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Montag, 14. April 2014, 21:34

Werkzeug bzw. Elektrogerät von Handwerker kaputt - Welche Versicherung ist zuständig in der Umbauphase meines Hauses?

Beim Estrichaufheizen in meinem Umbau/Sanierung, durch Bauherrenhaftpflicht und Bauleistungsversicherung bei der WGV zusätzlich versichert, ist das Aufheizgerät wohl durch eine Stromunterbrechung evtl. durch die Einwirkung einer zwar aufgrund der begrenzten Anzhl an Handwerkern aber trotzdem nicht definierbaren, fremden Person kaputt gegangen.

Bei welcher Vericherung ist dieser Schaden am besten aufgehoben?

Ich habe halt keine Lust erst bei der Bauherrenhaftpflicht vorstellig zu werden, dann bei der eigenen HAftpflicht und zuletzt bei der Bauleistungsversicherung....



Grüße

2

Dienstag, 15. April 2014, 12:41

Wessen Eigentum sind denn die beschädigten Geräte und welche Schadensursache liegt vor?
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

3

Dienstag, 15. April 2014, 21:52

Hi,

Das ist Eigentum des Heizungsbauers, der den Estrich auch aufheizen musste.

Schadensursache? - durch die unterbrechung des Stromes ist das Gerät quasi "unsanft" gestoppt worden und somit beschädigt worden.

Wer den Strom unterbrochen hat, evtl ist nur eine Sicherung geflogen, kann ich nicht sagen...



Danke für deine Antworten....

pas-ko

V.I.P.

Beiträge: 610

Wohnort: Nauort

Beruf: Versicherungsfachwirt (IHK)

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4

Donnerstag, 17. April 2014, 00:41

Diese Fragestellung lässt sich ohne genauere Kenntnisse

a) der Verhältnisse: Wer ist Bauher (Du oder ein anderer)
b) wer ist Eigentümer der beschädigten Sachen (Du oder ein anderer; ist der andere ebenfalls am Bau beschäftigt oder gewerblicher Verleiher)
c) was ist die beschädigte Sache: Aufheizgerät: Was ist das? ein technisches Teil, was in den Bau eingefügt wird (und dadurch zur versicherten Sache einer Bauleistungsversicherung gehört, oder ein gemietetes Teil, sprich, Werkzeug?)
d) wer ist Versicherungsnehmer der diversen Versicherungsverträge, die in Frage kommen könnten?
e) was ist genau vereinbart? welche Klauseln liegen den Versicherungsverträgen zugrunde?

nicht beurteilen.

So, wie Du schreibst, handelt es sich bei der beschädigten Sache um eine Art Werkzeug, die nicht Bestandteil des Bauvorhabes selbst sein wird, also dort "verbaut" wird.

Insofern:


1.) Bauleistungsversicherung

Darin versichert gilt - unabhängig dessen, ob jemand schuldhaft gehandelt hat und somit ein schuldrechtlicher Schadenersatzanspruch besteht - das Bauvorhaben selbst, also die (Neu)Bausubstanz. Eine Klausel, die Werkzeuge in der Bauleistung mitversichert, ist mir bisher nicht bekannt. Daher halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass eine solche Individualvereinbarung mit dem Versicherer getroffen wurde und sage nun einfach mal: Hier gibt es keinen Anspruch.

Zudem wäre eine Selbstbeteiligung zu beachten, die GRUNDSÄTZLICH in einer Bauleistungsversicherung vereinbart gilt.

Wäre nun der Estrich, z.B., beschädigt worden, sähe das ganz anders aus.


2.) Bauherren-Haftpflichtversicherung

Wenn Du der Bauherr bist, der den Heizungsbauer beauftragt hat, und der sein Aufheizgerät (was auch immer das sein soll) mitgebracht hat, müsste ein Verschulden vorliegen. Du oder ein anderer, von Dir beauftragter Arbeiter / Unternehmer / wer auch immer müsste den Schaden durch schuldhaftes Handeln herbeigeführt haben.

Der Heizungsbauer muss jedoch dazu zumindest dazu in der Lage sein, nachzuweisen, dass ein schuldhaftes Handeln vorlag, das seine Maschine beschädigte - und, dass dieser jemand zu dem von Dir anderweitig beauftragten Personenkreis gehört. Ansonsten wird er seine Ansprüche vermutlich nicht durchsetzen können und leer ausgehen. --> Grundzüge der Haftpflichtversicherung, mehrfach im Forum drüber geschrieben

In diesem Fall wäre jedoch noch zu klären, ob Du (oder jemand, der von Dir beauftragt wurde) Obhut über das Gerät hattest - denn dann gäbe es einen Leistungsausschluss: Sachen, die gemietet / geliehen / Gegenstand eines sonstigen Verwahrungsvertrages sind.


3.) Die von Dir benannte "eigene" Haftpflicht

Was auch immer Du damit meinst - ich gehe mal davon aus, dass Du damit eine private Haftpflichtversicherung meinst, die jeder haben sollte... Hier hätte wir zunächst die gleichen Voraussetzungen: Nachweisbarkeit, wer was wann getan und damit schuldhaft gehandelt hat.

Jedoch würde diese Versicherung dann schon keine Leistung bieten, wenn die Umbaumaßnahmen einen im Vertrag definierten Betrag für Umbaumaßnahmen übersteigen - was der Grund dafür sein dürfte, dass Du eine Bauherren-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hast.


4.) Wenn es sich bei dem beschädigten Gerät um eine Maschine handeln sollte, so gäbe es durchaus die Möglichkeit, dass der Heizungsbauer eine Maschinenversicherung abgeschlossen hat - quasi eine Kasko-Versicherung für seine Geräte. Dann müsste er diese in Anspruch nehmen - und jut. Selbstverständlich abzüglich einer Selbstbeteiligung.



Versicherung ist halt leider etwas kompliziert. Es gibt vielfältige Interessen, die sich vielfältig versichern lassen.



Wenn nur eine Sicherung rausgeflogen ist, dann ist ein Verschulden wohl kaum skizzierbar, dann kannst Du sämtliche Haftpflichtversicherungen quasi schon mal abhaken.


Wer wann was mit wem wie auf welche art zu welche Konditionen und ich hab bestimmt noch 10.000 Fragen ausgelassen, die sich aufgrund er möglichen Konstellationen stellen lassen.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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Sonntag, 20. April 2014, 17:51

Zu a: Ich bin der Bauherr

Zu b: Der Handwerker ist eigentümer des Werkzeuges

Zu C: Ein Auhheitgerät wird für die Aushärtung des Estrichs benötigt, dass Aufheizen ist aufgabe des Heizungsbauers und es bleibt nicht im Haus "eingebaut"

Zu D: VN ist jeweils der Bauherr, also ich selber

Zu E: ?? Standard??

Vielen Dank für die bisherigen Hilfen, allerdings bin ich noch immer unschlüssig welcher Versicherung ich den Schaden melden soll....

Oder ob es doch tatsächlich durch den Handwerker seine Versicherung (Welche?) abgesichert sein könnte?

pas-ko

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Beruf: Versicherungsfachwirt (IHK)

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6

Montag, 21. April 2014, 12:51

Sie selbst können den Schaden der Bauherren-Haftpflichtversicherung melden.

Sollte sich herausstellen, dass der Begriff "Obhut" erfüllt ist, wird keine Deckung bestehen. Sollte "Obhut" nicht erfüllt sein, wird sich diese Versicherung mit dem Schadenfall beschäftigen und den Schadenersatzanspruch für Sie vermutlich abwehren, da Sie (oder einen Ihrer Helfer) vermutlich kein Verschulden trifft.

Wie ich bereits unter Punkt 4 schrieb, wäre der Schadenfall über eine Maschinenversicherung gedeckt - sofern der Handwerker eine solche überhaupt hat.

Sollte es zu einer Entschädigung kommen (egal, ob durch Haftpflicht oder Maschinen-V), so bildet der Zeitwert der Maschine die Obergrenze der Entschädigung.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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7

Dienstag, 22. April 2014, 21:13

OK.

Was ist mit "Obhut erfüllt" gemeint?

"Onhut nicht erfüllt"?

"für mich vermutlich abwehren" ?

Danke....

8

Dienstag, 22. April 2014, 22:09

Melden Sie den Schaden und warten ab was passiert. Es ist durchaus möglich, dass Sie für den Schaden nicht haftbar zu machen sind und der Handwerker schlicht Pech hat (wenn er keine entsprechende Versicherung hat). Dies wird Ihre Versicherung aber klären, wenn Deckung besteht.

Es ist im übrigen schwer, wenn Sie immer nur in Halbsätzen und Stichworten antworten!
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http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

pas-ko

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9

Dienstag, 22. April 2014, 22:12

Oh CM,

hab vielen Dank für diese Worte!


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