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Donnerstag, 15. Januar 2009, 09:22

Ist ein Bausparvertrag was für mich?

Hallo,

ich überlege mir einen Bausparvertrag zuzulegen. Ich hatte diesbezüglich auch schon ein Gespräch mit jemanden von der LBS. Meine Situation ist folgende:

Ich hab im Monat geschätzt 800€ übrig. Meine Freundin geschätzt auch nochmal soviel. Zusammen haben wir bisher ca. 50.000€ angespart, die auf Fonds, Tagesgeldkonten und Sparbücher verteilt sind. Da die Zinsen nun fallen, meinte meine Sparkassen-Beraterin wohl, dass ein Bausparvertrag von der LBS was für mich wäre.

Ich möchte mir mit meiner Freundin in den nächsten Jahren (2 bis 5 Jahre) ein Haus zulegen (kaufen oder bauen). Ich rechne grob mit 200.000 bis 250.000€ in der Summe.

Der LBS-Berater hat mir beispielhaft einen Bausparvertrag mit 1% Zinsen in der Ansparphase und 3,65% Zinsen in der Tilgungsphase über eine Summe von 130.000€ und 15Jahren Laufzeit angeboten. Das heißt, ich bräuchte ja noch ein weiteres Darlehen wenn ich in 2 bis 5 Jahren das Geld bräuchte!? Wie gestaltet sich das dann? Bräuchte ich das zweite Darlehen dann über die gesamte Summe (130.000€)? Was ist dann in der Zwischenzeit mit dem Bausparvertrag bis der in 15Jahren zuteilungsreif ist?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt einen Bausparvertrag abschließen soll, und wenn ja wieviel ich da monatl. einzahlen sollte.

Viele Grüße

Piet

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2

Donnerstag, 15. Januar 2009, 09:44

Hallo,

ich habe beim Lesen mehrfach den Kopf geschüttelt und einmal laut gelacht. Das hat aber nichts mit Ihnen zu tun, sondern den geschilderten Ausführungen der Beratung.

Erstmal sollten die Ihnen raten, die Sparbücher aufzulösen, aber das war nicht Ihre Frage.

Einen Bausparer, den Sie jetzt abschließen, werden Sie in 2-5 Jahren nicht für Ihr Haus nutzen können. Lassen Sie die Finger davon oder lassen Sie sich unabhängig beraten. Möglicherweise will man Ihnen einen dicken Bausparer verpassen, um auch mal wieder was zu verdienen.

Die Konsequenz wäre, dass Sie die nächsten 15 Jahre (geschätzt) monatlich 360 € in den Bausparer schieben (Sie sollten nicht, Sie müssen!), plus Tilgung für das Darlehen, ja das brauchen Sie auch noch!
Vermutlich werden die 130.000 € zur Ablösung auch nicht reichen. Wahrscheinlich haben Sie dann soviel noch gar nicht abbezahlt. Das heisst Sie brauchen in 15 Jahren neben dem Bausparer (mit entsprechend hoher Tilgung) ein Anschlussdarlehen für den Überschuss.

Sie sollten schleunigst einen unabhängigen Berater aufsuchen. Das sieht mir nicht so aus, würden Sie hier im Vordergrund stehen.

Gruß
Piet

3

Donnerstag, 15. Januar 2009, 10:30

Hallo,

also der Bausparvertrag war so ausgelegt, dass ich 40% (von 130.000€) einzahle, also gut 50.000€. Darauf bekomme ich dann 1% Zinsen. Den Rest von ca. 77.000€ kann ich ja dann als Darlehen mit 3,65% aufnehmen. Zu dem Zeitpunkt habe ich ja dann die 130.000 zur Verfügung.

Die Differenz zwischen 130.000€ und 200.000 bis 250.000 habe ich als vorhandenes Kapital zum Zeitpunkt des Hauskaufes/-baues angenommen.

Viele Grüße

Piet

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4

Donnerstag, 15. Januar 2009, 14:04

Okay, dann brauchen Sie ja keinen Bausparer über 130.000, denn bis dahin ist ja ein bisschen was schon abgezahlt. Trotzdem müssen Sie den Vertrag ansparen und auch das Darlehen bedienen. Und Rücklagen schaffen für Reparaturen.

Gruß
Piet

mischa

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5

Donnerstag, 15. Januar 2009, 16:11

Bevor Sie einen solchen Vertrag abschließen, lassen Sie sich von der tollen Beraterin mal ausrechnen, welche monatliche Belastung Ihnen das Bauspardarlehen bescheren wird! (Weil Sie sehr schnell sehr viel tilgen müssen)

Auch ich halte in Ihrer geschilderten Situation einen Bausparvertrag als Finanzierungsinstrument für ungeeignet. Ein Bausparvertrag von maximal 70.000,-- Euro (Soforteinzahlung ca. 30.000,--) könnte Sinn machen, wenn Sie noch 5-7 Jahre Zeit haben. Aber nur dann.
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

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mischa


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6

Donnerstag, 15. Januar 2009, 17:02

Hallo,

ich hab nun nochmal den Vertrag vor mir liegen. Ich hab dem Berater gesagt, dass ich in ca. 2 bis 5 Jahren die Summe von 200.000 bis 250.000 bräuchte. Daraufhin hat er mir folgenden Bausparvertrag angeboten. (wie gesagt ca. 100.000€ sind dann als vorhandenes Kapital angenommen, so dass noch ca. 130.000€ fehlen würden)

Sparplan:
========

Beginn: 01.02.2009
Ende: 01.09.2023

Ich würde dann monatlich 278,00€ einzahlen. Dabei fallen einmalig 1300€ Gebühren an und dann nochmal monatl. 9,50.

Am Ende hätte ich dann 50.228,00€ - 1442,50€ (Gebühren) + 3.847,23€ (Zinsen)

Tilgungsplan:
===========

Beginn: 31.12.2023

Ich würde dann 780€ monatlich tilgen. Dabei fallen wieder einmalig 773,67 Gebühren an und dann nochmal monatl. 9,50.

Ich wäre dann ca. 2034 fertig mit dem Bausparvertrag.


Das heißt ja aber nun, dass ich erst 2023 über die 130.000€ verfügen könnte. Also bräcuhte ich bis dahin ein weiteres Darlehen was in 2 bis 5 Jahren anläuft, richtig? Das heißt dass ich von dem Zeitpunkt bis 2023 einmal in den Sparplan des Bausparvertrages einzahle und außerden noch das zweite Darlehen tilgen müsste. Es ist also eine Doppelbelastung.

Aus diesem Grunde macht das für mich alles wenig Sinn.

Viele Grüße

mischa

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7

Donnerstag, 15. Januar 2009, 19:10

richtig, Du hast das Prinzip verstanden! Ein zusätzliches Darlehen für eigenes, gebundenes Geld aufnehmen ist "suboptimal".
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8

Donnerstag, 29. Januar 2009, 21:55

Wenn du ein Objekt kaufen willst musst du natürlich auf die Kosten aufpassen:

Beispiel:
Kaufpreis 200000EUR
Grunderwerbssteuer ca 1,5%
Notarkosten: ca. 3,5%
eventueller Makler ca.5%
= 220000EUR

BSV: 120000EUR mit 40% Ansparung sofort auffüllen oder eine größere Einzahlung tätigen um eine günstige Zins und Tilgungsrate zu bekommen.
- Bei Einmalzahlung dann beitragsfrei stellen
-ansonsten monatliche Zahlungen dann so berechnen dass monatliche Ansparung passt um Zuteilung zu bekommen.

Je nachdem könnten dann Beträge für die Nebenkosten beiseite gelegt werden. Oder eine höhere BSS gewählt werden um mehr zinsgünstiges Darlehen zu bekommen.
der rest sollte dann mit einem Darlehensprodukt gemacht werden, wo ein anschließender BSV zu Tilgung verwendet wird.

Bleiben wir bei 120000EUR BSS und den angesparten Nebenkosten die man gemühtlich ansparen kann und trotzdem noch Geld für Urlaub und sonstiges zur Verfügung hat
dann müssten noch knapp 100000EUR finaziert werden.

Für den BSV würden vllt ca. 720EUR anfallen wenn man in 2-3 jahren finanzieren möchte, dauer vllt 9 Jahre und jederzeit Sondertilgungen möglich

für das Sofortdarlehen würd ich ca 800EUR rechnen auf 20 Jahre ausgelegt

somit eine gesamtbelastung von ca 1520EUR.
Diese könnten ja sicher je nach Betrag der dazu verwendet werden soll anderster ausfallen.

wenn noch fragen gerne pm an mich

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