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Sonntag, 27. September 2009, 13:03

Gefälligkeitsleistung - versichert? ... und andere Fragen

Hallo erstmal!

Folgendes ist passiert:
Meine Mutter, 80 Jahre alt, holt ab und zu mal den Hund der berufstätigen Nachbarin in ihr Haus, um ihn ein wenig zu bespaßen, sie bekommt da ein Geld für. Vor einem Monat holte sie ihn wieder mal ab und führte ihn an der Leine zu ihrem Haus, ein Weg von etwa 20 Metern. Dabei erspähte der Hund eine Katze, gab Gas und zog meine Mutter um, die sich dabei einen Beckenringbruch (Bruch des Schambeins und des Kreuzbeins) zuzog und 19 Tage im Krankenhaus lag und jetzt in stationärer Reha.

Der Hund ist bei der Gothaer versichert, der Unfall wurde auch bereits vom VN gemeldet.

Meine Fragen:

- wie gehe ich als Anspruchsteller (ich vertrete dabei meine Mutter, sie selber dazu z.Z. nicht in der Lage) bei der Versicherung am sinnvollsten vor?
- Ist eine solche Gefälligkeit überhaupt versichert? Die Krankenkasse stellt schon die Frage, ob der Hund einmalig oder regelmäßig ausgeführt wurde, und wie lange... wa ist der HIntergrund für diese Fragen?

Letztendlich wollen wir mindestens die Kosten für den Krankenhausaufenthalt (10 € x 19 Tage) sowie die Mehrkosten für einen Rollator (ca. 100 €) erstattet bekommen.

Ausserdem stellt sich die Frage, wie die Chancen auf Schmerzensgeld sind. Geht die Geltendmachung eigentlich nur mit Anwalt, oder wird das auch schon mal so reguliert? Ich denke nicht, dass meine Mutter auf ein langes Verfahren aus ist und auch keine hohen Summen einfordert, aber ein kleiner Ausgleich für die erlittenen Schmerzen sollte schon sein.
Wenn das aussergerichtlich gehen kann - wo preislich liegen erfahrungsgemäß akzeptierte Forderungen?

Danke schon mal für ein paar Meinungen!

2

Montag, 28. September 2009, 19:46

RE: Gefälligkeitsleistung - versichert? ... und andere Fragen

Tja, ich hab gedacht, irgendeiner wird schon was dazu sagen können - sollte ich mich geirrt haben? :(
Die Krankenkasse stellt schon die Frage, ob der Hund einmalig oder regelmäßig ausgeführt wurde, und wie lange... wa ist der HIntergrund für diese Fragen?
...
Zumindest die vorstehende Frage hab ich beantwortet bekommen - da gings darum, obs ein "Arbeitsunfall" hätte sein können...

Wenn einer doch noch was zu meinen anderen Fragen sagen kann - würde mich freuen! :)

Piet

Profi

Beiträge: 1 588

Wohnort: Bergisches Land

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzberater

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3

Montag, 28. September 2009, 20:30

Hallo,



tja was kann man Ihnen denn dazu noch sagen?



Gemeldet ist der Schaden ja bereits, also warten Sie erstmal ab, ob dem Grunde nach akzeptiert wird. Wenn Sie entsprechende Angaben gemacht haben, werden die Kosten und auch ein Schmerzensgeld dann wohl berücksichtigt.



Niemand zwingt Sie, einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Allerdings kann fachliche Unterstützung, je nach Sachlage, nicht schaden. Ich würde aber erstmal abwarten, was die Versicherung vorschlägt. Aber auch dann können Sie durchaus selbst weiter verhandeln.



Gruß

Piet

4

Montag, 28. September 2009, 20:38

RE: Gefälligkeitsleistung - versichert? ... und andere Fragen

Hallöchen,
(ich vertrete dabei meine Mutter, sie selber dazu z.Z. nicht in der Lage)
wissen Sie, was ich spontan gedacht habe? "Er aber vermutlich auch nicht" ;)

Ich kenne das Bedingungswerk nicht. Aber aus anderen Werken weiß ich, dass eine Person, die Tiere entgeltlich ausführt, in aller Regel nicht zum mitversicherten Personenkreis gehört. Ob das in diesem Vertrag nun auch so geregelt ist, weiß ich natürlich nicht. Die Welt der Versicherungsbedingungen ist bunt. Die Frage, wie oft und gegen welches Geld der Hund ausgeführt wurde, wird vermutlich auch den Versicherer interessieren. Und wenn es einen gewerblichen Charakter hat, interessieren sich vielleicht noch ganz andere Stellen für den Vorgang.

Schmerzensgeldansprüche ohne Rechtsbeistand durchsetzen? Never. Sie wissen doch gar nicht, wo Sie ansetzen sollten und wie Sie für welche Schmerzensgeldhöhe argumentieren sollten. Falls von der Gegenseite eine Leistungspflicht anerkannt wird, wird diese auch die Anwaltskosten tragen müssen. Von daher würde ich an Ihrer Stelle erst einmal abwarten, was von der Versicherung kommt.

Noch ein Tipp: Falls Ihre Mutter eine private Unfallversicherung hat, bestehen mMn weitaus höhere Chancen dort an einen finanziellen Ausgleich zu kommen. Also nicht vergessen, dahingehend die Papiere durchzugucken.

Schönen Gruß
Angela
Angela Baumeister
Berufsunfähigkeit & Invalidität - Sachverständigen- und Rechtsdienstleistungen
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5

Montag, 28. September 2009, 20:39

Tststs... der Kollege Piet hat immer flottere Finger als ich. X(

:D
Angela Baumeister
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6

Dienstag, 29. September 2009, 08:49

RE: RE: Gefälligkeitsleistung - versichert? ... und andere Fragen

Die Krankenkasse stellt schon die Frage, ob der Hund einmalig oder regelmäßig ausgeführt wurde, und wie lange... wa ist der HIntergrund für diese Fragen?
...
Zumindest die vorstehende Frage hab ich beantwortet bekommen - da gings darum, obs ein "Arbeitsunfall" hätte sein können...


Stellen sie sich darauf ein, dass evtl. auch die Krankenkasse zicken wird und versucht einen Arbeitsunfall (--> Berufsgenossenschaft) aus der Sache zu machen.
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

Piet

Profi

Beiträge: 1 588

Wohnort: Bergisches Land

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzberater

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7

Dienstag, 29. September 2009, 09:18

Tststs... der Kollege Piet hat immer flottere Finger als ich.
Trotzdem sind deine Beiträge immer eine Bereicherung *schleim* :)

Zitat

Stellen sie sich darauf ein, dass evtl. auch die Krankenkasse zicken wird und versucht einen Arbeitsunfall (--> Berufsgenossenschaft) aus der Sache zu machen.
Das würde dann zusätzlichen Ärger für die Halterin des Hundes bedeuten, wenn daraus eine nicht gemeldete sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gestrickt wird.

Gruß
Piet

8

Dienstag, 29. September 2009, 11:26


Trotzdem sind deine Beiträge immer eine Bereicherung *schleim* :)

Ach, wie lieb *rotwerd* Die Schleimspur kann ich prima übersehen. :D
Angela Baumeister
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9

Dienstag, 6. Oktober 2009, 18:58

RE: RE: Gefälligkeitsleistung - versichert? ... und andere Fragen

"Er aber vermutlich auch nicht" ;)
Die Frage, wie oft und gegen welches Geld der Hund ausgeführt wurde, wird vermutlich auch den Versicherer interessieren. Und wenn es einen gewerblichen Charakter hat, interessieren sich vielleicht noch ganz andere Stellen für den Vorgang.
...
Noch ein Tipp: Falls Ihre Mutter eine private Unfallversicherung hat, bestehen mMn weitaus höhere Chancen dort an einen finanziellen Ausgleich zu kommen. Also nicht vergessen, dahingehend die Papiere durchzugucken.

Schönen Gruß
Angela
Hallo Angela,

was so ein kleiner Schreibfehler ausmachen kann... :( - es sollte natürlich heißen "kein Geld"... anders hätte mein Post wohl auch keinen Sinn gemacht.
Es sei mal dahingestellt, ob ich irgendwas und irgendwen vertreten kann - ich versuchs imerhin und baue halt auch auf Hilfe in diesem Forum.

Meine Mutter hat definitiv keine Unfallversicherung.

Von einem anderen Vers.fachmann hörte ich, dass ihr evtl. entgegengehalten werden könnte, dass sie in dem Moment des Unfalls "Tierhüterin" gewesen ist und dadurch keine Ansprüche gestellt werden können. Gibts da evtl. noch Meinungen zu?

Schönen Gruß!
V.

Habe auch mal bem Schadenszentrum der G. nachgefragt - die wissen erst seit ein paar Tagen - und auch nur auf Zuruf und Forderung der Krankenkasse von diesem Unfall, obwohl der VN einen Tag nach Eintritt den Unfall dem zuständigen Vertreter gemeldet hat. Aber der hatte es nicht nötig, den Schaden weiter zu melden.
I love it!!

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