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  • »bene1208« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Wohnort: Bayern

Beruf: Versicherungskauffrau

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1

Sonntag, 28. Januar 2007, 21:03

Vorsatz? Fahrlässigkeit?

Hallo Fachleute,
brauche dringend Hilfe, da ich bei einem Vorgang nicht wirklich weiter komme.
Fall: VN wird von Jugendlichen auf einer Feier angemaht. Es kommt zu einer Rauferei. Die Jugendlichen erstellen Anzeige den den VN. Es kommt zu einer Verhandlung. Im Vorfeld hat die Rechtsschutzversicherung den Anwalt des VN angeschrieben und wollte wissen, ob die dem VN angelastete Tat vorsätzlich oder fahrlässig begehbar ist. Der Anwalt schreibt, dass ein Raufhandel gem. Gesetz vorsätzlich sei. Die Rechtsschutzvers. gewährt keine Deckung.
Bei der Verhandlung stellt sich aber heraus, dass die Anmache der Jugendlichen gestellt war und die Anklage gegen den VN fallen gelassen wird. Trotz dieses Freispruchs gewährt die Rechtsschutzversicherung rückwirkend keine Deckung und wird die Anwaltskosten des VN nicht begleichen.
Einen Fachanwalt für Versicherungsrecht gibt es in unserer Ecke nicht, alle Anwälte in der Umgebung müssten sich erst in die Materie einlesen.
Mir ist bekannt, dass rückwirkend Vers.-Schutz gewährt wird, wenn eine Tat sowohl vorsätzlich als auch fahrlässig begehbar ist und der VN frei gesprochen wird.
Wie sind Eure Erfahrung und wie ist Eure Meinung zu dieser Sache? Wie kann man dem Sachbearbeiter gegenüber noch argumentieren und was spricht gegen die Entscheidung der Versicherung, außer meine eigene Meinung?
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Beiträge: 26

Wohnort: Görlitz

Beruf: Auszubildender

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2

Freitag, 9. Februar 2007, 10:41

RE: Vorsatz? Fahrlässigkeit?

Hallo,

ist eine schwierige Situation.
Soweit wie ich weiß kann im Versicherungsrecht eine Prügelei nur
vorsätzlich begangen werden.
Aber mit der Rückwirkenden Deckung ist es nicht weit hergeholt,
das stimmt nämlich auch...würde aber einen Anwalt hinzuziehen.

PS: Ich hoffe das ich dir etwas helfen konnte!
Mit freundlichen Grüßen

Daniel Pausch
Versicherungsfachmann (BWV)
Kaufmann für Versicherungen und Finanzen i.A.

  • »bene1208« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Wohnort: Bayern

Beruf: Versicherungskauffrau

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3

Freitag, 23. Februar 2007, 21:25

RE: Vorsatz? Fahrlässigkeit?

Zwischeninfo!!!
Hab einen riesen Schritt nach vorne gemacht, was den Vertrag meines Kunden betrifft. Habe denen klar gemacht, dass wohl die Abwehr von Schlägen keinen Vorsatz darstellt. Dass die Anklage gegen den VN fallen gelassen wurde unterstützte meine Aussage. Ich merkte auch an, dass ich wohl 80% meiner Kunden falsch beraten habe und habe Fallbeispiele aufgeführt, die ich für meine Beratungsgespräche verwenden. Herausgekommen ist: Die Versicherung wird zahlen, und zwar die vollen Kosten des Korrespondenzanwaltes. Beschlossen hat dies natürlich nicht der kleine Sachbearbeiter sondern dessen Vorgesetzt mit dem Hinweis, dass der Versicherer die Vorsätzlichkeit beweisen müsste, was er nicht kann, da der VN nicht angriff sondern angegriffen wurde.
Ende GUT alles GUT.

K-Guru

Master Chief Inspector of K - Affaires

Beiträge: 1 141

Wohnort: Wiesbaden

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4

Donnerstag, 17. April 2008, 22:19

Hallo,

da wollt sich wohl einer nicht blamieren :D , in dem er zugibt, dass Fehler gemacht wurden sind :D

Zitat

dass der Versicherer die Vorsätzlichkeit beweisen müsste
Dies ist nicht korrekt ! Nur bei Arglist ist der Versicherer beweispflichtig ! Ab Vorsatz "abwärts" sprich bishin zur leichten Fahrlässigkeit liegt die Beweispflicht bzw. die Entlastungspflicht beim VN. Eine der wenige Beispiel im neuen VVG der Beweislastumkehr. !
Freundliche Grüße

K - GURU

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talla28

V.I.P.

Beiträge: 316

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5

Freitag, 18. April 2008, 18:34

und, mal so neben bei:

"Anklage fallen gelassen" bedeutet nicht automatisch "Freispruch"
Viele Grüße

der talla...

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