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1

Donnerstag, 27. September 2007, 18:45

Vermögensschäden in der privaten Haftpflichtversicherung

ich bereite mich grade auf eine klausur zu dem thema haftpflicht vor, dabei hat sich mir die folgende frage gestellt:

wozu vermögensschäden in der privaten haftpflichtversicherung versichern?

nach § 823 (1) haftet man nur für sach- und personenschäden.

nach § 823 (2) haftet man für Vermögensschäden dritter die sich aus der verletzung eines schutzgesetzes ergeben.

kann mir jemand ein gutes beispiel geben für einen solchen reinen vermögensschaden der mich als privatperson haftbar gegenüber einem dritten macht und der gleichzeitig über die phv gedeckt ist?

bin dankbar für jede schnelle antwort.

2

Donnerstag, 27. September 2007, 19:07

Da kann ich Ihnen ein Beispiel aus meinem Kundenkreis geben.
Der liebenswerte Junge (16) einer Kundin hat aus Jux mit ein paar Kumpels einen Bombendrohung in einem Parkhaus losgelassen. Das Parkhaus wurde abgeriegelt, Polizei und Feuerwehr sind angerückt und zwei Geschäftsmänner hatten Ihren Flieger verpasst. Da kam eine ganz schöne Summe zusammen. Das war ein Vermögensschaden.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :tongue:


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3

Donnerstag, 27. September 2007, 19:13

und gegen welches schutzgesetz wurde da jetzt im genauen verstoßen?

ich denke aufsichtspflichtverletzung kann man in diesem fall ausschließen.

4

Donnerstag, 27. September 2007, 19:39

Bin mir jetzt nicht sicher, aber ich meinen das war nach §249 - 252 BGB
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :tongue:


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Andre2905

Fortgeschrittener

Beiträge: 809

Wohnort: Wiesbaden

Beruf: Versicherungskaufmann

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5

Donnerstag, 27. September 2007, 20:04

RE: Vermögensschäden in der privaten Haftpflichtversicherung



nach § 823 (1) haftet man nur für sach- und personenschäden.


Wie kommen Sie darauf ????
-----------------
§ 823
Schadensersatzpflicht

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
---------------------

Wieso sollten Vermögensschäden da ausgeschlossen sein ?

Grüsse
Andre2905
Viele Grüsse
André


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Meine Beiträge sind rein privater Natur ohne jegliche kommerzielle Absicht.
Sie stellen in keiner Weise eine Rechtsberatung dar.

Die Beiträge in diesem Internetauftritt sind meine eigenen und entsprechen nicht notwendigerweise den Positionen, Strategien oder Meinungen meines Unternehmens.

6

Donnerstag, 27. September 2007, 20:25

@ tommi69 danke für die schnellen antworten. ich werdde mal gucken ob mir das ganze jetzt ein bsichen klarer wird.

@ andre2905 leben, körper, gesundheit, freiheit = persönlichkeitsrechte (personenschäden)
eigentum = egentumsrecht (sachschäden)
zu den aufgeführten sonstigen rechten welche im § 823 (1) genannt werden zählen unter anderem namens- und patentrechte
die vermögensschäden sind nicht ausgeschlossen, brauchen sie auch gar nicht, da sie nicht in der aufzählung enthalten sind

Andre2905

Fortgeschrittener

Beiträge: 809

Wohnort: Wiesbaden

Beruf: Versicherungskaufmann

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7

Donnerstag, 27. September 2007, 23:37

Sorry.
Wenn ich denebenliege, lass ich mich gerne belehren, aber das halte ich für absolut falsch.

Gem. 823 BGB ist der Schädiger zum Schadenersatz verpflichtet.

Beispiel Vermögensschäden:
Ein Mann stellt mit seiner Schubkarre meine Haustür zu.
Ich bin zu schwach, um die Schubkarre wegzuschieben.Nachbarn müssen mir helfen. Ich verpasse daher meinen Bus und muss ein Taxi rufen.
Bus: 2,50 Euro.
Taxi: 12,50 Euro.


Durch den Schaden wurde also mein EIGENTUM (und das ist in Satz 1 ausdrücklich genannt), nämlich mein Geld, um 10,- verringert.
Und genau diesen Schaden (Vermögensschaden) muss der Schädiger mir ersetzen.

Grüsse
André
Viele Grüsse
André


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