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Mittwoch, 10. September 2014, 06:40

Paar gute Formulierungen für Trasportversicherung

Hallo,

wir haben folgendes Problem mit unserer Transportversicherung.

Wir sind umgezogen und haben unser Umzugsgut für EUR 3.000 transportversichert. Es gaben zwei Optionen zu wählen „Neuwertversicherung und Zeitwertversicherung“. Wir haben uns für die teurere Neuwertversicherung entschieden.

Der tatsächliche Neuwert des Umzugsguts war seinerzeit (vor einigen Jahren, wenn sie NEU angeschafft wurden) ca. EUR 6.500, was wir auch in der Schadensmeldung dem Versicherer mitgeteilt haben.

Wir haben aber den Zeitwert berücksichtigt und für EUR 3.000 eingedeckt.

Leider wurden durch den Transport die wertvollsten Gegenstände des gesamten Umzugsguts beschädigt, so dass wir zusammen auf eine Gesamtschadenforderung von EUR 2.090 kommen.

Wir lagen dem Versicherer eine komplette Wertaufstellung für die Transportversicherung in Höhe von EUR 2.930 vor.


Hier ist was der Versicherer behauptet:


Zitat

„Nicht nachvollziehen konnten wir, warum Sie eine Transportversicherung über einen Wert von EUR 3.000,00 eindecken, wenn der von lhnen, auf Nachfrage, angegebene Anschaffungswert der Gegenstände sich auf EUR 6.500,00 — also der zu ersetzende Wert — beläuft.

Demzufolge müssen wir hier leider von einer Unterversicherung ausgehen, weshalb sich die Ersatzleistung unseres Versicherungsnehmers dann auf EUR 1.338,50 beläuft. Diesen Betrag bieten wir lhnen ohne Präjudiz und in endgültiger Erledigung als Entschädigungsleistung an.“
Wir wollen unseren Standpunkt klarstellen und dem Versicherer erklären, dass es sich hierbei um ein Missverständnis handelt und wir auf unsere Gesamtschadenforderung von EUR 2.090 bestehen.


Wer kann uns diesbezüglich einige überzeugende Formulierungen schreiben, wie wir unser Recht gegenüber dem Versicherer verteidigen können?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »thxbest« (10. September 2014, 06:44)


markuswalter

Versicherungsprofi

Beiträge: 96

Wohnort: Köln

Beruf: Versicherungen

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2

Mittwoch, 10. September 2014, 09:10

Guten Morgen,
haben Sie sich schon mal an Ihren Vermittler gewandt der Ihnen diesen Vertrag angeboten hat?

Ich fürchte hier hat der Versicherer korrekt gehandelt.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist warum Sie nur den Zeitwert berücksichtigt haben obwohl Ihnen der offensichtliche Neuwert bekannt war? Vermutlich hatte das was mit der Prämienhöhe zu tun..

Der Versicherer geht in Ihrem Fall von einer Unterversicherung aus, die ja auch vorgelegen hat und Entschädigt vollkommen zu Recht nur Anteilig.
Eine "überzeugende" Formulierung wir Ihnen hier niemand geben können.

Viel Glück!
Meine Beiträge sind Persönliche Ansichten und stellen keine Rechtsberatung da :!:

pas-ko

V.I.P.

Beiträge: 610

Wohnort: Nauort

Beruf: Versicherungsfachwirt (IHK)

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3

Mittwoch, 10. September 2014, 12:00

Wenn ein Mißverständnis oder eine versehentlich falsche Bildung der Versicherungssumme dazu führen würde, dass die Regeln der Unterversicherung außer Kraft gesetzt würden, so wäre letzlich bei keinem Versicherungsfall die Reglung der Unterversicherung (und damit Abzug im Schadenfall) Anwendung finden. Jeder Versicherungsnehmer würde sich darauf berufen.

In Ihrem Fall handelt der Versicherer sogar noch großzügig:

Zitat

Der tatsächliche Neuwert des Umzugsguts war seinerzeit (vor einigen Jahren, wenn sie NEU angeschafft wurden) ca. EUR 6.500, was wir auch in der Schadensmeldung dem Versicherer mitgeteilt haben.


Neuwert ist der Kaufpreis / Wiederbeschaffungspreis in neuwertigem Zustand am Schadentag. Da Sie die Sachen bereits vor einigen Jahren für 6.500 EUR angeschafft haben, liegt der Neuwert am Schadentag noch einiges höher, somit hätte der Versicherer das Recht, noch weiter zu kürzen.

Sie haben nichts weiter gemacht, als aus einer Neuwertversicherung (und damit Vollwert) eine Versicherung auf erstes Risiko bilden zu wollen (Schäden bis zur Versicherungssumme werden voll gedeckt). Dass das im Schadenfall schlecht für Sie ausschaut, ist selbstredend.

Gehen Sie zu einem Fachanwalt und lassen sich beraten. Sollten Sie überhaupt eine Chance haben, dann nur auf diesem Weg.

Aber freuen Sie sich lieber, dass Sie nur eine so geringe Summe an Lehrgeld bezahlt haben.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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4

Mittwoch, 10. September 2014, 18:29

Wie wäre es in diesem Fall richtig gewesen, so dass keine Unterversicherung (und damit Abzug im Schadenfall) Anwendung finden und der Versicherer den vollen Schaden decken müsste?

5

Mittwoch, 10. September 2014, 20:08

Richtig wäre die Versicherungssumme in Höhe des Neuwertes der Gegenstände zu wählen. Das wären dann hier 6500€.
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

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