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1

Montag, 3. September 2007, 01:05

Schaden unter Psychose - wer zahlt?

hi, ich habe folgendes problem.

unter marihuanaeinfluss habe ich stimmen gehört und einigen schaden angerichtet.
später wurde auch eine Psychose diagnostiziert.
zum einen habe ich in der wg in der ich damals wohnte 2 geschlossene türen von einem mitbewohner (der nicht da war) eingetreten, da ich glaubte im zimmer befände sich mein moppedschluessel, den ich dringend benötigte. stimmen die ich hörte bestätigten mir das so. zur tatzeit befand ich mich in einer art wahnzustand.
weiterhin kletterte ich auf ein dach und beschädigte dachziegel.
dieses problem lag der haftpflichtversicherung schon vor und sie äußerte sich dem geschädigten gegenüber wie folgt:
"...Sie können nur dann Schadenersatz erhalten, wenn unser Versicherer das Ereignis verschuldet hat. Dieses ist vom Geschädigten nachzuweisen. So sieht es der Gesetzgeber vor (§ 823 BGB).
Herr xxx richtete die Schäden aufgrund seiner Krankheit an. Hier konnte unser Versicherter den Schaden nicht vermeiden bzw. vorhersehen. Daher hat er ihn nicht verschuldet, so daß wir Ihre Ansprüche zurückweisen."

ist das so völlig korrekt und würde es bei ersterem fall ebenso zutreffen, oder besteht noch eine andere möglichkeit?
vielen dank im voraus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rookie« (10. September 2007, 00:07)


talla28

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2

Montag, 3. September 2007, 03:14

das ist grundsätzlich so richtig.

zur verantwortung (und damit zum schadenersatz) kann nur derjenige gezogen werden der einen schaden vorsätzlich/fahrlässig verursacht hat und sich dessen auch bewusst war.
wenn jemand einen schaden anrichtet, im zustand einer "geistigen umnachtung" ist er sich dessen nicht bewusst, und kann nach dem deutschen gesetz nicht haftbar gemacht werden. der geschädigte bleibt in so einem fall auf seinem schaden sitzen.
Viele Grüße

der talla...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »talla28« (3. September 2007, 03:14)


3

Montag, 3. September 2007, 07:36

Wie sieht es denn bei Schäden bei Ausübung einer Straftat (Verstoß gegen das BTMG) aus?

Möglichkeit 1: Die Mitbewohner/der Vermietet bleibt auf den Kosten Sitzen

Möglichkeit 2: Der Verursacher zahlt aus der eigen Tasche!
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

4

Montag, 3. September 2007, 12:27

danke für eure schnellen antworten!

noch ein weiterer punkt:
eine dritte tür wurde offensichtlich von der polizei bei dem versuch zu mir zu gelangen eingetreten. allerdings befand ich mich nicht in dem zimmer (sondern schon auf dem dach). in dem zimmer lief lediglich musik.
hat die polizei für soetwas irgend eine versicherung?

hinzukommend allerdings noch das problem, dass dies alles im august 2006 ablief. forderungen vom vermieter kamen aber auch erst juli 2007.
habe ich noch eine chance mit forderungen an die polizei heranzutreten?

und zu den anderen türen: können die bewohner auf das recht auf instandhaltung der wohnung durch den vermieter plädieren, sodass dieser den eigentlich von mir verursachten schaden erstmal beheben muss?
ich kann die summe zur reparatur naemlich nicht aufbringen :/

5

Montag, 10. September 2007, 21:11

danke für eure schnellen antworten!

noch ein weiterer punkt:
eine dritte tür wurde offensichtlich von der polizei bei dem versuch zu mir zu gelangen eingetreten. allerdings befand ich mich nicht in dem zimmer (sondern schon auf dem dach). in dem zimmer lief lediglich musik.
hat die polizei für soetwas irgend eine versicherung?

Nein die Polizei handelte mutmaßlich im Rechtfertigenden Notstand und ist damit nicht haftbar zu machen!


hinzukommend allerdings noch das problem, dass dies alles im august 2006 ablief. forderungen vom vermieter kamen aber auch erst juli 2007.
habe ich noch eine chance mit forderungen an die polizei heranzutreten?

Nein, siehe oben!

und zu den anderen türen: können die bewohner auf das recht auf instandhaltung der wohnung durch den vermieter plädieren, sodass dieser den eigentlich von mir verursachten schaden erstmal beheben muss?

Klären Sie das bitte mit einem Anwalt!


ich kann die summe zur reparatur naemlich nicht aufbringen :/

Auch wenn es oberlehrerhaft klingt, das hätten Sie vor den Drogenkonsum überlegen sollen!
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

6

Donnerstag, 20. September 2007, 11:43

Das Betreten der Wohnug der Polizei richtet sich wohl eher nach § 41 PolG ( des entsprechenden Landes) oder aber zumindest nach der polizeilichen Generalklausel. Hier lag wohl eine Anscheinsgefahr vor, und die Polizei trifft kein Verschulden. Damit ist der Verwaktungsakt rechtmäßig und kein Geld zu holen.
Alle Angaben entstammen meiner eigenen Auffassung als Privatperson und nicht etwa einer beratenden Tätigkeit.

Anfragen lassen keinerlei Rückschlüsse auf persönliche Angelegenheiten zu.

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