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Dienstag, 28. Juli 2009, 15:07

Bausparsumme selbst bestimmen?

Guten Tag,
ich habe ein Farge zum Thema Bausparsumme.
Darf man die Bausparsumme in einem Bausparvertrag selbst festlegen? Oder ergibt sich diese nach bestimmten Kriterien zwangsläufig (z.B. Sparguthaben, Darlehen etc.)?
Wenn man z.B. gar kein Darlehen benötigt und nur Guthaben ansparen möchte, kann man die Bausparsumme dann reduzieren?

In meinem konkreten Fall geht es um das Riester-Bausparen:
Der LBS-Berater hat mir eine Bausparsumme von 14.000€ "empfohlen", mit der Begründung, dass sich diese zwangsläufig aus Guthaben und Darlehen zusammensetzen würde... Wir würden aber ein Darlehen gar nicht benötigen, müssen aber trotzdem die Abschlussgebühr von 1% bezogen auf die Bausparsumme zahlen. Stimmt diese Aussage so?

Ich danke Ihnen für Ihre Antwort!
Hanna K

2

Dienstag, 28. Juli 2009, 15:19

Gegenfrage: Warum Bausparer, wenn man nur Guthaben ansammeln will?
Wer mehr (über mich) wissen möchte -> PN schreiben.
Ohne vernünftige Analyse und Bedarfsermittlung keine Beratung, das gilt auch im Netz. Somit sind meine Aussagen in diesem Forum lediglich ein Denkanstoss und keine endgültige Empfehlung.

3

Mittwoch, 29. Juli 2009, 15:37

Hallo,
mein LBS-Berater hat uns auf einen Riester-Bausparvertrag angesprochen, der sich für mich sehr lohnen würde:

Ich habe sehr wenig im Vorjahr verdient und müsste somit nur 60€ jährliche Sparleistung erbringen, um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten.
(Also: 154 € Grundzulage + 185 € für Kind1 + 300 € für Kind2).

Gesamtguthaben nach 8 Jahren wäre dann 5.595€ (480€ eigene Sparleistung und 5.112 € Zulagen). Da kann frau eigentlich nicht meckern!

4

Mittwoch, 29. Juli 2009, 16:35

Ich kann Ihnen sagen, das wird ein lustiges Frage- und Antwortspielchen (bis einer der Bausparfüchse hier eingreift und Sie erlöst) oder Sie selbst merken wohin der Hase läuft und vor allem, ob das Thema Bausparen (Wohn-Riester) das Richtige für Sie ist.

Sie wollen die staatlichen Förderungen nicht auf der Straße liegen lassen, aber dennoch: warum Bauparen und nicht normal Riestern, wenn es denn um reine Guthabenansammlung geht?
Wer mehr (über mich) wissen möchte -> PN schreiben.
Ohne vernünftige Analyse und Bedarfsermittlung keine Beratung, das gilt auch im Netz. Somit sind meine Aussagen in diesem Forum lediglich ein Denkanstoss und keine endgültige Empfehlung.

Thomas Kliem

Administrator

Beiträge: 2 100

Wohnort: Berlin

Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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5

Mittwoch, 29. Juli 2009, 16:42

Lassen Sie sich keinen Blödsinn von der LBS erzählen. Die müssen das Zeug los werden und haben Sie als potentielle Kandidatin auserkohren.

Schließen Sie einen Riester-Vertrag ab. Machen Sie, was Sie für richtig halten (Versicherung, Invetmentsparplan oder Banksparplan). Nur nicht diesen Wohnriester. Oder wollen und können Sie mal eine Immobilie Erwerben?

Nein - OK. Warum dann einen Bausparvertrag?
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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Donnerstag, 30. Juli 2009, 09:45

Ich bin bereits Eigentümer einer Wohnung. Den Riester-Bausparvertrag wollte ich dann nach 8 Jahren zur teilweisen Entschuldung der ETW nutzen... :?:

Thomas Kliem

Administrator

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7

Donnerstag, 30. Juli 2009, 12:28

Sorry. weil die Stichworte "geringes Einkommen" und "kein Darlehen" geannt wurden, habe ich die falsche Schlussfolgerung gezogen.

Wohnrietser Bausparverträge sind noch recht neu und ich würde mich hier nicht als 100%-igen Experten bezeichen. Wenn ich aber meine Unterlagen durchsehe finde ich folgende Aussage:

Verwendungsmöglichkeiten des im Rahmen eines Riester-Bausparvertrages angesparten Kapitals:

- Kauf oder Bau einer selbstbewohnten Immobilie bis zum Beginn der Auszahlungsphase
- Entschuldung einer selbstbewohnten Immobilie zu Beginn der Auszahlungsphase (also ab 60)*. Voraussetzung hierfür ist, dass das Darlehen, das abgelöst wird, für die Anschaffung oder Herstellung einer selbstgenutzten Wohnung verwendet wurde. Die Ablösung von Darlehen die für eine Modernisierung oder Renovierung eingesetzt wurden ist nicht zulässig. Auf den Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt kommt es hierbei nicht an.


* = Passt das zu Ihren Vostellungen?

Die 60 Euro zur Erlangung er vollen Riesterföderung gelten nur solange Ihr Einkommen sehr niedrig ist.

Das Thema ist aber etwas zu komplex für ein Forum.

Ach so, sie sollten aus Kostengründen die Bausparsumme auf das absolute Minumum reduzieren lassen, wenn Sie mit Sicherheit ausschließne können, dass Sie ein Darlehen benötigen.
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

8

Montag, 3. August 2009, 14:14

"Entschuldung einer selbstbewohnten Immobilie zu Beginn der Auszahlungsphase (also ab 60)*. "

Der LBS-Berater teilte mir mit, ich könne über die Bausparsumme nach 8 Jahren verfügen. Stimmt diese Aussage so nicht?

Wenn ich das Geld erst mit 60 bekomme, dann kann ich es zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr für die Entschuldung der ETW nutzen. Diese ist dann nämlich schon seit 25 Jahren fertig finanziert...

Ich glaub, ich muss mich in dieser Sache nochmal gründlich beraten lassen. Und das von einem anderen Berater!

An Sie alle vielen Dank, ganz besonders an Herrn Kliem!

Schnellinger09

Versicherungsprofi

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9

Montag, 3. August 2009, 16:19

Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich die Kriterien, wann der Bausparvertrag "bespart" ist nach der Bausparsumme und dem Prozentsatz der eingezahlten Beiträge an der Bausparsumme richten (bei manchen Bausparkassen z.B. 40% der Bausparsumme). Wenn diese Kriterien erreicht sind, dann kann über das Guthaben verfügt werden, oder aber auch das Darlehen in Anspruch genommen werden.
Wenn das in Ihrem Fall nicht notwendig ist, würde ich zu einer Bausparvariante mit einer hohen Verzinsung raten (die dann eben zu Lasten des Kreditzinses geht, das ist ja aber dann in Ihrem Fall irrelevant).
Sie können den Vertrag auch jederzeit kündigen (Achtung bitte beachten Sie die dann anfallenden Gebühren und Kosten).

Die Möglichkeit die Bausparsumme an der Höhe der monatlichen Wunschzahlung und der gewünschten Laufzeit zu berechnen sollte allerdings schon gegeben sein, denn das sind ja auch die Kriterien, nach denen sie planen.

Anders verhält es sich beim sogenannten Wohnriester. Dieser ist an einige Bedingungen geknüpft. Lieber nochmal eine 2. und 3. Meinung einholen, vielleicht auch eine unabhängige.
Denn nicht immer ist Wohnriester die lohnende Alternative.

10

Donnerstag, 28. Januar 2010, 14:28

kleine Frage wie würdet ihr das sehen: bei Wohnriester ist ja nur das Guthaben an die genannten Bedingungen gebunden (Erwerb nach 2008, Entschuldung bei Renteneintritt..), könnte ich dann nicht reintheoretisch auf einen Riesterbausparer ansparen, nach zuteilung das Darlehen nehmen und das Guthaben auf einen neuen Riestervertrag übertragen? So hätte ich alle paar Jahre Anspruch auf ein Zinsgünstiges Darlehen und am Ende also wenn ich in Rente gehe lass ich mein Guthaben + Zulagen verrenten. Guthabenverzinsung an sich ist in der Ansparphase jedoch etwas grottig, aber müßte doch eigentlich gehen oder?

mischa

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11

Donnerstag, 28. Januar 2010, 14:46

Grundsätzliches: Eigenkapital ist immer besser als Fremdkapital.

Eigenkapital ansammeln mit guter Verzinsung ist deshalb meistens günstiger, als (wegen weniger Eigenkapital) ein höheres Darlehen für einen günstigeren Zins aufzunehmen. Genau das ist der Grund, warum Bausparen hier den meisten keine Begeisterungsstürme entlocken kann.

Dennoch gibt es Konstellationen, wo Wohn-Riester über Bausparen Sinn haben kann. Allerdings kann man auch das Guthaben eines "normalen" Riestervertrags im Rahmen der Wohnriester-Bestimmungen vorzeitig entnehmen und für Sondertilgung verwenden (also wieder höheres Eigenkapital durch bessere Verzinsung...).

Tipp: Lassen Sie sich von einem unabhängigen Makler beraten, der auch von Bausparen Ahnung hat. Sonst erleben Sie die alte Weisheit: Jeder Bauer lobt seinen Mist. Für das Bausparen spricht meiner Ansicht nach nur ein Faktor: Niedrigere Abschlusskosten. Dieser Faktor wird meistens leider von einem anderen Bauspar-Faktor mehr als aufgezehrt: Rendite (deutlich!) niedriger als die Inflationsrate.

Übrigens: Guthabenübertragung, wie Sie sich das vorstellen, geht so nicht!
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

Individuelle Beratung: http://www.versicherungsmakler-augsburg.com

mischa


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12

Donnerstag, 28. Januar 2010, 15:25

wenn ich meinen Anbieter wechseln kann (ohne Kündigung), ohne Zulagen zu verlieren(d.h. Gutenhaben+Zulagen wird auf neues Riesterprodukt übertragen) wieso sollte das innerhalb eines Unternehmens dann nicht gehn?

mischa

Profi

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13

Donnerstag, 28. Januar 2010, 15:32

DAS geht schon.

Du kannst aber bei einem Bausparer den Bereich "Guthaben" nicht vom Bereich "Darlehen" trennen. Es gibt EINE Auszahlung - für die Baufinanzierung. Es ist nicht möglich, Guthaben mit Zulagen auf einen neuen Vertrag zu übertragen UND das Darlehen in Anspruch zu nehmen.
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mischa


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14

Freitag, 5. Februar 2010, 14:32

Diese Aussage ist nicht richtig.

Wenn das angesparte Riester-Guthaben weiterhin in einem Riester-Vertrag bestehen bleibt, kann er das Darlehen für die Umschuldung der Wohnung in Anspruch nehmen.

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