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Freitag, 2. November 2007, 19:08

2 Schäden innerhalb 4 Wochen! Muß der 2. Schaden reguliert werden?

Einen schönen Guten Abend, Gemeinde.
Erstmal ein dickes Lob an dieses Forum. Ist eine gelungene Seite!!!
Habe schon die Such-Funktion für mein Problem in Anspruch genommen, aber bin leider nicht fündig geworden.

Habe folgendes Problem:

Habe ein Motorrad (Baujahr96) das ich "eigentlich" vor sechs Wochen verkaufen wollte.
Habe diverse Teile lackieren lassen und es tipptopp in die Reihe gebracht um einen möglichst hohen Preis zu erzielen.
Samstags soweit fertig gewesen und Montag dann der Hammer-Anruf meiner Freundin:
DA HAT JEMAND DEIN MOTORRAD UMGEFAHREN!
Naja, zum Glück hat der Verursacher die Adresse hinterlassen.
Der Schaden wurde auf 3300,- Euronen inkl. Märchensteuer und 2750,- ohne Mwst. geschätzt.
Der Wiederbeschaffungswert liegt bei 3600,- Euro,
Der Restwert bei 700,- Euro.
Motorrad ist noch fahrbereit , nur Verkleidungen gerissen und Auspuff hat Delle.
Und einen Käufer habe ich mittlerweile auch gefunden.
Heute ist ein Scheck der Versicherung gekommen da ich mich entschieden habe auf Gutachten-Basis abzurechnen.
Nun kommt der 2. Hammer!!!
Heute mittag ein Anruf meiner besseren Hälfte:
DEIN MOTORRAD LIEGT SCHON WIEDER UM!!!
Aber auch dieses Mal hat die Verursacherin ihre Adresse hinterlassen.
Soll ich lachen oder heulen???
Also ehrlich gesagt, ICH KÖNNT KO....!!!
Es sind nun zusätzlich ein paar Teile beschädigt von den wenigen intakten übrig gebliebenen.
Nun meine Frage:
Kann ich den zweiten Schaden bei der Versicherung der zweiten Unfall-Gegnerin geltend machen???
Denn der Käufer ist sicher nicht mit einem zweiten Schaden einverstanden und wird den Preis drücken wollen.
In dem ersten Gutachten kann ich nichts von einem Totalschaden finden,
denn im Falle eines Totalschadens aus dem ersten Unfall hätte ich wohl kein Anrecht auf Regulierung der zweiten Versicherung, ODER???

Ich hoffe,ich erfahre ein paar erfreuliche Neuigkeiten. :-)

Gruß
DANIEL

fwilke

V.I.P.

Beiträge: 680

Wohnort: Osnabrück

Beruf: freier Makler

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2

Samstag, 3. November 2007, 01:15

Hallo Daniel,

falls es sich noch nicht rumgesprochen hat: Wir antworten auch ohne Lob ;-)

Nun zum Thema, und ich mach's angesichts der späten Stunde mal kurz: Wenn es nicht so anstrengend wäre, das Motorrad ständig wieder hinzustellen, können Sie sich das Ding jede Stunde umfahren lassen, und der Schädiger greift jedesmal in die Tasche. Wäre ja wohl noch schöner, wenn der 2. Schaden nicht von der Versicherung erstattet wird. Also: Den Schädigenden anrufen, der soll's schnellstens melden.

Muss gerade lachen - ich stelle mir vor jemand haut mich in der Fußgängerzone zu Boden (ist schon passiert, daher komm ich gerade drauf), und ich nehme einigen Schaden. Da kommt gleich einer und denkt: Hey, der liegt schon, da darf ich nochmal reintreten, weil Versicherungen zweite Schäden nicht bezahlen müssen...

Sorry für den kleinen Exkurs. Also nochmal: Klar muss der Schädiger ran. Wenn er einen Versicherung für den Schaden hat, dann wohl die!

Munter!

Frank Wilke
Investment, Beteiligung, Versicherung

3

Samstag, 3. November 2007, 10:19

Vielen Dank, Fwilke!

Wenigstens schon mal ein kleiner Lichtblick.

Mich hat gestern halt die Gattin des Gutachters
(was liegt näher als den Gutachter des letzten Schaden anzurufen und um Rat bitten, leider war er nicht im Hause)
sehr verunsichert (sie macht wohl das Büro ihres Mannes)
sie sagte mir, es wurde doch Totalschaden abgerechnet, da kann man keinen 2. Schaden abrechnen!
Zu deutsch: Schrott ist Schrott!

In Deinem Fall bist Du ja quasi nicht zum (wirtschaftlichen) Totalschaden getreten worden,
aber trotzdem kein schlechter Vergleich! :-)

Ab wann ist es denn ein Totalschaden?
Ich war der Meinung, wenn der Reparatur-Wert den Wiederbeschaffungswert übersteigt ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Oder irre ich mich?
Da der Wiederbeschaffungswert bei 3600,-€ liegt und der Rep.-Wert bei 3300,-€ inkl. Mwst. ist es KEIN wirtschaftlicher Totalschaden.
In meinem Gutachten des ersten Schadens kann ich auch keine Bemerkung darüber finden.
Richtig ist doch auch, das die 2. Versicherung jetzt nur den Differenz-Schaden zum 1.Schaden regulieren muss, oder?

Der Mann der Schädigerin hat mich gestern schon ganz besorgt angerufen und mir Schadens-Nummer mitgeteilt und hatte Bedenken das man seiner Frau Fahrerflucht vorwirft.
Aber sie hatte Ihre Adresse ja schon bei meinen Schwiegereltern hinterlassen.
Ihr ist die Angelegenheit auch nicht so angenehm, da es der Geschäftswagen Ihres Mannes ist.

Mal sehen wie die Story weiter geht.

Schon mal vielen Dank
und ein schönes Wochenende.
Gruß
Daniel

fwilke

V.I.P.

Beiträge: 680

Wohnort: Osnabrück

Beruf: freier Makler

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4

Samstag, 3. November 2007, 11:46

Moin Daniel,

tja - das ist jetzt aber wirklich eine gute Frage. Das Motorrad "kostet" aktuell noch 700€, und die Reparatur 3.300€, wären also 4.000€ Gesamtwert. Der Zeitwert des Motorrads wird auf 3.600€ geschätzt. Das würde die Vermutung eines Totalsschadens nahelegen. Aber kann man das nicht sagen oder schreiben? Die Versicherung könnte Dir nun 3.300€ geben, damit du reparierst. Alternativ kriegt die Versicherung des Motorrad, hat also 700€ im Sack und gibt Dir dafür 3.600€ - effektiv kostet das die Versicherng 2.900€. Ruf mal die Versicherung an, was die wollen. Wenn die einen Anspruch auf das Motorrad erhebt, sieht's mit nem Verkauf eh schlecht aus.

Alternativ könntest Du das Kaufangebot des Interessenten vorlegen und auf die Differenz zum aktuellen Restwert bestehen.

Aber wie gesagt: Erstmal die Versicherung fragen, die für den ersten Schaden zuständig ist.

Frank Wilke
Investment, Beteiligung, Versicherung

5

Samstag, 3. November 2007, 12:12

Guten Morgen, Frank.

Die erste Versicherung erhebt keinen Anspruch auf das Moped.
Gestern kam V-Scheck über einen Betrag von 2770.-€ , das sind die Reparaturkosten OHNE die Mwst. laut Gutachten plus Unkostenpauschale.
Somit ist der 1. Schaden quasi "erledigt" und die erste Versicherung ist "raus".

Die Frage ist jetzt ob das Motorrad noch 700€ wert ist und ob ich überhaupt den 2. Schaden geltend machen kann?
Meiner Meinung nach ist jetzt nochmal ein Schaden von 500.- bis 1000,-€ dazu gekommen.
(lässt sich auch anhand der Fotos nach dem 1. Schaden nachvollziehen)
Denn der eigentliche Käufer ist bestimmt nicht bereit ein NOCH verdallertes Motorrad für das gleiche Geld wie nach dem ersten Schaden zu bezahlen.
Das ist ja das eigentliche Problem.

Gruß
Daniel

6

Samstag, 3. November 2007, 12:35

Habe da noch eine Frage, bzw. eine vielleicht auch nur "bescheuerte" Idee.

Was ist, wenn ich der ersten Versicherung einen Kaufvertrag des Motorrads vorlege
von einem Kaufpreis von sagen wir mal 1000,-€?
Dann müsste ich zwar der ersten Versicherung 300,-€ zurück erstatten,
aber das Motorrad würde dann noch 1000€ "kosten" (nach dem ersten Schaden)
Und wenn jetzt die zweite Versicherung den Restwert auf 500€ festsetzt und eine Reparatur von 1000€ ,
dann müsste ich doch 500€ von der 2. Versicherung bekommen, oder?
Oder habe ich da jetzt einen totalen Denkfehler drin???
Oh Elend, des macht mich ferdisch!
Gruß
Daniel

Andre2905

Fortgeschrittener

Beiträge: 809

Wohnort: Wiesbaden

Beruf: Versicherungskaufmann

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7

Montag, 5. November 2007, 14:20

das ist ne schwierige Sache.
Grundsätzlich stimmt das schon - wenn das Fahrzeug einmal als Totalschaden abgerechnet wurde und nicht repariert war - dann ist es ja KOMPLETT bezahlt und somit ist kein wirtschaftlicher Schaden entstanden.

doofes Beispiel: wenn ich ein Glas runterschmeisse, ist es kaputt. Wenn ich jetzt noch auf den Scherben rumtrampele, wirds zwar "kaputte", aber es ist kein weiterer wirtschaftlicher Schaden mehr entstanden.

Da das aber wirklich alles reichlich kompliziert ist, würde ich hier ggf. die Hilfe eines kompeteten Anwalts in Anspruch nehmen...
Viele Grüsse
André


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Meine Beiträge sind rein privater Natur ohne jegliche kommerzielle Absicht.
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