt und komische Geräusche vom Motor mit starker Rauchentwicklung.
Also Wagen zu BMW, Versicherung hat den Gutachter vorbei geschickt, am nächsten Tag Anruf von BMW, Lt. Gutachter muss Turbolader neu und zwei Injektoren, Stoßstange auch neu. Habe den Auftrag bei BMW erteilt, die Reparatur zu beginnen, lt. Werkstatt sollte das knapp 1,5 Wochen dauern bis ich den Wagen haben kann.
Dann eine Woche Später ruft BMW an, Reparatur vollzogen, Wagen läuft immernoch nicht einwandfrei, immernoch Rauchentwicklung, warten jetzt auf den Gutachter der nochmal kommen sollte.
Nachdem der gute Mann dann das Fahrzeug ein 2.Mal begutachtet hat, Fazit Motorschaden. Neuer Motor muß her.
Gutachterbericht abgewartet, Reparaturkosten belaufen sich auf 11.900,00euro.
Davon soll ich 3.500,00 bezahlen, die Wertsteigerung für das Fahrzeug nach Einbau des neuen Motors.
Zwischenzeitlich hat der Gutachter auch eine Restwertermittlung durchgeführt und hat einen Bieter für 4.600Euro.
Der Wiederbeschaffungswert für das Auto sind 14.100,00Euro.
So nun das Problem, ich habe die Versicherung angerufen und gesagt, das ich die Reparatur so nicht möchte, weil ich nicht bereit bin die 3500Euro dazu zu zahlen.
Was nu? Dann kamen sie mit der tollen Rechnung, Reparaturkosten, abzüglich Wertsteigerung, und natürlich ohne Mwst. Aslo sollte ich das Auto behalten, und die Vers. zahlt mir ca. 6400Euro aus.
Aslo Geld von der Versicherung+Restwert hätte ich knapp 11.000,00Euro. Aber vor dem Schaden hatte ich ein Fahrzeug, was 14.000,00Euro Wert hatte.
Also hab ich dem Sachbearbeiter gesagt, das ich das so auch nicht annehmen möchte. Anschließend das Angebot des SB Wir machen einen Wirtsch. Totalschaden. Berechnungsgrundlage 14100euro, abzüglich erzielbarer restwert 4600euro. Also überweist die Versicherung mir 9500euro, und ich komme somit auf den Wert meines Fahrzeuges. Fand ich ok, war abgemacht.
So, bis mir einfiel, was ist mit BMW? Die haben sschon Teilreparaturen vorgenommen, wer zahlt deren Rechnung ca.4000Euro? Versicherung meint, da ich die Reparatur beauftragt habe, und jetzt nicht mehr will, sollte ich sie zahlen. Ich habe den Auftrag Unterschrieben, als ich und auch die Werkstatt noch nicht wusste das der Motor hin ist. Also nach dem ersten Gutachten, aber ich hätte ja wissen müssen, das der Motor kaputt ist. Aber der Gutachter musste zweimal kommen, das war i.O., weil er erst nach Austausch der genannten Teile den Motorschaden feststellen kann. Aber ich soll das wissen. Also ich wäre das Risiko eingegangen, das ja trotz dieser Reparatur der Motor immernoch nicht läuft. Also habe ich den Auftrag erteilt und soll das auch bezahlen. Habe aber zwischenteitlich geforscht und herausgefunden, das der Gutachter den Wagen auf der Restwertbörse mit Neuteilen, heißt also neue Stoßstange, Nebelleuchten und Turbolader angeboten hat. Er hat das Auto erst nach der 2. Besichtigung angeboten. So der gute Mann hat aber ein gesamtes Gutachten erstellt. Nun war meine Gegenfrage an den SB. Wenn der Gutachter den Wagen mit Neuteilen angeboten hat, sind die in dem Restwert ja mit berücksichtigt. Also wurden sie mir ja schon abgezogen, und dann soll ich noch die RG von BMW zahlen? Somit wäre ich ja doppelt belastet. Es folgte eine Zustimmung. Dann hat er gesagt, die Sache übersteige seine Kompetenzen und er müsse das seinem Chef weitergeben. Entscheidung soll Montag kommen.... Bin ja mal gespannt. Was meint Ihr zu der Sache... wie stehen meine chancen??
Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen..
LG

limburgerbub

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2

Sonntag, 20. Juli 2008, 16:02

oha, reichlich kompliziert......warte doch noch monatg ab und bitte texte uns, was die angeboten haben.....bin mal echt gespannt.
Tel. 06431/477201 fax: 06431/477368 y
Ich bin hier ausschließlich als Privatperson unterwegs. Alle Beiträge sind ausschließlich privater Natur..,.ob diese nun von mir, meiner Frau, oder von wem auch immer erstellt wurden ;)
E-mail-Adresse: info@juergen-hartenstein.de

www.vermittlerregister.info D-ACQY-20IVL-63

alex13

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3

Montag, 21. Juli 2008, 12:58

Bin ziemlich überrascht, dass es sich hier um einen Teilkaskoschaden handeln soll. Ich hab da mal was anderes mitbekommen, ist allerdings schon etliche Jahre her. Ich war der Meinung, dass hier ausschließlich die Vollkasko eintreten würde :huh: ?( !!!

K-Guru

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Montag, 21. Juli 2008, 13:06

Guten Tag,

Generell gibt es in Sachschadenversicherungen das sogenannte Bereicherungsverbot. Das heißt Du darfst Dich an dem Schaden den Du erleidest nicht bereichern.

In dem Fall ist das natürlich misslich, weil eine Reperatur nur möglich ist mit einhergehender "ungewollter" Bereicherung ( ATM ).

In der Regel kann die Reperatur maximal die Differenz zwischen dem Wiederbschaffungswert und dem Restwert betragen. Der Text war sehr lang. Ich glaube das eine war 14100 € und der Restwert 4600 €. Folglich hast Du noch 4600 € im "Bestand" und kannst maximal in Höhe von 9500 € entschädigt werden. Prinzipiell bei diesem Auto hätte ich die Differenz zur Reperaturrechnung getragen, da eine fiktive Abrechnung ( Auszahlung )nicht immer gut ist.

Nun kommt eine zusätzlich Problematik hinzu. Der Gutachter hat beim ersten gutachten, den tatsächlichen Umfang des Schadens nicht erkannt. Hier ist zuklären, ob ides technisch nicht möglich oder geschlampt wurde ! Prinzipiell wurde ich sagen, dass dir das nicht anzukreiden ist, aber ich würde dies einem Anwalt überlassen !!!! Das Problem ist, wenn "Verschulden" des Gutachters vorliegt( wenn er hätte es erkennen müssen ) dann muss die Versicherung zahlen ,und nimmt die Betriebshaftplficht der Gutachterfirma in Regress. Problematisch wird es nur wenn es technisch nicht erkennbar war ! Wie dann verfahren wird, da bin ich überfragt. Sieht aber für mich stark nach Kulanz aus ! Ich hoff Du bist ein guter Kunde bei der Versicherung !

Viel Erfolg und ab zum Anwalt !!!


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Edit:

Zitat

Bin ziemlich überrascht, dass es sich hier um einen Teilkaskoschaden handeln soll. Ich hab da mal was anderes mitbekommen, ist allerdings schon etliche Jahre her. Ich war der Meinung, dass hier ausschließlich die Vollkasko eintreten würde :huh:
höhere Gewalt --> TK - Schaden !

Wer/was ist versichert?
Teilkasko (mit und ohne Selbstbeteiligung):
  • Schutz für Brand- und Explosionsschäden, Diebstahl, Raub, unbefugtem Gebrauch durch fremde Personen und Unterschlagung, unmittelbares Einwirken von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung
  • Schmorschäden an der Verkabelung
  • Zusammenstoß mit Tieren aller Art
  • Unmittelbar durch Marderbiss verursachte Schäden
Vollkasko (mit und ohne Selbstbeteiligung):
  • Zahlt bei Zerstörung, Beschädigung und Verlust des Fahrzeugs oder bei Unfall
  • Auch selbst verschuldete Schäden
  • Schließt mut- oder böswilliges Handeln Dritter ein
  • Umfasst den vollen Leistungsumfang der Teilkasko
Freundliche Grüße

K - GURU

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alex13

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5

Montag, 21. Juli 2008, 15:37

@K-Guru, danke für Deine Mühe! Hab ich mal wieder erkennen müssen, dass ich doch noch nicht alles weiß :D !!!

6

Dienstag, 22. Juli 2008, 23:22

Hallo an Alle!!
Erstmal SORRY, dass meine Schilderung des Problems so lang ausgefallen ist, und dieser Bericht auch schon wieder etwas länger wird. Aber versuche nur diese verzwickte Angelegenheit einigermaßen Verständlich zu machen, steige ja fast selbst nicht mehr durch ?(

Wollte jetzt mal über den aktuellen Stand berichten. Also habe heute mit der Versicherung gesprochen, und wir sind eigentlich kein Stück weiter gekommen.

Der SB hat mir nach Rücksprache mit seinem Chef das Angebot unterbreitet, Auf Totalschadenbasis abzurechnen. Er warte aber noch auf die Rückmeldung des Gutachters, der ihm mündl. schon bestätigt hätte das die Teilreparatur, die bislang erfolgt ist, also neuer Turbolader, neue Stoßstange, neue Injektoren, den Restwert des Wagens nicht erhöhen würde. ?( Aha!? Da Frag ich mich doch was genau bei BMW ca. 4000euro gekostet hat?
Naja, Angebot der Versicherung liegt vor, Abrechnung auf Totalschadenbasis, und ich soll die RG von BMW tragen. Habe das so noch nicht angenommen, da ich es nicht einsehe, das mir das angelastet wird.

Ich denke ich werde hier auf jeden Fall einen Anwalt einschalten. Ich werde den Chef der Vers. morgen anrufen, und wenn er nicht einsichtig wird geh ich zum Anwalt.
Meines Erachtens nach gehören die bereits angefallenen Arbeiten zur Schadensermittlung, die Vers. hat den Gutachter beauftragt, und bis zur Diagnose Motorschaden standen Werkstatt und Gutachter im permanenten Kontakt, und nicht ich mit der Werkstatt.
Weiter wurde ich nicht über das Risiko des möglichen Motorschadens+finanziellen Folgen bzw. Kosten aufgeklärt, weder mündlich noch schriftlich.
Und für mich noch ganz wichtig, hätte ich den Auftrag nicht erteilt, hätte der Gutachter sein Gutachten nur über die o.g. Neuteile gemacht. Dann wäre der Motorschaden erst nacher festgestellt worden, und ich hätte dumm da gestanden. Anmerkung des SB zu dieser Aussage war, ja dann hätten Sie pech gehabt.

Wie sind Eure Meinungen, hab ich chancen, das mir die Rechnung nicht angelastet werden kann?

@K-Guru, lt. Vers. musste der Gutachter so vorgehen, er hätte den Schaden sonst nicht feststellen können.(Deshalb bin ich ja der Meinung das es Schadensermittlungskosten sind). Aber dahingegen meint die Vers. ich hätte bei Erteilung des Auftrages damit Rechnen müssen, das es ein Motorschaden sein kann. Dabei beziehen die sich auf ie Aussage der Werkstatt, wenn...... ausgetauscht wird, hoffen wir mal das er dann läuft.

@alex13
Das war auch unsere erste Auseinandersetzung mit der Versicherung, die wollten das über die Vollkasko laufen lassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bigbonsai01« (22. Juli 2008, 23:28)


mischa

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7

Mittwoch, 23. Juli 2008, 10:29

Die Idee mit dem Anwalt ist sicher gut. Wobei der auch eine evtl. fehlerhafte Schadenermittlung des Gutachters bzw. der Werkstatt in seine Überlegungen mit einbeziehen sollte.
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

Individuelle Beratung: http://www.versicherungsmakler-augsburg.com

mischa


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8

Mittwoch, 23. Juli 2008, 11:18

Moin,

1. Meiner Meinung nach wird der Wert des Fahrzeug mit der Annahme geschätz, dass dieses voll funktionsfähig und in einem verkehrssicheren Zustand ist. Ein Erhöhung des Wertes nach einer Reperatur ist meines Erachtens widersprüchlich. Das hieße ja jedes mal wenn ich die Werkstatt gehe und was machen lassen erhöht sich der Wert meines Autos ! Sehr komische Einstellung ?( ?( ?(

2. Die Idee auf Totalschadenabrechnung weist schonmal auf Schadenminderung hin ! Aber für die Versicherung ! Hier ist scheinbar was im Argen. Denn es sei überlegt warum sie Dir das anbietet ! Bei Abrechnung auf Totalschadenbasis bekämst Du rein für das Fahrzeug 14100 € Wenn die Versicherung beide Rechnungen tragen müsste würde sie ~4000 + 11900 € zahlen; also knapp 16000 € ! Dazu noch weitere Kosten für Anwalt, Gutachter, weitere Sachbearbeitung, etc... Hier ist es scheinbar so das man sich versucht rauszukaufen... Ich würde hier keine weitere Korrespondez mit der Versicherung machen, und dies einem Profi überlassen ! Also noch mal mein Tip ! Geh zum Anwalt !!! :!: :!: :!: :!: :!:

@K-Guru, lt. Vers. musste der Gutachter so vorgehen, er hätte den Schaden sonst nicht feststellen können.(Deshalb bin ich ja der Meinung das es Schadensermittlungskosten sind).

Es ist interessant, das ein normaler Sachbearbeiter jetzt zum KFZ - Sachverständigen mutiert, und bewerten kann ob der Gutachter dies hätte bei ersten mal feststellen können !!! <-- Absoluter Quark ! Hier weiter nachhaken !

Aber dahingegen meint die Vers. ich hätte bei Erteilung des Auftrages damit Rechnen müssen, das es ein Motorschaden sein kann. Dabei beziehen die sich auf ie Aussage der Werkstatt, wenn...... ausgetauscht wird, hoffen wir mal das er dann läuft.

Diese ist doch nun absoluter Unsinn ! Beide Schäden sind doch mittelbar und unmittelbar entstanden durch den Unfall !
  1. Der erste Schaden durch Fehleinschätzung des Gutachters ! Ergal ob unvermeidbar oder nicht ! Möglichweise war es auch ein Schaden durch den Unfall, und er dachte das es der einzige Grund ist, warum der Wagen nicht fährt !
  2. Der zweite Schaden auf jeden Fall durch den Unfall.
Also für mich ist das auf den ersten Moment klar, der Versicherung muss regulierungen, ob sie ggf. die Betriebshaftpflicht des Gutachters in Regress sei dann nicht mehr deine Sache. Obwohl, die Sache die er austauschen hat lassen, müssen ja auch irgendwie kaputt gewesen sein. Ein Gutachter tippt doch nicht ins Leere oder ???

Und noch was !

Weiterhin VIEL ERFOLG !!!
Freundliche Grüße

K - GURU

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