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1

Dienstag, 17. Februar 2015, 20:51

Dem Schwager gefällig falsches Maß abgemessen und er damit die falsche Ware auf Maß bestellt hat.

Hallo,

ich denke es ist unglaublich aber bei mir doch wahr! leider,

Mein Schwager bat mich gebeten, für ihn ein Fenster zwecks Bestellung im Internet auszumessen. dabei machte ich den Fehler, dass ich (unerklärlich wie es passieren konnte) ihm ein falsches Maß aufgeschrieben habe.

das bestellte Fenster ist zu klein der Schaden groß.

Meine Frage ist: kommt meine Haftpflichtversicherung hier in Frage?



Danke ihr Guten

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Mathias_M« (17. Februar 2015, 21:02)


pas-ko

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2

Mittwoch, 18. Februar 2015, 09:01

Nein.

Zum einen handelt es sich um einen nicht versicherten Vermögensschaden, zum anderen um eine Gefälligkeitsleistung, bei der stillschweigend ein Haftungsausschluss für einfache Fahrlässigkeit vereinbart wird / wurde, sodass überhaupt keine Haftung besteht. Folglich müssen Sie für den Schaden nicht aufkommen, insofern muss sich Ihre Haftpflichtversicherung damit dann auch gar nicht befassen.

Des Weiteren: was machen Sie beruflich? Hier könnte noch ein weiterer Ausschluss in Betracht kommen.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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3

Mittwoch, 18. Februar 2015, 11:37

Hallo,

vielen Dank für die Antwort. das ist ja Interessant. wenn ich sein TV umwerfe beim Versuch ein Kabel anzuschließen ist es dann anderes?

und wie sieht es aus wenn ich ein Wasserhahn beim anschrauben kaputt mache?

also vom Beruf bin ich Elektrotechniker.

gestern habe ich folgende Geschichte gehört deren Ausgang noch offen ist.

Ein Ehepaar beschließt eine Wochenendreise nach Frankfurt zu unternehmen. Sie erzählten der Tochter und deren Mann davon und, dass sie ein Hotel in Frankfurt am Main suchten.

Der Computer und Internet- erfahrener Schwiegersohn macht sich, Tage danach, nach dem günstigsten Preis im Netz und bucht eigenmächtig das Hotel (wohl ohne Rücktrittvers. o.ä.)

Die Rechnung lässt er dem Schwiegervater per Mail zukommen, die Schwiegermutter überweist schnell und vor Freude über dem günstigen Preis ohne zu zögern.

kurz vor der Abreise stellen die Beteiligten fest, dass das gebuchte Hotel nicht Frankfurt am Main sondern Frankfurt an der Oder sich befindet. 8o 8o 8o

Wie würde eine HFV hier urteilen?



Vielen Dank und Grüße

pas-ko

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4

Donnerstag, 19. Februar 2015, 00:50

Zitat

wenn ich sein TV umwerfe beim Versuch ein Kabel anzuschließen ist es dann anderes?


Kommt auf die genauen Umstände des Einzelfalls an.


Zitat

wie sieht es aus wenn ich ein Wasserhahn beim anschrauben kaputt mache?


Auch hier hängt es von den genauen Umständen des Einzelfalls ab.


Zitat

Ein Ehepaar beschließt eine Wochenendreise nach Frankfurt zu unternehmen. Sie erzählten der Tochter und deren Mann davon und, dass sie ein Hotel in Frankfurt am Main suchten.

Der Computer und Internet- erfahrener Schwiegersohn macht sich, Tage danach, nach dem günstigsten Preis im Netz und bucht eigenmächtig das Hotel (wohl ohne Rücktrittvers. o.ä.)

Die Rechnung lässt er dem Schwiegervater per Mail zukommen, die Schwiegermutter überweist schnell und vor Freude über dem günstigen Preis ohne zu zögern.

kurz vor der Abreise stellen die Beteiligten fest, dass das gebuchte Hotel nicht Frankfurt am Main sondern Frankfurt an der Oder sich befindet. 8o 8o 8o

Wie würde eine HFV hier urteilen?


Völlig egal, wie eine Haftpflichtversicherung das beurteilt. Ich frage mich eher, wem genau hier welcher Schaden entstanden ist...


Eine Reise durchs Vertragsrecht... Laienjuristisch...:

Der Schwiegersohn kann ohne Vollmacht kein Rechtsgeschäft durchführen, das für jemand anderes verbindlich ist. Ergo: Er selbst geht einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter / Hotelier ein - und wenn dieser Vertrag auch nur lautet, dass Schwiegervater übernachtet. Die Rechnung schickt er an den Schwiegervater. Hier könnte man rechtlich unterstellen, dass dies ein Antrag an den Schwiegervater ist, den Vertrag zu übernehmen. Mit Zahlung der Rechnung wäre konkludent zwischen Schwiegervater und Schwiegersohn der Vertrag übergegangen. Hätte Schwiegervater nicht bezahlt, nun, dann hätte Schwiegersohn die Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Hotel erfüllen müssen. Oder?

Wenn der Schwiegervater aber nun feststellt, dass das Reiseziel FF Oder statt FFM ist - nun, dann hat er sich bei Abgabe seiner Willenserklärung (Zahlungshandlung) eben geirrt.

Also, wem ist nun durch wessen Fehler welcher Schaden entstanden? Dem Schwiegervater / Schwiegermutter durch eigenes Verschulden. Keine Haftung des Schwiegersohns - keine finanzielle Leistung aus einer Haftpflichtversicherung.

Was sich im Detail konkret ereignet hat, dafür ist die Schilderung zu kurz. Denkbar sind auch ganz andere Ausgänge des Falles, wenn sich auch nur Details ändern. Aber grundsätzlich muss erst einmal eine vertragsrechtliche Haftung des Schwiegersohns vorliegen resp. im Raum stehen, bevor man über Versicherungsschutz reden kann.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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5

Donnerstag, 19. Februar 2015, 09:21

Hallo,
ist das Fenster eine Sonderanfertigung? Wenn nicht, greift doch das gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsrecht. Mindestens 14 Tage ohne Angaben von Gründen kann das Fenster dann umgetauscht werden.

Bei einer Sonderanfertigung greift das WRB natürlich nicht, dann wird es schwierig.

Aber mal im Ernst, jetzt nur vom logischen Gedanken: DU machst einen Fehler und misst falsch und bestellst etwas falsches...und den Schaden soll eine Versicherung regulieren? :whistling:
Da sagt schon eigentlich der gesunde Menschenverstand, dass es Eigenverschulden ist.

Gruß,
Steigenberg

6

Donnerstag, 19. Februar 2015, 16:27


Da sagt schon eigentlich der gesunde Menschenverstand, dass es Eigenverschulden ist.


Und was hat das mit einer Haftfplichtversicherung zu tun? Ist diese nicht genau dafür da Haftung bei eigenem Verschulden zu übernehmen?
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

pas-ko

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7

Freitag, 20. Februar 2015, 15:03

Zitat

ist das Fenster eine Sonderanfertigung? Wenn nicht, greift doch das gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsrecht.


Ein Widerrufsrecht gibt es nur im Fernabsatz.


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